Falsche Hüte

Ein Doktorhut
steht nur dem gut,
der ehrlich und gewissenhaft
sein eigen Wissen
zu Papier gebracht.

Wer schummelt,
abschreibt und betrügt,
die Pädagogenzunft belügt,
hat auch kein Recht
auf ein Ministeramt
mit Vorbild für ein Bildungsland.

© G.B. 6.2.13

Neben der Aberkennung des Doktortitels
wird der Rücktritt  der  Bildungsministerin
hoffentlich schnellstens folgen.

Über Anna-Lena

Lehrerin im Un-Ruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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46 Antworten zu Falsche Hüte

  1. kowkla123 schreibt:

    es ist einfach unverzeihlich, was leben hier bloß für Machtmenschen, die belügen und betrügen, nur um Macht zu haben, unverzeihlich, schönen Mittwoch, Klaus

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  2. freiedenkerin schreibt:

    Ich habe da irgendwie so meine Zweifel, und halte mich, was die Aberkennung von Frau Schavan’s Doktortitel anbelangt, lieber etwas bedeckt…

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    • Anna-Lena schreibt:

      Warten wir die Entwicklung ab. Wenn die Entscheidung der Uni die richtige ist, dann muss ein Rücktritt schnellstens erfolgen. Ansonsten ist das für jeden Pädagogen ein Schlag ins Gesicht.

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  3. regenbogenlichter schreibt:

    Ja die Dame will gegen die Uni klagen, die Uni hätte gegen die Regeln verstoßen…Aha, so kann man (Frau) das auch sehen.
    Liebe Grüße
    Ute

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  4. minibares schreibt:

    Sie war eine derjenigen, die den Rücktritt vom Guttenberg lauthals gefordert hatte.
    Womöglich dachte sie, was 33 Jahre zurückliegt, da geht keiner dran…
    Pech gehabt!
    Die Mittel, so etwas rauszubekommen, haben sich enorm verbessert.
    Aber wieso hat der Doktorvater nichts gemerkt? Das finde ich auch eigenartig.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ich erinnere mich gut an ihre Haltung, als es um Guttenberg ging.
      Heute ist es ein Leichtes, Plagiate ausfindig zu machen, das war damals sicher viel schwerer und welcher Doktorvater macht sich die Mühe, alles nachzuprüfen?

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  5. Franka schreibt:

    Da kann ich mich deiner Forderung nur voll und ganz anschließen. Pfui Deibel! Was für eine Falschheit und kein Unrechtsbewusstsein. Wie soll da ein Lehrer den Schülern vermitteln, wie man eine Arbeit anfertigt?! Aber wen wundert das alles?!

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    • Anna-Lena schreibt:

      Da hat man als Lehrer keinen leichten Stand, Schülern plausibel Grundrechte wie Ehrlichkeit zu vermitteln.
      Aber ich werde das weiterhin tun.

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      • Franka schreibt:

        Tu das. Man darf da nicht nachgeben, aber ich denke, dass du immer noch mehr Arbeit hast, deinen Schülern Werte zu vermitteln, wenn öffentliche Personen sich so verhalten. Aber man kann ja mit den Schülern drüber reden bzw. man muss dagegen steuern.

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  6. helmutmaier schreibt:

    Da hast Du mehr als Recht, liebe Anna-Lena. Und die war mal meine Kultusministerin. Ha!

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  7. piri ulbrich schreibt:

    Noch ist nicht das letzte Wort gesprochen, aber ich hoffe trotzdem, dass Frau Schavan so viel Traute hat und freiwillig ihren Hut nimmt und den Posten zu Verfügung stellt. Denn, irgendwas bleibt immer hängen…

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  8. leonieloewin schreibt:

    Das sind ja nicht so schöne Dinge, die ich hier aus der Heimat erfahre. Wenn da was dran ist, sollten schnell Konsequenzen folgen. Ganz liebe Grüße von Deiner Insel Leonie

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  9. Ich befürchte, dann wird auch sie nach Brüssel gelobt und dort auf unsere Kosten mit dem Mehrfachen des bisherigen Salärs entlohnt. Zu Schnutenzwerg machte es ja bereits seit über einem Jahr als Internetbeauftragter vor und Stoi*ber wurde mit seiner Muschi ebenfalls nach Brüssel gelobt, nachdem er in Bayern nicht mehr tragbar war. Frau Doktorklau hat also m. E. nicht das geringste zu befürchten; für sie kann es nur besser werden.

