Eile mit Weile!

Es gibt wichtigeres im Leben,
als ständig dessen Geschwindigkeit
zu erhöhen.

Mahatma Gandhi

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Auch drei Monate später

fragen viele: Warum?

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Über den Tellerrand geschaut…

Über den Tellerrand geschaut…..

Auf der politischen Weltbühne verhält es sich manchmal wie in einem großen Tiergehege.

Da sind die ewigen Fettnäpfchentreter, eng verwandt mit den tollpatschigen Elefanten im Porzellanladen.

Die Wadenbeißer lassen nicht locker und solidarisieren sich mit den Chamäleons. Immer schön das Fähnchen in den richtigen Wind halten oder die passende Farbe zulegen!

Auch wenn es so scheint, als ständen nun alle Pferde artig und geeint auf den saftigen Wiesen, so gibt es doch einige Esel, die noch ausscheren wollen….. BRR  –  EXIT!

Die Zeit der glücklichen Kühe gehört der Vergangenheit an, zumindest, wenn sie westeuropäische Wurzeln haben. Wer die ausweist, kann doch nur ein Ochse sein….

© Text und Foto: G. Bessen

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Veronika Peters: Aller Anfang fällt vom Himmel

Veronika Peters: Aller Anfang fällt vom Himmel

Mein heutiger Lesetipp

Der Grundschullehrer Korbinian Gerhard, seit acht Jahren Witwer, hat sich in seinem Leben mehr oder weniger eingerichtet. Nur eine strikte Ordnung und Disziplin ermöglichen ihm, mit seinem Leben überhaupt noch klarzukommen.

Menschen lässt er gar nicht erst an sich heran, bis er eines Tages die siebzehnjährige Billa vor dem Supermarkt antrifft. Zusammengekauert und obdachlos sitzt sie da. Billa, offenbar mit hohem Fieber und krank, folgt ihm und will im Treppenhaus übernachten. Korbinian ist mit dieser Situation völlig überfordert und ruft seine Schwester Emilia an.

Ab dem Punkt wird Korbinians Leben völlig auf den Kopf gestellt. Nicht nur Billa bleibt länger, auch seine Schwester Emilia richtet sich häuslich bei ihm ein.  Billa und Emilia sind nicht alleine auf der Welt. So entwickelt sich eine Wohngemeinschaft, die unterschiedlicher nicht sein kann.

Wie schon in Veronika Peters Buch: ‚Das Meer in Gold uns Grau’ zeichnet sie auch hier die Linien der einzelnen Charaktere so vielschichtig, dass man sich kaum vorstellen kann, dass auch eine Harmonie und eine Art von Familienleben zwischen all diesen Menschen möglich ist.

Charaktere entwickeln sich, verändern ihre Blickwinkel und finden Seiten an sich, die sie längst vergessen hatten. Sowohl die Charaktere als auch die Handlung machen dieses Buch zu einer Lektüre, die ans Herz geht.

Bildquelle

Erschienen im September 2015
288 Seiten
gebundene Ausgabe
ISBN 978-3-442-31321-1
€ 19,99

Weitere von mir vorgestellte Bücher von Veronika Peters:

Was in zwei Koffer passt
Das Meer in Gold und Grau

 

© G. Bessen 3/17

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Der Mann und sein Lieblingsspielzeug

Kaum scheint die Frühlingssonne, trifft man die Nachbarn wieder im Garten.

Aber nicht nur das, die Herren der Schöpfung finden zu ihrem Lieblingsspielzeug zurück und putzen und wienern, was das Zeug hält.

Die Staubsaugerbürste verschluckt sich fast an den Sitzbezügen, das Cockpit blinkt und blitzt, die Scheiben bieten den totalen Durchblick und in den Augen der Männer leuchtet es.

Einige andere holen ihre Motorräder aus der Garage und bringen sie auf Vordermann. Die Zeit der grenzenlosen Freiheit naht.

Und wer nicht selber Hand anlegen will, fährt durch die gute alte Waschanlage.

Text und Fotos: G. Bessen

 

 

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Mein Arbeitszimmergesicht

 

ZIELGERICHTET
DER BLICK
IN DIE ZUKUNFT
DER WEG IST UNBEKANNT
NEUORIENTIERUNG

Text (Elfchen): G. Bessen

Seit August letzten Jahres genieße ich meinen Vorruhestand. Was sich anfangs ganz komisch angefühlt hatte, wird langsam zum Genuss. Kein Wecker reißt mich um halb sechs aus dem Koma, wenn ich das selbst nicht will. Der ohrenkrebsverdächtige Lärmpegel von Schülerscharen aller Alterstufen  ist wie vom Erdboden verschluckt. Der Rotstift ist ebenfalls im Ruhestand und kann sein Glück noch gar nicht fassen und die Bücherregale mit den schulischen Reliquien sind recht übersichtlich geworden.

