Hände

Hände

Wärme mich, wenn mir kalt ist.
Tröste mich, wenn ich traurig bin.
Halte mich, wenn ich zu fallen drohe.
Gib mir etwas von Deiner Kraft,
wenn meine Kräfte schwinden.
Gib mir Zuversicht
in meiner Hoffnungslosigkeit.

Halte meine Hand
bis zum letzten Atemzug.
Mit
Deiner Wärme,
Deiner Kraft,
Deiner Zuversicht
finde ich das Licht
am Ende des Tunnels.

Als unsere Hände einander hielten,
lebten wir,
eingebunden in den Schoß
unserer Familien,
gehalten von unseren Partnern,
getragen von deren Liebe.

Nun sind auch wir
in der anderen Welt,
jenseits unserer einstigen Vorstellung,
angekommen und aufgehoben
im ewigen Licht.

© Texte und Fotos G. Bessen

Über Anna-Lena

Lehrerin im Un-Ruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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15 Antworten zu Hände

  1. Monika schreibt:

    Tolles Gedicht. Es regt zum Nachdenken an und erinnert mich an liebe Personen, die ein erfülltes Leben hatten und schon gegangen sind.
    Ein schönes Wochenende noch.
    Liebe Grüße
    Monika

    Gefällt 1 Person

    • Anna-Lena schreibt:

      Danke, liebe Monika, genau denen ist es gewidmet.

      Das erste ist schon älter, da lebten die beiden Freunde noch, das untere ist neu und besonders für die Freundin, die vor vier Wochen gestorben ist.

      Auch dir ein schönes Wochenende,
      Anna-Lena

      Gefällt 2 Personen

  2. beaneu schreibt:

    Ein sehr feinfühliges Gedicht über ein sensibles Thema, das allzuoft verdrängt wird und doch in unser aller Leben verwoben ist.
    Mögen wir unsere Hände den Menschen die mit uns verbunden sind immer reichen, in schönen und in schweren Tagen und möge auch an unserer Seite ein Mensch sein, der unsere Hand hält, wenn wir danach bedürfen.
    Nachdenkliche Grüße von:
    Beate

    Gefällt 2 Personen

    • Anna-Lena schreibt:

      Das hast du sehr schön formuliert, liebe Beate, hab Dank dafür!
      Gerade im Monat November treffen wir das Thema Tod sehr häufig an und sollten uns auch damit auseinandersetzen.

      Einen lieben Gruß dir,
      Anna-Lena

      Gefällt 2 Personen

  3. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Wunderschön hast Du ihrer gedacht, liebe Anna-Lena.
    Es ist schlimm, wenn wir Menschen verlieren, die uns nahe sind…
    und doch müssen wir es immer wieder erleben und können nichts ändern,
    nur annehmen und das ist schwer.

    Liebste Grüße an Dich von Bruni

    Gefällt 2 Personen

  4. Gisela Benseler schreibt:

    Danke, daß hier auch dieses anklingt…. Es kommen so viele Erinnerungen….

    Gefällt 1 Person

    • Anna-Lena schreibt:

      Erinnerungen sind wichtig, die Toten lebendig zu halten.

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      • Gisela Benseler schreibt:

        Die Hände und auch die ziselierte Rose beschäftigen mich noch weiter, nur die Worte haben sich noch nicht eingefunden, umschwenken mich aber wohl schon ein wenig. Werde ich sie einfangen können? Die Antworten aber sind größer als alle menschlichen Worte, und Behutsa keit und Respekt und Demut und Zurückhaltung sind geboten. Die A t Worten stehen sicher schon bereit, doch müssen die Herzen auch schon dafür geöffnet sein. Al,es Reifen braucht seine Zeit, und das ist gut so. Wir Menschen wollen oft schon so vieles selbst erklären, was voreilig ist. „Zu seiner Zeit“ oder „als die Zeit gekommen war“, kam al.es genau richtig, in der richtigen Form und zu dem richtigen Zeitpunkt. Von GOTTES großer Weisheit, Liebe u d Geduld sollen wir kurzsichtigen, ungeduldigen Menschen lernen, ich ganz besonders!😐

        Gefällt 1 Person

  5. Gisela Benseler schreibt:

    Danke, liebe Anna-Lena, für das Mitempfinden. Nur das Selbsterlebte, Durchlittene, Überwunden macht uns fähig, auch anderen Menschen nach ähnlich Erlebtem☺ beizustehen, nahe zu sein. Und wir wissen: “ Mit unsrer Macht ist nichts getan…“ das erweitert unsere Seele für Größeres, und dann sind wir dennoch Empfangende.💛✋💕

    Gefällt 1 Person

    • Anna-Lena schreibt:

      Ja, so sehe ich das auch. Statt nach Macht zu streben, sollten wir uns ein wenig in Demut und Dankbarkeit üben für all das, was uns ausmacht.

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      • Gisela Benseler schreibt:

        Ja, gerade schrieb ich (an anderer Stelle): “ Mit unsrer Macht ist nichts getan…“ Auf einmal ahnen wir, wie ohnmächtig wir selbst oft sind, und da kommt dann die Demut wie von selbst. Und sind wir demütig, so werden wir wieder offen für die Weisheit, Macht und Kraft, welche nicht von dieser Welt ist. Das macht uns dann nur noch dankbar und erneut :verbunden, offen, … damit wir nicht erneut in die alten Fehler zurückfallen.

        Gefällt 1 Person

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