    Es lebe die Demokratur mit gekonnt-perfider Augenwischerei. *konfetti für alle

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  10. cosmea49 schreibt:

    Blöd gelaufen! Da steht man dann plötzlich ohne Berufsabschluss da!

    Für mich kommt gar nichts anderes infrage – Rücktritt! Ja, was denn sonst! Sonst wäre ja alles vollkommen unglaubwürdig.

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  11. freiedenkerin schreibt:

    Ich finde, dass es sich sehr lohnt, zum Thema diesen Blogpost zu lesen, und darüber ein Weilchen zu reflektieren:
    http://dieliebenessy.wordpress.com/2013/02/06/ein-paar-gedanken-zu-frau-schavan/

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    • Anna-Lena schreibt:

      Danke für den Link, ich habe den Artikel mit Interesse gelesen und finde ihn auch gut.
      Trotzdem hat Frau Schavan für meine Begriffe kein Recht mehr auf diesen Titel und schon gar nicht auf ein Amt als Bildungsministerin.

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  12. bruni8wortbehagen schreibt:

    ich komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Sie hat ihre Doktorarbeit auch verdammt früh geschrieben. Ich dachte, na ja, sie war sicher ein Wunderkind, aber nun wundere ich mich weiter…

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  13. die3kas schreibt:

    Ein Fehler, ein Versehen, ein Flüchtigkeitsfehler…
    Ich würde es Betrug nennen!

    Noch steht die Kanzlerin hinter ihr…
    wie hinter allen anderen auch *lol*

    Zum Glück kennen wir unsere Kanzlerin…
    Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern 😉
    Ich bin gespannt wie das ausgeht.
    und wer der nächste ist 😉

    Ich grüsse dich ganz lieb ♥
    Bleib wie du bist!
    kkk

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  14. Traveller schreibt:

    ich habe gerade den Artikel gelesen, den Freidenkerin verlinkt hat – und ich finde ihn richtig gut !
    ähnliche Gedanken gingen mir ebenfalls durch den Kopf

    ich möchte weder Schlampigkeit bei wissenschaftlichen Arbeiten entschuldigen, erst recht keinen absichtlichen Betrug
    aber ich bekomme immer mehr das Gefühl von Hexenjagd

    und ich frage mich: wenn da über die ganze Arbeit verteilt Fehler auftreten, warum haben das damals der Doktorvater oder die Prüfungskommission (wer auch immer die Arbeit beurteilt) nicht ansatzweise bemerkt und die Arbeit zurückgewiesen?
    für mich heißt das, dass an dieser Affäre auch noch ganz andere eine Mitschuld haben, von denen jetzt aber praktisch nicht gesprochen wird

    nachdenkliche Grüße
    Uta

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ich fand den Artikel auch gut und ich fürchte auch, dass mehr dahinter steckt und das im Rahmen von Wahlkampf und Hetzkampagnen wieder jemand zum Opfer fällt. Trotzdem müssen Konsequenzen folgen. Ich denke schon, dass die Verantwortlichen der Uni diesen Entschluss reiflich bedacht haben und an den Plagiatsvorwürfen etwas dran ist.

      LG Anna-Lena

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  15. Anna-Lena schreibt:

    @all:

    Danke fürs Vorbeischauen und Kommentieren. Für mich sind die Plagiatsvorwürfe nicht aus der Luft gegriffen und ich hoffe, dass die Uni sich ihren Schritt reiflich überlegt hat. Eine Bildungsministerin ist mit diesem Hintergrund für mich nicht tragbar, denn auch ich habe die Aufgabe, Schüler zu Ehrlichkeit zu erziehen.
    Ich bin momentan sehr mit anderen Dingen beschäftigt, seht es mir bitte nach, dass ich gerade kaum zu Blogrunden komme.
    Den von der Freidenkerin verlinkten Artikel möchte ich jedem ans Herz legen, es lohnt sich, ihn zu lesen:

    http://dieliebenessy.wordpress.com/2013/02/06/ein-paar-gedanken-zu-frau-schavan/

    Bis bald, eure Anna-Lena

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  16. ernstblumenstein schreibt:

    Hallo Anna-Lena,

    Ich halte deine konsequente Haltung für richtig. Trotzdem finde ich als Aussenstehender diese Hexenjagd, die von der Opposition und anderen Kreisen jetzt schon losgetreten wird, verfrüht und nicht in Ordnung. Meiner Meinung nach hat die Frau ein Recht darauf, wenigstens angehört zu werden und in Berufung zu gehen resp. das Urteil anzufechten.

