Mitten unter uns …

Mitten unter uns …

Menschen, die vor wirtschaftlichen Sorgen nicht schlafen können + Menschen mit Long Covid Symptomen + Menschen, die beratungsresistent sind + Menschen, die ihre Rechte verteidigen, von Pflichten aber nichts wissen wollen + Kinder, die auf einen Impfstoff warten + Menschen, die das Gemeinwohl achten + Menschen, denen die Spaltung der Gesellschaft egal ist + Menschen, die einen Angehörigen durch das Virus verloren haben + Menschen, die alle wissenschaftlichen Erkenntnisse ignorieren + Menschen, die sich ihren Optimismus nicht nehmen lassen + Menschen, die auf medizinische Hilfe angewiesen sind + Menschen, die sterben wollen, aber nicht können + Menschen, die an der Pandemie seelisch und körperlich zerbrechen + Menschen, die auf hohem Niveau jammern + Menschen mit Verantwortungsbewusstsein + Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, unser Land gut und sicher durch Krisen zu führen + Menschen mit Charisma + Menschen, die sich in ihren Ansichten nicht beirren lassen + Menschen mit Weitblick + Menschen, denen das Schicksal anderer egal ist + Menschen in tiefer Einsamkeit + Menschen mit Zerstörungswut + Menschen im selbstlosen Dauereinsatz + Menschen, die den Blick über den eigenen Tellerrand wagen + Menschen mit Gewaltpotential + Menschen voller Ignoranz + Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben + Menschen mit Herzensbildung + Menschen, denen die Zukunft ihrer Kinder und Enkel egal ist + Menschen, die auf ihrem Lebensstil beharren + Menschen, die abgeben + Menschen ohne Scheuklappen vor den Augen + Menschen, die nur an sich denken + Menschen, die durch Naturkatastrophen alles verloren haben + Menschen, die zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel haben + Menschen, die gegen den Strom schwimmen + Menschen, die Licht in diese dunkle Welt bringen  …

 

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Hoffnung im Dunkel

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Erstellt am von Anna-Lena | 8 Kommentare

Weihnachtliche Zeit

weihnachtliche zeit

tage bevor am kranz
die erste kerze brennt
ein klingeln an der tür
sie sagt, mein weihnachtsbrief ist hier

wie schön, komm rein
sage ich ein wenig verblüfft
lass uns ein wenig zeit
miteinander verbringen
kaffee trinken und erzählen

tut mir leid, sagt sie
habe noch so viel zu tun
festvorbereitung ohne ruh‘n
für so was hab ich keine zeit
denn weihnachten ist nicht mehr weit

ich schließe hinter ihr die tür
in der hand den brief
über das fest der menschlichkeit
weihnachten scheint doch noch weit

© Maria Sassin

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The same procedure as every day …

Zeugin sein, wie der Tag erwacht
Die Kaffeemaschine anstellen
Den Blick in die große weite (Nachrichten)Welt wagen
Den Morgenkaffee genießen
Den Vierbeiner ausführen
Den Kreislauf in Schwung bringen
Mit der Zeitung zurückkehren
Das Frühstück genießen
Dankbar sein für das Hier und Jetzt,
trotz der eigenen vielen kleinen Stolpersteine.

© Text und Fotos: G. Bessen

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Café Tod

Café Tod

Hereinspaziert ins Café Tod,
auch Lachen ist hier angebracht.
Am Kaffeetisch in kleiner Runde
wird unserer Lieben gern  gedacht.
Selbst wenn mal eine Träne rollt,
ein Zittern unseren Mund umschmollt,
gehört der Tod zu unserem Leben.
Seit dem Tag unserer Geburt
gehen wir ihm entgegen.

© G. Bessen

https://bohana.de/listing/cafe-tod-schildow/

https://www.petra55wolf.de/

In Anbetracht des morgigen Totensonntages noch einmal mein Hinweis auf das empfehlenswerte Buch der Autorin Petra Wolf:

https://annalenaslesestuebchen.wordpress.com/2013/11/17/petra-wolf-das-bleiben-schmerzt-mehr-als-das-gehen/

Gedenken

Namen nennen
oft unter Tränen,
in Dankbarkeit erinnern,
Gesichter vor sich sehen,
Geschichten wieder hören,
in Unvergessenheit Leben bewahren,
wo der Tod Fäden zerschnitt.

Den Gestorbenen einen Herzensort geben,
wie sie in Gottes Herzen
ihren lebendigen Platz haben,
unverloren, beim Namen gerufen,
grenzenlos geborgen.

Beständiger Wegweiser für uns,
das Leben wertzuschätzen.

© maria Sassin

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Spuren der Vergangenheit

Leider verschwinden  
die äußeren Spuren
der Vergangenheit immer öfter
und wir sind
auf unser inneres Auge angewiesen,
das diese Bilder bewahrt.

