Der Monat November

Der November ist für mich ein Monat, den ich eigentlich nicht mag.

Die Natur zeigt sich deutlich in ihrer Vergänglichkeit, die Trauertage erinnern auch schmerzlich daran, dass nichts auf Erden Bestand hat.

Und trotz des erneuten Lockdown, mit dem wir sicherlich auch im Dezember zu tun haben werden, gab es viele lichte Momente, stimmungsvolle Himmelsspektakel und Begegnungen und Ereignisse, die mein Herz erfreuten und mir über diese Zeit hinweghalfen.

N ebel
O rientierung
V ergänglichkeit
E inkehr
M elancholie
B esinnung
E insamkeit
R uhe
E intauchen
N eubeginn
D ankbarkeit
E ndlichkeit

NOCH
OHNE
VIELVERSPRECHENDE
ERFOLGE
MIT
BESORGNISERREGENDEM
EREMITENDASEIN
RINGSUM

Bleibt daher trotz allem guter Dinge, optimistisch und vor allen Dingen – GESUND!

 

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Mein heutiger Lesetipp

Sebastian Würdinger:

 Grenzenlos an deiner Seite und wo das Glück zu finden ist

Johann hatte bisher Pech in seinem jungen Leben. Die Trennung seiner Eltern, die Alkoholsucht seiner Mutter, seine eigene leichte Behinderung infolge eines Unfalles und negative Erfahrungen durch Mitschüler und Mitmenschen haben ihn zu einem Jungen mit psychosomatischen Auffälligkeiten gemacht. Ein Fischer namens Tim rettet ihm das Leben und hilft ihm Schritt für Schritt wieder Fuß zu fassen. Maria, die erste große Liebe, verändert Johanns Leben völlig.

Sebastian Würdinger, ein junger Autor Anfang zwanzig, greift in seinem Debütroman brisante Themen auf, die auch in unserer heutigen Gesellschaft immer wieder aktuell sind, vielleicht sogar mehr denn je. Es ist ein Appell an uns alle hin- und nicht wegzusehen, Zivilcourage anstelle sozialer Kälte an den Tag zu legen, das Miteinander und nicht das Gegeneinander zu leben.

Der Autor zeichnet ein bemerkenswertes Schicksal eines Jungen, dessen mangelndes Selbstwertgefühl bis hin zu Suizidgedanken führt und die Gefühlsebene des Jungen beherrscht. S. Würdinger gelingt es gut, dieses Gefühlschaos deutlich zu machen. Und doch empfinde ich diese emotionale Betonung als zu redundant, denn die Entwicklung des Charakters Johann kommt dabei zu kurz. Es fehlen Spannungsbögen in der Handlung, Zeitsprünge machen es manchmal schwer zu folgen.

Sebastian Würdinger ist ein Autor mit Potenzial und so möchte ich sein Erstlingswerk empfehlen, da es gerade in unserer schwierigen Zeit der Pandemie den Blick für Wesentliches schärfen kann.

Paperback, 124 Seiten, 8,99 € , ISBN: 978-3-347-02129-7 ,Tredition-Verlag, erschienen im Februar 2020

Bildquelle

© G. Bessen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Spendenkalender

Für eine gute Sache zu spenden macht auch das eigene Herz froh.
Schaut bitte mal bei Arno vorbei – es lohnt sich!

Arno von Rosen

Einige können sich vielleicht noch erinnern, dass es vor Jahren diese Aktion schon einmal gab. Damals, wie heute, geht die Hälfte des Erlöses an die „Elterninitiative für tumor- und leukämiekranke Kinder Marburg e.V.“ Die andere Hälfte kommt dem Marburger Tierheim zu Gute, denn durch Corona sind der Elterninitiative die Spender weggebrochen und es werden mehr Tiere im Heim abgegeben, wenn der Lockdown vorbei ist, weil die Menschen dann die kleinen Seelentröster nicht mehr benötigen. Ein Kalender DIN A3 kostet 20 Euro und der Versand in Deutschland 2,70 Euro und nach Österreich/ Schweiz 3,70 Euro. Wer einen oder mehrere haben möchte (Landschaften oder Food), schreibt bitte an mich: arnovonrosen@yahoo.de und bekommt dann eine virenfreie pdf Datei mit allen Informationen. Selbstverständlich gibt es im Foodkalender ebenfalls vegetarische und vegane Gerichte, es wurde klimaschonend gedruckt und es wird klimaneutral verschickt! Alle Bilder sind von mir und falls dies Werbung ist, so…

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Von Schlussstrichen und Neuanfängen …

Manche Bilanz legt sich so negativ aufs eigene Gemüt, dass man einfach einen Schlussstrich ziehen will und sagt: Nun ist es genug.

Unser Adoptiv’kind’ kam im Mai 2016 zu uns. Unser Dackelmädchen hatte sich mit ihm angefreundet und da er in der eigenen großen Familie von einem anderen Rüden gemobbt wurde und stets sehen musste, wo er blieb, nutzte er die Gunst der Stunde, büchste von einer Gassirunde aus zu uns in die heimische Küche, leerte den Napf mit des Dackels Trockenfutter und wollte bleiben.

Ein paar Gespräche von Hundevater zu Hundevater führten dann zu der Übereinkunft, dass die Dackeldame und der Mopsrüde doch ein besseres Gespann wären als der liebenswerte Mopsrüde mit einem anderen streitsüchtigen Rüden. Die Liaison hielt ein gutes Jahr, dann zog es die Dackeldame über die Regenbogenbrücke ins Hundeparadies.

