Archiv der Kategorie: Mal kritisch angemerkt…

Knigge für Anfänger (2) oder Erfahrungen vor einem Elternsprechtag

So ein Elternsprechtag will organisiert sein. Mittlerweile ist er vorbei. meistens kommen ja nicht die Eltern der „pflegeleichten“ Schüler, sondern eher die der anderen. Und so muss man den Einen oder Anderen anrufen und einladen. Kein leichtes Unterfangen…

1. „Hallo?“
„Guten Abend, mit wem spreche ich denn?“ (Aha, da pokert wieder jemand – eindeutig männlich – am Telefon, wie ich das hasse…)
„Wer sind Sie denn? Sie haben mich doch angerufen!“
„Ich habe die Nummer 12345/6789 gewählt. Mein Name ist Frau Anna-Lena und ich hätte gern die Mutter von Max gesprochen.“
„Und worum geht es?“
„Da Sie offensichtlich nicht die Mutter von Max sind und mir Ihren Namen nicht verraten wollen, werde ich Ihnen das nicht sagen.“
„Na hören Sie mal, geht’s noch? Schließlich bin ich der Vater von Max!“ (Ich sehe förmlich, wie er puterrot anläuft…)
„Hätten Sie das gleich gesagt, hätten wir uns beide kostbare Zeit erspart.“ (Mein Blick geht auf den Stapel unkorrigierter Klassenarbeiten, mir rennt die Zeit unter den Nägeln weg und der hält mich zum Narren) .
„Und , warum rufen Sie an? Max hat wohl wieder Scheiße gebaut?“ (Wie recht er doch hat, aber nicht nur einmal, sondern im Dauerzustand…)
„Wir haben am kommenden Mittwoch Elternsprechtag und ich würde Sie und Ihren Sohn gern zum Gespräch einladen. Wann hätten Sie Zeit?“
„Kann ich Ihnen noch nicht sagen. Meine Frau hat Frühschicht, ich Spätdienst.“ (Prima, dann nehme ich mir den Knaben alleine vor, so ganz ohne Zeugen und ziehe ihm die Löffel lang, bis er lacht…)
„Ich biete ihnen 18.15 Uhr an. Sie finden mich in Raum 007. Bitte richten Sie es ein, es ist wichtig Und bringen Sie Ihren Sohn bitte mit, denn es geht ja um sein Verhalten und seine Noten. „Schönen Abend noch, auf Wiederhören.“
Klick – wortlos.

2. Die Festnetznummer, die ich seit Tagen anrufe, ist dauerbesetzt. Mittlerweile habe ich eine SMS mit der dringenden Bitte um Rückruf geschrieben. Da probiert doch der Sohnemann Otto nicht vielleicht, jeglichen Kontakt zu verhindern? Montag früh versuche ich Otto zu finden, prompt läuft er mir in die Arme.
„Ich kann deine Mutter nicht erreichen, mit eurem Telefon stimmt etwas nicht.“
„Wir haben kein Telefon.“ (Hähhhhh? Und wieso ist dann dauerbesetzt?)
„Auf meine SMS hat sie auch nicht reagiert.“
„Die hat eine neue Handynummer.“
„Würdest du mir die bitte geben?“
„Die hab ich selber nicht.“ (Hört, hört!! Bin ich der Weihnachtsmann, dass man mir Märchen erzählen kann?)
Damit war das Gespräch für ihn beendet. Er drehte sich um und ging.
Als ich am Mittwoch morgen die neue Handynummer in meinem Fach hatte, war der Elternbrief schon unterwegs. (Manchmal kann man das, was man sagen will, auch sehr deutlich und unmissverständlich  schriftlich machen.)

