Johannes Heesters

Nun ist er von der Bühne des Lebens abgetreten, im legendären Alter von 108 Jahren. Mit unerschöpflicher Kraft hat er die künstlerische Bühne bis ins hohe Alter gestaltet und für weitere Generationen geprägt. Eine wahre Legende, mit einem außergewöhnlich langen und erfüllten Leben – Johannes Heesters.

Und doch, ein paar kritische Worte seien mir gegönnt. Ich bin nicht unbedingt ein Fan von ihm, obwohl ich hohen Respekt vor seiner Kunst habe. Ich hätte mir gewünscht, dass auch er sich  zeitig von der Bühne der Kunst zurückgezogen hätte, als das eine oder andere Gebrechen altersbedingt auftrat. Doch er blieb Künstler durch und durch, immer bereit, in sein Publikum einzutauchen, das ihm möglicherweise die  kaum schwindende Kraft geschenkt hat.

Ein Jungbrunnen für sein hohes Alter war sicherlich auch seine um Jahrzehnte jüngere Frau, eine Ehe, deren Altersunterschied ich für mich persönlich absolut nicht nachvollziehen kann.

Aber die Liebe geht überraschenderweise immer wieder ihre eigenen Wege. Da trifft für mich das Zitat aus „Dem kleine Prinz“ zu:

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ (Antoine de Saint-Exupery)

Ruhe in Frieden.

Über Anna-Lena

Lehrerin im Un-Ruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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19 Antworten zu Johannes Heesters

  1. Frau Momo schreibt:

    Nun hat er auch noch einen großen Abgang gemacht, am Heiligabend. Ehrlich gesagt, ich fand es nur noch gruselig, wie sie ihn angebunden haben, damit er singen kann, es war so würdelos.
    Mit 108 darf man gehen. Ich hatte weder was gegen noch was für ihn, ich mochte ihn allerdings eher weniger, aber möge er in Frieden ruhen.

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  2. die3kas schreibt:

    Ich habe nichts für und nichts gegen ihn (gehabt)
    ausser das er nicht abdanken konnte.
    Arbeit hin Arbeit her, vll. hielt ihn die auch fit.
    Aber dieses Theater – wenn er auftrat – welches gemacht wurde, unfassbar.

    Irgendwann muss auch mal Schluss sein
    und das dürfen sich auch gerne etliche andere Künstler hinter die Ohren schreiben.
    Respekt hat man mir gelehrt und den habe ich auch,
    aber damit hat es sich dann auch.
    Möge Jopie in Frieden ruhen !

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  3. silberperlen schreibt:

    Vorausgesetzt der Himmel ist so, wie man ihn sich landläufig vorstellt,
    wird er dann dort weiter Operetten singen? 🙂

    Gruß
    Barbara

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  4. Brigitte schreibt:

    Hohen Respekt habe ich vor seiner Frau!

    Herr Heesters war eben ein Künstler. Persönlich konnte ich mit seiner Kunst nicht so arg viel anfangen, für mich kam er aus einer anderen Zeit. Trotzdem, auch wenn manches nicht so sehr gefallen hat, er ruhe in Frieden!

    Lieben Gruß, Brigitte

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  5. suebilderblog schreibt:

    Dazu muss ich jetzt wirklich nicht mehr hinzufügen, Frau Momo hätte es treffender gar nicht sagen können.

    LG Susanne

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  6. ernstblumenstein schreibt:

    Ich kannte diesen Künstler nicht und habe auch nichts von ihm gehört oder gesehen. Etwas anderes: Ich habe mir erlaubt, Dich in meinen BlogGroll zu nehmen. Ist das in Ordnung? Du siehst, es geht etwas. Ich wünsche Dir alles Gute. Ernst.

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  7. tonari schreibt:

    Nun ja, mein Fall war er nicht. Und diese Auftritte *mit den Augen roll*
    Verzeiht, aber das hatte was von Zirkusnummern. Er wurde vorgeführt und genoss es vermutlich noch. Welche Rolle Frau Rethel dabei spielte? Keine Ahnung, aber so ein bisschen sonnte sie sich wohl in ihm.
    Ich hoffe, er hat seinen Frieden und nun ist es aber auch gut.

