Der Kindheit beraubt

Der Kindheit beraubt,
leer ist der Blick,
Gedanken wagen
sich kaum zurück.
Vertrauen verloren,
Seele verletzt,
grausam
wurde ihr zugesetzt.

Verschlossen der Mund,
hört doch niemand zu.
Tief sitzt das Leid,
Gewalt macht sich breit.
Die Arme geritzt,
blutende Zeichen.
Entsetzen !

Und nie wird es weichen.
Erwachsen geworden,
mit einem Schlag.
Des Lebens beraubt,
Tag für Tag.

© G. Bessen, Foto: pixabay

Heute beginnt im Vatikan das Gipfeltreffen von Papst Franziskus und Bischöfen,
um den Missbrauch von Kindern, Jugendlichen und anderen Schutzbefohlenen aufzuarbeiten.

 

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Un-Ruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
Dieser Beitrag wurde unter 'Körperwelten', Gerade aktuell, Mal kritisch angemerkt... abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

30 Antworten zu Der Kindheit beraubt

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Liebe Anna-Lena, ich kann hier gar nicht ausdrücken, wie widerlich ich solche Kreaturen finde. Für mich haben solche Personen keine Lebensberechtigung, auch wenn ich sehr an den 10 Geboten hänge, doch die Hüter dieser anscheinend nicht …

    Gefällt 2 Personen

  2. Ulli schreibt:

    Es wird Zeit, dass die kirchlichen Missbraucher benannt und bestraft werden und dass das Zölibat aufgelöst wird! Ja, ich weiß, das hilft den bisherigen Opfern nur wenig – es ist ein Grauen.
    Herzliche Grüße
    Ulli

    Gefällt 5 Personen

    • Anna-Lena schreibt:

      Ich bin ganz deiner Meinung, liebe Ulli, obgleich ich den Zölibat nicht primär dafür verantwortlich machen würde. Es ist die absolut verstaubte Haltung der Kirche zur Sexualität und ihre vielen Ausprägungen … ein Thema, wie ein Fass ohne Boden.

      Herzliche Grüße auch dir,
      Anna-Lena

      Gefällt 4 Personen

  3. finbarsgift schreibt:

    Wichtiges Poem zum Anlass,
    sorgsam in Szene gesetzt…
    danke dafür!
    HG vom Lu

    Gefällt 5 Personen

  4. Gut geschrieben, liebe Anna-Lena! Das ist ein so wichtiges Thema, dass man es nie genug in den Fokus der Öffentlichkeit rücken kann.

    Liebe Grüße zum Mittag
    von Constanze

    Gefällt 1 Person

  5. ellilyrik schreibt:

    …die Seelen der Kinder sind für immer geschädigt!
    Ich bin entsetzt und es ekelt mich an.
    Ich muss aufhören, sonst vergesse ich mich.
    LG Elke

    Gefällt 1 Person

  6. Gudrun schreibt:

    Deine Worte haben mich sehr ergriffen, liebe Anna-Lena. Egal wo so etwas passiert und wer auch immer betroffen ist, solche Sachen sind schrecklich und müssen aufgearbeitet werden. Gut, wenn es gemacht wird. Du hast Recht, in dem Moment ist die Kindheit zu Ende und ein lebenslanges Leiden beginnt.
    Ich grüße dich.

    Gefällt 1 Person

    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Gudrun,
      schön, dich wieder mal hier zu lesen (auch dein Gedenken an Bärbel hat mich berührt) .
      Ja, wir können die Ohren und Augen aufhalten und Hilfe suchen, wenn wir etwas mitbekommen, was nicht sein darf.
      Ich denke, das ist unser aller Pflicht und Verantwortung.

      Ganz liebe Grüße zu dir!
      Ich bedauere, dass man bei dir nicht mehr kommentieren kann.

      Herzlichst
      Anna-Lena

      Gefällt mir

  7. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    *Tief sitzt das Leid*, so ist es, liebe Anna-Lena,
    und es ist höchste Zeit, daß dem Schweigen darüber Einhalt geboten wird, Schuldige bestraft werden und nicht unter den Teppich gekehrt wird, was tatsächlich geschehen ist.
    Außerdem muß geändert werden, was seit ewigen Zeiten im argen liegt, das tief in sich Unehrliche dieser erstarrten Männerdomäne in der Katholischen Kirche.

    Liebe abendliche Grüße von Bruni an Dich

    Gefällt 2 Personen

  8. Schattenland schreibt:

    Ist dieses Gedicht von dir? Toll geschrieben, wirklich. Ich habe mich sofort darin wiedererkannt. Auch wenn es bei mir kein Mitglied der Kirche sondern ein Familienmitglied war.

    Gefällt 1 Person

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