Der Mopsrüde wurde zum alleinigen Prinzen und genoss diese Stellung drei weitere Jahre.

Er war der pflegeleichteste Hund, den wir je hatten, und sein Dasein war geprägt von Dankbarkeit, dass er bei uns sein durfte. Diese Dankbarkeit ließ er uns Tag für Tag spüren.

Loriots berühmtes Zitat: „Ein Leben ohne Mops ist möglich – aber sinnlos“ bewahrheitete sich immer wieder.

Doch Anfang Juli ging das Leben des Mopses innerhalb einer Nacht brutal zu Ende. Eine Herzinsuffizienz und Wasser in der Lunge ließen den kleinen Kerl eine Nacht lang um sein Leben kämpfen und der von uns gerufene Tierarzt konnte uns am frühen Morgen keine Hoffnung machen. Mit knapp neun Jahren ging sein kleines Hundeleben zu Ende – lange Zeit für uns unfassbar. Die Trauer schien kein Ende zu nehmen und es wurde stiller und stiller um uns herum. Aber ein neuer Hund war kein Thema und sollte auch keines mehr werden, – so die Planung.

Nach ein paar Urlaubstagen in Mecklenburg-Vorpommern, in denen wir – gefühlt – fast so viel Hunde wie Menschen erlebten, wussten wir, ein neuer Hund würde uns finden, wir würden ihn nicht suchen.

Und wie das Schicksal es wollte, suchte uns eine kleine Mischlingshündin aus Rumänien, die dort offenbar auf der Straße gelebt und in einer Auffangstation abgegeben wurde. Nelly hat bei uns ein neues Zuhause gefunden und sich ganz schnell einen Platz in unseren Herzen erobert.

Und Murphy hat uns aus dem Regenbogenland längst zustimmend zugezwinkert…

Brief aus dem Regenbogenland

Du warst bei mir bis zum Ende.
Und auch nachdem ich schon gegangen war,
hast du mich noch eine Weile gehalten.
Als meine Seele meinen Körper verließ,
blickte ich hinab und sah dich weinen.
Ich würde dir so gerne sagen, dass ich alles verstanden habe.
Du hast diese letzte Entscheidung nur für mich gefällt.
Und sie war weise.
Es war Zeit für mich zu gehen.
Ich danke dir für dein Verständnis.
Niemand wird meinen Platz einnehmen.
Aber die, die nach mir kommen,
brauchen die Liebe und Zuneigung
so, wie ich sie hatte.
Du denkst immer an mich.
Das sind Momente, wo du so unendlich traurig bist.
Bitte, denk nicht voller Trauer zurück.
Denke nur daran wie glücklich wir waren.
Und wenn die nächsten Wegbegleiter dich für immer verlassen müssen,
dann werde ich an der Regenbogenbrücke auf sie warten.
Ich werde ihnen danken, dass auch sie Dich glücklich machten.
Und ich werde auf sie aufpassen – für Dich!
Ich danke dir dafür, dass
Du mich geliebt hast
Du für mich gesorgt hast
und Du den Mut hattest
mich mit Würde gehen zu lassen.
Dein treuer Wegbegleiter

(Verfasser unbekannt, aus dem Netz)

 

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Novemberlichter

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In diesen Tagen … (21)

Mit Abstand betrachtet

Unter Umständen
entspricht es dem Anstand,
den Abstand zu halten.

Unter anderem
fordert der Anstand
den Beistand für Nahestehende,
das Einstehen für Außenstehende,
das Aufstehen für das Anstehende.

Mit Abstand betrachtet,
weckt das Halten von Abstand
Widerstand
gegen Zustände,
die, entstanden aus Missständen,
dem Anspruch auf Anstand
nicht standhalten.

Zu Innehalten,
nicht zum Aushalten
sie uns anhalten.

Missstände einstellen, abstellen,
unter Umständen
Einstellungen und Zuständigkeiten
neu aufstellen,
mit Abstand betrachtend,
mit Anstand
und
Verstand.

(© Elisabeth  Lücken , Juli 2020)

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In diesen Tagen … (20)

Du liebe Zeit

Da habe ich einen gehört
wie er seufzte: Du liebe Zeit!
Was heißt da Du liebe Zeit?
Du unliebe Zeit, muss es heißen
Du ungeliebte Zeit!
von dieser Unzeit, in der wir
leben müssen. Und doch
Sie ist unsere einzige Zeit
Unsere Lebenszeit
Und wenn wir das Leben lieben
können wir nicht ganz lieblos
gegen diese unsere Zeit sein
Wir müssen sie ja nicht genau so
lassen, wie sie uns traf

© Erich Fried (1921-1988)

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In diesen Tagen … (19)

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Limericks zum Herbst

Ein Pilz stand alleine im Wald
und fror, denn die Nacht war recht kalt.
Er sorgte sich sehr
und schaute umher,
denn nichts gab ihm wärmenden Halt.

Ein Kürbispaar im Kohlenpott
das wuchs und gedieh, richtig flott.
Sie wurden geklaut
der Dieb war nicht laut.
Nun sind sie im Glas, als Kompott.

© Text und Fotos: G. Bessen

 

 

 

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In diesen Tagen … (18)

Weg

Wo kämen wir hin,
wenn alle sagten,
wo kämen wir hin,
und niemand ginge,
um einmal zu schauen,
wohin man käme,
wenn man ginge.

©Kurt Marti

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