Elisabeth Herrmann: Schattengrund

Elisabeth Herrmann: Schattengrund

Mein heutiger Lesetipp

Kurz vor ihrer Volljährigkeit erfährt die siebzehnjährige Niko, dass ihre verstorbene Tante Kiana ihr ein Haus im Harz vererbt hat. Das Erbe allerdings an mehrere Rätsel gebunden. Während Nikos Eltern das Erbe vehement ablehnen und sich in vage Äußerungen hüllen, wird Nikos Interesse an diesem Haus geweckt. Sie hat früher ihre Ferien dort verbracht, ist aber nach ihrem 6. Geburtstag nie wieder da gewesen. Auch die Erinnerung an ihre Tante ist verblasst.

Niko fährt heimlich nach Siebenlehen und will sich ihr vermeintliches Erbe wenigstens ansehen. Dort angekommen, erfährt sie von allen Seiten offene Ablehnung der Bewohner.
Sie macht das Haus für ein Wochenende bewohnbar und spürt sehr schnell, dass man ihr nach dem Leben trachtet, für etwas, an das sie bis dahin gar keine Erinnerung hat.

Leon, der sich zufällig in Siebenlehen aufhält und dessen Familie mit dem Unglück verwoben ist, das auch Niko mit 6 Jahren erlebt hat, steht ihr zur Seiten und hilft ihr, Licht in das Dunkel ihrer Vergangenheit zu bringen und ihre Vergangenheit zu verarbeiten.
Der Tod ihrer damaligen, gleichaltrigen Freundin Fili kommt ihr wieder in Erinnerung und auch der Glaube, daran schuld zu sein.

Wie auch „Lilienblut“ ist „Schattengrund“ ein Jugendroman. Niko ist zwar eine junge Erwachsene, doch für meine Begriffe als erwachsener portraitiert, als es ihrem Alter entspricht.
Das ist neben dem sehr angenehmen Schreibstil Elisabeth Herrmanns und einer durch und durch ausgeklügelten Handlung in bisweilen unheimlicher Atmosphäre ein weiterer Grund, dass auch dieser Jugendroman für Erwachsene lesenswert ist.

© G. Bessen 9/15

schattengrundTaschenbuch 512 Seiten, erschienen 2014
ISBN: 987-3-570-30917-9
9,99 €

Bildquelle

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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12 Antworten zu Elisabeth Herrmann: Schattengrund

  1. Lutz schreibt:

    Danke für den Tipp. Dir noch einen schönen Abend und eine gute neue Woche. L.G.

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  2. suebilderblog schreibt:

    Hört sich klasse an. Merke ich für mich und meine Tochter vor.
    LG Susanne

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  3. Schnell legt man einen Jugendroman sofort wieder aus der Hand – oft viel zu schnell 🙂

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  4. bruni8wortbehagen schreibt:

    ich lese zwischendurch immer mal wieder Jugendromane und meist finde ich sie toll.
    Wenn ich an das Museum dxer gestohlenen Erinnerungen von Ralf Isau denke, dann wird mir ganz warm ums Herz, so schön war dieses Buch – auch eines für Jugendliche…

    Dies hier klingt spannend. Eine ähnliche Geschichte habe ich mal als Film gesehen, hieß aber anders.

    Liebe Grüße lass ich Dir hier, liebe Anna-Lena

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  5. finbarsgift schreibt:

    Schön immer, liebe Anna-Lena, deine Buchtipps 🙂

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  6. Agnes schreibt:

    Danke für den Lesetipp. Ich habe das Buch in meinem SUB, aber da mir „Das Dorf der Mörder“ nicht besonders gefallen hat, habe ich dieses Buch ganz weit nach unten geschoben.
    Nach Deiner Beschreibung hole ich mal wieder in greifbare Nähe, denn das könnte mir doch gefallen. Klingt sehr interessant.
    „Die Zeugin der Toten“ von Elisabeth Herrmann hat mir gefallen, mehr hab ich von ihr noch nicht gelesen.

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