Peter Georgas-Frey: Die Rückkehr

Peter Georgas-Frey: Die Rückkehr

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Mein heutiger Lesetipp

die-heimkehrIm ersten Teil, „Die Heimkehr“, versuchte der Horte Chronos, die anderen sechsundneunzig  Aurumer zurück zum Heimatplaneten reisen zu lassen. Er selbst verzichtete darauf, zwei Abtrünnige wurden getötet und seine Rivalin Apate war selbst in die Turbulenzen der Abreise verwickelt.

 

die-rueckkehrDie Handlung des zweiten Bandes, „Die Rückkehr“, setzt genau drei Monate nach den Ereignissen in CERN ein.

Chronos und Apate wissen nichts voneinander und sind jeweils Gefangene in Gefängnissen, die allen denkbaren Sicherheitsstandards entsprechen und als nicht erstürmbar gelten.

Karl und Dana hoffen, endlich zur Ruhe zu kommen und genießen ihre Zweisamkeit in Finnland. Als Patanjali, der indische Freund von Chronos, ein Signal von Chronos erhält, kann ihn nichts davon abhalten, ihn zu suchen.

Der zweite Band  hat für mich an Positivem gewonnen.

Der Stil ist flüssig, sehr gut zu lesen und verzichtet – im Gegensatz zum ersten Band – auf schwierige und nicht immer logische  Satzkonstruktionen.

Es sind nicht so viele Charaktere involviert wie im ersten Band, insofern sind sie klarer gezeichnet und prägnanter erfasst. Beim ersten Band hatte ich oft Mühe, die vielen Personen auseinander zu halten und immer richtig zuzuordnen.

Der Roman fängt spannend an und er bleibt es auch. Die Ereignisse nehmen den Leser mit und lassen ihn mitfiebern, bis zum Schluss.

Macht ist ein ganz zentraler Punkt in beiden Romanen, Macht um jeden Preis. Und damit trifft der Autor unsere heutige Gesellschaft mitten ins Mark. Wie oft werden auch heute Werte verraten, Einstellungen geschönt, um ganz bestimmte Ziele zu erreichen.

Ich empfinde beide Romane nicht als Science Fiction oder Utopie, denn die Frage nach Leben – in welcher Form auch immer – auf anderen Planeten ist nicht neu. Und wenn es dieses Leben tatsächlich gibt, kann es durchaus mit mehr Intelligenz agieren, als wir uns hier vorstellen können. Die Frage des technischen Fortschrittes, den die Menschheit den Aurumern mit all seinen positiven und negativen Auswirkungen verdankt, wirft auch ein klares Licht auf die negativen Seiten unserer technisierten Welt, wenn Technik einem reinen Selbstzweck und nicht einem Fortschritt für die Menschen  dient. Viele überdenkenswerte Aspekte unserer heutigen Zeit hat der Autor in geschickter Art und Weise angesprochen.

Ich erwähne z.B. die Möglichkeit, als Aurumer immer wieder neu geboren zu werden und den Körper zu wechseln, wenn Alter und Krankheit ihre ersten Spuren zeigen. Im zweiten Band gelingt es Aurumern, noch leichter in einen menschlichen Körper zu schlüpfen.

Wo sind unsere ethischen Grenzen im technischen Fortschritt, wenn Mensch, Pflanze  und Tier gezüchtet, geklont, genmanipuliert werden?

Die Frage der politischen Machtverhältnisse ist ein anderes, gerade auch wieder aktuelles Thema für uns, das zu überdenken ist und in beiden Büchern eine besondere Rolle spielt.

Das sind nur zwei Beispiele, die mir eine Reihe von Denkanstößen geliefert haben und darüber bin ich sehr  froh.

Bildquelle

ISBN: 9781537075518, Erscheinungsdatum: September 2016, 462 Seiten, € 13,90

©G.Bessen 10/16

 

 

 

 

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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11 Antworten zu Peter Georgas-Frey: Die Rückkehr

  1. bruni8wortbehagen schreibt:

    Denkanstöße sind immer gut und hier scheinen sie geschickt verpackt zu sein.
    Klingt entschieden besser als das, was Du vom Band Nr. 1 geschrieben hast, liebe Anna-Lena.

    Aber dieser Satz hier gibt mir zu denken:
    *Viele überdenkenswerte Aspekte unserer heutigen Zeit hat der Autos in geschickter Art und Weise angesprochen.*
    Ich vermute, es hat sich ein Minifehlerchen eingeschlichen *g*

    Sehr herzlich Bruni, müde vom Spaziergang
    Es geht – glaube ich – aufwärts *juchhu*

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  2. bruni8wortbehagen schreibt:

    Du aber auch, liebe Anna-Lena. Diese komischen Krankheiten kommen scheinbar aus dem Nichts angeflogen, die garstigen Dinger

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  3. bruni8wortbehagen schreibt:

    Den mag ich nicht. Ich finde ihn eklig, obwohl ihn auch meine Töchter trinken 🙂

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  4. bruni8wortbehagen schreibt:

    ja, ich weiß *seufz*

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  5. Rana schreibt:

    Bücher dieser Art stehen „eigentlich“ nicht auf meiner Liste. Aber du hast das Geschehen so spannend beschrieben, dass ich direkt Lust darauf bekomme. Also rauf damit auf den Stapel 😉 Liebe Grüße von Rana (noch am Frühstückstisch…. Herrlich!)

    Gefällt 1 Person

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