Limburg

Knapp 20 Kilometer nordwestlich von Bad Camberg liegt Limburg an der Lahn.

Die Kreisstadt Limburg zählt etwa 35000 Einwohner und ist berühmt durch ihre Altstadt mit den malerischen Fachwerkhäusern und dem Limburger Dom (von den verschwenderischen Untaten des Herrn Tebartz-van Elst, Limburger Bischof von 2008 – 2014, soll hier nicht die Rede sein).

Oberhalb der Lahn neben der Burg Limburg gelegen ist der Dom, auch Georgsdom genannt, ein beeindruckendes Werk romanischer und frühgotischer Baukunst. Er entstand zwischen 1175 und 1200 und wurde 1235 eingeweiht. Erwähnenswert sind seine sieben Türme.

In der Altstadt laden viele alte restaurierte Fachwerkhäuser zum Staunen, Cafés und Restaurants zum Stärken und viele kleine Lädchen zum Bummeln und Einkaufen ein …

Fotos: © G. Bessen

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Bad Camberg

Das Kneippheilbad Bad Camberg liegt im Landkreis Limburg an der Lahn, nördlich des Taunuskammes. Fünf Stadtteile mit etwa 14500 Einwohnern bilden die Großgemeinde Bad Camberg.

Die historische Altstadt mit Stadtmauerresten und einer Vielzahl von Fachwerkhäusern lädt zum Bummeln und Genießen ein.

 

Aber auch der Kurpark der Reha-Klinik garantiert Entschleunigung und Genesung.

Fotos: © G. Bessen

Erkenntnis

 

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Gute Mächte

 

Das Leben ist nicht planbar und wenn ein Mensch, der uns nahesteht, stirbt, spüren wir die Zerbrechlichkeit einer vermeintlichen Sicherheit, die letztendlich keine ist.Unser Leben ist ein großes Geschenk, und ob ein Mensch in jungen Jahren gehen muss oder auf ein langes und erfülltes Leben zurückblicken darf, steht nicht in unserer Macht.

Jeder Mensch hinterlässt Spuren. Oft ziehen sie sich wie ein roter Faden durch unser Leben, leuchtend mit Signalwirkung, wichtige Eckpunkte unseres Lebens markierend.

Manchmal sind es wahre Fußstapfen, in die wir gern und nachhaltig treten, froh darüber, dass jemand sie uns hinterlassen hat.

Wenn ein Mensch geht, hinterlässt er eine Lücke, die bleibt und Wunden, die vernarben, doch nie ganz heilen werden. Dankbarkeit kann uns helfen, den Verlust anzunehmen und damit zu leben.

Dankbar für alles,
was wir von Dir gelernt haben!

RIP
4.11.1927 – 8.7.2019

 

 

 

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Alltag – das Immerwiederkehrende (9)

Wieder möchte Ulli Gau etwas von unserem Alltag erfahren.

Wir haben Sommer und Urlaubszeit …

Sommerfrische

Ursprünglich bedeutete das Wort „Sommerfrische“ einen Erholungsaufenthalt der Städter auf dem Land im Sommer, heute sagen wir Urlaub und meinen letztendlich doch auch die Zeit, in der wir weniger oder gar nicht arbeiten müssen, mehr Zeit für uns haben und all das tun können, was uns für Leib und Seele guttut und uns Erholung bringt.

Was sind aber die Dinge, die mich mit neuer Energie versorgen, Geist und Körper erfrischen, den Staub des Alltages aus und von mir nehmen und mich beseelen?

Sommer – da bereits haben sich die klimatischen Grenzen arg verschoben. Der Sommer des vergangenen Jahres, diese unerträglichen Hitze- und Trockenperioden, haben vielen von uns zugesetzt und die ersten Prognosen, dass sich dieser Sommer wiederholen könnte, haben mir Sorgen bereitet.

In der Hitze der letzten Juniwoche war ich unterwegs, habe Stunden in mehr oder weniger gut klimatisierten Zügen verbracht und jede Menge Straßenpflaster abgelaufen. Trotz der Hitze war das „meine Sommerfrische“, eine Zeit mit lieben, lange nicht gesehenen Menschen zu verbringen, Bad Camberg und Limburg in Hessen zu besuchen, Gegenden, die mich vom Landschaftlichen her begeistert haben.

Mein Klassentreffen am vergangenen Wochenende in Koblenz hat nicht nur mich in die Vergangenheit zurückgeführt und Erinnerungen hochkommen lassen, es hat Freude  gemacht und neben gutem Essen und Trinken hatten wir mächtig viel Spaß.