    Vor 33 Jahren war eine andere Zeit und vielleicht auch mit anderen Moralbegriffen, was man darf und was nicht darf.

    Ich habe fast das Gefühl, dass es heutzutage professionelle Plagiatsjäger gibt, die problemlos alles aufdecken, was von einer Person aufgedeckt werden soll.

    Versteh mich bitte nicht falsch, ich bin schon deiner Meinung, dass, wenn die Vorwürfe zutreffen, sie sofort zurücktreten muss.
    Herzliche Grüsse aus der mit Sonne durchfluteten Winterlandschaft Schweiz. Ernst

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    • Anna-Lena schreibt:

      „Vor 33 Jahren war eine andere Zeit und vielleicht auch mit anderen Moralbegriffen, was man darf und was nicht darf. “

      Einspruch – euer Ehren.
      Meine beiden Examensarbeiten liegen rund 30 Jahre zurück und das Verwenden anderer Textstellen und das Kenntlichmachen sowie Zitieren wurde auch uns wärmstens mit allen Richtlinien klargemacht, sowie ich es heute noch meinen Schülern vermittele.
      Geistiger Diebstahl bleibt geistiger Diebstahl, wenn man sich nicht entsprechend verhält.
      Außerdem belegt man mit seiner Unterschrift (und das wird bei Doktorarbeiten nicht anders sein) den Wahrheitsgehalt und das selbständige Arbeiten.

      LG Anna-Lena

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  17. Dori schreibt:

    Also was derzeit wieder an Themen in den Medien zu finden ist, das ist unglaublich. Plagiatsvorwürfe, sexuelle Übergriffe, manchmal habe ich den Eindruck, wir sollen alle von den tatsächlich wichtigen Dingen abgelenkt werden. Ob das alles nun aus der Luft gegriffen ist oder nicht, dafür habe ich persönlich keine Beweise. Aber das Breittreten, und wie die Menschen drauf anspringen, das stört mich, das finde ich nicht gut.
    Danke für das Post und Deine Meinung, liebe Anna-Lena.
    Herzliche Grüße, Dori

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  18. Frau Momo schreibt:

    Ich finde, gerade sie muß zurücktreten, hat sie sich doch so über Herren von und zu damals echauffiert. Und jetzt sollte sie ihre Maßstäbe auch gegen sich selber gelten lassen. Alles andere ist unglaubwürdig. Im übrigen stehen an dieser Uni gerade 40 Doktortitel zur Überprüfung an, es ist also nicht so, das man nur gezielt gegen sie was gesucht hat.

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  19. werner schreibt:

    Sehr treffende Zeilen Anna-Lena !

    Aber warum den gleich Rücktritt? Man muss ihr doch die Gelegenheit geben um sich „weiter zu bilden“ um den „richtigen Doktor“ zu machen 😉

    Gruß
    Werner

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  20. Uwe schreibt:

    Auch immer wieder interessant, wie sich die Pseudo-Doktoranten noch aus der Schlinge drehen oder winden wollen. Konnte man bei zu Guttenberg schon schön beobachten und nun bei Frau Schavan. Am Ende wird wohl auch sie Einsicht zeigen müssen und von Ihrem Posten als Bildungsministerin zurück treten. Ist nur eine Frage der Zeit.

    Dann bekommt sie einen „Posten“ in Brüssel und wenn alles gut läuft, taucht sie in ein paar Jahren wieder auf dem deutschen Politikparkett auf. Wer weiss, vielleicht gibt es in absehbarer Zeit einen Gesetzesvorschlag, die Doktorarbeiten der aktiven Politiker nicht nach Plgiatsvorwürfen zu untersuchen?

