Sommer-Ferien

Sommer-Ferien

Sommer-Ferien sind etwas anderes als nur die Sommer-Zeit. Sie sind ein positiver Einschnitt in den Alltag, eine Zeit der Neuentdeckung, der Erlebnisse, des freien Kopfes und des übervollen Herzens.

Wer bald in die Ferien geht, in Urlaub fährt oder einfach die Zeit zu Hause genießen möchte: Habt eine gute und erfüllende Zeit!

Nunersteinmalrunterfahren,allenBallastabwerfen,ausschlafen,
ohneDruckundHektikdenTagbeginnen,
denSommermitallseinenFacettengenießenundeinfachnurFerienoderUrlaubmachen,
dieSeelebaumelnlassen,Lesen,Sporttreiben,Faulenzen,Wegfahren,
BewegunggenießenundsichinderTiefedesHerzenserfreuen.
GenießtaucheurenUrlaub,eureFerienundwertrotzdemarbeitenmuss,
demwünscheicheineruhigeZeit.

 

Veröffentlicht unter Gerade aktuell, Wortspielereien | Verschlagwortet mit , , , , , , ,

Sommeranfang

Rudi Carrells „Wann wird´s mal wieder richtig Sommer?“ war einmal ein Ohrwurm, als sich der Sommer mal gar nicht blicken lassen wollte. Lange lagen in diesem Jahr Winter und Frühling  im Gerangel, wer nun wem das Feld überlässt.Und irgendwann sprangen wir vom Frühling direkt in den Sommer „I’m the only one“.

Zum heutigen Sommeranfang gibt es einen „Summer in the city“ „Like ice in the sunshine“. Die Zeit für “Tutti frutti“ mit „Macarena ist  reif und die Sun of Jamaica“ oder der “Sunshine Reggae“ sind endlich auch mal  bei uns. „Hot 2Touch“.

Ein „Bacardi Feeling“ verbietet mir der Wecker am  Sommeranfang, einem Frühaufstehtag, da wird es eher heißen „The Rigga-Ding-Dong-Song“ mit „I can see clearly now“.

Noch sind für Schüler, Eltern und Lehrer keine Sommerferien, der Urlaub in „Paloma blanca“ mit „Anton aus Tirol“ und den „Boys of Summer“ muss noch warten, aber man kann sich ja schon in den Netzwerken rechtzeitig verabschieden „We’re going to Ibiza“, „There’s a Party“ „Walking on Sunshine“.

Zur Sommersonnenwende hätte ich ja gerne „Ein Bett im Kornfeld“, „Oben ohne“, mit „California Dreamin”. „Hands up“, “ Ich will Spaß”! Bis das aber so weit ist, gehe ich in mein Bett und sage meinem Göttergatten:  When „Morning has broken“ „Wake me up before you go-go“, „You bring on the Sun“.

Bleiben wir also noch ein wenig „Reif für die Insel“.

„Life is life“

©Text und Foto: G. Bessen

 

Veröffentlicht unter Gerade aktuell, In den Tag gedacht | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | 34 Kommentare

Lesen mit allen Sinnen

Lesen mit allen Sinnen

Ein Buch in Händen halten,
das Rascheln der Seiten hören,
den Geruch von Papier aufnehmen,
über Kaffeeflecken schmunzeln,
Eselsohren einknicken
und Abtauchen in eine andere Welt.
Das ist Lesen mit allen Sinnen.

©G. Bessen

Veröffentlicht unter In den Tag gedacht | Verschlagwortet mit , , , , , | 25 Kommentare

Die Zukunft

Die Zukunft des Menschen hängt davon ab, ob er wieder lernt zu schweigen, sich zu sammeln, seiner selbst mächtig zu werden, Abstand zu gewinnen, den Sinn der Vorgänge zu sehen, nicht aus dem Gedränge der Vorteile und Parolen, sondern aus dem Wesen der Dinge heraus zu entscheiden.

©Romano Guardini

Romano Guardini (1885-1968), war Priester, Religionsphilosoph und Theologe

 

Die Welt ist zerrissen.

