Herbstliches (1)

Als der Sommer
dem Herbst
das Revier überließ,
zog er sein
farbenprächtigstes
Kleid an.

©G.Bessen

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„Aus der Haut fahren“

Mal ganz ehrlich, meine Damen und Herren,
wer hat nicht schon mal daran gedacht,
aus der eigenen Haut zu fahren
und in eine andere Rolle zu schlüpfen?
Manche Männer können das sehr gut.

Fotos G.Bessen

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Herbstgefühle

Herbstgefühle

Lautlos zieht er sich zurück,
der Sommer mit all seinem Glück.
Voll  Blütenpracht und Sonnenschein,
auch reichlich  Regen durfte sein.
Er hat uns lange Zeit verwöhnt,
die warmen Sachen laut verpönt.
So haben wir ihn gern genossen,
wenn nötig, auch mit Sommersprossen.

Ganz langsam zieht der Herbst ins Land
mit einem bunten Blätterband.
Auch er wird schöne Tage bringen,
wir sollten ihm ein Liedchen singen
und ihn als lieben Gast empfangen.
Er wird uns wohl gesonnen sein,
bei Tag und auch bei  Kerzenschein.

©Text und Foto: G. Bessen

 

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Schweinereien

Wer die Wetterkapriolen dieses Sommers in unseren Breiten ohne Schaden an Leib und Seele oder an Hab und Gut  überstanden hat, darf sich glücklich schätzen und hat Schwein gehabt. Manche empfinden sich daher als regelrechte Glücksschweine.

 

Schweine sind keine Schweine, so wie man sie gern unrechtmäßig betitelt. Sie sind so saubere Tiere, dass manche sich Minischweine als Haustiere halten, mit denen sie Gassi gehen sowie Tisch und Bett teilen.

Da scheint der Mensch doch eher manchmal ein Schwein, im Sinne von Ferkel und ganz unsauber und unordentlich zu sein. Zumindest deuten meine Fundstücke aus dem Wald darauf hin:

©Fotos Briesetal, Brandenburg  G. Bessen

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Am Wegesrand

Ein Vorschlag für eine Radtour für Berliner, Randberliner und Brandenburger aus dem Speckgürtel.

Solange Sommer und Herbst uns noch mit angenehmen Temperaturen verwöhnen und die Sonne ihre eigenen Naturschauspiele aufführt, macht es Spaß die Umgebung rund um Berlin zu erkunden. Die folgende Tour hat in ihrer Gesamtlänge etwa 36 km, wir haben sie aber abgekürzt auf etwa 26, da Schloss Dammsmühle zur Zeit angeblich renoviert wird.

Der Startpunkt war am S-Bahnhof Birkenwerder und der erste Haltepunkt war die Clara-Zetkin-Gedenkstätte an der Summter Str. 4.

Die Frauenrechtlerin Clara Zetkin (geb. 1857, gest. 1933) lebte von 1929 bis 1932 in diesem Haus. 1933 folgte die Enteignung und 1949 erhielt ihr Sohn Max das Haus zurück. Im Obergeschoss sind Clara Zetkin zwei Räume gewidmet, im unteren Bereich ist die Gemeindebibliothek.

Der Boddensee stimmt auf das hier beginnende, von der Eiszeit geschaffene Briesetal ein. Das in den See gebaute Gasthaus ist ein beliebtes Ausflugslokal. Der Boddensee ist kein Badesee, aber ein Angelgewässer und kann in etwa zwanzig Minuten zu Fuß umrundet werden. Manchmal hat man Glück und trifft Fischreiher.

Die Briese entspringt im Wandlitzsee und mündet westlich von Birkenwerder in die Havel. Das Ufer wird von Erlen und Birken gesäumt, mittlerweile sind auch Moore entstanden. Die Waldschule Briesetal ist für Klassen und Familien ein lehrreiches Ausflugsziel.

Briesetal:

Vorbei am einstigen Forsthaus Wensickendorf erreicht man die ehemalige Wassermühle Zühlsdorf. Bis 1902 war sie eine Kornmühle, danach ein Sägewerk und bis 1936 trieb sie die Wasserkraft der Brise an.  Eine Zimmerei als Familienbetrieb steht heute an Stelle der ehemaligen Mühle. 

Von Zühlsdorf aus führt die Route zum Mühlebecker Waldsee und dann zum Schloss Dammsmühle mit seiner wechselvollen Geschichte. Einst ein prächtiger Herrensitz, ein Treffpunkt für die Reichen Berlins, dann ein Domizil für die SS und nach 1953 eine Stasi-Schule.

In den 90er Jahren war das Schloss Dammsmühle die Kulisse für die ZDF-Serie: Haus am See, mit Hildegard Knef. Ab 2008 wurde das Gebiet zum Freizeitgelände mit Badestrand, Biergarten und Bootsverleih umgestaltet.

Bisherige Hotelprojekte scheiterten und nun wird wieder saniert und renoviert.

Der Summter See, romantisch und naturbelassen ist in Privatbesitz, aber öffentlich zugänglich und lässt sich gemütlich in etwa dreißig Minuten umrunden. Seit kurzer Zeit wird ein Teil des angrenzenden Waldes am Nordufer des Sees  als FriedWald umgestaltet.

Vom Summter See aus sind es drei bis vier Kilometer bis zum S-Bahnhof Mühlenbeck-Mönchmühle. Von dort aus kommt man schnell wieder nach Berlin.

Erfahrungsgemäß sollte man sich für solche Touren mit Getränken und Essen eindecken, denn manche Lokalitäten haben nur am Wochenende geöffnet.

