Zeitmanagement

Zeitmanagement

KEINE ZEIT – als sein Sohn dringend Hilfe bei den Hausaufgaben brauchte.

KEINE ZEIT – als die Nachbarin mit dem Rollator vor der Treppe stand und nicht wusste, wie sie zur ersten Etage kommen sollte.

KEINE ZEIT – als der beste Freund am Telefon Zuspruch brauchte.

KEINE ZEIT – als die neue Praktikantin in ihren Arbeitsbereich eingewiesen werden sollte.

KEINE ZEIT – als die Tochter Hilfe beim Umzug benötigte.

KEINE ZEIT – als der Herrenabend wieder mal ohne ihn stattfand.

KEINE ZEIT – als der Arzt dringend auf ein paar Tage Urlaub drängte.

KEINE ZEIT – die Ehefrau hatte längst die Nase davon voll und lebte in einer eigenen Wohnung.

VIEL ZEIT – die Bilanz nach einem schweren Schlaganfall.VIEL ZEIT – als zur Besuchszeit niemand aus der Familie und dem Freundeskreis an seinem Bett saß.

VIEL ZEIT – darüber nachzudenken, wie das eigene Leben so aus dem Zeitfenster fallen konnte.

 

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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40 Antworten zu Zeitmanagement

  1. Elke H. Speidel schreibt:

    Es muss kein Schlaganfall sein. Als ich 25 war und mich fälschlicherweise für unabkömmlich hielt, reichte ein Kreislaufkollaps. War recht heilsam 😉.

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  2. Xeniana schreibt:

    Aber was tun, wenn das Hamsterrad einen nicht entlässt?

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  3. Beate Neufeld schreibt:

    Sehr nachdenklich stimmende und absolut wichtige Impulse!

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  4. Babbeldieübermama schreibt:

    Ich musste mit 38 Jahren erfahren was es heißt abkömmlich zu sein. Seitdem muss ich mit der Antwort „keine Zeit“ leben. Ich jedenfalls habe jede Menge Zeit. Gebe gerne etwas davon ab. 🙂

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  5. freiedenkerin schreibt:

    „Keine Zeit“, „viel Zeit“ und „Hätte ich doch bloß!“ gehen sehr häufig Hand in Hand…

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  6. bmh/schwerelos schreibt:

    Burnout – nur helfen, wenn man helfen kann. Kein Schuldgefühl haben, wenn es nicht möglich ist, obwohl man „eigentlich“ gesund aussieht. Niemand weiß, wie es denen geht, die nicht helfen.
    Ich habe gelernt, niemanden zu bewerten :-). Grüße

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  7. mikesch1234 schreibt:

    Bezaubernd, dass es ein „ER“ ist … und offenbar überwiegend Frauen dies lesen und sich damit beschäftigen – und – oh ja – auch von einer Frau geschrieben und ersonnen. Habe gerade jemanden vor Augen, dem genau dies Beschriebene in diesem Jahr so ähnlich passiert ist. Und es war ein SCHWERER Schlag – bei ihm und für alle, die ihn kennen.
    Hatte selber auch schon Burn-out. Versuche seither, meine Grenzen zu respektieren.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Männer sich noch mehr überschätzen als Frauen und sich noch schwerer damit tun, sich das einzugestehen. Wir sind ja auch alle dementsprechend in unserem Rollenverhalten erzogen worden.
      Gut ist es, gegenseitig auf sich zu achten, in der Familie sowieso, aber auch unter Freunden und KollegInnen.
      Die Zahl der psychosomatischen Erkrankungen nimmt rapide zu.

      Sorge gut für dich, ich versuche es auch.

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  8. cosmea49 schreibt:

    Leider war ich immer eisenhart mit mir selber und bewältigte alles, ganz sicher auch zulasten der Gesundheit. Im Nachhinein betrachtet ist das unverantwortlich gegenüber der Familie und Freunden. Aber – ich habe mich gut erholt.

    Und Zeit, um den Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen, z. B., auch die war bei mir immer vorhanden. Weil ich wusste, wie es ist, wenn einem niemand hilft.

    Du hast sehr gute Gedanken!

    Lieben Gruß, Brigitte

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ich bin ähnlich gestrickt, aber wenn man dann mal auf der Nase liegt, wird man umsichtiger, auch mit sich selbst.
      Zum Glück haben wir ja nun viel Zeit für uns und können alles mit viel mehr Ruhe machen.

      Ich grüße dich herzlich zurück, liebe Brigitte 🙂 .

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  9. www.wortbehagen.de schreibt:

    Keine Zeit zu haben für Menschen, die einem wichtig sind ist mies und keine Zeit zu haben für die, die dringend auf Hilfe angewiesen sind, ist obermies.
    Und keine Zeit für seine eigene Seele zu haben, ist sträflicher Leichtsinn.
    Manchmal reichen schon kleinere Auszeiten, die wieder aufbauen und verlorene Kraft zurückerobern.
    Ich genieße meine kleinen Auszeiten sehr. Hab ich sie mal nicht, merke ich sehr gut, wie ich kraftloser werde…

    Liebe Abendgrüße von Bruni an Dich, liebe Anna-Lena

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  10. books2cats schreibt:

    Danke für deinen Beitrag. Ich lerne auch gerade erneut, Nein zu sagen. Warum nur ist das so schwer, zumindest im Job? 🤔

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  11. alltagschrott.ch schreibt:

    Vor lauter „keine Zeit “ nimmt man oft die Bedürfnisse anderer nicht wahr. Erst wenn man verlangsamt, erkennt man das Umfeld …
    Beeindruckend geschrieben.
    Herzlich. Priska

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  12. Andrea schreibt:

    Tja, hart aber sehr wahr. Darüber sollten wir alle mal nachdenken!

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  13. Susanne und Peter schreibt:

    Es muss halt immer erst etwas einschneidendes geschehen bevor wir uns verändern, umso wichtiger ist es doch, die kleinen Dinge des täglichen Lebens zu schätzen

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  14. Helga/Rheinland schreibt:

    … und hoffentlich noch viel Zeit, um das eigene Leben nun endlich auf die Reihe zu kriegen und achtsamer zu sein … !
    Liebe Grüße von Helga

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  15. suebilderblog schreibt:

    Das gefällt mir außerordentlich gut und mit Deiner Erlaubnis werde ich das mal kopieren und ein paar guten Bekannten zukommen lassen, denn ich wüsste da schon ein paar, die dies mal lesen sollten 😉
    LG Susanne

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  16. Emily schreibt:

    Vermutlich muss jeder einmal an den Punkt kommen, um die Kostbarkeit von Zeit verstehen zu können. Und was die Arbeit betrifft… wir werden doch eh nie fertig. Warum sich also beeilen? 😉
    Herzliche Grüße, Emily

    Gefällt 1 Person

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