Von der Begegnung zur Freundschaft

Von der Begegnung zur Freundschaft

Immer wieder kreuzen Menschen unseren Weg. Sie kommen und gehen, und manche bleiben, ja, sie werden zu wahren und beständigen Lebensbegleitern.

Die Körpersprache ist für den ersten Eindruck nicht unerheblich. Augen spiegeln die Befindlichkeiten der Seele und senden Signale aus. Manches Eis zerschmilzt schnell. Andere  sind vorsichtig, schützen sich durch einen Panzer und verweilen dort. Vielleicht brauchen sie einen Schubser und verlassen ihr Schneckenhaus irgendwann einmal.

Gesprächsfetzen reifen, führen zum Gedankenaustausch, manchmal tiefgründig, manchmal auch plätschernd an der Oberfläche. Das Teilen von Gedanken und Gefühlen wird immer einfacher, sitzen wir doch alle in einem Boot.

Wir verbinden uns, teilen den Alltag mit all seinen schönen und auch beschwerlichen Phasen, lachen und weinen zusammen, gehen zusammen durch ‚dick und dünn’.

Wenn sich die Wege der Gemeinsamkeit wieder trennen, bleibt vielleicht erlebte Tiefe zurück. Oder es bleibt ein Bund fürs Leben.

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In friedlicher Mission …

Unterwegs in friedlicher Mission

Für ein gutes Klima, das uns
und den folgenden Generationen
ein Leben in Würde
und die Wahrung der Grundrechte ermöglicht.

Für einen Frieden,
der in den Köpfen beginnt, das Herz ergreift
und mit zupackenden Händen
umgesetzt wird.

Für Verantwortliche in aller Welt,
die das Dienen dem Herrschen vorziehen
und sich gegen Machtmissbrauch
und Aufrüstung jeglicher Art wehren.

Für Menschen wie Du und ich,
die sich auch für die Würde aller Menschen,
unabhängig von Religion und Kulturkreis,
stark machen und Werte zu wahren versuchen.

© G. Bessen, 2018 (gerade sehr aktuell)
Foto: pixabay

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Dem Tag ein Lächeln schenken …

Foto: pixabay

Ein Knabe vom Prenzlauer Berg
sah aus wie ein niedlicher Zwerg.
Das störte ihn nicht,
erst recht nicht die Gicht.
Er ging jeden Tag froh ans Werk.

 Es gab einen Schüler in Bayern,
der lernte kein Englisch, nur Feiern.
Er kam oft zu spät.
„Sorry for being late!
Nach Feiern muss ich meistens reihern!“

© Limericks und Fotos:  G. Bessen

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Optimistische Menschen

„Das Leben hat eine dunkle und eine helle Seite.
Wir müssen die eine finden, die uns am angenehmsten ist.“
Samuel Smiles, schottischer Schriftsteller (1812-1904)

Der Optimist
schafft für sich und andere
Wohlfühloasen,
ausgestattet mit bunten Kissen
der Hoffnung.

Er lenkt den Blick
auf eine Vase voller Rosen,
wohl wissend,
dass nur wenige Menschen
dauerhaft auf Rosen gebettet sind.

Er weiß,
dass jeder die Wahl hat,
sich der Schönheit
der Rose hinzugeben,
oder sich an ihren
Dornen zu verletzten.

Positiv gestimmt
weiß er, dass das Leben
kein Wunschkonzert ist
und Mut erfordert.

Der Optimist ist ein Realist,
der aus seinen Fehlern lernt
und daraus seine Stärke nimmt,
sich und das Leben positiv zu sehen.

© G. Bessen (1/2020), Fotos pixabay

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Das Haar in der Suppe …

Das Haar in der Suppe

Der Pessimist
sucht so lange
nach dem Haar
in der Suppe,
bis er es gefunden hat.

Das Haar
in der Suppe
beschäftigt
den Pessimisten
so lange,
bis die Suppe
ungenießbar wird.

Die Suppe
verweigert
die Haaraufnahme,
denn nur Optimisten
können genießen.

Pessimisten
sollten Haare
besser auf
dem Kopf tragen,
als in der Suppe zu suchen.

Köche sollten
Hauben tragen,
damit kein Haar
in die Suppe fällt.

Grüne Haare
könnten leicht
mit Suppengrün
verwechselt werden.

