„Nur“ ein Amoklauf?

„Nur“ ein Amoklauf?

Wenn Reporter vor laufender Kamera
vom Verantwortungsbewusstsein der Medien sprechen,
führen sie sich bei einer
Rundumdauerberichterstattung
selbst ad absurdum.

Nun war es „Gott sei Dank“ ein Amoklauf und kein Terrorakt mit islamistischem Hintergrund.
Diesen inhaltlich in etwa so formulierten Satz hörte ich heute von einem namhaften Politiker.
Worin, mit Verlaub, besteht der Unterschied?
Tot ist tot, ob Amok oder Terror, hilft den jungen Menschen auch nicht mehr, davon werden die schwer Verletzten nicht automatisch gesund.
Amokläufe gab es bisher auch bei uns zur Genüge. Die Opfer wurden beklagt, betrauert, den Angehörigen das Beileid ausgesprochen und dann ging alles weiter wie bisher.
Business as usual!

Nun ist der Tatort keine Schule, sondern eine belebte Gegend in München.
Wird sich dadurch etwas ändern? Vermutlich nicht.

Auch vom Verantwortungsbewusstsein der Medien wurde gesprochen, bei stundenlanger Dauerberichterstattung. Wer kann das noch ertragen? Wem ist damit geholfen?
Was tut man den Betroffenen und deren Familien damit an?

 

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Der Sprung ins kalte Wasser

Der Sprung ins kalte Wasser

Heute bin ich gesprungen
und auch wieder aufgetaucht.

Seit etwa vier Monaten
nicht mehr rauchende Lehrerin,
nun in Altersteilzeit
mit viel Altersfreizeit.

Ich bin gespannt,
wie mir das bekommen wird.

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Sommerloch

Sommerloch

Mitten im Sommerloch wird es auch hier demnächst sehr viel ruhiger.
Das Blog ist so gut wie voll und ich überlege, wie es weitergeht.
Archivieren? Ausmisten? Schließen und ein zweites Lesestübchen einrichten?
Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht – noch nicht.

Derweil würde ich mich freuen, wenn Ihr mir auf dem anderen Blog folgt,
das hat nämlich noch Kapazitäten…

https://visitenkartemyblog.wordpress.com/

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Neu hier…

Neu hier…

Ich sage einfach mal „Hallo“ in die Runde, denn ich bin seit zwei Monaten ein Teil der Familie ( ich weiß, dass schon mal kurz von mir berichtet wurde, als ich gelegentlich zu Besuch da war).

Und da ich nicht weiß, ob mal mehr über mich erscheint, stelle ich mich kurz vor:

Murphy, kastrierter Rüde im zarten Alter von 4 Jahren, der vor zwei Monaten mit einer Hundeleine, einem Impfpass  und einem noch nicht benutzten Fahrradkorb (als wenn ich da jemals reingehe mit meinen vier noch jungen Beinen) in die Anna-Lenasche Familie aufgenommen wurde.

Jeder Obdachlose hat mehr…

Nun, meine Hundeeltern waren gut zu mir und die vierjährige Tochter auch, aber die beiden französischen Bulldoggen des Hauses  haben mich gemobbt und ich hatte regelrecht Angst vor ihnen. Das haben sie weidlich ausgenutzt, besonders, wenn wir Hunde alleine im Haus waren.

Und dann entdeckte ich eines Tages die Dackeldame von schräg gegenüber, die oft am Zaun saß und zu mir herüber blickte, als würde  sie mir helfen wollen. Beim Gassigehen trafen wir uns regelmäßig und sie flüsterte mir oft zu: „Komm doch zu uns, da geht es dir besser! Du hast es doch nicht nötig, dich von diesen hässlichen Bulldoggen fertig machen zu lassen.“

Die Erwachsenen müssen unsere Gespräche verstanden haben, denn fortan unterhielten sie sich mehrfach über uns. Die Dackeldame hatte ihre Schwester vor knapp drei Jahren durch Krankheit verloren und nachdem sie das „Prinzessin-auf-der-Erbse-Dasein“ lange genossen hatte, war ihr das Single-Hundeleben mittlerweile zu langweilig geworden.

