Winterlich

Ich will nicht undankbar erscheinen. Während woanders Menschen unter den Schneemassen leiden, haben wir in Berliner Umland bisher gelegentlich verirrte Schneeflocken angetroffen. Doch nun scheint die Sonne, es wird auch zunehmend knackig kalt und ein wenig Schnee bei blauem Himmel hübscht das Grau-in-Grau doch farblich auf.

Kommt nun der Winter mit langer Kälteperiode, wie man hört und lesen kann?

 

 

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Weil heute Sonntag ist …

Weil heute Sonntag ist,

darfst du

…deine Gedanken mit den Wolken ziehen lassen

…dich den bunten Dingen des Lebens hingeben

…deine Seele baumeln lassen

…dir etwas Gutes gönnen

…für deine Lieben da sein

…Körper und Seele zur Ruhe kommen lassen

…tun, wonach dein Herz begehrt

…einfach du sein

Was du zu tun hast, wird einen Tag später auch noch da sein und dir nicht weglaufen.

CARPE DIEM

© Text und Foto: G. Bessen

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Susann Pásztor: Ein fabelhafter Lügner

Susann Pásztor: Ein fabelhafter Lügner

Mein heutiger Lesetipp

Die 16-jährige Lily trifft sich mit ihrer Mutter Marika, deren Halbschwester Hannah und ihrem gemeinsamen Halbbruder Gabor in Weimar zu einem Familienfest.

Josef Molnár, genannt Joschi, ist der Vater der drei Geschwister und er hatte mit zwei weiteren Frauen noch zwei, mittlerweile verstorbene  Kinder. An diesem Wochenende wäre der seit 30 Jahren tote Vater und Großvater 100 Jahre alt geworden und das soll gefeiert werden.

Allerdings weiß niemand der Geschwister so richtig Bescheid über Joschi, denn wie der Titel des Romanes verrät, hat Joschi gelogen, was das Zeug hält.

Von Weimar aus fährt die zusammen gewürfelte Familie nach Buchenwald, denn ob Joschi wirklich Jude war oder nicht und ob seine ersten beiden Kinder in Auschwitz umkamen, lässt sich auch hier nicht klären.

Lily ist eine großartige Erzählerin, die tragische und komische Elemente gekonnt miteinander verbindet und die  der etwas merkwürdigen Geburtstagsfeier einen ganz besonderen Anstrich gibt, auch wenn ihre ursprünglichen Absichten, ein Referat für die Schule über Buchenwald zu schreiben, etwas ins Hintertreffen geraten.

Wie auch in den anderen Romanen von Susann Pásztor (hier und hier) darf der Leser keine zahlreichen Handlungsstränge oder eine spannende Entwicklung der Charaktere erwarten. Auch in diesem Roman geht es darum, ein ernstes Thema mit sprachlicher Raffinesse von mehreren Seiten zu beleuchten. Die Eindrücke in Buchenwald gehen unter die Haut, werden aber durch die originelle Geburtstagsfeier relativiert.

Eine Familie mit Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein können, kommt zusammen und sich näher und letztendlich wird es unwichtig, welche Geschichten von Joschi stimmen und welche nicht.

Erscheinungsdatum: März 2011
204 Seiten, Taschenbuch
ISBN : 978-3-462-04310-5
8,99 €

Bildquelle

 

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Rund um den Jahresbeginn … Wortspielereien

Beschwingte Töne
auf der Neujahrleiter,
berührend und verschmelzend
zu Akkorden.

Harmonisch ihre Klangfarbe,
befreit vom Moll der Tristesse,
im Allegro kaum zu bändigen
als Komposition
eines aufbrechenden Jahres.

Ein erster Satz
zur Jahressinfonie.

♪♪♫♫♪♫♪

Es gab eine Silvesterfete,
die kostete ganz schön viel Knete.
Jeder wurde satt,
vom Alkohol platt.
Niemand mag mehr Sekt und Pastete.

Drei Könige ziehen durchs Land,
der Regen durchnässt ihr Gewand.
Kein Brot, keine Wurst,
sie haben nur Durst.
Sie heben nur bittend die Hand.