© Text und Foto: G. Bessen

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„So nimm denn meine Hände …“

         

Wärme mich, wenn mir kalt ist.
Tröste mich, wenn ich traurig bin.
Halte mich, wenn ich zu fallen drohe.
Gib mir etwas von Deiner Kraft,
wenn meine Kräfte schwinden.
Gib mir Zuversicht
in meiner Hoffnungslosigkeit.

Halte meine Hand
bis zum letzten Atemzug.

Mit
Deiner Wärme,
Deiner Kraft,
Deiner Zuversicht
finde ich das Licht
am Ende des Tunnels.

© Foto und Text: G.Bessen

            

                                            

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Die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal bei Bernau in Brandenburg 

Pastor Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910) erlebte bereits 1904 überfüllte Obdachlosenasyle in  Berlin. Armut, Not und Elend tausender Menschen, an den Rand der Gesellschaft gedrängt, berührten ihn zutiefst.

Er gründete den Verein Hoffnungstal in Rüdnitz bei Bernau mit der Absicht, arbeitswilligen Obdachlosen im ländlichen Raum Arbeit zu bieten, nach dem Motto: Arbeit statt Almosen. Die Kolonisten sollten „selbst auf­schlagen und dann in einem Wiesenthal sofort einen Garten anlegen und der guten Mutter Erde mit Schweiß und Arbeit wieder selbst ihre Nahrung abnötigen und wieder lernen, wie gut selbstverdientes Brot schmeckt.“

Der Zustrom war enorm, so wurde westlich von Rüdnitz am Mechesee 1906 eine weitere Kolonie er­richtet, mit dem Namen „Lobetal“. Bodelschwingh hielt den Ort für passend, „dass in diesem schönen Tal Menschen dazu kommen können, Gott zu loben“.

(AnmerkungDas Pfarrhaus und heutiges Begegnungszentrum im Hintergrund geriet drei Monate nach der Grenzöffnung ins öffentliche Licht: dem Ehepaar Erich und Margot Honecker wurde vom damalige Anstaltsleiter Pfarrer Uwe Holmer für einige Wochen ( Jan. bis April 1990) Asyl gewährt)

Lobetal wuchs im Laufe der Zeit immer mehr und wurde 1929 eine eigenständige politische Gemeinde.

Im Nationalsozialismus machte sich Pastor Paul Braune einen Namen. Er verfasste eine Denkschrift gegen die Euthanasie und wurde dafür inhaftiert. Menschen jüdischer Herkunft nahm er unter falschem Namen auf und bewahrte sie so vor dem sicheren Tod.

Nach dem Krieg kamen wieder viele Flüchtlinge nach Lobetal, doch Hunderte starben durch Hunger und Seuchen. Ein eindrückliches Mahnmal auf dem Lobetaler Friedhof erinnert an sie.

Seit den 1930er Jahren suchten immer mehr geistig behinderte Menschen Zuflucht und Betreuung in Lobetal. So wurden aus den ehemaligen Arbeiterkolonien Einrichtungen für alte und behinderte Menschen. Nach dem Bau der Mauer 1961 wurde in Zusammenarbeit und nach dem Vorbild Bethel  die Behandlung von Epilepsiekranken aufgebaut und intensiviert.

Ein Fachkrankenhaus für Neurologie, Psychiatrie und Epileptologie erarbeitete sich im Osten Deutschlands unter Fachleuten und Patienten einen guten Ruf.

Seit 1988 gibt es vielfache Hilfsangebote für Suchtkranke, besonders in der Betreuung Alkoholkranker. Neben einer Nachsorgeeinrichtung können mehrfach Abhängige ambulant sowie in einer Dauerwohneinrichtung betreut werden.

Abgesehen von seiner landschaftlich reizvollen Lage lohnt sich ein Besuch in Lobetal, wenn man etwas spenden möchte.

In der „Brockensammlung“ werden seit mehr als fünf Jahrzehnten Sachspenden für einen guten Zweck gesammelt,  die „übrigen Brocken“ (nach dem Johannesevangelium 6,12 „Sammelt die übrigen Brocken, auf dass nichts umkomme!“)

Zum Teil werden die Spenden wieder aufgewertet, bedürftigen Bewohnern oder den verschiedenen Wohnbereichen zur Verfügung gestellt oder kostengünstig im Secondhand-Basar der Brockensammlung Lobetal an interessierte Kunden verkauft. Darüberhinaus werden auch bedürftige Menschen in der Ukraine unterstützt.

Quelle: Magazin der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal aktuell, Ausgabe 2/2021

Fotos: G. Bessen, Oktober 2021

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Flugverkehr

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