3. „Guten Abend, Frau Müller. Hier ist Frau Anna-Lena.“
„Hallo, Frau Anna-Lena.“ (Eine freundliche sanfte Stimme. Die Mutter und ich hatten schon mehrfach miteinander zu tun, eine sehr nette ausgeglichene Frau…)
„Da ja am kommenden Mittwoch Elternsprechtag ist…….“
„Waaaaas?“ …und dann einige Tonstärken lauter und schrill…“ Luise!?! Warum weiß ich nicht, dass am Mittwoch Elternsprechtag ist? Wann gedachtest du mir das zu sagen?“ (Ich ziehe förmlich schuldbewusst den Kopf mit ein…)
„Das wollte ich dir heute sagen…“ (Luises Stimme klingt piepsig, im vollen Gegensatz zum Unterricht…).
„Frau Müller, wie haben Sie Zeit? Könnten Sie um 17 Uhr in die Schule kommen?“
„Aber ja, das passt mir gut.“ (Der Rest ist schnell geklärt und ich überlasse Luise ihrem Schicksal…)

4. Ich rufe Eltern von daheim ungern über mein Handy an, aber wenn man bei denen zuhause langsam denkt, die wohnen da schon gar nicht mehr, muss man das machen. Wenn da auch niemand erreichbar ist, kann man nach einer SMS wenigstens hoffen…oder bis zum jüngsten Gericht warten…

„Sie hatten bei mir angerufen?“ (Die Dame ist offensichtlich schon auf Krawall gebürstet…)
„Guten Abend, ich bin… und würde gerne einen Gesprächstermin für den kommenden Mittwoch mit Ihnen absprechen.“ „Da muss ich morgen bei der Arbeit erst mal klären, ob ich kann.“ „Das wäre nett und bitte bringen Sie Ihren Sohn mit“. „Was, meinen Sohn soll ich nicht mitbringen, ich denke, es geht um ihn?“ (…um wen denn sonst? Um das liebe nette Meerschweinchen ganz bestimmt nicht!) . „Ich bestehe darauf, dass die Klassenlehrerin auch dabei ist.“ (okay, steigen wir in den Ring, alle miteinander…)
„Ich werde mit Frau ABC sprechen, ob Sie das einrichten kann. Bitte geben Sie mir Bescheid, wann Sie können.“
(einen Tag später wenigstens eine kurze und bündige SMS, dass es geht und mein vorgeschlagener Uhrzeittermin in etwa auch passt. Bleibt nun am Montag zu klären, ob die Klassenleiterin sich das am Mittwoch antun möchte. Wenn ich sie wäre wüsste ich, was ich wollte….).
Sie konnte nicht, denn sie hatte ihre eigenen Termine. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

An diesem Abend nach dem Elternsprechtag

hatte ich wieder etwas gelernt und verinnerlicht:

Man sollte die Ruhe
und Gelassenheit
eines Stuhles besitzen…
Der muss auch
mit jedem
Arsch
klarkommen.
(Verfasser unbekannt)

©G.B. 4/2014

 

50 Kommentare

Eingeordnet unter Geschichten ganz nah am Leben, Mal kritisch angemerkt..., Schulisches

Die Doktorwürde

Ich bin wirklich kein schadenfroher Mensch. Aber ich gebe  zu, dass mich die Aberkennung des Doktortitels von Frau Schavan mit Genugtuung erfüllt.

Wir haben im selben Jahr Abitur gemacht. Ich habe zwar „nur“ zwei Examensarbeiten geschrieben, aber ich erinnere mich gut an die zeitlichen und nervlichen Belastungen, denen jeder Student damals ausgesetzt war. Das wird auch heute nicht anders sein.

Das Argument (so heute in unserer Tageszeitung), vor dreißig Jahren seien die Zitierregeln nicht so streng gewesen, halte ich für völligen Blödsinn. Man ist Plagiaten nicht so schnell auf die Schliche gekommen, da die Überprüfung aus technischen Gründen nicht so schnell wie heute war.

Und doch musste man auch die Examensarbeiten hinsichtlich ihres Wahrheitsgehaltes unterschreiben und mit der eigenen Unterschrift bestätigen, dass es wirklich die eigene Arbeit ist und Textstellen aus anderen Werken dementsprechend gekennzeichnet sind.