© Fotos: G. Bessen

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Waldklänge

Waldklänge

Nicht jedes Männlein
steht im Walde,
still und stumm…

Dieser junge Mann stand vor einigen Jahren in Rathen  (Sächsische Schweiz) mitten im Wald, am Wanderweg  hoch zur Bastei. Ich fragte mich schon als ich  ihn hörte, ob meine Sinne mich verlassen hätten. Oder habt ihr schon mal Schuberts Forelle mitten im Wald gehört? Der junge Mann hatte tatsächlich eine passable Stimme,  zwar nicht mit Hermann Prey zu vergleichen, doch  sicherlich ausbaufähig. Zumindest hat er sein Geld redlich verdient.

Vorgestern fand ich bei einer Radtour mitten im Wald dieses meditative Klangspiel.

Ob mit Gesang oder meditativen Klängen, die besten Orchester bringt die Natur hervor.

©Text und Fotos: G. Bessen

 

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Wetterzeichen

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Joachim Meyerhoff: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

Joachim Meyerhoff: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

Mein heutiger Lesetipp

Joachim Meyerhoff, Jahrgang 1967, ist Theaterschauspieler und Buchautor.

In seinem Roman „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“, beschreibt Josse, beginnend  als 8-jähriger, sich und sein Leben in einer Familie mit zwei weiteren  älteren Brüdern, seiner Mutter, einer treuen Hündin und seinem Vater als Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit über tausend Patienten in der Nähe von Schleswig.

Das Haus der Familie liegt mitten auf dem Anstaltsgelände und Josse beleuchtet sowohl seine Familie und deren Lebensgeschichte wie auch das Leben einiger ausgewählter Insassen der Klinik, mit denen er oft in Kontakt ist.

Die Familie ist das Zentrum inmitten dieser tragikomischen Umgebung.

Was vordergründig als eine stabile und normale Familie anmutet, wird im Laufe der Erzählung ein Sammelsurium von heiteren und traurigen Begebenheiten, die die einzelnen Charaktere mit ihren Licht- und Schattenseiten deutlich zeichnet. Und trotzdem ist jeder von ihnen in seiner Art liebenswert.

Tragische Höhepunkte im Familienleben sind der Tod des mittleren Sohnes, später die vorübergehende Trennung der Eltern und der Tod des Vaters.

Joachim Meyerhoffs Erzählstil versetzt den Leser in die Situation, unentwegt lachen oder weinen zu wollen.

Die Atmosphäre  des ungewöhnlichen Wohnumfeldes wird in einer Weise beschrieben, die jeden erwähnten Patienten liebenswert  und die Klinik als eine wirkliche Heimstatt für die Patienten macht. Die Würde der Kranken bleibt durchweg gewahrt.

Sehr skurril  und komisch ist die Episode, als der damalige Ministerpräsident Stoltenberg die Klinik besucht.

Der Vater spielt eine wesentliche Rolle im Roman. Einerseits ist er ein engagierter und guter Arzt, der sich immer für seine Patienten aufopfert und sich auch keinen anderen Wirkungskreis vorstellen kann, allerdings ist er als Vater doch eher eine Fehlbesetzung. Ein Mann, der es sicher gut mit seiner Familie meint, aber privat letztendlich nichts so richtig auf die Reihe bekommt.

Und trotzdem führt er am Ende die Familie wieder zusammen und sein Tod ist für alle ein herber Verlust, nach dem verunglückten Bruder der zweite und ebenso tiefgehende.

Joachim Meyerhoffs Roman ist eine Erzählung voller Komik und Tragik, fesselnd und unterhaltsam zugleich und ein Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte.

  • ISBN : 978-3-46204681-6
  • Erschienen 2013
  • Anzahl Seiten: 352
  • € 9,99

Bildquelle

 

 

 

 

 

 

 

 

© G. Bessen

 

Pers. Anmerkung:

Mir fiel das Buch zufällig in die Hände. Es ist der zweite Teil einer Familienserie, den man aber auch separat lesen kann. Zum Jahresende erscheint ein vierter Teil. Und ich weiß, dass ich die anderen Teile auch lesen werde…

 

 

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Sommerliches (13)

Störche sind faszinierende Tiere, die man längst nicht mehr überall sehen kann. Jedes Jahr freue ich mich, wenn der Storchenhorst in unserem Nachbarort im Frühjahr bezogen wird und über  eine webcam am Nachbarhaus kann man das rege Treiben im Storchennest verfolgen. In diesem Jahr gab es dort nur einen Jungstorch, der mittlerweile auf dem Weg in wärmere Gefilde ist.

In unserer Regionalzeitung war gestern zu lesen, dass die Storchenbilanz in unserem Landkreis eher traurig ist. Viele Storchenpaare sind erst spät  aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt, möglicherweise  aus wetterbedingten Gründen, so dass bei vielen Paaren der Nachwuchs ausblieb.

Der unwetterartige Starkregen bei uns Ende Juni und der allgemein zu nasse Sommer haben dazu geführt, dass viele Jungstörche durch Unterkühlung verendet sind. Dauerhaft nasse Füße wären auch für Kleinkinder lebensbedrohlich.

Mögen die Störche ihre Winterquartiere sicher erreichen und dort in der Wärme neue Kraft schöpfen.

©G. Bessen 8/2017

Ein aktueller Link von meinesichtderwelt:

http://www.idowa.de/inhalt.langenpreising-tierdrama-im-gewittersturm-storchenversammlung-endet-tragisch.536064e4-02d7-4aea-b3d1-09e13c29e4ba.html

 

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Sommerliches (12)

AUFRECHT
DIE HALTUNG
DER SONNE ENTGEGEN
DEM HERBST ZUM TROTZ
SONNENHUT

©Text und Foto: G. Bessen

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