Ich ging ein paar Mal zu Besuch, und dann gaben mich meine neuen Hundeeltern gar nicht mehr zurück. Und ich sage Euch, hier ist es, als sei ich auf Kur. Ich habe mich so gut erholt, bin entspannt und immer guter Dinge, weil ich wirklich geliebt und umsorgt werde. Das heißt nicht, dass ich alles darf, nein, gewisse Dinge darf ich nicht, da herrscht ein strenges Regiment meines Frauchens. Hätte ich doch die ersten vier Jahre meines Lebens hier auch schon verbringen können. Bei guter Pflege, Gesundheit und entsprechender Bewegung kann ich aber durchaus noch zehn Lebensjahre vor mir haben.

Ich grüße Euch!

Murphy Collage

Ein Artgenosse von mir wurde neulich bei der Berliner Bahnhofsmission eingestellt, lest selbst…

 

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EU auf bestem Kurs zur Einbahnstraße

Unbedingt lesenswert

Querdenkende

EU Kommission Brüssel

Was lief verkehrt auf gesellschaftspolitischer Bühne?

Arno von RosenDer Begriff EU kommt Ihnen sicher schon zu den Ohren raus. Mir ebenfalls und das, obwohl ich über 20 Jahre mit Brüssel zu tun hatte und regelmäßig die Metropole der europäischen Politik bereist habe. Als erstes verpasse ich Ihnen ein Beruhigungszäpfchen, damit Sie nicht gleich wieder wegklicken. Der Brexit ist völlig wurscht! Jetzt staunen Sie nicht so, es stimmt. Es gibt in dieser Causa nur ein Opfer (zumindest bis jetzt), nämlich die Politik. Denn genau jene, die uns immer weiß machen wollten, ohne die Gemeinschaft gehe wirtschaftlich nix im vereinigten Europa, werden jetzt als Blender entlarvt.

Warum? Ganz einfach. Die Wirtschaft funktioniert nur noch global. Europa kann ohne Asien nicht, die USA nicht ohne Europa, und Asien kann ohne niemanden auskommen. Sie sind alle voneinander abhängig, daran ändern weder Grenzen, Zölle, Gesetze etwas oder spielen sprachliche Barrieren eine Rolle, sonst würde es weder IKEA…

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Was lange währt…

Was lange währt…..

Im Juni diesen Jahres feierte die Stadt Oranienburg ihr 800jähriges Bestehen mit einem grandiosen Fest, das eine Woche dauerte. Näheres für Interessierte hier…

800 Jahre Oranienburg

Zu diesem Zeitpunkt bangten noch  einige unserer AbiturientInnen in so mancher Nachprüfung um das Bestehen ihres Abiturs.

Am 25. Juni trafen wir uns zum Abiball in genau dieser Stadt, in der die meisten wohnen und in der sie ihre komplette Schullaufbahn absolvierten.

Abiturienten 2016- Abiball

Die Location war ebenso edel wie passend, der Innenhof des Oranienburger Schlosses diente als Kulisse, in der ein großes Partyzelt über dreihundert Menschen Platz zum Essen, Trinken und Feiern bot.

Der offizielle Teil begann mit einer Rede unserer Schulleitung, danach folgte die feierliche Zeugnisübergabe, ein Blumensträußchen von den Tutoren und ein kleiner persönlicher Gruß zum nun endgültigen Abschied. Schüler aus den drei Klassen hielten ihrerseits Reden und bedankten sich mit Geschenken bei ihren Tutoren.

Nach einem schmackhaften und reichhaltigen Buffet wurde das Tanzbein ausgiebig geschwungen und gegen Mitternacht beendete ein Feuertanz das offizielle Fest, das die Schüler alleine an einem anderen Ort fortsetzten.

Feuershow

Es war ein tolles Fest, das noch tagelang das Gesprächsthema der Schule war. Mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,4 des diesjährigen Jahrganges  denke ich gern an diesen Abend und die letzten drei Jahre zurück. Etwa ein Drittel meiner Klasse habe ich seit der achten Klasse betreut und nach sechs gemeinsamen Jahren ist der Abschied nicht leicht.

