Nie geht man ganz…

Nie geht man ganz…

Es ist erschütternd, wenn man sieht, wie viele Menschen uns in diesem Jahr verlassen haben. Prominente aus Film und Fernsehen, Größen aus der Sportwelt, Politiker und andere Stars und Sternchen. Der Tod macht nicht vor dem Alter halt, er holt jeden, dessen Zeit abgelaufen ist.

So haben die Unzähligen, die gegangen sind, in allen Generationen Spuren hinterlassen. Sie haben uns geprägt, sind  in unsere Leben eingetaucht, nur für einen Moment oder auch für eine längere Zeitspanne.

Viele von uns haben persönliche Verluste erlitten und geliebte Menschen in der Familie oder im Freundes- und Bekanntenkreis verloren. Diese bittere Erfahrung haben wir leider auch machen müssen. Darüber gibt es keine Filmberichte oder lange Zeitungsreportagen, sondern vielleicht nur eine Notiz im Meer der Traueranzeigen. Auch diese Menschen haben uns geprägt und uns und unser Leben begleitet.

Es ist gut, dass es keine genauen Zahlen darüber gibt, wie viele Menschen in unserer Welt in diesem Jahr verhungert, verdurstet oder erfroren  sind, weil ihnen das Notwendigste zum Leben, die Nahrung oder ein Dach über dem Kopf, fehlt.

Naturkatastrophen führen uns immer wieder vor Augen, dass wir es niemals schaffen werden, die Natur zu beherrschen. Sie hat ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten und folgt ihren eigenen Regeln.

Sinnlose Kriege mit unzähligen Opfern und Terror aus einem falsch verstandenen Glauben heraus halten uns weiterhin in Atem. Das Mittelmeer, ein Massengrab voller Menschen, die nur ein Leben in Frieden und Sicherheit suchten und es nicht geschafft haben.

Mögen all jene, die gegangen sind, nicht umsonst gestorben sein und ein Licht hinterlassen, das uns immer wieder dazu ermutigt, niemals aufzugeben.

© Text und Fotos: G. Bessen 12/16

 

Wenn keiner mehr an Wunder glaubt,

Wenn keiner mehr an Wunder glaubt,
dann wird´s auch keins mehr geben.
Denn wer der Hoffnung sich beraubt,
dem fehlt das Licht zum Leben.

Wenn keiner mehr darauf vertraut,
dass Wunder noch geschehen,
wie soll der Mensch in seiner Haut
sein Leiden überstehen?

Wenn keiner mehr an Wunder glaubt,
musst du´s allein riskieren:
Im Baum des Lebens, grün belaubt,
sind täglich Wunder aufzuspüren.

Elli Michler (1923 – 2014)
in: Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden
Don Bosco Verlag, München S. 138

 

 

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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12 Antworten zu Nie geht man ganz…

  1. Frau Momo schreibt:

    Nicht zu vergessen, das dieses Jahr soviele Menschen im Mittelmeer ums Leben gekommen sind, wie in keinem Jahr zuvor

    Gefällt 1 Person

  2. freiedenkerin schreibt:

    So viele Soldaten/innen, die als Kanonenfutter feister und skrupelloser Rüstungsindustrie-Bonzen dienend völlig sinnlos ihre Leben lassen mussten… So viele Verblendete, die falschen – tödlichen – Ideologien anhängend endeten…
    Aber wir dürfen nie die Hoffnung fahren lassen. Wenn wir es schaffen, auch nur einen Menschen in unserem persönlichen Umfeld zum Umdenken zu bewegen, hin zu Liebe, Frieden und Herzensklugheit, dann haben wir schon eine ganze Welt gewonnen…
    Herzliche Grüße!

    Gefällt 1 Person

  3. cosmea49 schreibt:

    Mir gehen ganz besonders die vielen Kinder nah, die in Kriegen leben müssen und mich ärgert zudem, dass es eigentlich nur um Macht und Geld geht. Der Mensch spielt keine Rolle mehr.

    Auch würde ich mir wünschen, dass sich die Menschen wieder in „Person“ einander zuwenden würden und nicht nur über soziale Netzwerke, soweit es eben möglich ist.

    Du hast es sehr richtig zusammengefasst!

    Liebe Grüße, Brigitte

    Gefällt 1 Person

    • Anna-Lena schreibt:

      Schön dich zu lesen, liebe Brigitte.
      Die Kinder liegen auch mir sehr am Herzen, sie werden um so vieles betrogen, was das Leben eines Kindes lebenswert macht und ihre gesunde geistige und leibliche Entwicklung fördern sollte.

      Komm gut ins neue Jahr.
      Herzlich,
      Anna-Lena

      Gefällt mir

  4. Gudrun schreibt:

    „Wenn keiner mehr an Wunder glaubt, dann wird es keine geben.“ Ja. Ich hoffe darauf, dass es Lösungen geben wird für die geschundene Erde und die geschundenen Menschen. Vielleicht gibt das mir die Kraft, jeden Tag wieder zu diskutieren. Man hört viel, wenn man mit den Öffentlichen fährt oder da wohnt, wo keiner mit seine Meinung leise äußert.
    Wünschen wir uns diese Wunder, liebe Anna-Lena, gell?
    Liebe Grüße von der Gudrun.

    Gefällt 1 Person

  5. Helmut schreibt:

    Ja, „Mögen all jene, die gegangen sind,……………………. ein Licht hinterlassen, das uns immer wieder dazu ermutigt, niemals aufzugeben.“

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  6. ernstblumenstein schreibt:

    Deine Gedanken leuchten, weisen den Weg und lassen mich trotz allem hoffen…

    Gefällt 1 Person

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