Die lieben Nachbarn

Freunde kann man sich aussuchen,
Nachbarn meist nicht.

Und doch gibt es hinreichend Möglichkeiten, mit seinen Nachbarn gut auszukommen, selbst wenn man nicht auf derselben Wellenlinie schwimmt. Respekt und Toleranz, manchmal ein paar deutliche Worte auf gegenseitiger Augenhöhe, mit Höflichkeit garniert, was sollte da noch schief gehen?

Wer in einer Wohnung lebt und in Coronazeiten home office, home schooling und home cooking betreiben muss, dazu die Kinder vielfach den lieben langen Tag um sich hat, die ihre sozialen Kontakte vermissen und nicht verstehen, warum sie so vieles entbehren müssen, der ist wahrlich nicht zu beneiden. Ist die Wohnung auch noch hellhörig und die Nachbarn darunter, darüber oder nebenan schon betagt und ruhebedürftig, kann das zu ernsthaften Konflikten führen.

Auch wenn Rentner angeblich nie Zeit haben, ist es ein feiner Zug, wenn sie sich in diesen Zeiten auch mit um die Belange jüngerer Familien kümmern. Kleine Hilfen im Alltag gibt es genügend und viele rüstige Rentnerinnen und Rentner würden sich freuen, gebraucht zu werden.

Statt der Standpauke wegen Ruhestörung würden beispielsweise das Herz einer Mutter dahin schmelzen und die Augen eines Kindes leuchten, wenn heißer Kakao und selbst gebackene Kekse als mitfühlende Geste das tägliche Einerlei mit Herzenswärme durchbrächen.

Über Anna-Lena

Lehrerin im Un-Ruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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14 Antworten zu Die lieben Nachbarn

  1. Ulrike schreibt:

    Liebe Anna-Lena,
    das sehe ich als sehr schönen Wink mit dem Zaunpfahl. Im Gegenzug können die Jüngeren den Einkauf mit erledigen. Da ließe sich eine wunderbare Symbiose gestalten.
    Hab einen schönen Tag.
    Herzlichst Ulrike

    Gefällt 1 Person

  2. hanneweb schreibt:

    Ein ganz toller Beitrag liebe Anna-Lena und du hast recht. Respekt und Toleranz seinen Mitmenschen gegenüber ist ein Muss für gutes Miteinander, nicht nur in der Nachbarschaft und vor allem auch heutzutage!
    Liebe Grüße von Hanne

    Gefällt 1 Person

  3. xxxxxxxxxxxxxxxxxxx schreibt:

    Ein wenig muss ich da schon widersprechen. Es gibt nette Nachbarn und wir bemühen uns wirklich den nötigen Respekt zu wahren. Aber es gibt auch Nachbarn, die bauen ihre Regenrinne auf dein Grundstück, stückeln noch 3 m an die Grenzgarage an ohne auch nur ein Pipston zu fragen, und sind dann schon sehr beleidigt, wenn man das moniert. Hatten die jetzt den nötigen Respekt? Und dann ist da noch die Partyfraktion: Gegröle bis morgens um 5 Uhr. Es gibt auch für die Nachbarn Regeln, z. B. Nachtruhe von 22 Uhr bis 5 oder 6 Uhr morgens. Wenn ich dann um 2 Uhr bitte, man möge doch mal etwas ruhiger sein. Dann darf ich mir auch noch jede Menge Beleidigungen anhören und Respektlosigkeiten. Weisst du was? Bei der nächsten Party da rufe ich einfach die Polizei. Die habe ich bereits gefragt, ob ich mir das gefallen lassen muss. Antwort: Wirklich nicht! Das nächste Mal rufen Sie uns, wir lösen die Party auf und schicken die Gäste nachhause.

    Wahrscheinlich bin ich dann ein böser Nachbar. Aber ich schaue auch wo ich helfen kann.

    Lieben Gruß, Brigitte

    Gefällt 2 Personen

    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Brigitte,
      danke für deine Erfahrungen, die nicht schön sind, aber deutlich zeigen, dass es auch die Beratungsresistenten und Unbelehrbaren gibt.
      Es ist schon ärgerlich, wenn die kleinsten Regeln, die für alle gelten (und umsonst gibt es die ja nicht) systematisch ausgehebelt werden. Und „wer nicht hören will, muss fühlen“, da würde ich mir auch nicht länger Fusseln an den Mund reden.

      Heute im Wald habe ich wieder Müll ohne Ende entdeckt, da fällt mir auch nichts mehr zu ein und fasse mich nur noch an den Kopf. Unsere Wälder sind ohnehin in einem katastrophalen Zustand, muss man sie noch mehr verunstalten?

      Ich schicke dir liebe Grüße und weiß sehr wohl, dass du ein freundlicher und hilfsbereiter Mensch bist 🙂 .

      Gefällt 1 Person

      • xxxxxxxxxxxxxxxxxxx schreibt:

        Das geht mir ja wirklich runter wie geschlagene Bio-Sahne! Nö, ich bin wirklich nicht böse und habe auch Verständnis, aber irgendwann ist es auch genug. Sonst wird man auf dem eigenen Grundstück noch enteignet.

        Müll, da hast du vollkommen recht, überall entlang der Straßen landet er in der Weltgeschichte. Bei uns ist es ganz arg und ich denke, in den Touristenorten ist es noch viel schlimmer. Da bekam ich auch mit, dass die Trailertoilette einfach in den See entleert wurde. Hat man da noch Töne?

        Bleiben wir zumindest respektvoll und verkneifen uns Beleidigungen, da haben wir keine Probleme damit. Du ganz sicher auch nicht!

        Wünsch dir ein kommendes schönes Wochenende mit liebem Gruß, Brigitte

        Gefällt 1 Person

        • Anna-Lena schreibt:

          Einen Knoten in die Zunge zu drehen, ist schwierig, aber oft auch nötig, um den eigenen Blutdruck nicht zu strapazieren. Und doch muss auch Wesentliches gesagt werden, sonst kommen an anderer Stelle die Magengeschwüre.
          Somit halten wir die Balance, auch für unser eigenes Wohlergehen.

          Auch euch ein schönes und entspanntes Wochenende und liebe Grüße!

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  4. Wenn Menschen zusammenleben müssen oder auch wollen, z.B. in Mehrfamilienhäusern, dann geht es nicht ohne Hilfe von oder für die anderen. Um gut miteinander auszukommen, um man miteinander reden und nicht dort schweigen, wo einem etwas mißfällt.
    Wir haben eine schöne Hausgemeinschaft (sechs Parteien) mit jungen und älteren Menschen.
    Es funktioniert gut und gibt selten Probleme. Wir helfen und reden miteinander. Das tut gut.
    Einen guten Artikel hast Du geschrieben und ich unterschreibe ihn sehr gerne.
    Ganz herzlich, Bruni

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