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  8. ernstblumenstein schreibt:

    Nachtrag:
    Ich hoffe, dass Du mir wegen meinen Blog Groll!!! nicht „grollst“. Hab Dir Sorge.
    Ernst.

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  9. minibares schreibt:

    Ich habe ihn seit langen Jahren nicht mehr gesehen. Also musste ich mich auch nicht wundern…
    Trotzdem, sooo lange arbeiten, sooo lange im Beruf bleiben können…. Ohne, wäre er vermutlich eher abgetreten.

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  10. Anna-Lena schreibt:

    Ich denke, Ihr Lieben, wir sind uns einig. Seine letzten Auftritte fand auch ich entwürdigend und absolut keinen schönen Anblick mehr.
    Man sollte gehen, wenn es am Schönsten ist und nicht gewaltsam etwas zur Schau stellen, was es nicht mehr gibt.

    In diesem Sinne wünsche ich euch schöne Tage zwischen den Jahren.

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

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  11. M. schreibt:

    Als der gute Mann ins Klinikum gerbracht worden ist, war mir klar, dass er dieses nicht mehr lebend verlassen wird. Und ich sagte noch zu meinem Mann, der stirbt am Heiligen Abend. Er: „Quatsch, was du wieder wissen willst.“ Und siehe, ich hatte Recht.
    Ich gebe unumwunden zu, dass ich es schon als Zumutung empfand, wie man ihn immer auf der Bühne „drapiert“ hat. Mir kam es vor, als wenn sie an seine Arme Strickeln gebunden haben, die ihn dann in die Richtung zogen, wo sie hin sollten. Wie eine Marionette. Ich bin froh, dass er endlich seinen Frieden mit sich machen konnte. Wenn ich seine Frau gewesen wäre, so hätte ich dem Theater schon vorher ein Ende gesetzt, denn es war nur noch Show und maßloses, vor allen Dingen sinnloses Gehabe.

    Die Familie sollte sich schämen, einen solchen Zirkus mit ihm noch veranstaltet zu haben. Das ist meine ehrliche und offene Meinung dazu.

    Euch allen sende ich herzliche Grüße. Mandy

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Mandy,
      ich schätze deine ehrliche und offenen Meinung dazu. Vielleicht wollte er selbst bis zum Umfallen auf der Bühne stehen, so dass man seiner Frau da gar keinen Vorwurf machen kann. Doch wie auch immer, ein wenig hattes es was vom dressierten Zirkuspferdchen.

      Nun ist es bald soweit, dass du deine große OP vor dir hast. Ich halte dir alle Daumen und wünsche dir, dass sich zu Beginn des neuen Jahres alles zu deiner Zufriedenheit entwickeln wird.

      Mit lieben Grüßen
      Anna-Lena

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  12. Dori schreibt:

    Liebe Anna-Lena,
    ich habs meiner Mutter in der Reha- Klinik erzählt. Sie schaut mich an und sagt: dann hat er es endlich geschafft!
    Herzensgrüße von Dori

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Dori,

      ja, das hat er wirklich.

      Ich las vorhin von den Fortschritten deiner Mutter. Sie scheint einen starken Lebenswillen zu haben. Erstaunlich, wie es ihr mittlerweile geht. Und wenn sie erst einmal zu Hause und in guten pflegerischen Händen ist, hast du ein paar Sorgen weniger und dich mehr deinen viel versprechenden Plänen widmen.

      Ich schicke dir herzliche Grüße,
      Anna-Lena

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  13. Elisabeth schreibt:

    Liebe Anna-Lena,

    es gibt ein paar alte Filme, die ich sehr mag, wenn ich ihn auch nicht besonders als Charakter mochte… Seltsam war es für mich immer nur, dass er alle seine Filmpartnerinnen als einziger überlebt hatte… Lizzy Waldmüller etwa kam bei einem der letzten Bombenangriffe auf Wien im Alter von 41 Jahren ums Leben… da war Jopie gerade 42 Jahre alt…
    Und seine Frau… nun, die hat den Schwarm ihrer Oma geheiratet 🙂 das hat was… was Skurriles 😉

    Herzliche Grüße von Elisabeth

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