Wenn man in Rente ist, verläuft der Tagesverlauf ja anders und so habe ich in den letzten Tagen bei angenehmen Temperaturen vieles aufgearbeitet, was liegen geblieben war und mich hausfraulichen Aktionen gewidmet. Die Erdbeerzeit geht zu Ende und der Vorrat an Marmelade ist aufgefüllt.

Endlich regnet es mal ein wenig, wenn es auch nur ein feiner Landregen ist, und so hoffe ich, dass der Sommer bald gut temperiert wiederkommt und die Sommerfrische nicht wieder zur unerträglichen  Sommerhitze mit Lähmungserscheinungen wird.

Genießen wir die Sommer, so lange wir sie noch haben!

Fotos: G. Bessen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Sich freinehmen

Sich freinehmen

Sommerzeit,
Blütenträume,
Sonne und Wolken,
Wärme und Wind.
Schauen, staunen,
riechen und schmecken
und frei sein
von Zwängen,
sozialem Medien-Muss.
Einfach genießen
und sammeln
für die winterliche
Vorratskammer.

 

© Text und Fotos: G. Bessen Juni 19

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Alltag – das Immerwiederkehrende (8)

Wenn ich an Ulli Gaus Projekt denke, erschrecke ich jedes Mal: Wie, schon wieder ein Monat um? Ich denke, es wird euch nicht viel anders gehen, oder?

Neulich fand ich zwei Zitate, von denen ich allerdings nicht weiß, auf wen sie zurückgehen.

„Schrei vor Glück – oder schick’s zurück!“

„Kaufst du noch oder retournierst du schon?“

Dass der Online-Handel boomt und man kaum bequemer einkaufen kann, ist keine neue Weisheit. Ich selber nehme mich da nicht aus, denn wer ländlich wohnt, weiß, dass die Geschäfte nicht auf den Bäumen wachsen und nicht immer hat man Zeit und Lust, in das nächste Einkaufszentrum zu fahren.

Trotz der Bitte, keine Werbung in den Briefkasten zu stecken, quellen die Briefkästen über, bald darauf die Papiertonnen und die Paketboten rennen von Haus zu Haus, in der Hoffnung, jemanden anzutreffen, der sie von der Last der vielen Pakete befreit.

Dass die Angestellten der Post oder auch die vielen Subunternehmer dadurch noch mehr Stress bei ohnehin nicht üppiger Bezahlung haben, ist auch bekannt.

Und wir, die wir solche Bequemlichkeiten oft zu gern in Kauf nehmen, uns beliefern lassen und bei Nichtgefallen und anderen Passform- und sonstigen Mängeln ja alles wieder zurückschicken, regen uns obendrein noch auf, wenn das Parken in zweiter Spur zu Verkehrsstau führt.

Wie viele Gedanken machen wir uns in diesem Zusammenhang eigentlich über die vielen Klein- und Mittelbetriebe, die durch den boomenden Onlinehandel zunehmend in Existenznot geraten?

Gerade nach den Wahlen des vergangenen Wochenendes (bei uns gab es auch Kommunalwahlen), hört man plötzlich Stimmen, dass die Fridays-for-Future-Bewegung ja doch was gebracht hat und lobt so manchen einst vermeintlich schwänzenden Schüler plötzlich in den Himmel. Der Klimaschutz ist ein Dauerbrenner!

Und wir? Denken auch wir hinreichend darüber nach, dass unsere Konsumgewohnheiten, was den Online-Handel und die ‚ich-kann-ja-zurückschicken-Mentalität’ alles andere als positiv für unser Klima sein könnte?

Ich wünsche uns allen ein wenig mehr Augenmaß und Selbstreflexion.

© G. Bessen, Fotos: pixabay

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Impressionen aus Prag (5)

Ich hatte mich ja bereits in einigen Beiträgen  darüber ausgelassen, wie viele Mitbürgerinnen und Mitbürger mit der Hinterlassenschaft ihrer geliebten Vierbeiner umgehen.

Nun habe ich für den Bürgermeister meiner Gemeinde das ganz besondere, in Prag gefundene Tütchen samt Innenschaufel aus Pappe mitgebracht, das ich ihm demnächst ins Rathaus bringe.

Das könnte doch auch bei uns Schule machen, denn Altpapier gibt es ja genug.

