DU

Du

Kalt – deine Augen.
Starr – dein Blick.
Schmal – deine Lippen.
Blass – deine Haut.

Getrieben – ja von was?
Der Langeweile?
Der Lust auf Gewalt?
Dem inneren Kick?

Wie feige,
Dunkelheit als Schutz zu missbrauchen,
Sich hinter Alkohol zu verstecken,
Intimsphären zu verletzen,
sich am Eigentum anderer zu bereichern.

Du bist nicht cool,
du bist erbärmlich.
Du bist kein Held,
du bist kriminell.

Möge dir die Scham
365 Tage lang im Gesicht stehen,
wenn du deine hoffentlich
gerechte Strafe bekommst.

Am Kölner Bahnhof

© G. Bessen

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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26 Antworten zu DU

  1. freiedenkerin schreibt:

    Für die „Besorgtbürger“, Pegidioten und das sonstige rechtslastige G’schwerl ist das natürlich leider eine Steilvorlage. Wozu die Berichterstattung der Journaille – anders kann man in diesem Fall nicht sagen – natürlich wesentlich beiträgt.

    Gefällt mir

    • Anna-Lena schreibt:

      Ich hatte heute früh mit meiner 13 eine Diskussion darüber und da schossen einige genau in diese Richtung. Und wie viele übernehmen unreflektiert den einen oder anderen Aufhänger.

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  2. minibares schreibt:

    Die Sache mit Köln ist schon erschreckend.
    Dass auch in Hamburg ähnliches passiert ist…

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  3. Gudrun schreibt:

    Danke, liebe Anna-Lena.
    Ich hoffe, dass jeder der Unterschied bemerkt zwischen kriminellen Elemente und denen, die hier einfach nur Schutz suchen, selbst vor Gewalt fliehen. Ich hoffe, dass alles aufgeklärt wird, denn das was passiert ist, hilft nur denen, die eh keinen Fremden hier haben wollen.
    Unglaublich traurig macht mich das alles, auch die nun wieder folgenden Hasstiraden.

    Liebe Anna-Lena, ich schick dir liebe Grüße.

    Gefällt 1 Person

    • Anna-Lena schreibt:

      Diese Vorfälle heizen die ohnehin gespannte Stimmung weiter an, das macht auch mir große Sorgen.

      Mir stellt sich die Frage, inwiefern das hätte verhindert werden können, denn Sicherheitsvorkehrungen sind ja für die Silvesternacht wohl in allen großen Städten getroffen worden.

      Ich grüße dich auch herzlich zurück, liebe Gudrun, sicher so sprach- und hilflos wie du auch und viele andere.

      Gefällt 1 Person

  4. Michael Hermann schreibt:

    Deutliche Worte Anna-Lena. Genau so muss man das auch sagen – ohne Angst davor an irgendwelchen politischen Ideologien zu kratzen. … und doch sind diese Vorfälle leider wie ein Ölguss ins ohnehin schon lodernde Feuer.
    Was ist denn los in dieser Welt?
    Mit einer 13. Klasse hast Du als Lehrerin wahrscheinlich Probleme das Thema unter einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Ich beneide Dich nicht um diese Diskussionen.
    Mit lieben Nachtgrüßen,
    Michael

    Gefällt 2 Personen

    • Anna-Lena schreibt:

      Ich mag solche Diskussionen, denn zum Einen tut die Stadt meines Brötchengebers sehr viel für Flüchtlinge und zum Anderen gibt es dort auch viel rechtes Gedankengut. Abiturienten müssen in der Lage sein, zu differenzieren und sich eine persönliche Meinung zu bilden. Das ist auch Bildung fürs Leben und wenn es thematisch in den Unterricht passt, umso besser.
      Was ist los in dieser Welt?
      Ja, da stellen sich Fragen an allen Ecken und Enden und solche Vorfälle sind nicht dazu geeignet, deeskalierend zu wirken.

      Für die Silvesternacht bestand ein erhöhtes Sicherheitsrisiko in allen Städten. Und ich frage mich, wenn schon Polizeipräsenz da war, warum es so weit kommen konnte. Haben die sich mit Glühwein aufgewärmt?