Frau Schavan ist bekennende Katholikin und war von 2005 – 2013 Bundesministerin für Bildung und Forschung. Offenbar ist es mittlerweile völlig out, dass unsere heutigen Politiker  für die junge Generation eine Vorbildfunktion einnehmen. Politiker mit Charisma sind selten geworden.

Nur mit einem Abitur in der Tasche, denn das ist das nüchterne Fazit nach der Aberkennung der Doktorwürde,  ist der Weg als Botschafterin im Vatikan nun  endgültig geplatzt.

Haben Politiker, die lange in der Öffentlichkeit standen, keine anderen Lebensinhalte mehr, als bis zum Umfallen auf der öffentlichen Bühne zu stehen?

Ich bin gespannt, welche Pöstchen für Frau Schavan noch übrig bleiben werden.

©G. Bessen 3/14

45 Kommentare

Eingeordnet unter Mal kritisch angemerkt...

Die Sache mit den Steuern

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“.

So lautet der Artikel 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Das Portemonnaie des Menschen ist bei einigen auch unantastbar, wenn es um die Steuern geht, die ein jeder zu zahlen hat. Steuerhinterziehung im großen Stil, das haben wir ja in der Vergangenheit mehrfach erleben müssen. Nun ist einigen doch ganz flau geworden, man könne ihnen durch aufgetauchte Steuer-CDs auf die Schliche kommen.

Selbstanzeige, zahlen und mit einem blauen Auge davonkommen, das kann funktionieren. Verhandlungen, Nachzahlungen und eine Bewährungsstrafe und der Mensch hat sich ehrlich gemacht. Das blaue Auge heilt ab und irgendwann wächst Gras über die Sache.

Aber Selbstanzeigen müssen umfassend und vollständig sein. Da sollte man doch meinen, ein  gestandener Betrag von 3,5 Millionen €  hinterzogener Steuer (jeder Ottonormalverbraucher muss kurz nachdenken, um wie viele Nullen es dabei geht) ist nicht zu toppen.

Weit gefehlt: sich von 3,5 nun  auf 18,5 Mio.  € zu bekennen, haut selbst den stärksten Richter aus der Robe. Ob der Herr  Hoeneß den Gerichtssaal mit dem Beichstuhl verwechselt und auf das ‚ego te absolvo’ und etliche Bußgebete hofft?

Ich hoffe, dass der Herr Hoeneß sich zum Nachdenken mal hinter schwedischen Gardinen einfinden darf. Dort kann er in Ruhe meditieren, wie er seine so viel gepriesene karitative Ader nach seiner Entlassung weiter ausleben kann und denen, die es nötig haben, auch Gutes tun kann.

Vorausgesetzt, dass bei der Steuernachzahlung noch ein wenig Geld übrig ist.

 finanzielle Reserven (3)

© G.Bessen 10/3/14

33 Kommentare

Eingeordnet unter Mal kritisch angemerkt...

Spuren

Spuren

Überlege genau,
welche Spuren du
deiner Nachwelt hinterlässt.
© G.B. 3/14 

Ihr erinnert Euch sicher an die illegale Müllkippe im Wald.
Als ich letzten Mittwoch dort vorbeifuhr,
war alles weggeräumt.
Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder.

Nach dem Entsorgen

42 Kommentare

Eingeordnet unter Aktuelles, Berlinerisches und Brandenburgisches, Mal kritisch angemerkt..., Tagesgedanken

Unverhältnismäßigkeiten

Unverhältnismäßigkeiten

Meine Beschwerde an unser Rathaus in Bezug auf die illegale Müllkippe im Wald wurde zwar mittlerweile beantwortet, doch getan hat sich nichts.

