Oasen im Alltag (4)

 Viel Zeit brauchen wir nicht,
um uns an der Schönheit
der kleinen Dinge zu freuen,
aber ein offenes Auge,
ein offenes Herz.

Eva von Tiele-Winckler, 1866-1930

 

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Petition für einen humanitären Umgang mit Geflüchteten

Die Steyler Missionsschwestern haben sich heute  in einem offenen Brief für einen humanitären Umgang mit Geflüchteten an Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, gewandt.

 

Jede Unterschrift ist ein Zeichen für den Wunsch nach einem christlichen und humanitären Miteinander.

https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-einen-humanitaeren-umgang-mit-gefluechteten-in-europa

 

 

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Ankommen (Oase 3)

 Ankommen in einer Oase
der Mitmenschlichkeit
und des Friedens,
das sei allen zu wünschen,
die gerade auf dem Weg sind,
egal – wohin und warum.

 

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Limerick und Haiku – Rund um die Oase (2)

Beheimatet  im fernen China,
hier hadernd mit westlichem Klima,
wächst sie vor sich hin
und fragt nach dem Sinn.
Ein Rückreiseticket wär’ prima!

Exotisches Flair
verheißt schmackhafte Früchte
Bananenstaude

© Texte und Fotos(z.T. bearbeitet): G. Bessen

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Oasentage

In der Wüste unseres Alltages
brauchen wir lebendige Oasen.

Hier und da
das beruhigende
Plätschern des Wassers,

das sanfte
Säuseln des Windes,


das wärmende
Licht der Sonne.

Auch wenn die Stille
uns umfängt,
erspürt unsere Seele
den tausendfachen Klang
als ein  Fest für alle Sinne.

 © Text und Fotos: G. Bessen

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Lebensweise zum Sommeranfang

Lebensweise

Es sind nicht immer
die Lauten stark,
nur weil sie lautstark sind.
Es gibt so viele,
denen das Leben ganz leise
viel echter gelingt.

(Konstantin Wecker)

Fotos: G. Bessen, Juni 2018

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Digital – medial – ideal?

Digital – medial – ideal?

Wie gut, dass ausgerechnet wir im digitalen Zeitalter leben. Was könnten wir alles verpassen!

Selbst, wenn die meisten von uns ohne Handy und Smartphone und sonstigem neumodischem Dingsbums auf die Welt und gut durch ihre Kinder- und Jugendzeit gekommen sind, finde ich es immer wieder faszinierend, in der U- oder S-Bahn Leute allen Alters  zu beobachten, die an ihren Mobilteilen wie an einer Sauerstoffflasche hängen.

Da fliegen die Finger so über die Tastaturen, dass ein Wetten-Dass-Auftritt eine wahre Herausforderung wäre. (Gibt es diese Dauerschleifensendung überhaupt noch?)

Nach reiflicher Untersuchung meines eigenen, doch recht neuen und guten Smartphones tun sich ja ganz neue Welten auf.

Da kann ich in meiner WhatsApp-Kontaktliste unter ‚Status’ eine Bekannte auf Schritt und Tritt verfolgen, wo sie sich gerade in Venedig aufhält und mit ein paar Untertiteln zu den einzelnen Fotos brauche ich nur einen Stadtplan von Venedig, um mich an ihre Fersen zu heften. Wie geil ist das denn und so bequem virtuell und digital zu verreisen, hat ja auch was. Es schont den eigenen Geldbeutel, lässt mir meine Ruhe im heimatlichen Gartenstuhl. Ich kann jedes Bild kommentieren und somit auch noch mit meiner Bekannten kommunizieren.

Das beste Mittel gegen Einsamkeit!

Eine andere Bekannte ist zur Reha gefahren. Ich kenne in der Klinik durch ihre Statusberichterstattung schon fast jeden Winkel, die Umgebung gefällt mir recht gut und die Leute, mit denen sie dort zusammen war, machen alle einen sympathischen Eindruck. Ich weiß ja selbst noch, dass man in den Raucherecken am schnellsten Kontakt bekommt, da ist es inmitten  der Tabakwolke immer sehr kommunikativ. Aber ich rauche ja nicht mehr und eine Reha brauche ich auch nicht. Und trotzdem habe ich Rehaerlebnisse fast live und in Farbe!

Da fällt mir doch glatt die nervenaufreibende Diskussion um die neue DSGVO wieder ein, nach der ganz Bloggershausen in die Reha müsste.

Wenn ich nun auf einem Foto in einem ‚Status’ bei einem meiner Kontakte auftauche, wer kümmert sich dann eigentlich um meinen Datenschutz und meine Sicherheit? Stoßen wir da etwa auf eine Lücke? Aber das vertiefen wir mal nun nicht weiter, um nicht wieder an dieses leidliche Thema zu erinnern.

WhatsApp – eine tolle Sache, wenn man jemanden mal kurz benachrichtigen oder einfach einen lieben Gruß schicken will.

