In diesen Tagen … (15)

Vielfalt der Masken,
als neuer Modetrend.
Einfarbig und bunt,
mit Punkten und Streifen.

Verhüllte Gesichter,
der Wunsch nach Schutz,
die Bereitschaft
zur Verantwortung.

Nur maskenlos
die Klarheit des
genauen Hinsehens
und der Wunsch
nach Kennenlernen,
nach Austausch,
nach Berührung.

Wann ist das Leben wieder
ohne Maskerade möglich?

© Text und Foto: G. Bessen

 

ONLINE

Ich schaue Gottesdienste online
sehe Live-Streams dann und wann
höre Podcasts hin und wieder
lausche Predigten und hoffnungsvollen Worten
Trost gibt es online und noch viel mehr

Aber, hey Gott,
wann kann ich endlich
wieder offline gehen?
Berührungen, Umarmungen, Trost, Begegnungen …live spüren,
fühlen, genießen, hören, sehen …?

Ach, Gott,
diese Frage muss sein: wann?
OFFLINE!?

© Theresia Bongarth

Quelle

 

 

Veröffentlicht unter Fundstücke, Gerade aktuell, Lyrisches, Mal kritisch angemerkt... | Verschlagwortet mit , , , , , | 10 Kommentare

In diesen Tagen … (14)

Das kleine Coronavirus hatte lange allen einen großen Strich durch die Urlaubsplanung gemacht.

Doch nun öffnen sich die Grenzen, die Koffer werden gepackt und dann nichts wie hinaus in die weite Welt.

Sommerzeit
Urlaubszeit
Reisezeit
und der Wunsch nach
LOCKERHEIT

Nach dem langen LOCKDOWN
ist es natürlich VERLOCKEND,
wieder LOCKER ZU LASSEN.

MACH DICH LOCKER,
doch verfalle nicht
in unüberlegte
LOCKERUNGSÜBUNGEN!

© G. Bessen

 

Veröffentlicht unter Gerade aktuell, In den Tag gedacht, Mal kritisch angemerkt..., Reisen | Verschlagwortet mit , , , , , | 21 Kommentare

In diesen Tagen … (13)

K   ERKER
N   OT
O   HNMACHT
T   RÄNEN
E   NGE
N   ÄGEL

Verknotete Pläne
Vernagelte Blicke
Gefühle von Enge
Tränen der Enttäuschung

Ohne Macht
Ausgeliefert

© G. Bessen

Veröffentlicht unter Gerade aktuell, Mal kritisch angemerkt... | Verschlagwortet mit , , | 25 Kommentare

Immer wieder … zuhören, laut werden, voneinander lernen!

Der Tod von George Floyd ist traurig, sinnlos und ein Akt der Unmenschlichkeit und zeigt, dass sich Geschichte auch im 21. Jahrhundert auf tragische Weise ständig wiederholt.
Aber er zeigt auch, dass Menschen wieder auf die Straße gehen und dagegen protestieren – friedlich und weltweit.
Mögen diese Proteste weitreichende Folgen haben und denen die Stimme geben, die sich für und nicht gegen andere positionieren und einsetzen.
Sehen auch wir nicht weg!

Bunt und farbenfroh ...

WhatsApp meldet sich: Es ist meine Schwägerin, die mir einen Link zu einem Gastbeitrag im Magazin Bento schickt. Der Beitrag ist von Aminata Touré, der Vizepräsidentin des schleswig-holsteinischen Landtages. Gleich in der Headline sagt sie: „Es fehlt nicht an Schwarzen, die sprechen, sondern an Weißen, die zuhören.“ Ich stimme zu, aber ergänze im Kopf: „… sondern an Weißen, die zuhören und sprechen.“ Meine Schwägerin und Aminata Touré sind dunkelhäutig, also per Geburt mit dem Thema Rassismus verflochten. In meiner Familie sind alle entsetzt, was George Floyd passiert ist und welche Entwicklung daraus entstand. Meine Tochter kauft sich ein T-Shirt mit der Aufschrift: „No place for hate, sexism, racism, homophobia, anti-semitism.“ Meine Mutter positioniert sich in Facebook und Instagram. Meine Schwester äußert sich sehr besorgt. Ich bekomme aber auch andere Stimmungen mit. Schon wieder Rassismus in nicht endender Debatte? Was geht uns Amerika an?

Es geht uns sehr viel an und…

Ursprünglichen Post anzeigen 792 weitere Wörter

Veröffentlicht unter Uncategorized | 11 Kommentare

In diesen Tagen … (12)

Auch wenn Corona alles durcheinander wirbelt, zeigen uns die alten Bauerregeln, dass es noch viel Normalität in unserem Leben gibt.