Das Haar
in der Suppe
ist eine
Denksportaufgabe
auch für kalte Tage.

© G. Bessen, Foto pixabay

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Gemütslage

Schwere Wolken
Unheilvolles Grau

Regen
in allen Strichstärken

Nässe
oben und unten

Wunsch nach Tapetenwechsel

© G. Bessen 1/20

 

 

 

 

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Alles hat seine Zeit

Alles hat seine Zeit und jede Zeit setzt ihre Zeichen.

Wie sehr vertrauen wir noch unserem inneren Instinkt und leben danach, ohne in die Falle der Schnelllebigkeit und Oberflächlichkeit zu tappen? Sind wir noch hinreichend geerdet, auch ohne Navi oder GPS in der Hand?

Am Sonntag konnte ich im frühen Sonnenschein Dutzende Kraniche beobachten. Sie haben es vorgezogen, hier zu bleiben. Allerdings schien der Nachtfrost es ihnen erschwert zu haben, hinreichend Futter zu finden. Ihr Geschrei war ohrenbetäubend. Ein Fuchs war offenbar dadurch aufgeschreckt worden und rannte so schnell er konnte, an der aufgeregten Schar vorbei querfeldein, über die Straße (zum Glück kam kein Auto) und suchte sich ein ruhigeres Plätzchen.

Es war ein Naturschauspiel und ich dachte dankbar daran, dass diesen wundersamen Wesen hier so schnell nichts passieren kann, auch wenn der Frühstückstisch noch nicht reichlich genug gedeckt war, um alle satt zu bekommen. Gleichzeitig dachte ich an die unzähligen Tiere in Australien, die ganz schuldlos in den außer Kontrolle geratenen Buschbränden um ihr Leben kämpfen und deren Todesschreie niemand hört.

Unter diesen gegenwärtig so grausamen Bedingungen und bei allem Verständnis für die Freude über ein Neues Jahr, habe ich jedoch kein Verständnis dafür, wie sich Menschen in Sydney bei dieser Katastrophe  noch dem Spektakel eines so gigantischen Feuerwerkes hingeben können.

Business as usual?

The show must go on?

Alles hat seine Zeit, doch unsere Zeit ist endlich.

© Text und Fotos: G. Bessen 1/20

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Ein neues Jahr

Stille

Den Blick in die Weite gerichtet,
angstfrei und voller Neugier.

Ein neues Jahr,
in Erwartung
ausgepackt, gestaltet
und gelebt zu werden,

mit  den Farben der Liebe,
dem Willen zum Frieden
im Miteinander.

© Text und Foto: G. B.

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Silvesterspaß in Bloggershausen

Silvesterspaß in Bloggershausen

oder Transworte auf Literatour.

Nachdem wir die Weihnachtstage alleine oder in netter Gesellschaft mit beiden Füßen auf der Erde verbracht haben und noch mitten in den Raunächten leben, sollten wir den Jahreswechsel in Red Skies over Paradise im Cafeweltenall verbringen und den Alltagsschrott  für ein paar Stunden einfach mal hinter uns lassen. Vro jongliert den Kormoranflug, frauholle52 begleitet uns durch die Lüfte. Mitbringen braucht ihr nichts, außer Kopf und Gestalt sowie Herz und Verstand. Vorsicht vor den Blogspionen, die sollten wir nicht mitnehmen.

Lifetellsstories  , und somit  ist für alle Ambitionierte genügend Raum und Zeit, sich als FreidenkerInnen kreativ auszutoben. Dafür haben wir ‚Das poetische Zimmer’ gemietet, in dem sich für 2020 der Alltag  in Reimform, Quersatzein im Finde-Satz , als Verssprünge oder sogar als Spinnradgeschichten planen lässt. Mit Worten Gedanken horten reicht manchmal nicht, und für ein solch galaktisches Event brauchen wir ein wahres Wortbehagen. Der reisswolfblog bleibt daher auf der Erde!

Irgendwas ist immer und so sollten die Leinwandartisten auch zum Zuge kommen. Karls Wortbilder in Klatschmohnrot sind schon legendär, Katha kritzelt gern für die Maier-Lyrik und selbst der reisefreudige Ernst Blumenstein freut sich schon auf buntes wortgeflumselkritzelkram.