Wie sehr, erfahren wir täglich immer wieder  durch die Schere von Arm und Reich, Menschenverachtung und Machtgerangel.

Die Welt steht in Flammen.

Wie sehr, erfahren wir täglich immer wieder  durch  Terroranschläge, Gewalt und  Kriege, aber auch durch Naturkatastrophen, an denen der Mensch seinen Anteil hat.

Die Welt ist lebenswert.

Es gibt eine Welt, die von den Medien nicht als wachsendes Ungeheuer dargestellt werden kann, keine Ängste schürt, sondern uns das Schöne für alle Sinne schenkt. Bleiben wir dafür empfänglich und setzen ein Zeichen für das Leben in all seiner Fülle. Lassen wir uns entflammen für friedliche Gedanken, im Leben miteinander, gewalt- und waffenlos.

Veröffentlicht unter Gerade aktuell, In den Tag gedacht, Mal kritisch angemerkt... | Verschlagwortet mit , , , , , , | 13 Kommentare

Ein Montag in der großen Stadt

Ein Montag in der großen Stadt

„Du hast ja eine süße Steckdosennase!“ Obwohl das kleine schreiende Etwas die Worte der Verkäuferin sicher nicht verstanden hatte, hörte es augenblicklich auf zu schreien und die sichtlich genervte junge Mutter konnte in aller Ruhe ihren Einkauf einpacken.

Frisch gebügelt verschwindet das hellblau gestreifte Hemd unter einer Klarsichtfolie und die junge Büglerin greift sich das nächste Objekt der Begierde. Währenddessen tauscht sie weiter eifrig ihre Erlebnisse mit der deutlich älteren Kollegin an der Nähmaschine aus. Beide können so ungestört weiterarbeiten, solange kein Kunde den Postdienst dieses kleinen Ladens in Anspruch nehmen will.

Ein großer Einkaufswagen nähert sich von links. Auf der unteren Ablage ein leerer Coca- Cola-Kasten, in der Mitte eine große Tüte und oben ein Babykörbchen mit einem fröhlich glucksenden Kleinstkind, das seinem jungen Vater mit dessen Halbglatze und seinem grau durchzogenen Pferdeschwanz irgendetwas für Erwachsene Unverständliches zuruft.

„Unser heutiges Angebot: deutsche Erdbeeren, die 500-Gramm-Schale für 1,79 € anstatt für 2,59“

Die beiden Verkäuferinnen am Bäckerstand lächeln jeden entgegen kommenden Kunden freundlich an, doch es ist eher Mittagstischzeit und wer hart einkauft, muss auch deftig essen.

Was kommt heute auf den Tisch?

Die vorüber fahrenden Einkaufswagen lassen doch tief in die noch leeren häuslichen Töpfe blicken.

Robin Look – der preisgünstige Brillenmarkt hat regen Zulauf. Sommersonderangebote und ohnehin nur einen Euro pro Brillenfassung lässt so manches Schnäppchen zu.

Beim Frisör ist tote Hose, die Damen langweilen sich, die Kunden bleiben aus. Wenn ich das Alter der beiden Friseurinnen  so bedenke (ich kann natürlich nur vermuten), würde ich sie auch höchstens meine alten Puppen frisieren lassen, aber nicht mich.

In der Apotheke passiert nichts Weltbewegendes. Der Patient sorgt heutzutage selbst für seine Gesundheit und kauft sich seine Mittelchen.

Ich trinke meinen Cappuccino aus, stelle wohlerzogen die Tasse in den dafür vorgesehenen Geschirrschrank ab, nehme meine Tasche und steuere auf den Ausgang zu.

Ein ganz normaler Montag Vormittag in einem Einkaufszentrum in Berlin-Weißensee.

© G.Bessen 2017

 

Foto:pixabay

Veröffentlicht unter Aus Berlin und Brandenburg, Geschichten ganz nah am Leben, In den Tag gedacht | Verschlagwortet mit , , , , , | 16 Kommentare

Lachen unter Tränen

Bild | Veröffentlicht am von | Verschlagwortet mit , , , , , | 15 Kommentare

Des Lehrers Sommerferien

Es dauert nicht mehr lange und die Ausschwärmerei von Kindern, Lehrern und Eltern geht los und die deutschen Heimatstraßen sind wieder staufrei und bestens befahrbar.