Bisher sind unsere politisch  Verantwortlichen  allerdings noch mit dem Wundenlecken nach den Kommunalwahlen beschäftigt …

 

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Impressionen aus Prag (4)

Bettler gehören zum Straßenbild einer jeden Stadt, in der sich auch gern Touristen aufhalten. Wie vor drei Jahren sind mir auch in diesem Jahr die vielen Bettler, besonders auf der Karlsbrücke, aufgefallen. Meist hatten sie – wie auch sehr oft in Berlin – einen Hund an ihrer Seite. Wer von diesen Menschen lebt wirklich in Armut, dass das Betteln der einzige Ausweg ist? Und was ist dran an den Gerüchten einer organisierten Bettelmaffia?

Wie gehen wir damit um? Warum gehen wir oft auf Distanz und lassen diese Bilder nicht zu nah an uns herankommen? Wie gehen wir generell mit der Armut anderer Menschen um?

 

Scham

Schau bitte nicht
in mein Gesicht!

Schau bitte nicht
auf mich herab,
nur weil ich einfach
nicht mehr hab’,
als was ich
auf dem Leibe trage,
voll Scham und ohne,
dass ich klage.

Trotz Schicksal,
Armut oder Pech,
bin ich ein Mensch,
keineswegs schlecht.

Lass dich herab
und mach dich klein,
dann werden wir
auf Augenhöhe sein.

©Text und Foto: G. Bessen
Foto: Bettler in Prag 2016

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Impressionen aus Prag (3)

Die Astronomische Uhr am Südportal des Altstädter Rathauses ist ein Touristenmagnet. Sie wurde Ende des 15. Jahrhunderts fertig gestellt und im Laufe der nächsten zwei Jahrhunderte um bewegliche Figuren ergänzt.

Drei verschiedene Zeiger, der Sonnen- und der Mondzeiger sowie die Ekliptik für die Tierkreiszeichen erklären den Verlauf von Sonne und Mond im Jahresverlauf und den Stand der Sonne im jeweiligen Tierkreiszeichen.

 

 

Zur vollen Stunde zieht es die Menschenmengen vor die Uhr. Die Vergänglichkeit des Lebens wird nun als  kleine Vorstellung dargestellt:

Der Sensenmann als Allegorie des Todes läutet die Sterbeglocke und hebt die Sanduhr hoch. Rechts neben ihm stellt der Türke die Wollust dar. Auf der gegenüberliegenden Seite lässt die Habsucht den Geldbeutel rasseln und links neben ihr schaut die Eitelkeit in den Spiegel. Zwischen dem Hahn und dem gotischen Engel öffnen sich die zwei Fenster rechts und links und zeigen zum Glockengeläut die 12 Apostel als Prozession.

Der Hahn beendet die Vorstellung nach 45 Sekunden.

©Text und Fotos: G. Bessen, Mai 2019

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Impressionen aus Prag (2)

Westlich der Prager Burg wurde im 17. Jahrhundert die Wallfahrtsstätte Loreto erreichtet, gestiftet von Begina Katharina von Lobkowitz, zur Rekatholisierung Böhmens. Der Mittelpunkt der Anlage ist das fensterlose Heilige Haus (Casa Santa), eine Nachbildung der Casa Santa im italienischen Ort Loreto, geschmückt mit Reliefs vieler Propheten und Frauen der Antike.

Die Kirche Christi-Geburt im Ostflügel ist das Werk  des Prager Barock und wird von Engeln, Putten, Aposteln und Propheten geschmückt.

Um die Casa Santa verläuft ein Prozessionsgang mit unzähligen Altären. Stutzig wird man vor einem Altar und denkt (so erging es mir jedenfalls), Conchita Wurst alias Thomas Neuwirth mit bürgerlichem Namen  habe hier seine Finger im Spiel gehabt. Aber in diesem heiligen Hallen müssen andere Kräfte am Werk gewesen sein.

So berichtete mein Reiseführer mir, dass die vollbärtige Frau am Kreuz die Hl. Wilgefortis sei.

Als sizilianische oder portugiesische Tochter aus dem 2. Jh. sollte sie den heidnischen König Amasius von Portugal heiraten, was sie als Christin strikt ablehnte. Stattdessen betete sie um Zeichen der Männlichkeit, sodass ihr ein voller Bart wuchs. Ihr Vater ließ sie daraufhin vor Wut ans Kreuz nageln, an dem sie noch drei Tage betete und  predigte und neben ihrem Vater etliche Menschen zum christlichen Glauben bekehrte.

Die Loreto Wallfahrtsstätte erreicht man mit der Tram 22. Von der Haltestelle aus sind es nur wenige Minuten Fußweg und im Gegensatz zu den sonstigen Sehenswürdigkeiten empfand ich es dort als sehr ruhig und beschaulich.

©Text und Fotos: G. Bessen, Mai 2019

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