      Liebe Grüße aus meinem freien Tag,
      Anna-Lena

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  5. karlswortbilder schreibt:

    es ist eigentlich schon alles gesagt worden. Es ist und wird noch mehr zum Problem werden
    Ich war nie ein Freund von Feiern im Großen mit Massen an Leuten, ob Silvester, Karneval u.s.w. aber wenn ich jetzt sehe, dass fast neben jedem feiernden ein Polizist stehen muss frag ich mich schon um Sinnhaftigkeit solcher Feiern oder beim Fußball.
    Ist meine persönliche Meinung. Träumer sind jene de glauben alle Menschen haben sich lieb, egal wo sie herkommen, welche Religion, welche Tradition. Solange es nicht auf der ganzen Welt gleiche Werte gibt, kann es nicht funktionieren. Einzelne Menschen kann man leichter von seinen Wertevorstellungen überzeugen, als auf einem Schlag Millionen aus fremden Kulturen.
    lg
    karl

    Gefällt 2 Personen

    • Anna-Lena schreibt:

      Ich teile deine Meinung voll und ganz, diese Massenfeierei liegt mir auch nicht und auf Kommando fröhlich sein, schon gar nicht.

      Es gab immer Kriege in der Geschichte und daraus resultierend „Wanderungsbewegungen“, um das Wort Flüchtling mal zu neutralisieren.
      Es gab auch immer politische und religiöse Machtinteressen. Somit ist das eigentlich keine neue Zeiterscheinung. Aber und Deutschen, als hochentwickeltes Industrieland geht es an dein eigenen Wohlstand. In einer Leistungsgesellschaft, in der eine Ellenbogengesellschaft auf dem Vormarsch ist, Werte immer mehr an Bedeutung verlieren, jeder sich selbst der Nächste ist, fallen oft auch die letzten Schranken irgendeiner Scheu.

      Danke für deinen bereichernden Kommentar, lieber Karl.

      Liebe Grüße
      Anna-Lena

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      • bruni8wortbehagen schreibt:

        Liebe Anna-Lena,
        ich versuchte vergeblich, mir ein einigermaßen *richtiges* Bild von diesem widerlichen Massengeschehen zu machen und irgendwie gelang es mir nicht wirklich.
        Klar können es *ausländisch* aussehende Männer gewesen sein, klar können es Flüchtlinge gewesen sein, die ihr Mütchen an Frauen kühlen wollten, klar werden es Männer gewesen sein, denen Frauen nicht gleichberechtigt sind und die trotzdem so
        begehrlich auf sie sind.
        Aber passt es nicht allzu gut in die Hetze gegen diese mit Mühe geflohenen Menschen???
        ZU GUT. Und es wird genutzt, von allen, die wir ablehnen, von denen, die nun sagen, wir haben es immer gesagt, Grenzen zu und Schluß.

        Es passt allzu gut! Vielleicht waren hier versteckt Kräfte am Werk, die wußten, hier können wir endlich den Rassismus gründlich stärken, den Hass dermaßen schüren, daß alle in einen Topf geworfen werden und dann zurück mit ihnen, dorthin, wo sie hingehören…

        Es passt allzu gut!

        Herzlichst Bruni am Morgen nach dem trüben Feiertag gestern

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  6. Brigitte schreibt:

    Du hast das sicher sehr gut verfasst, aber ich glaube nicht, dass diese Typen irgend eine Scham quälen kann. Dieser Umgang mit Frauen ist für mich komplett unentschuldbar und muss streng bestraft werden. Vom Staat erwarte ich, dass er in erster Linie die Bürger schützt. Hier nehme ich auch an, dass die Polizei von dieser neuen Art der Kriminalität komplett überrascht wurde. Nun können wir Aufklärung, und zwar ziemlich zügig, erwarten. Kein Pardon für die Täter. Schon das Abfeuern der Raketen in die Menschen war unglaublich.

    Wie schon etliche vor mir, muss auch ich sagen, dass ist natürlich ein Feiertag für alle, die sämtliche Flüchtlinge in einen Topf werfen. Flüchtlinge, das sind für mich Menschen, die aus Kriegsgebieten geflohen sind und das auch mussten. Ihnen muss Zuflucht gewährt werden. Aber, ich habe es auch schon immer gehasst, wenn nach kriminellen Taten alle, egal, ob Deutsche oder Ausländer, in einen Topf geworfen wurden.