 Müllkippe Wald

……………. vielen Dank für Die Fotos. Unabhängig jetzt von den Zuständigkeiten und der damit verbundenen rechtlichen Berechtigung zur Beseitigung des Unrats, leider häufen sich die Umweltsünden in  letzter Zeit enorm. Wir haben Kenntnis bekommen von illegalen punktuellen Mülldeponieren, wo es von Chemikalien nur so  trotzt. Bei solchen Anblicken stockt einem der Atem. Bevor wir als Verwaltung  tätig werden dürfen, müssen wir erst die Zuständigkeiten prüfen und werden dies dann auch zur Anzeige bringen. Ich versichere Ihnen, das sich das Ordnungsamt das Anliegen angenommen hat und wir nach unseren Möglichkeiten tätig werden.

Mit besten Grüßen xxxxxxxxxxx

Ihr Bürgermeister

 Eine zweite Antwort ist genauso nichtssagend:

…….nochmals Danke für Ihren Hinweis. Die besagte Stelle liegt am xxxxxxxxxxxxxxxxxxx . Sie befindet sich in Privateigentum. Im Übrigen ist kein Grundstückseigentümer verpflichtet, sein Grundstück  sauber zu halten. Da von der Verschmutzung keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht, darf die Gemeinde die Wegschaffung des Unrates auch nicht veranlassen. Gleichwohl sucht die Verwaltung den Kontakt mit dem Eigentümer um zu klären, inwieweit man gemeinsam eine nachhaltige Lösung des Problems anstrebt. Hier kann man jedoch nichts versprechen, da dies immer von der Kooperationsbereitschaft des Eigentümers abhängt. Eventuell gelingt es in zu überzeugen, das Grundstück mit einem Wildzaun einzufrieden oder es fällt ihm irgendetwas anderes ein. Der Eigentümer wird demnächst hierzu angeschrieben.

 Ich habe es noch ein letztes Mal mit einer Antwort versucht:

…….. Ihre Antwort verwundert mich doch ein wenig.

Dass das vermüllte Stück Privateigentum ist , ist nicht ersichtlich und ich glaube auch nicht, dass der Eigentümer in der näheren Umgebung  lebt. Nur so kann ich mir erklären, dass diese illegale Müllkippe stetig wächst. Welcher Eigentümer würde so etwas zulassen, zumal es ja eine Einladung für alle ist, ihren Müll dort auch zu entsorgen.

Strafe muss ja niemand befürchten.

Dass keine  Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht, möchte ich auch bezweifeln, denn wer weiß, was sich in den vielen Müllsäcken befindet? Nachgeschaut habe ich jedenfalls nicht.

Wenn ich mich als Bürgerin von diesem Anblick belästigt fühle, kann ich Anzeige gegen Unbekannt stellen, denn ich kenne den Eigentümer nicht. Und das wird dann nach einiger Zeit eingestellt, da kein öffentliches Interesse vorliegt. So lautet meist die Begründung.

Gegen einen Privateigentümer, der sein Grundstück so verkommen lässt, kann ohne Weiteres nicht mehr gemacht werden, als an ihn zu appelieren, einen Zaun zu bauen? Wenn ich mir als Grundstücksbesitzer Mutterboden anfahren lasse, der kurzfristig vor meinem Grundstück abgeladen wird, muss ich mich aber sputen, den wegzubekommen, denn sonst erhalte ich schneller als ich glauben kann, eine Anzeige.

Ich empfinde diesen Anblick als geradezu grotesk und als miserables Aushängeschild für eine Gemeinde, die sich als modern und innovativ bezeichnet.

………..

Eine weitere Situation hat am Montag Nachmittag meinen Blutdruck in die Höhe getrieben.

Nach einer Konferenz am Nachmittag fand ich ein Knöllchen an meinem Wagen und nicht nur ich, sondern alle, die in den Parktaschen standen.

Es standen zwei Schilder am Anfang und am Ende der Parkhäfen. Soweit, so gut. Doch der Hauptverkehr kommt von der Seite, für die das Schild nicht einsehbar war, weil es anders herum stand und das seit Freitag morgen – unverändert.

Offenbar wird verlangt, dass man morgens um sieben, wenn es noch nicht ganz hell ist, mit der Taschenlampe um Autos und Bäume tanzt, ob sich irgendetwas verändert haben könnte, möglicherweise ein Neuling im Schilderwald eingetroffen ist.