Nach einigen vorsommerlichen Tagen hat uns eine meteorologische Besonderheit  erreicht, die uns in der ersten Junihälfte Regen und kühle Temperaturen beschert.

Regen – ein wahrer Segen und ein Phänomen, das wir in Zeiten der Klimakrise  immer mehr schätzen dürfen.

Aber warum solch ein Temperatursturz? Glaubt man den Schäfern, so können die Schafe erst Mitte bis Ende Juni geschoren werden, da plötzliche Kälteeinbrüche  für die Tiere eine zu große Belastung wären.

Denken wir an das Wohl der Tiere und freuen wir uns  auf wärmere Zeiten, die sicherlich bald kommen werden.

 Schafskälte

„Opa, ich muss Dir was erzählen!“

Aufgeregt kommt die sechsjährige Nicole in die Küche gerannt und setzt sich auf einen Stuhl an den Tisch, an dem ihr Großvater damit beschäftigt ist, sein Kreuzworträtsel zu lösen. „Liebchen, was ist denn los? Du bist ja ganz aufgeregt?“

Opa Heinrich legt seinen Stift weg und wendet sich seiner Enkeltochter interessiert zu.

„Die Schafe auf Opa Werners Wiese sind bunt.“ „Wie … bunt?“, fragt Opa Heinrich erstaunt und überlegt, ob seine Enkelin vielleicht Fieber hat. „Na, bunt. Die Wiese sieht aus wie ein Osternest. Alle Schafe haben einen bunten Pullover an.“

„Nicole, das kann nicht sein. Die Schafe von Opa Werner sind gestern geschoren worden.“ „Ja, deshalb sind sie heute bunt. Ich bin nach der Schule bei Opa Werner gewesen und habe ihn gefragt, warum seine Schafe alle Pullover anhaben.“

„Und? Was hat Opa Werner gesagt?“, wollte Opa Heinrich erstaunt wissen. „Er hat gesagt, dass er die Schafe gestern geschoren hat. Und weil nun die Schafskälte ist und die Schafe nicht frieren sollen, hat er jedem Schaf einen Pullover angezogen, bis es wieder wärmer wird.“

Opa Heinrich nickte Nicole zustimmend zu, beschloss aber, sich nach dem Mittagessen selbst davon zu überzeugen, was auf Opa Werners Hof für kuriose Dinge geschahen.

© G. Bessen

 

Veröffentlicht unter Aus Berlin und Brandenburg, Geschichten ganz nah am Leben, Tierisches | Verschlagwortet mit , , , , | 21 Kommentare

In diesen Tagen … (11)

In diesen Tagen,
die immer noch von Corona geprägt sind,
habe ich mich verabredet,
ohne Mundschutz, aber mit allen Sinnen.

Mit wem? Mit dem nahenden Sommer …

Bild | Veröffentlicht am von | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 34 Kommentare

In diesen Tagen … (10)

Der Geist

Mit dem Geist ist das so eine Sache. Während die meisten Menschen durchaus Geist im Sinne von Grips oder Verstand haben, scheinen andere dieser Gattung Mensch nicht mal davon gehört zu haben, dass es diesen Geist gibt und er für das Leben unerlässlich ist, besonders dann, wenn Menschen in verantwortungsvollen Positionen sind. Da mag es der Eigen-Geist sein, mit dem sie sich selbst liebevoll um-geist-ern, andere ent-geist-ern, aber bei weitem nicht be-geist-ern.

Völlig geist-los und in schierer Unkenntnis der Bedeutung des Geistes für das Leben auf diesem Planeten werden Regelungen hinweg gefegt, die geist-voll und in mühevoller Kleinarbeit erarbeitet,  die Erde in ein Geister-haus verwandeln werden, wenn der Corona-Pandemie, dem Nichteinhalten bewährter Abkommen, dem Schutz der Ärmeren und dem Klimawandel aus Klein-Geistigkeit   weiterhin die Türen zur Geiser-bahn geöffnet werden.

Geist ist Leben und jeder von uns, der sich mit Atemübungen ein wenig auskennt, spürt die belebende Kraft, wenn die Atemwelle durch den Körper geht und Platz für neues Leben schafft.

Und nun erzählen uns die Geist-lichen vom Heiligen Geist, der uns packt, weckt und durchschüttelt, oder der weiblichen Form des Alten Testamentes, der Ruach,  die sich als Luft von der leichten Brise über den Wind bis hin zu einem pfeifenden Sturm bewegen und entwickeln  kann.

Somit sind die Ruach oder der Heilige Geist Energien, geballte und positive Kräfte  und nichts für Menschen mit Starrgeistigkeit,  mit Bequemlichkeits- und Standesdünkel oder solche, die einer Verantwortung mangels Geist gegenüberstehen.

