Mein heutiger Lesetipp

für alle Krimifans 🙂

Ostfriesland, das grüne,  saftige  Land am Deich, mit Schafen, die voller Zufriedenheit grasen, ein Landstrich, in dem die Welt noch in Ordnung ist.

Dort lebt Swantje, die Protagonistin aus Grete C. Roths Roman „Mord im ostfriesischen Hammrich“. Seit fünfzehn  Jahren verwitwet, lebt Swantje zusammen mit ihrer Tochter Rijke ein einfaches, aber zufriedenes Leben  in ihrer gemütlichen Kate. Bis eines Tages Rollo auftaucht, ein Schwarm aus Swantjes Teenagerzeit, vor etwa dreißig Jahren.

Dass Liebe bekanntlich blind macht, stellt auch Swantje fest. Sie lässt sich in den Strudel einer komplizierten Beziehung ein, heiratet Rollo gegen ihre innere Überzeugung und bekommt ein Kind von ihm. Rollo ist der Typ Mann, der einer Frau auf subtile Weise jeglichen Stolz und alles an Selbstvertrauen nimmt und sie bis zum Rande ihres Selbstwertgefühles aussaugt.

Als Swantje sich dessen bewusst ist, wird der Rest ihrer Gefühle für ihn zum blinden Hass. Sie verbannt Rollo räumlich aus ihrem Leben und klügelt einen raffinierten Plan aus, um sich, zusammen mit ihrer Vorgängerin Frauke das zu holen, das wenigstens Rollos Kindern zusteht…

Grete C. Roth zeichnet sehr feinfühlig das Portrait einer an sich selbstbewussten Frau, der man beim Lesen immer wieder zurufen möchte: „Mach endlich die Augen auf!“. Doch fassungslos schaut man dem Treiben Rollos zu, sieht, wie die Beziehung beider zur wahren Hölle für Swantje wird und ertappt sich selber bei der eigenen rosa Brille, die jede Frau schon mindestens einmal im Leben getragen hat.

Doch Swantje wird wach. In einem raffinierten und absolut sicheren Plan, durchdacht bis in die letzten Eventualitäten, rächt sich an Rollo, zusammen mit seiner Ex-Frau Frauke, die seinem durchtriebenen Spiel ebenso wie Swantje zum Opfer gefallen war.

 Ein wahrer Lesespaß, leicht zu lesen und spannend bis zur letzten Zeile….

  • Broschiert: 136 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 3. Auflage. (6. Oktober 2011)
  • ISBN 9783842381803
  • Preis: 9,80 €

Danke, liebe Grete, für diesen Lesegenuss!

Über Anna-Lena

Lehrerin im Un-Ruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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18 Antworten zu Mein heutiger Lesetipp

  1. CK schreibt:

    Ist ja für diesen Preis ein echtes Nikolausgeschenk, besser als jede Süßigkeit. Danke für den Tipp. Klingt irgendwie recht interessant.
    LG, Christiane

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  2. minibares schreibt:

    Wow, das ist ja wohl mehr als spannend.
    Mit läuft jetzt schon ein Schauer über den Rücken.

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  3. bruni kantz schreibt:

    hm, das klingt aber wirklich gut und das Cover ist tatsächlich spitze!

    Lieber Gruß am Morgen von Bruni

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  4. bruni kantz schreibt:

    wie kann ich es denn bestellen???

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  5. GZi schreibt:

    schöner Tipp – das ist bestimmt was für meine Freundin!

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  6. M. schreibt:

    Also ich liebe ja Krimis. Und ich habe unendliche davon. Mein Favorit ist immer noch Andreas Franz, der ja leider nicht mehr unter uns weilt.

    Die oben beschriebene Geschichte klingt zumindest von der Konstellation gut und interessant. Ich werde mich mal nach einer Leseprobe umsehen, denn nicht jeder Schreibstil, und da kann die Geschichte noch so interessant sein, findet meine Zustimmung. Auf jeden Fall aber hast du mich neugierig gemacht.

    Und nun lasse ich noch herzliche Grüße da. Mandy

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  7. Brigitte schreibt:

    Guter Tipp! Deine Beschreibung liest sich sehr anregend. So ein Buch möchte ich manchmal jemanden schenken. Aber, das wäre zu offensichtlich.

    Lieben Gruß, Brigitte

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  8. buchstabenwiese schreibt:

    Klingt gut, liebe Anna-Lena.
    Ich werde es mal auf meinen Wunschzettel ablegen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

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  9. gcroth schreibt:

    Vielen Dank Anna-Lena,
    für die Buchvorstellung und ebenso Dank für die vielen Kommentare dazu.