    Kann ja nicht angehen, dass die reihenweise umkippen und unsere Volksvertreter noch unglaubwürdiger zurück lassen.

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  21. GZi schreibt:

    Liebe Anna-Lena, vom Grundsatz stimme ich mit Ernstblumenstein überein, auch wenn ich Deinen Einspruch verstehen kann. Natürlich habe auch wie alle anderen das Zitieren in der Schule und an der Universität gelernt und vertieft. Und auch ich musste meine Magisterarbeit unterschreiben. Ich sehe aber durchaus eine Mitverantwortung der Doktorväter und Universitäten. Wenn diejenigen aus Forschung und Wissenschaft ihrer Verantwortung nicht nachkommen, weil sie es mit damaligen Mitteln nicht erkannt haben, kann es m.M. nach nicht angehen,jemanden dafür nach Jahrzehnten zu diffamieren und alle weitere Leistungen damit zunichte zu machen (unabhängig davon, ob man nun diese Parteipolitik mag oder lieber eine andere).
    Mich nervt zunehmend, dass (zumindest für mich gefühlt) eine Plagiatshetze entstanden ist. Klar, wenn seitenweise nur abgeschrieben worden ist, ist das unrechtmäßig und wird auch jedem Mitte-Zwanzigjährigem klar sein. Wenn aber auf mehreren 100 Seiten mal ein Zitat nicht ganz ordnungsgemäß angeführt wurde – so what… Denn anders als bei einem (Fach)Arzt ist ein politisches amt nicht maßgeblich von einem Doktortitel abhängig…. Machtmenschen, die belügen und betrügen, sehe ich auf ganz anderen Gebieten in – für mich – weit „bedrohlicherem“ Ausmaße. Aber natürlich hat jeder sein subjektives Empfinden… Und: Ehrlich gesagt möchte ich mich auch nicht in 10 Jahren dafür verantworten müssen, was ich dann vor vielleicht 35 Jahren mal geschrieben habe (vor allem ohne zu wissen, wohin mich mein Lebens/Berufsweg führen wird…).

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe GZi,
      deinen Einwänden kann ich nur bedingt zustimmen.
      Der Doktorgrad eröffnet auch in der Politik auch Wege zu Ämtern und damit zu viel Geld. Und wenn dieser Grad zu Unrecht erworben ist, muss man einen Titel abgeben.
      Plagiate sichtbar zu machen, ist im Zeitalter moderner Medien um ein Vielfaches einfacher geworden und da sind Universitäten und Doktorväter gefragt, wie jeder, der ausbildet. Habe ich bei einem Schüler den Verdacht, abgekupfert zu haben, kann ich das in der Regel schnell im Web nachweisen und dann ist die Konsequenz eine sechs.
      Da hängen für mich Werte mit zusammen, deren Fehlen in unserer Gesellschaft immer mehr bemängelt wird.

      Dass auf höchster politischen Ebene noch andere Mittel mit ins Spiel kommen, ist bedauerlich und auch für mich zunehmend bedrohlich.
      Nun ist sie zurückgetreten, eine m.E. richtige und notwendige Konsequenz und wie es weitergeht, werden wir abwarten.

      Liebe Grüße zu euch,
      Anna-Lena

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  22. chinomso schreibt:

    Nun ist sie zurück getreten.
    Hast du gesehen, worüber sie ihre Doktorarbeit geschrieben hat?
    Das schlägt ja dem Faß nochmal den Boden aus.

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  23. Träumerle Kerstin schreibt:

    Wir machen uns wirklich langsam lächerlich vor der ganzen Welt. Gibt es auch noch wahre Doktoren? 🙄 Jeder Schüler, der in der Schule einen Spickzettel benutzt bei der Arbeit, wird zur Rechenschaft gezogen und bestraft. Und in der Politik ist alles erlaubt, katastrophal!
    Liebe Grüße von Kerstin.

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  24. finbarsgift schreibt:

    sie hat beachtet, was du prophezeitest *hehe* weg mit den doktorenhüten …

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  25. Emily schreibt:

    Wer weiß, liebe Anna-Lena, vielleicht gesellt sich der ein oder andere ja noch hinzu 😉

    Liebe Grüße, Emily

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