Habt Ihr schon Pläne, wo Ihr Euren Sommerurlaub verbringen werdet?

 „Zwei gute Gründe, um Lehrer zu werden: Ferien, Ferien…“  Das Wort ‚Ferien’ lässt so manchen Nicht-Lehrer im Gesicht grün vor Neid werden und das Zitat der „faulen Säcke“ kommt wieder über so manches Lippenpaar. Wenn wir das Wort ‚Ferien’ in ‚unterrichtsfreie Zeit’ abändern, kommen wir der Realität schon näher.

Jeder Lehrer genießt etwa zwölf Wochen unterrichtsfreie Zeit im Jahr, der normale Arbeitnehmer kann etwa dreißig Tage Urlaub nehmen.

Wer ist nun besser dran? Und was macht ein Lehrer in seiner unterrichtsfreien Zeit?

Sehen wir mal von den Sommerferien ab, sind die meisten unterrichtsfreien Tage mit schulischen Dingen wie Korrekturmarathon, Zeugnisbeurteilungen, Förderpläne und Elternbriefe  schreiben oder Unterrichtsvorbereitungen verplant. Ob der Lehrer das zu Hause oder im Winter unter den Palmen Lanzarotes macht, bleibt ihm überlassen

Der Lehrer hat tatsächlich den Vorteil, dass er sich, abgesehen von seinen Unterrichtsverpflichtungen in der Schule, seine Arbeitszeit recht frei einteilen kann.  Während der Schulzeit ist das Programm recht eng gestrickt, egal ob am Nachmittag, Abend, an Feiertagen und Wochenenden. Ein Lehrer hat nämlich nie Feierabend.

In der unterrichtsfreien Zeit kann  der Lehrer aufleben, besonders in den Sommerferien. Nach dem ersten überstandenen „Break Down“ (das ist das Loch, in das der Lehrer fällt, wenn der Stress plötzlich aufhört)  lässt auch das Rheuma in den Augen nach. Die dick aufgetragene Anti-Falten-Creme zeigt die erste Wirkung, die Falten sehen nicht mehr so bedrohlich aus und die Ringe unter den Augen schwinden dahin. Das ist der Zeitpunkt, an dem der Lehrer sich wieder unter die Leute mischen kann  und den Freunden verkündet: „Ihr könnt die Vermisstenanzeige zurückziehen, ich habe Ferien!“

Erstaunlich, was so in der Zwischenzeit passiert ist, wundert der Lehrer sich. Neue Kinder wurden im Freundeskreis geboren, das Auto ist ja schon  lange TÜV-überfällig, der Personalausweis längst abgelaufen, wie die Polizei bei einer Routinekontrolle feststellt  und im Ort ist plötzlich ein neues Wohnviertel  entstanden und schon bezogen. Erkenntnisse, die zeigen, es gibt tatsächlich noch ein Leben außerhalb der Schule. Der  Lehrer wird wieder gesellschaftsfähig, zumindest solange er unterrichtsfreie Zeit hat.