    Ja, es gibt bisher eine kurze Leseprobe im Gemeinschaftsblog von Ein-Buch-lesen.
    http://www.ein-buch-lesen.de/2011/10/mord-im-ostfriesischen-hammrich-von-g.html

    Eigentlich sollte es auch einen „Blick ins Buch“ auf Amazon geben, das ist aber leider nicht umgesetzt worden. Mal sehen, ob man das nachträglich noch aktivieren kann.

    Entstanden ist die Geschichte vom „Mord im ostfriesischen Hammrich“, aufgrund immer wieder ähnlicher Erzählungen von Frauen, die unter der emotionalen Erpressung, die in vielen Beziehungen als Instrument der Manipulation benutzt wird, oft jahrelang leiden.

    Jeder von uns kennt so eine Beziehung, in der es zwar keine körperliche Gewalt gibt, die aber dennoch ein Gewaltpotential auf der psychischen Ebene hat, das unheimlich schwer zu greifen ist. Man sieht die blauen Flecken auf der Seele nicht. Wie verbreitet diese Form der Manipulation tatsächlich ist, wurde mir immer deutlicher, je mehr Testleserinnen ich ansprach. Und kopfschüttelnd und ohnmächtig sehen Freunde und Verwandte zu, wie das Opfer in seinem Hamsterrad bis zur völligen Erschöpfung kämpft, obwohl es schon ahnt, dass es kein Entrinnen gibt.

    Ein Zitat von Brecht, das von Energievampiren gern genutzt wird, klingt eigentlich wunderschön, drückt aber tatsächlich genau aus, wie ein Machtmensch mit einem einzigem Satzt, seinen Narzissmus stillt und gleichzeitig sein Gegenüber in eine emotionale Falle verfrachtet. So hat auch Rollo dieses Zitat, leicht abgewandelt, gern genutzt um sie seinen zahlreichen Freunden und Freundinnen mit auf den Weg zu geben:

    „Die, die ich liebe
    hat mir gesagt,
    dass sie mich braucht.
    Darum gebe ich auf mich acht,
    sehe auf meinen Weg und
    fürchte mich vor jedem Regentropfen,
    dass er mich erschlagen könnte.

    Was auf den ersten Blick so fürsorglich klingt, ist in Wahrheit für einen Täter ein wunderbarer Weg, emotionale Erpressung nach außen als wohlmeinend zu verkapseln. Tatsächlich nutzt er diese Einstellung, um sich selbst davor zu schützen, Verantwortung für sein Gegenüber zu übernehmen. Er kommt nicht auf die Idee, auf seinen Partner zu achten, denn er ist voll und ganz damit beschäftigt, auf sein eigenes Wohl zu achten.

    Liebe Grüße
    Grete C. Roth

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  10. Josie schreibt:

    Hallo Anna-Lena;
    erstmal: deine Avatar-Weihnachtsmaus ist mir schon in einigen Blogs über den Weg gelaufen und nun bin ich deiner Spur gefolgt und Kompliment: dein Blog ist so schön vielseitig und interessant; ich freu mich dich gefunden zu haben!

    Dieser Krimi hört sich toll an; ich liebe solche spannenden Bücher und so werd ich es für den Lieblingsmann und mich unter den Weihnachtsbaum legen! Danke für den Tipp!

    Nun wünsche ich dir einen schönen 2. Advent und sag mal bis bald, denn ich komme bestimmt wieder!

    Liebe Grüße, Josie

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Josie,

      herzlich Willkommen bei mir 🙂
      Da ich nicht außen herum, sondern durch das trockene Bloghausen laufen konnte, habe ich dir einen Gegenbesuch abgestattet. Auch bei dir sieht es einladend aus und ich komme wieder.

      Herzlich,
      Anna-Lena 😉

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  11. suebilderblog schreibt:

    Das Buch würde mir auch gefallen. Muss ich mir unbedingt merken.
    Danke für den Tipp.

    LG Susanne

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  12. Traveller schreibt:

    Danke für den Buchtipp, Anna-Lena.

    Anscheinend ist Ostfriesland gerade „in“, ich habe nämlich einen ganz anderen Friesen-Krimi auf dem Nachttisch liegen: „Ostfriesenkiller“ von Klaus-Peter Wolf.

    Lieben Gruß
    Uta

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    • Anna-Lena schreibt:

      Auch im schönen Ostfrieseland ist nicht alles grün, was glänzt.
      Das Buch empfehle ich wirklich gerne. Es hat mir großen Spaß gemacht, es zu lesen und zu rezensieren.

      Herzlich,
      Anna-Lena

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