Rundumsorglospakete

Der November mit seinen Gedenk- und Trauertagen erinnert jeden von uns daran, dass unser Weg einmal zu Ende geht. Zum Glück wissen wir nicht, wann und wie.

Neben sämtlichen Vorsorgemaßnahmen wie Patientenverfügung, Betreuungsvollmacht , Sterbegeld , Organspende nach dem Tod und was es sonst noch gibt, machen sich viele schon zu Lebzeiten Gedanken über ihre letzte Ruhestätte und regeln auch das bereits.

Ich begrüße so etwas sehr, denn wenn die Hinterbliebenen den letzten Willen ihrer Lieben kennen, entlastet sie das und erspart ihnen  im Fall des Falles ganz sicher viel an Überlegungen, Organisation und auch Nerven, denn die braucht man dann anderweitig.

Bei uns ganz in der Nähe ist in diesem Jahr ein Friedwald eröffnet worden, das wäre für uns durchaus eine Überlegung, so ganz in der Natur und keiner muss sich um die Grabpflege kümmern. Zumindest war ich schon mal da und habe mich umgesehen …

Text und Fotos: G. Bessen

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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47 Antworten zu Rundumsorglospakete

  1. Elke H. Speidel schreibt:

    Ich habe schon öfter überlegt, meine eigene Bestattung organisieren zu lassen, weil das Angehörige wirklich erheblich entlastet. Geht aber nur bedingt. Denn ich wüsste nicht, wo ich mich bestatten lassen sollte, weil ich „keine bleibende Statt“ habe und meine Angehörigen auch nicht, weil ich andererseits aber möchte, dass sie die Chance bekommen, irgendwo einen Ort zu haben, an dem sich mich „besuchen“ und an meine frühere Körperlichkeit denken können. Bisher habe ich noch keine überzeugende Idee dafür.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Das Gespräch mit den Angehörigen ist ja ein erster und wichtiger Schritt dazu. Man kann ja auch gemeinsam darüber sprechen und sich austauschen.
      Meine Schwiegermutter hatte alles geregelt, Urne mit Blumenschmuck, Friedhof da, wo sie zuletzt wohnte als anonymer Bestattung und bereits vor vielen Jahren bezahlt.
      Sie ist im vergangenen Jahr mit knapp 95 Jahren gestorben.

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  2. sweetkoffie schreibt:

    Ich habe mich auch für den Friedwald entschieden

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  3. Ich wäre ja total für Urne und daheim. Ich möchte nicht auf einen Friedhof gehen, ich möchte meine Lieben bei mir im Garten haben.

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  4. Helga/Rheinland schreibt:

    Meine Wanderungen führen oft an unserem Friedwald vorbei und ich weiß, dass es für mich im wahrsten Wortsinn eine Ruhestätte ist, die meinen sterblichen Überresten Frieden geben kann. Ruhe … wirkliche Ruhe ohne Wettstreit der kostspieligen Grabsteine oder Ausgestaltung der Grabstätten! Wenn wir an jene Tür klopfen, spielen diese Äußerlichkeiten keinerlei Rolle mehr und wir stehen in natura vor unserem Schöpfer!
    Ein lieber Gruß an Dich, Anna-Lena!
    Helga

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    • Anna-Lena schreibt:

      Eine Haltung, die auch mir sehr zusagt, liebe Helga! Wie oft wird auf Friedhöfen ein Kult betrieben, weil die Anderen ja vielleicht hingucken und sich das Maul zerreißen könnten… .

      So, wie wir in natura gekommen sind, so können wir auch gehen 🙂 .
      Auch liebe Grüße an dich,
      Anna-Lena

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  5. versspielerin schreibt:

    ich finde diese friedwälder wunderbar. und ja, ich könnte mir das sehr gut vorstellen. naturverbunden!
    herzlichst,
    diana

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  6. kopfundgestalt schreibt:

    Eine Friedwald-Bestattung ist im Gespräch zwischen mir und meiner Partnerin.
    Sie hat schon einen Gemeinschaftsbaum, will aber mit mir einen neuen einzelnen beziehen.
    Blöde Geschichte aber, wenn der eine Partner den anderen 20 Jahre überlebt und einen neuen Partner hat. Lässt er dann den verstorbenen Partner alleine unter den Baum?

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  7. Babbeldieübermama schreibt:

    Als ich vor Jahren von dem ersten Friedwald hörte, war mir klar, da möchte ich auch mal beerdigt werden.

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  8. books2cats schreibt:

    Auch ich habe mich für die Variante Friedwald entschieden und bin froh über dieses Angebot.

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  9. Ulli schreibt:

    Meine Kinder wissen schon sehr lange Bescheid!
    herzliche Grüße
    Ulli

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  10. www.wortbehagen.de schreibt:

    Ein Friedwald, fast identisch mit dem, den ich kenne, liebe Anna-Lena
    Ja, es ist ein wundervoller Ort, um endgültig zu ruhen, aber so viel ich weiß, werden nur Urnen bestattet, kommt also für mich nicht infrage …

    Liebe und nachdenkliche Grüße von Bruni

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  11. cosmea49 schreibt:

    Für mich kommt nur der Friedwald in Frage! Und das weiß ich schon lange.

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  12. mikesch1234 schreibt:

    Hat dies auf ilseluise rebloggt und kommentierte:
    Empfehle hiermit einen kurzen oder längeren Blick auf Anna-Lenas Artikel mit gelungenen Fotos über letzte Ruhestätten – hier spezielle FRIEDWALD. Darum kann frau/man sich gar nicht früh genug Gedanken machen, finde ich, außer es ist einer/einem wirklich total egal … solche Menschenkinder sind aber nach meiner Erfahrung doch eher selten und rar.

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  13. freiedenkerin schreibt:

    Am Bodensee gibt es auch so einen schönen und ruhigen Friedwald. Das wäre schon eine feine letzte Ruhestätte…

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  14. suebilderblog schreibt:

    Bei uns fast ums Eck gib es auch einen Friedwald und ich finde diese Art der Bestattung sehr gut. Sicher ist für die Hinterbliebenen in den ersten Monaten der Trauer ein Grab, welches mal liebevoll bepflanzen kann ein Ort, wo man gerne hin geht. Doch ich weiß aus Erfahrung, dass so ein Grab auch viel Arbeit mit sich bringt. Frühlingsbepflanzung, Sommerbepflanzung, Herbstbepflanzung und immer wieder gießen, gießen, gießen.
    LG Susanne

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ein Grab kann auch das Gegenteil bedeuten, nämlich eine innere Belastung, die auch immer wieder Narben aufreißt. Trauer und Verarbeitung hat so viele unterschiedliche Gesichter.

      Liebe Grüße auch zu dir, liebe Susanne,
      Anna-Lena

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  15. ernstblumenstein schreibt:

    Ein schöner Ort, um zu ruhen. Ja, je älter man wird, macht man(n) sich Gedanken, wie und wo.
    Trotzdem freue ich mich, dir einen lieben Gruss zu senden. Ernst

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