Das Ordnungsamt war schnell. Meine Wut ist immer noch nicht verraucht, aber das Verwarnungsgeld von 15 Euro wird schon eingefordert.

   „Die Verwarnung wird nur wirksam, wenn Sie mit ihr einverstanden sind und das Verwarnungsgeld….. zahlen.“

 Ich bin natürlich nicht einverstanden!

Halteverbot 1

Halteverbot 2

Halteverbot 3

*********

Harte Tage

56 Kommentare

Eingeordnet unter Berlinerisches und Brandenburgisches, Mal kritisch angemerkt...

Mainz und meins

Mainz und meins

So mancher denkt sich nichts dabei,
glaubt „Mainz“ und „meins“ sei einerlei.
Der schnöde Mammon, all sein Reiz
verführt zu ganz besonderem Geiz.
Vorbei am Fiskus, ungeniert,
so mancher Freund wird noch geschmiert,
damit er still hält und nichts sagt.

Und wenn ihn das Gewissen plagt,
zeigt er sich an, beteuert Reue,
entschuldigt sich mehrmals aufs Neue.
Gar mancher nimmt auch seinen Hut,
denn alles wird bald wieder gut.
Ein Pölsterchen in Form von Geld,
und er bleibt weiterhin
ein Mann von Welt.

Alte Kasse Dresden Weinschlösschen

©Text und Foto: G. Bessen 18.2.14

29 Kommentare

Eingeordnet unter Aktuelles, Lyrisches, Mal kritisch angemerkt...

Krebserkrankungen nehmen zu

Krebserkrankungen nehmen zu….so ging es kürzlich durch die Medien.

Natürlich war auch mein erster Gedanke: Wieso das? Medizinisch wird geforscht und Millionen werden  in die Forschung gesteckt, so dass man eher denken könnte, einige Krankheiten längerfristig in den Griff zu bekommen.

Wenn man bedenkt, wie rasant die Weltbevölkerung besonders in den Entwicklungsländern weiter steigt, während die Menschen in den Industrieländern immer älter werden, relativieren sich diese Aussagen. Und die Prognose für 203o grenzt doch ein wenig an Panikmache. Wer weiß, ob unser Planet bis dahin überhaupt noch existiert?

Wir haben wenig Einfluss auf unsere Krankheiten und eine halbwegs gesunde Lebensweise ist kein Garant für ein langes Leben. Aber wir sollten die Möglichkeiten der Vorsorgeuntersuchungen nutzen. Manche sind nicht so angenehm, aber man kann sie problemlos überstehen. Im Falle eines Falles ist durch eine rechtzeitige Entdeckung die Heilungschance möglicherweise höher.

ScreeningEine Tapferkeitsmedaille bekommt man zwar nicht, aber ein Täfelchen Schokolade und ein Kugelschreiber sind doch auch was, oder?

Immer noch unverständlich ist mir Haltung der katholischen Kirche in punkto Verhütung. Wie viele Menschen werden gerade in Afrika jeden Tag Opfer von AIDS? Eine fundierte Aufklärung und sinnvolle Hilfe würden viele Menschenleben  retten.

Heute Abend lief erneut der bewegende Film „Wüstenblume“ im Fernsehen. Noch immer wird das Ritual der Verstümmelung in vielen Familien praktiziert. Seelische und körperliche Qualen und Traumata sind die Folge und viele Mädchen sterben an den Folgen.

GerippeIch glaube, unser Schicksal ist festgelegt, doch manchmal kann man dem Tod vielleicht doch ein Schnippchen schlagen.

Sammy und Marci-crop

Bleibt gesund und behütet und vor allem nett zueinander.

Ich wünsche euch einen sonnigen Sonntag.

34 Kommentare

Eingeordnet unter Aktuelles, Mal kritisch angemerkt...

Stillleben und Umweltschweine

Stillleben, die Zweite…

Erinnert ihr euch an das Bild mit der Flasche? (im Hintergrund kann man etwa in Bildmitte den Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz erkennen )

Den Hals nicht voll kriegen...