Aber in dem Moment, in dem Feiertage anstehen und man auch Gruppenchats hat, sollte man besser vorübergehend aus so einer Gruppe ausziehen. Wenn ich allein daran denke, wie sich Weihnachts-, Oster- und Pfingstbildchen vervielfachen, Videos mit immer denselben frommen Wünschen um den Erdball verschickt werden, wird mir allein beim Gedanken an den Speicherdatenmüll ganz schlecht. Ich hoffe nur, der legt sich nicht in Form von Mikroplastikteilchen irgendwo in meinem Gerät ab und bringt es zum Verstummen.

Ich habe nichts gegen ein persönliches Foto, oder auch mal zwei, aber was da so alles im Netz an gequirltem Müll herumschwirrt – unglaublich.

Das Handy mit Musik am Ohr beim Joggen oder auf dem Laufband – das kann ich gut nachvollziehen, kann man sich doch vom gleichförmigen Schritttempo erfolgreich ablenken und sich Lieblingsmelodien in die Gehörgänge fließen lassen. Aber das leidige Thema Handyverbot beim Rad- und Autofahren stößt nur auf taube Ohren und kratzt oft nicht mal am eigenen Geldbeutel, wenn man denn zur Kasse gebeten wird. (Meiner Ansicht nach müssen die Bußgelder so hoch geschraubt werden, dass es richtig wehtut! – Aber mich fragt ja niemand … ) . Stattdessen geht der Aufschrei durch das Volk, wenn wegen der vergessenen Parkscheibe auf einem Kundenparkplatz ein Strafzettel folgt und man alle Hände voll zu tun hat, per Kassenbon und Uhrzeit nachzuweisen, dass man tatsächlich nur aus Gründen des Einkaufes mal eine halbe Stunde dort geparkt hat und nicht zu faul war, das Auto in der eigenen Garage abzustellen.

Gefährlich sind die Raser auf zwei Beinen, das Handy in der Hand, den Blick starr darauf gerichtet und ab durch die Mitte – egal, ob es zweibeinigen Gegenverkehr gibt, den man anrempeln könnte. Und passiert es dann, ist der Schwall an Worten, der sich über das arme Opfer ergießt, unermüdlich. Dass Opfer schon oft zu Tätern mutiert sind, kennen wir ja irgendwie schon.

Mein Smartphone hat unendlich viele, für manchen sicher auch interessante Funktionen, zu deren Innenleben ich gar nicht vordringen möchte. Mein Bestreben ist zu telefonieren, über WhatsApp Nachrichten oder die schon unmoderne SMS zu verschicken oder auch mal ein gutes Foto zu machen. Und wenn ich demnächst im Zug sitze, kann ich die Nachrichten lesen und auch mal Musik hören. Einen Status von mir, wohin ich fahre und wann ich wo bin und sein werde, wird es nicht geben.

In diesem Sinne: habt eine gute mediale oder non-mediale Zeit!

© G. Bessen, Foto: pixabay

 

 

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St. Marien am Alexanderplatz

St. Marien am Alexanderplatz

Am Fuß des Fernsehturmes ist die evangelische Marienkirche, die sowohl der Gottesmutter Maria, der hl. Anna und dem hl. Mauritius geweiht ist. 1294 wurde sie das erste Mal urkundlich erwähnt. Sie wurde Opfer mehrerer Zerstörungen und Brände und ist trotzdem noch eines der letzten Zeugnisse des Mittelalters.

Das Innere der Kirche scheint einerseits sehr hell und wirkt durch die vielen dunklen Elemente der Innenausstattung doch sehr wertvoll und kontrastreich.

 

Fotos: © G. Bessen

 

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Rund um den Alexanderplatz

Rund um den Alexanderplatz

Zwischen dem Berliner Fernsehturm (auch „Telespargel“ genannt), der Marienkirche und dem Roten Rathaus steht mitten auf dem Alexanderplatz der neobarocke Neptunbrunnen.

Aus der Mitte des Beckens erhebt sich der Meeresgott Neptun, umgeben von Putten und Meerestieren. Vier weibliche Figuren zieren den Brunnenrand, die die Flüsse Rhein, Elbe, Oder und Weichsel symbolisieren. (Angeblich sind es die einzigen Berliner Frauen, die den Rand (= Mund) halten).

Der Neptunbrunnen war einst ein Geschenk an Kaiser Wilhelm II, wurde 1891 eingeweiht und stand ursprünglich auf dem einstigen Schlossplatz.

Der Krieg hatte deutliche Spuren hinterlassen, so dass der Brunnen mit seinen Figuren nach der Sprengung des Stadtschlosses 1951 abgetragen und eingelagert wurde. Seinen heutigen Platz fand er im Jahre 1969.

Das Wasserbecken misst 18 Meter im Durchmesser uns bis zur Dreizack-Spitze des Meeresgottes sind es 10 Meter.

Fotos: ©G. Bessen

 

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Perspektivwechsel

Wir sollten die Froschperspektive
öfter durch die Vogelperspektive ersetzen.

 

 

Alle Bilder entstanden von der Aussichtsplattform des Berliner Fernsehturmes am Alexanderplatz. Beim Anklicken der Bilder erscheinen die Bildunterschriften.

© G. Bessen, Mai 2018

 

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