Was glaubt Ihr, was der Schüler mit dem Schnitt von 1,0 werden will?

Lehrer!!!

Einige von denen, die es nicht geschafft haben und die Klasse 13 wiederholen oder mit der Fachhochschulreife der Klasse 12 für ihren weiteren Weg zufrieden sind, ließen es sich nicht nehmen, an diesem Abend mit ihren KlassenkameradInnen zu feiern, vielleicht mit einer verstohlenen Träne im Auge, die an diesem extrem heißen Wochenende allerdings schnell wieder verdunstete oder sich in eine Lachträne verwandelte.

Text und Fotos: G.Bessen 6/2016

 

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For my lovely Britain…

Beate hat lange Zeit in Großbritannien gelebt und ich finde ihren Beitrag zum heutigen Tag lesenswert.

Heart-Beat(e)

So here we are- a historic moment and I am still looking for the words to describe my feelings about something that I always feared, but now came true.

It is not so much the Brexit itself that the British people now have to live with.

It is something much deeper and much scarier.  It is the willingness of the people in today’s times to accept “facts”, without ever checking them. It is the laziness of researching and the carelessness of making decisions without ever looking into the consequences.

It is the lack of conscience of people in power, who can still sleep at night, even though they deliberately lied and stated wrong facts in order to manipulate the crowd and gain power. Probably still rectifying their actions with “Well, they could check on those facts themselves, if they wanted to…”

During the whole campaign I never criticized “Remain” or…

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BR-EXIT

BR-Exit

Ein Einzelfall oder der Anfang einer Kettenreaktion?

463975_original_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de

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Kirschroter Sommer

Rote Kirschen
ess ich gern,
so beginnt ein
Kinderreim…
und ich glaube,
es gibt kaum einen
Menschen, der sich
nicht darauf freut

Kirschenzeit,
der Winter weit,
Rosen blüh´n und
Kinder lachen

Eine besondere Zeit,
der Sommer ist jung
und voll von Schwung

Er greift in alle
seine Töpfe zur
gleichen Zeit, läßt
in schneller Folge
Erdbeeren, Kirschen
und Himbeeren reifen

und zur gleichen Zeit
blühen so viele
Pflanzen, dass wir
uns an der farbigen
Pracht kaum
sattsehen können

Wo wir hinsehen,
entdecken wir neue
Wunder und wir
tanken so viele
Genüsse, wie wir
nur können, denn wir
wissen, er bleibt
uns nicht für immer
erhalten

Wir speichern einen
möglichst großen
Vorrat an Freude,
damit wir sie in
späteren trüben
Momenten abrufen
können…

als wundersame
frühsommerliche
Erinnerung

© Bruni Kantz

Brunis  Gedicht hat mich neugierig gemacht und ich habe die Kirschen in Nachbars Garten gesucht.  Sie sind reif und leuchten tiefrot. Erinnert Ihr Euch an die Zeit, als wir Mädchen uns den Doppelstiel mit zwei Kirschen über die Ohren gehängt haben und stolz damit herum liefen? Das waren die ersten Ohrringe , tiefrot, süß und prall.  Die Jungen übten sich zur Abwechslung im Kirschkernspucken.  Ich erinnere mich, dass es bei den Wesen dieser Gattung Mensch  so manche Möglichkeiten gab zu beweisen, wer wie am Weitesten etwas konnte….

Kirschbaum
Kirschzweig
Kirschblüte
Kirschen
Kirschmarmelade
Kirschkuchen
Kirschwasser
Kirschlikör
Kirschkern
Kirschkernspucken
Eis mit Kirschen
Kirschrot
Kirschmund
Kirschmundgeflüster

reifende Kirschen (1) 

 

 

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Stimmungslage…

Von dem,
was die Spatzen so alles
von den Dächern pfeiffen,
möchte ich momentan
gar nichts mehr hören.

Mord und Totschlag+Europa+Brexit+Wetter+Unwetter+kein Sommer+Politiker+Wahlen+Versagen+Misstrauen+Terror+Gewalt

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Pfeiffen der Spatzen

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