So mancher nutzloser Geist gehört verschlossen in eine Flasche und kann dort sein Unwesen treiben.

In diesem Sinne: ein geistvolles Pfingstfest!

Geist Gottes

Geheimnisvollstes Geheimnis!
Wurzelnd im Urgrund der Liebe.
Strom, das karge Land überflutend,
dass es ergrünt und Brot für alle trägt:
Komm doch!
Regen, die geborstenen Furchen der Bäche
mit Leben füllend,
dass die Wüste erblüht und bewohnbar wird:
Komm doch!
Feuer, lösend die Erstarrung der Furcht,
schmelzend das Eis der Einsamkeit,
dunkle Schluchten des Leidens erleuchtend,
Gold der Liebe, aus dem Gestein der Ichsucht befreiend:
Komm doch!
Uns ist, als hätten wir Menschen
Nie so wenig von dir gewusst wie heut,
obwohl wir Grenze um Grenze überschritten haben.
Uns ist, als hätten wir Menschen nie so nach dir gerufen,
obwohl unsere Zungen versiegelt sind.
Komm doch!

© Christa Peikert-Flaspöhler, Foto: G. Bessen

Veröffentlicht unter Gerade aktuell, Mal kritisch angemerkt... | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 12 Kommentare

In diesen Tagen … (9)

Zeit ist ein Riese

Zeit ist ein Riese
mit Pranken sehr weit
ich mittendrin
was geschieht?
was’s gescheit?

Schon immer war ich geworfen
in das, was geschieht
jetzt seh ich, wie mich die Zeit gebiert
in allen Epochen, die ich durchlebt
Zeitgeschichte in mir ihre Spuren webt

Und heute? Corona – Reset
Einkehr verordnet
Ich komm ins Gebet
für die Erde, fürs Leben,
fürs einfache Sein
Zeitgeschichte wird jetzt ganz groß
und ganz klein

© Erika Lützner-Lay

https://www.publik-forum.de/die-liebe-in-zeiten-von-corona

 

Veröffentlicht unter Fundstücke, Gerade aktuell | 12 Kommentare

In diesen Tagen… (8)

Unsere Welt steht Kopf.
Oben und unten,
rechts und links,
alles ist verrückt.

Und ich?
Ich stehe neben mir
und sehe die Welt aus einer anderen,
einer völlig neuen Perspektive.

Wie geht es weiter?
Ist nach der Krise
ein Leben mit der Krise?

Wird das Neben-mir-stehen,
das Ver-rückte,
gar das Normale der Zukunft?

Unser Leben – ein Strudel von Gegensätzen,
der seit rund zwei Monaten unser aller Leben durcheinanderwirbelt

Aus dem rastlosen Alltag in den Entschleunigungsmodus,
zuerst mit einem Gefühl von Starre  und Stillstand

Virtuelle Erfahrungen wie home office und home schooling, Telefon- und Videokonferenzen,
Livestream-Übertragungen und Podcasts mit Kontaktbeschränkung und dem schmerzlichen Fehlen des persönlichen Miteinanders

Umgeben von Befürwortern der Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckung
wie auch von Unterwanderern und Beschwörungstheoretikern

Der Wunsch nach verlässlicher Aufklärung und verantwortbaren Lockerungen,
nach Normalität und einem Leben, wie wir es kannten und schätzen gelernt haben

Sommerzeit ist Urlaubszeit und Reisezeit mit Reisewarnung und Reiseplanungen
und über allem die Frage der Verhältnismäßigkeit

Was werden wir machen,
wenn die Zahl der Infizierten einen neuen Höhepunkt erreicht?

Was werden wir anders machen,
wenn Corona vorüber ist?

Die Krisen und Probleme unserer Welt werden sich nicht ändern, wenn wir nicht umdenken, neue Wege ausprobieren und alles tun, den Planeten nachhaltig zu retten. Vieles wird nicht mehr aufzuhalten sein, doch wir stehen in der Verantwortung den nächsten Generationen gegenüber.

Eine Vogel-Strauß-Haltung mit dem Kopf im Sand wird uns nichts nützen, ebenso wenig ein unüberlegtes Vorpreschen. Das hatten wir alles doch schon. Oder?

©Text: G. Bessen 5/2020, Foto: Christine Engelhardt/pixabay

 

 

Veröffentlicht unter Gerade aktuell, Mal kritisch angemerkt... | Verschlagwortet mit , , , | 16 Kommentare

Himmelfahrtstag

Bild | Veröffentlicht am von | Verschlagwortet mit , , | 11 Kommentare