Da ich schon vor den Sommerferien letzten Jahres  Ordner über Ordner für Kollegen in die Schule geschleppt  und mit einer Euphorie auch in den Ferien ausgemistet hatte, komme ich jetzt in eine Phase, in der ich jedes Teil drei Mal umdrehe und mir das Ausmisten doch schwer fällt. Zum Winter werden wir mein Arbeitszimmer renovieren, bis dahin habe ich mich sicherlich von Vielem getrennt, was das Leben einer Lehrerin lange Jahre ausgemacht hat.

Von meinen to-do-Listen habe ich mich  nicht verabschiedet, die werden mit zunehmendem Alter und den feinmaschigen Löchern im Gehirn eher mehr denn weniger. Ich gebrauche immer noch vermehrt die Worte „ich muss“ statt „ich will“ oder „ich habe vor“. Dabei muss ich gar nicht!

Eine Freundin hat mir einen Ratgeber zum Lesen geliehen, einen, der witzig geschrieben, aber ohne nennenswerten Tiefgang ist.  Für Menschen, die immer wieder meinen etwas zu müssen, mag er hilfreich sein und sollte immer in ihrer Reichweite liegen.

Bildquelle

 

 

 

 

 

 

Ich benutze die Kurzfassung als Postkarte, deutlich sichtbar und stets präsent:

 

Und ich halte es auch gern mit den Worten von Iris Berben:

„ Verweigerung ist eines der schönsten Dinge,
die das Älterwerden mit sich bringt“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Blogsterben?

Blogsterben ?

Seit geraumer Zeit ist es auf vielen Blogs, die mich jahrelang begleitet haben, stiller und ganz schweigsam geworden. Sind die anderen Netzwerke attraktiver, oder woran liegt das?

  • Vielleicht geht ein Schreibfaulheitsimpuls herum…
  • Vielleicht gehen die Ideen aus…
  • Vielleicht ist die Resonanz zu gering (ehrlich gesagt, mag ich es auch nicht besonders, wenn nur *likes* und nie ein noch so kleiner Kommentar kommen…
  • Vielleicht ist die Fastenzeit auch ein Blogfasten?

Vielleicht schreibt Ihr mal eine Erklärung Eurerseits, die mir weiterhilft und mich verstehen lässt?

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Identifikation

istanbul-2Identifikation

Solange die europäischen Grenzen
geöffnet sind,
mag sich jeder dort ansiedeln,
woher er stammt,
um sich ganz den Wünschen
und Belangen
seiner Volksvertreter
zu beugen.

© Text und Foto: G. Bessen
Foto: Moschee in Istanbul

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Auf

Deinem letzten Weg, liebe Bärbel,
mögen Engel Dich geleiten.

trauerkarte

 

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Monatsrückblick Februar

Auch wenn der Karneval mit dem Aschermittwoch beendet wird, scheinen sich so einige Narren weiterhin auf der politischen Bühne wohl zu fühlen und genau das zu tun, was die Mehrheit der Völker nicht will. Mauern bauen, die Demokratie immer mehr aus den Angeln heben, wie kleine Jungen Krieg spielen und das landeseigene  Waffenarsenal vergrößern. Wo sind wir eigentlich hingekommen?
Da spielt sich einer auf, mit dem Charme eines Schützenpanzers und die ganze Welt schaut zu?

Blicken wir zu unseren türkischen Nachbarn, verstehe da jemand die Praxis willkürlicher Verhaftungen, die scheinbar an der Tagesordnung sind.

Schockstarre ist keine Lösung. Also, liebe Damen und Herren Volkspolitiker, es wird Zeit, einigen wenigen auf der politischen Bühne Einhalt zu gebieten und aufzuwachen.

In unserem Land geht es nicht ganz so dolle zu, obgleich sich die Nachrichten auch überschlagen. Vertrauen in Schulz, dann wieder doch nicht, AfD im Abwind, was ja in den nächsten Tagen wieder anders sein kann. Nur der neue Bundespräsident scheint mir Verlässlichkeit auszustrahlen und wird bald sein Amt antreten.

Nach all dem politischen Chaos in der Welt bleibe ich beim Heimischen. Schneeglöckchen und Krokusse stecken ihre Köpfchen aus der Erde, die Sonne hat eine wunderbare Kraft, wenn sie mal da ist und bleibt. Der Frühling steht vor der Tür und wird uns sicher bald mit seiner Fülle und Buntheit beglücken.

Nun beginnt mit dem heutigen Tag die Fastenzeit, beide Kirchen starten Aktionen dazu und auch diejenigen, die ohne einen religiösen Hintergrund fasten, weil sie mal wieder runterkommen und bewusster leben wollen, haben sich vorgenommen, auf lieb Gewordenes zu verzichten, ein paar Kilos abzunehmen oder einfach nur innezuhalten.

Jedem das Seine, so, wie er oder sie  es für sich möchte!

VERZICHT NIMMT NICHT.
VERZICHT GIBT.

Martin Heidegger, Philosoph
1889-1976

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