Drei Königen vom Bodensee
taten vom Laufen die Füße weh.
Sie folgten dem Stern,
geduldig und gern,
doch statt der Krippe fanden sie Schnee.
(Limericks)

Nass das bunte Laub
bedeckt mit weißen Tupfen
der Winter zögert.
(Haiku)

Bittere Kälte
Schnee und Eis
Kinder jubeln vor Freude
Winter
(Elfchen)

Besser ein nicht umgesetzter Vorsatz
als unangenehme Nachwehen.

© Texte: G. Bessen

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Alltag – das Immerwiederkehrende (3)

Alltag – das Immerwiederkehrende

Ulli Gau hatte im vergangenen Jahr  zu einem Projekt aufgerufen, an jedem ersten Wochenende im Monat etwas aus dem eigenen Alltag zu beschreiben. Es ist gut angenommen worden und findet nun zum 3. Mal statt.

 

 

„Der Alltag hat uns wieder“ , so hört man es oft nach den Feiertagen.

Was aber ist der ALLTAG?

Ist es das, was unser tägliches Leben so abwechslungsreich macht, uns immer neu herausfordert? Oder ist es eher abwertend gemeint, die spröde Routine nach einer ganz besonderen Zeit  wie Urlaub, freien Tagen, einer Zeit mit positiven und außergewöhnlichen Erlebnissen?

Ist es nicht so, dass wir uns oft nach dem sehnen, was wir gerade nicht haben? Gestern jammerte eine Freundin, sie sehne sich nach Sonne und nach mehr Helligkeit. Im Sommer hatten wir Sonne und Helligkeit ohne Ende und ich hörte so manchen Wunsch nach Kühle, Nässe und sogar nach winterlichem Schnee.

Wir haben Winter, die Tage sind kurz und auch, wenn das Grau-in-Grau bei uns Überhand genommen hat, so hilft mir ein Heer von Kerzen, Lichtblicke in meinem winterlichen Alltag zu genießen.

ALLTAG ist immer das, was man daraus macht!

© G. Bessen, 2019

 

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Jahreswechsel

Jahreswechsel

Wenn ein Jahr geht,
hinterlässt es Spuren
freudiger Erinnerungen
und unliebsamer Momente.

Lassen wir es gehen
in dem Glauben,
dass alles so sein sollte,
wie es war.

An der Schwelle
steht ein neues Jahr,
unbeschrieben wie ein leeres Blatt.


Heißen wir es
WILLKOMMEN.

Wenn wir uns
darauf einlassen,
ohne WENN und ABER,
wird es uns lehren
und vieles geben.

© G. Bessen

Uns allen
wünsche ich
ein gesundes,
friedvolles,
mit-menschliches
und unvergessliches
Jahr 2019

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Zwischen den Jahren (2)

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Zwischen den Jahren

Zwischen den Jahren

Ich mag sie,
die Tage zwischen den Jahren.
Fühlbar die Stille
in die ich eintauche,
das Vergangene durchlebe,
das Künftige erwarte,
offen und ohne Scheu.
Im Jetzt halte ich inne,
dankbar für das,
was gut war
und mein Leben erfüllt hat.

© Text und Foto: G. Bessen

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Frohe Weihnachten

Friedvolle Weihnachten 
mit unvergesslichen Stunden
für all meine Leserinnen und Leser.

 

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Advent: Spuren aus Licht (11)

Eine Kerze für den Frieden,
die wir brauchen,
weil der Streit nicht ruht.

Für den Tag voll Traurigkeiten
eine Kerze für den Mut.

Eine Kerze für die Hoffnung
gegen Angst und Herzensnot,
wenn Verzagtsein unsren Glauben
heimlich zu erschüttern droht.

Eine Kerze, die noch bliebe
als die wichtigste der Welt:
eine Kerze für die Liebe,jh
voller Demut aufgestellt,

daß ihr Leuchten den Verirrten
für den Rückweg ja nicht fehlt,
weil am Ende nur die Liebe
für den Menschen wirklich zählt.

Elli Michler

Aus: Ich wünsche dir Zeit , © Don Bosco Verlag, München, 5.Aufl. 2010

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