Viele Lehrer packen zeitig ihre Koffer und verschwinden in andere Gefilde. Fortbildungen müssen gemacht werden und das natürlich in der Freizeit. Somit bietet sich die unterrichtsfreie Zeit geradezu an, die eine oder andere praktische Unterrichtsvorbereitung vor Ort zu machen. In unserem Medienzeitalter, in dem der Lehrer Mühe hat, mit der Jugend Schritt zu halten, haut es doch keinen Schüler mehr vom Hocker, wenn er im Geografiebuch ein Bild von einem Vulkanausbruch von Anno Zopf betrachtet. Aktuelle Fotos, hübsch verpackt in einer Powerpoint-Präsentation, so was muss her. Also, auf zum Ätna, um den aktiven Flankenausbruch vor Ort zu erleben. Eine Vielzahl von Jugendherbergen stehen für Klassenfahrten im Angebot, doch der Lehrer sollte sich vorher aussuchen und testen, wo er mit seinen pubertierenden Monstern eine Woche lang seinen vierundzwanzig – Stunden – Job macht, den er sich zudem selbst finanziert. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Mancher Sportlehrer hat Glück, irgendwelche Europa- oder Weltmeisterschaften, in denen es um Bälle geht,  live und in Farbe  zu erleben. Wie sehr können  die Schüler nach den Sommerferien davon profitieren! Besonders, wenn der Sportlehrer mit zweitem Fach Erdkunde unterrichtet. Sprachenlehrer nutzen die unterrichtsfreie Zeit, sich sprachlich ein wenig fitter zu machen und bezahlen ihre Ferien im Ausland großzügig, denn ‚practice makes perfect’.

Wenn der Lehrer engagiert für seinen Beruf unterwegs ist, seien ihm natürlich auch kreative Pausen an der italienischen Riviera,  in Kalifornien, an der Nordseeküste oder an der schönen blauen Donau gegönnt.

Aber nicht alle Lehrer zieht es wochenlang in die Ferne. Der erste Schritt zu Beginn der großen Ferien, die mit Recht den Beinamen FERIEN verdienen, ist die Chaos-Beseitigung im eigenen Arbeitszimmer. Dort sieht es oft wie nach einem akuten Einbruch aus, alles liegt und steht durcheinander, Lehrer bekommt kaum einen Fuß an den Boden, die Schreibtischfläche ist nicht mehr zu finden und wenn, dann liegt der Staub darüber … Arme hochkrempeln und durch! Der Altpapiercontainer füllt sich bis zur Oberkante. Wenn im eigenen Arbeitszimmer wieder Land in Sicht ist,  rückt der Gedanke an ein Leben nach den Sommerferien in weite Ferne.

Sommerzeit – Gartenzeit, ein willkommener Ausgleich zum ewig platt gesessenen Hintern. Wie entspannend es doch  sein kann, wenn aus einem Urwald wieder ein ansehnlicher Garten entsteht und die Freunde beim Grillabend wieder in Scharen versammelt sind.

Auch für Regentage hat der Lehrer hinreichend vorgesorgt. Nach und nach werden die ‚Das-mache-ich-in-den-Ferien-Aufräumecken’ in Angriff genommen. Erstaunlich, welche längst verlorenen Schätze sich wieder finden!   Es stellt sich sogar ein Gefühl von „Schatz, sind wir umgezogen?“ ein, besonders, wenn die Fenster auch mal wieder einen Lappen und Wasser von innen und außen gespürt haben.

Die Zeiten des Schiebe-Sex („Schatz, lass uns das auf morgen verschieben, ich muss noch korrigieren“) sind vorbei. Die Familie kommt wieder zu ihrem Recht und hat nicht mehr das Gefühl, da wohnt noch jemand, den man nur selten sieht.  Die vielen noch nicht gelesenen Bücher stauben nicht länger ein und wenn es am Abend ein Glas Rotwein mehr wird, wen stört’s? Am nächsten Morgen klingelt kein Wecker, der den Lehrer mitten in der Nacht aus den Federn und kurz danach bis auf unbestimmte Zeit aus dem Haus treibt.

Geht der Sommer so langsam dem Ende entgegen, wird auch die unterrichtsfreie Zeit immer knapper. So manchem Lehrer bleibt nichts anderes übrig, als mit alten Jeans und Putzutensilien in die Schule zu fahren, um den Hausputz von zu Hause in seinem Klassenraum fortzusetzen. Schließlich sollen die Schüler sich am ersten Unterrichtstag  wohl fühlen und nicht unter den allgemeinen Sparmaßnahmen leiden müssen. Geputzt wird von den Reinigungsfrauen nur noch das Nötigste, der Rest bleibt für den Lehrer übrig.

