Die 5. Jahreszeit

Die 5. Jahreszeit ist nicht aus der  Fridays-for-future-Bewegung hervorgegangen, sondern wird pünktlich am 11.11. um 11.11 Uhr eingeläutet und dauert bis zum Beginn der Fastenzeit der christlichen Kirchen am Aschermittwoch.

Zu dem eigentümlichen Datum, dem 11.11., gibt es die Deutung, dass die 11 als Zahl außerhalb der religiösen Normen steht (10 Gebote, 12 Apostel). Somit leitet die 5. Jahreszeit eine Zeit ein, die der 40-tägigen Weihnachtsfastenzeit der Ostkirchen und dem vierwöchigen Advent der Westkirchen entspricht. Die christliche Fastenzeit vom Aschermittwoch bis Ostern dauert ebenfalls 40 Tage.

Menschen verkleiden sich an den tollen Tagen, feiern ausgelassen, kostümieren sich und nehmen an Straßenumzügen teil. Wer die Rheinländer und die Hessen kennt, der weiß, dass an den Karnevalstagen ‚der Bär steppt’!

Aber seit den Germanen wissen wir auch, dass Masken und Fratzen eine wichtige Rolle spielten, um die bösen Geister des Winters zu vertreiben und das Aufbrechen der Natur, den Frühling als Geist des Wachstums, zu begrüßen.

Der kommende Donnerstag ist die Weiberfastnacht, bei der die Frauen die Macht übernehmen. Ab 11.11 Uhr soll in den Karnevalshochburgen sogar arbeitsfrei sein. Männer, passt auf eure Krawatten auf, bevor sie abgeschnitten werden!

Der Höhepunkt des Straßenkarnevals mit Prunkwagen und Straßenumzügen findet am Rosenmontag statt, am Fastnachtsdienstag geht es noch einmal hoch her und am Aschermittwoch ist alles vorbei, auch die 5. Jahreszeit.

Kommt gut durch die tollen Tage!

 

 

 

 

 

Über Anna-Lena

Lehrerin im Un-Ruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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13 Antworten zu Die 5. Jahreszeit

  1. freiedenkerin schreibt:

    Wir Bayern haben nach der närrischen fünften Jahreszeit noch eine höchst eigene solche: Die Starkbierzeit. 😉 Sie dauert in der Regel von Anfang/Mitte März – je nachdem, wie lange der Fasching war – bis kurz vor Ostern. Mit dem sehr gehaltvollen, süffigen, dunklen Starkbier wollte man früher die strengen Regeln der Fastenzeit umgehen. Ob Starkbiere wie der Salvator, Triumphator, Maximator etc. auch wirklich dem Namen gerecht werden, wird seit Urzeiten bis zum heutigen Tag mit einer recht originellen Probe ermittelt: Eine Maß Bier wird über eine Bierbank gekippt. Danach müssen fünf gstandne Mannsbilder in Lederhosn darauf Platz nehmen und gut eine Stunde sitzenbleiben. Wenn beim gemeinsamen Aufstehen die Bank an den Lederhosen kleben bleibt, dann ist das Bier stark genug. 😉

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    • Anna-Lena schreibt:

      Danke, liebe Martha, für diese höchst erquickliche Ergänzung, davon hatte ich noch nie gehört 😆 . Wie groß ist denn der Schaden an der Bank und den guten Lederhosen, wenn alles miteinander verklebt? 😉

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      • freiedenkerin schreibt:

        Lederhosen und Bank kleben nicht so lange und fest aneinander, dass beides Schaden nehmen könnte. 😉
        Vor etlichen Jahrhunderten soll sich übrigens mal ein Papst recht ordentlich darüber echauffiert haben, dass die Bayern mit ihrem Starkbier den strengen Fastengeboten ein Schnippchen schlagen würden. Seine Heiligkeit beorderte eine Kostprobe in den Vatikan. So hat man ein Mönchlein mit einem kleinen Fass Starkbier auf dem Rücken eines Esels Richtung Rom geschickt. Damals war das noch eine lange und beschwerliche Reise. Deshalb mundete der Trunk gar nicht mehr gut, als er vom Papst verkostet wurde. Der gute Mann spie den Probeschluck in hohem Bogen aus und lobte die Bayern dafür, dass sie sich während der Fastenzeit mit solch einem gar grausiges Getränk kasteien würden. 😉

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  2. Werner Kastens schreibt:

    Ein kräftiges Helau nach Brandenburg!

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  3. beaneu schreibt:

    Liebe Anna-Lena,
    bis zu meinem 16. Lebensjahr lebte ich in der Nähe von Köln. Da herrschte in der Fastnachtszeit munteres Treiben auf den Straßen und auch in den Sälen. Auch in der Schule gab es eine eigene Sitzung. Man konnte sich der fröhlich ausgelassenen Stimmung nicht entziehen. Seit ich hier in der schönen Vorderpfalz lebe ist diese Fastnachtsfreude „auf Eis gelegt“. Hier ist diesbezüglich nicht viel los, in manchen Orten gibt es Umzüge, auch Sitzungen hi er und da, aber es wirkt auf mich eher aufgesetzt. Natürlich fühle ich mich hier in der Pfalz sehr wohl, aber in der fünften Jahreszeit geht manchmal ein leichtes wehmütiges Sehnen in Richtung Köln.
    Komm auch du gut durch die „tollen Tage“.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Beate,
      ich habe bis zum 13. Lebensjahr auch in NRW gelebt und verstehe dich gut, denn ich teile deine Erfahrungen. Aber in Berlin und Brandenburg ist das Faschingsgen nur rudimentär, die Kinder erfreuen sich in den Kitas und Schulen, wenn sie verkleidet feiern dürfen, doch bei uns Großen sind die Feiern auch eher im privaten Bereich, auf Gemeindeebene oder in Vereinen.

      Einen lieben Gruß dir 🙂 .

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  4. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Mit dem fetten Donnerstag fangen sie so richtig an, mit der Weiberfasnacht *g*, diese seltsamen närrischen Faschingstage.
    Ich mochte sie ganz gerne, die Bälle nicht so sehr und mit den Jahren mag ich sie immer weniger. Was ich immer noch sehr mag, ist die Basler Fasnacht, eine Woche nach unserer und in ihrer Originalität so, daß sie mich in bestimmten Bereichen sehr anzieht. Es wird in den Straßen und Gassen nicht geschunkelt, nicht gegrölt und keine Flaschen werden herumgeschmissen. Besoffene hab ich nie erlebt.
    Es ist eine Fasnacht mit einem sehr anderen Niveau, ein Fest für die Sinne und für jeden, der mit Fotoapparat unterwegs ist, so wie ich und unendlich viele andere auch.
    Ich mag sie einfach, die Fasnacht dort in Basel am Rhein.

    Ganz liebe Grüße von Bruni an Dich, liebe Anna-Lena

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ich kann mich gut erinnern, dass du mehrfach von der Basler Fasnacht geschwärmt hast und ich entnehme deinem Post, dass du dich wieder dorthin auf den Weg begeben wirst?

      Auch ganz liebe Grüße an dich, liebe Bruni!

      Gefällt 1 Person

      • www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

        Ist noch nicht sicher, liebe Anna-Lena. Vielleicht könnte man es mit der Hopper-Ausstellung verbinden. Mal sehen…

        Gute Nacht, schlaf gut und träum schön.
        Ganz herzlich, Bruni an Dich

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