Diejenigen, die einfach nur in einer Plauderpause entspannen wollen, haben unter der Leitung der Waldträumerin im Fundevogelnest ein Eckchen nur für sich. Es ist auch leicht zu finden, immer nur dem Stachelbeermond folgen!

Da wir ja wieder zur Erde zurück müssen, gibt es keine harten Sachen, Drogen oder sonstiges benebelndes Zeug.  Es gibt  Sweetkoffee, Myriade  und Ruhrköpfe, dafür sorgen Arnovon Rosen, unterstützt von finbarsgift und kohlenspott. Für die musikalische Unterhaltung sorgt die Gruppe Musikhai mit den griechischen Solistinnen  gkazakou und jeannettepaterakis.

Wesentlich werden – das sollte unser Motto sein, um den Krisen dieser Welt im neuen Jahr begegnen zu können.  Da wir nicht wissen, was kommen wird, hüten wir uns vor düsteren Prognosen und Wortgerinnsel  und lassen a ‚good word für bad world’ als violaetcetera einfach so stehen und  uns einfach überraschen.

Habe ich jemanden (ja, sicher viele!) oder etwas vergessen? Dann lasst uns feiern  dass die Schwarte kracht!

Ein zauberhaftes Geschenk vom lieben Lo

Kommt alle gut ins neue Jahr!
Möge es uns Freude, Gesundheit
und mehr Frieden bringen!

 

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Zwischen den Jahren

Sternenklar
der Himmel
ein endloses Lichtermeer
Sternschnuppen auf der Reise
Wünsche

Das Flüstern der Sterne

Die Nacht war rabenschwarz und bitterkalt. Der kleine strahlende Stern rückte dicht an den alten Stern, dessen Licht infolge seines Alters bereits getrübt war. „Lieber Stern, wie geht es dir heute Nacht?“

„Wie zauberhaft von dir, dass du fragst, aber meine Leuchtkraft lässt von Nacht zu Nacht mehr nach. Erzähl mir, was es heute Besonderes auf der Welt gab. Ich muss zugeben, dass ich heute immer mal wieder eingeschlafen bin. Hoffentlich habe ich nichts verpasst?“

„Die Menschen in meiner Sphäre waren heute wie ausgewechselt. So habe ich sie noch nie erlebt.“

„Was meinst du damit, wie ausgewechselt?“

„Es ist bitterkalt geworden, und der Bruder Wind hat alle grauen Wolken weggepustet. Schwester Sonne war daher heute reichlich übermütig. Sie schickte ihre Strahlen so zahlreich auf die Erde, dass die Menschen, wie aus einem langen Winterschlaf erwachend, vor Energie nur so strotzten.“

„Das verstehe ich sehr gut,“ antwortete der alte Stern. „Weißt du, die Menschen hatten mal wieder einen richtigen Wintertag. Das sind sie nicht mehr gewöhnt. Und viele, die so jung sind wie du, kennen das gar nicht mehr. Ich kann mich noch gut an die langen schneereichen Winter erinnern, in denen die Menschen, warm eingepackt, gemeinsam an ihren Kohleöfen saßen und sich das Leben so angenehm wie möglich machten.“

„Stimmt“, antwortete der junge Stern nachdenklich, „es hat die ganze letzte Nacht und den ganzen heutigen Tag über geschneit. So viel Schnee auf einmal habe ich noch nie gesehen.“

Wie haben die Menschen denn diesen Tag erlebt?“, fragte der alte Stern, ein wenig ungeduldig.

„Sie haben gelacht, ihre Gesichter waren nach langer Zeit mal so wieder richtig freundlich, als hätten sie ein lang erwartetes Geschenk bekommen. Nicht so wie in den vergangenen Wochen, als der Himmel dauernd voller Wolken war und es stunden- und tagelang nur geregnet hat. Kinder haben kleine Schneebälle geformt und sich gegenseitig zugeworfen und manche haben große Kugeln gerollt und eine Art Schneemann daraus gebaut.“

„Das haben sie der Schwester Sonne zu verdanken. Ihr Leuchten und ihre Wärme sind der Quell allen Lebens.“

Mit diesen Worten legte der alte Stern sein Haupt zufrieden auf die Seite und schlief ein. Seine Mission war zu Ende.

© G. Bessen, Foto pixabay

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