So mancher Lehrer verbringt etliche  unterrichtsfreie Zeit in der Schule. Wenn schon die „da oben“ es nicht schaffen, einen komplikationslosen Unterrichtsstart zu gewährleisten, so doch wenigstens wir Lehrer, soweit wir es können. Es lebe die Solidarität!

Plötzlich ist er wieder da, der letzte freie Tag. Die Tasche ist gepackt, der Wecker ist gestellt.

Ade, du unterrichtsfreie Zeit, bis zum nächsten Mal!

© G.Bessen

Veröffentlicht unter Aus der Schule geplaudert... | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 41 Kommentare

Breslau/Wroclaw (8) und Ausklang

Breslau hat viele bekannte und bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht. Dietrich Bonhoeffer hatte ich schon erwähnt. Die für mich seit vielen Jahren bedeutendste und beeindruckendste Breslauerin ist Edith Stein.

Als Tochter einer jüdisch-orthodoxen  Familie wurde sie als jüngstes von 11 Kindern 1891 geboren. Ihre früh verwitwete Mutter führte den familiären Holzhandel weiter, so dass jedes Kind eine solide Ausbildung bekam.

Edith, hoch begabt, legte 1911 ein sehr gutes Abitur ab und studierte von 1911-1915 Psychologie, Germanistik, Geschichte und Philosophie auf Lehramt  in Breslau und Göttingen. 1916 promovierte sie zur Dr. phil an der Universität Freiburg. Zur Habilitation wurde sie nicht zugelassen, weil sie eine Frau war.

Zwischen 1919 und 1933 lehrte sie in Breslau, Speyer und Münster, hielt Vorträge und machte sich auf Kongressen im In- und Ausland einen Namen.

Edith Stein stammte aus einem traditionell religiösen Elternhaus und bezeichnete sich selbst als Atheistin. Die Autobiografie der Theresa von Avila (1515-1582), einer spanischen Kirchenlehrerin, Ordensfrau und Mystikerin, führten zu einer einschneidenden Wende in Edith Steins Leben, sie ließ sich am 1.1.1922 taufen und in die röm.-kath. Kirche aufnehmen.

Ein Jahr später siedelte sie nach Speyer um und unterrichtete dort an einer Schule der Dominikanerinnen, später an einem katholischen Institut in Münster.

Nach der Machtübernahme der Nazis 1933 wurde auch der Druck auf Edith Steins Tätigkeit in der Öffentlichkeit größer und sie gab ihre Stelle in Münster auf.

Im Oktober 1933 trat sie in Köln in den Karmel Maria vom Frieden ein und erhielt zur Einkleidung den Ordensnamen Theresia Benedicta a Cruce. Ediths Schwester Rosa ließ sich ebenfalls taufen und lebte als Gast im Karmel in Köln.

1938 siedelten beide, Edith und Rosa, in den Karmel nach Echt in Holland über. 1942 wurden beide Schwestern von der Gestapo verhaftet, nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort  am 9. August 1942 in der Gaskammer ermordet.

Am 1.Mai 1987 wurde Edith Stein in Köln von Papst Johannes II selig- und im Oktober 1998 in Rom heiliggesprochen.

Edith Stein hat der Nachwelt ein umfangreiches Schriftgut hinterlassen.

 

 

 

Angaben zum Leben Edith Steins aus Wikipedia, ebenso das Foto von ihr
Fotos des Stolpersteinses und des Schuh-Denkmales von pixabay

Veröffentlicht unter Reisen | Verschlagwortet mit , , , , | 29 Kommentare

Breslau/Wroclaw (7)

Kreuzkirche

Es gäbe noch viele Kirchen zu besichtigen, ich erwähne nur noch zwei, die mich auch beeindruckt haben. Da wäre zum einen die gotische Kreuzkirche auf der Dominsel, davor steht das Nepomukdenkmal aus dem frühen 18. Jahrhundert.

Kirche Corpus Christi

In der Nähe des Puppentheaters (Teatr Lalek) steht die Kirche Corpus Christi. Viele einst katholische Kirchen wurden während der Reformation protestantisch, später säkularisiert und werden heute wieder von Katholiken genutzt.