    Nun müssen wir abwarten bis alles konsequent aufgeklärt ist. Was niemand braucht, das sind Verhaltensregeln für Frauen, wie sie sich zu benehmen haben – falls dies so geäußert wurde, denn ich glaube ja auch nicht gleich alles.

    Lieben Gruß, Brigitte

    Gefällt 1 Person

    • Anna-Lena schreibt:

      Danke für deinen bereichernden Kommentar, liebe Brigitte.
      Schreiben ist für mich oft ein Ventil, mich selbst zu befreien und die Gedanken fließen zu lassen.

      Wenn der Staat uns Bürger schützen soll, dann braucht er auch das Personal dazu und auch das mit einer entsprechenden Qualifikation. Statt dessen wurde auch da bis über die Schmerzgrenze hinaus gespart. Nun wird Personal gesucht.
      Schau dir den immer mehr ansteigenden Lehrermangel an, da wird bald auch jeder genommen, weil vorher nicht genau berechnet wurde, wer wie lange arbeiten wird.

      Natürlich wird für die vielen Flüchtlinge in vielen Bereichen Personal gebraucht. Hoffentlich nicht auf Kosten der Qualifikation.

      Ich hoffe auch auf Aufklärung und auf harte Bestrafung, aber mein Bauchgefühl gibt mir da wenig Hoffnung.

      Liebe Grüße zu dir,
      Anna-Lena

      Gefällt 1 Person

  7. Sylvia Kling schreibt:

    Es ist tatsächlich alles gesagt worden.
    Danke, dass Du das Thema aufgegriffen hast.

    Gefällt 1 Person

  8. Katrin - musikhai schreibt:

    Liebe Anna-Lena,
    deine Anklage gilt einem Einzelnen. Aber ich glaube nicht, dass diese Übergriffe Taten vieler Einzelner waren. Meiner Meinung nach steckt da eine maffiöse Struktur hinter. Die Männer, die die Übergriffe letztendlich ausführten, werden von einem großen Maffia-Boss gelenkt. Das macht die Taten an sich nicht harmloser. Aber es gab solche Taten schon, bevor Köln (etc.) überhaupt irgendwelche Flüchtlinge aufnahm. Das wird jetzt nur alles miteinander in einen Topf geworfen, um alles noch undurchsichtiger zu machen. Es gibt einfach abgrundtief böse Menschen. Leider.

    Gefällt 2 Personen

    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Katrin, auch wenn es sich anders anhört, meine ich jeden, der in dieser Masse dabei war und auch somit die Masse selbst, wer immer auch dazu gehört. Ich sehe das genau so wie du, dass es eine geplante Geschichte war.

      So etwas kann überall passieren, in jeder großen Stadt. Du weißt ja selbst, was in vielen anderen Städten gegen Flüchtlinge alles unternommen wird.

      Dem muss einfach Einhalt geboten werden.

      Ich danke dir für deinen Kommentar.
      Liebe Abendgrüße
      Anna-Lena

      Gefällt 1 Person

  9. Lutz schreibt:

    Hast du toll geschrieben. Solche Taten gehören schwer bestraft. Aber erschrocken war ich auch als ich die Bilder von Hamburg gesehen habe. Was haben 14 -15 jährige Mädchen Nachts auf der Großen Freiheit in St. Pauli zu suchen. Dir einen schönen Sonntag. L.G

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    • Anna-Lena schreibt:

      Es ist schon erschreckend, dass Frauen sich nicht frei bewegen können, doch das ist kein neues Phänomen.
      Bahnhöfe sind in jeder Stadt – und das auch seit vielen Jahren – ein Anziehungspunkt, auch mit krimineller Energie.
      Wenn mich jemand gefragt hätte, ob ich plane, Silvester am Blerliner Bahnhof Zoo zu feiern, hätte ich gefragt, ob er nicht ganz dicht sei!
      So entsetzlich, so unbegreiflich, so diskriminierend es auch ist, es gibt Bereiche, mit einem hohen Gefahrenpotential.

      LG und auch dir einen schönen Sonntag,
      Anna-Lena

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