Mittlerweile hat eine wundersame Flaschenvermehrung stattgefunden.

 Müllkippe Wald zwischen Bergfelde und Schönfließ 5.2.14 (19)

Als ich vor ein par Tagen dort vorbeifuhr und ein Stück weiter des Weges ging, traf mich fast der Schlag. Das kleine Stück  Wald ist eine wahre Müllkippe. Ich war fassungslos.

Was sind das für Schweine, die ihren Müll einfach in der Natur ablegen?

Ich habe unsere örtlichen Behörden verständigt und bin auf morgen gespannt, ob der ganze Dreck entsorgt ist.

 

 Hat man da noch Worte?

Nur eines:

Umweltschweine

61 Kommentare

Eingeordnet unter Mal kritisch angemerkt...

Knigge für Anfänger

Das Wort ENTSCHULDIGUNG scheint in der deutschen Sprache einem Hindernisrennen  gleich zu kommen. Dabei kann man das Buchstabieren üben:

E-n-t-s-c-h-u-l-d-i-g-u-n-g

Mit ein wenig Mühe und der richtigen Atemtechnik kann es sich sogar melodisch und klangvoll anhören.

Beim Telefonieren kann sich jeder leicht mal verwählen, wenn die Lesebrille nicht in Reichweite oder gar geputzt war. Was ist daran so schwer, wenigstens das Wort „ENTSCHULDIGUNG“ über die Lippen zu quetschen? Stattdessen wird oft kommentarlos aufgelegt. Einfach unartig!

Im Gedränge beim Pausenklingeln latschte mir ein Schüler auf den Fuß. kein Ausdruck des Bedauerns in seinen Augen, eher der unausgesprochene Vorwurf im Gesicht: „Alter, was hat dein Fuß da zu suchen, wo meiner gerade hin will?“

Im Zeitalter der modernen Medien wird für viele das Aussprechen langer Sätze immer mehr zur Qual. Auch dafür kann man Verständnis aufbringen, gerade bei der jungen Generation, deren Kommunikationsniveau  sich resultierend aus oben genannten Trend immer mehr reduziert.

Die englische Sprache bietet statt dem deutschen langen Wort ENTSCHULDIGUNG alternativ das Wort SORRY an. Das wäre doch ein  Kompromiss, oder?

35 Kommentare

Eingeordnet unter Mal kritisch angemerkt...

“Hals- und Beinbruch”

Unsere deutsche Sprache hat so manche Eigenheiten. Angesichts des tragischen Skiunfalles von Michael Schumacher habe ich mal geforscht, woher diese Redewendung kommt.

In der Literatur gibt es diese Wendung seit dem 17. Jahrhundert, aber nicht als Glückwunsch, so wie sie heute gemeint ist.

„Hals und Beinbruch“ bedeutet, dass man einem anderen Glück, ein gutes Gelingen oder viel Erfolg wünscht. Das Gute soll heraufbeschworen werden, indem man einem anderen das Böse wünscht. Das ist zumindest eine Möglichkeit der Deutung.

In unserer multikulturellen Gesellschaft mit ihren vielfältigen Sprachen und in einer vor Anglizismen nur so strotzenden deutschen Sprache können wir uns solche Redewendungen eigentlich gar nicht mehr erlauben. Wer soll das noch verstehen?

Vor dem Hintergrund des verunglückten Schumachers empfinde ich diese Redewendung mittlerweile als makaber und lasse sie dort, wo sie hingehört, in der Literatur.

Der Skiunfall der Bundeskanzlerin ist ja eher glimpflich abgegangen. Und doch haben sich Karikaturisten rangemacht und ein böses Omen darin gesehen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…….

8.1.14 az Angela Merkel Langlauf-Unfall Silvan Wegmann

©Silvan Wegmann

 Danke, lieber Ernst, für deine Anregung…

23 Kommentare

Eingeordnet unter Aktuelles, Mal kritisch angemerkt...