Der Dreißigjährige Krieg und die Pest setzten den Breslauern heftig zu. Nach dem Bauboom der Gotik kam es in manchen Teilen Breslaus zu einer zweiten intensiven Bauphase, der durch die Niederlassungen von Orden entstand.

Im Zuge dieser Klöster- und Kirchenbautätigkeiten gründeten die Jesuiten zum Beispiel eine Hochschule, aus der die heutige Universität Breslaus entstand und einen weiten Teil der Altstadt einnimmt. Die Aula aus dem 17. Jh. (Leopoldiana) ist ein sehr beeindruckender Barockbau.

Jahrhunderthalle  (Hala Stulecia)

 Eines der bedeutendsten Bauwerke des 20. Jahrhunderts ist die Jahrhunderthalle, die seit 1962 unter Denkmalschutz steht. Sie wurde zwischen 1911 und 13 als Veranstaltungshalle erreichtet und liegt im Südosten der Stadt als Zentrum des Messegeländes.

Mehrmals am Tag erfreuen die Wasserspiele (wir haben sie bei klassischer Musik genossen) die zahlreichen Besucher.

 

Veröffentlicht unter Reisen | Verschlagwortet mit , , | 14 Kommentare

Der Geist

Mit dem Geist ist das so eine Sache. Während die meisten Menschen durchaus Geist im Sinne von Grips oder Verstand haben, scheinen andere dieser Gattung Mensch nicht mal davon gehört zu haben, dass es diesen Geist gibt und er für das Leben unerlässlich ist, besonders dann, wenn Menschen in verantwortungsvollen Positionen sind. Da mag es der Eigen-Geist sein, mit dem sie sich selbst liebevoll um-geist-ern, andere ent-geist-ern, aber bei weitem nicht be-geist-ern.

Völlig geist-los und in schierer Unkenntnis der Bedeutung des Geistes für das Leben auf diesem Planeten werden Regelungen hinweg gefegt, die geist-voll und in mühevoller Kleinarbeit erarbeitet,  die Erde in ein Geister-haus verwandeln könnten, wenn dem Klimawandel aus Ignoranz  weiterhin die Geiser-bahn geöffnet wird.

Geist ist Leben und jeder von uns, der sich mit Atemübungen ein wenig auskennt, spürt die belebende Kraft, wenn die Atemwelle durch den Körper geht und Platz für neues Leben schafft.

Und nun erzählen uns die Geist-lichen vom Heiligen Geist, der uns packt, weckt und durchschüttelt, oder der weiblichen Form des Alten Testamentes, der „Ruach“,  die sich als Luft von der leichten Brise über den Wind bis hin zu einem pfeifenden Sturm bewegen und entwickeln  kann.

Somit sind die Ruach oder der Heilige Geist Energien, geballte Kräfte  und nichts für Menschen mit Bequemlichkeitsdünkel  oder solche, die Veränderungen skeptisch gegenüberstehen.

Geist Gottes

Geheimnisvollstes Geheimnis!
Wurzelnd im Urgrund der Liebe.
Strom, das karge Land überflutend,
dass es ergrünt und Brot für alle trägt:
Komm doch!
Regen, die geborstenen Furchen der Bäche
mit Leben füllend,
dass die Wüste erblüht und bewohnbar wird:
Komm doch!
Feuer, lösend die Erstarrung der Furcht,
schmelzend das Eis der Einsamkeit,
dunkle Schluchten des Leidens erleuchtend,
Gold der Liebe, aus dem Gestein der Ichsucht befreiend:
Komm doch!
Uns ist, als hätten wir Menschen
Nie so wenig von dir gewusst wie heut,
obwohl wir Grenze um Grenze überschritten haben.
Uns ist, als hätten wir Menschen nie so nach dir gerufen,
obwohl unsere Zungen versiegelt sind.
Komm doch!

© Christa Peikert-Flaspöhler

Foto pixabay

In diesem Sinne wünsche ich gesegnete Pfingsten!

Veröffentlicht unter Gerade aktuell | Verschlagwortet mit , , , , , | 28 Kommentare