Wie ist das mit dem Abitur?

Wie ist das mit dem Abitur?

Neulich fiel mir ein Zeitungsartikel in die Hände, in dem es darum ging, dass das Abitur heute nichts Besonderes mehr sei, dass es eher das Besondere ist, es nicht zu haben. Nicht nur das Abitur, sondern auch die Bestnote mit einem Einser-Ergebnis werde von den meisten Schülern angestrebt. Um das zu erreichen, scheuen Eltern keine Mühen und Kosten und schicken ihre Kinder sogar zur Nachhilfe, damit aus einer eventuellen drei mindestens eine eins wird.

Das Abitur als Massenartikel? Das sollte es aber doch nicht sein, oder?

Es ist das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife, der Bildungsreife und wünschenswerterweise auch ein Zeugnis der menschlichen Reife.

Was macht diesen höchsten Abschluss auch zum beliebtesten Abschluss? Seit Jahren wird bemängelt, dass viele Ausbildungen an ein Abitur gekoppelt sind, für die vor einigen Jahren noch ein Realschul- oder ein Hauptschulabschluss reichte. Nicht jeder hat das Zeug für ein Studium und mit einem mittelmäßigen Abitur kann man keine Fächer mit einem Numerus Clausus studieren. Nimmt der Abiturient dann ein Fach, was ihn gar nicht sonderlich interessiert, mit der Option, nach dem Abschluss wenigstens eine gute Stange Geld zu verdienen?

Ich denke, es ist an der Zeit, die anderen Schulabschlüsse wieder aufzuwerten und keinen Akademisierungswahn voranzutreiben. Jeder soll nach seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert werden, mit fairen Chancen auf dem Ausbildungsmarkt. Für ein erfüllendes Berufsleben ist ein Abitur nicht unbedingt zwingend erforderlich.

Mir ist in den letzten Jahren immer mehr aufgefallen, dass es vielen Schülern nicht mehr um eine breit gefächerte Allgemeinbildung geht, sondern das Erlangen des Abiturs lediglich ein knallhartes Rechenexempel darstellt, ein genaues Kalkulieren um die erforderlichen Punktzahlen, bis hin zu der Berechnung, wann und wie oft kann ich fehlen, und das Abitur trotzdem schaffen.  Und oftmals klappt das auch, dass Schüler, deren Erscheinen in der Schule eher selten zu nennen ist, ein Abitur schaffen. Zumindest in Form eines Blattes Papier, auf dem Abiturzeugnis draufsteht, aber nicht unbedingt drinsteckt…

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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50 Antworten zu Wie ist das mit dem Abitur?

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Wir wurden zu Hause mit einer ausufernden Bibliothek erzogen und alle fünf Kinder haben Abitur, aber bereits in den 80er Jahren fiel mir auf wie wenig Allgemeinbildung die Abiturienten hatten und heute ist es noch schlimmer. Der Zwang aus Gründen des Vorwärtskommens Abitur zu machen ist mittlerweile zu stark, dass die Eltern und wohl auch die Schulen keinen Wert mehr auf breites Wissen legen. Ich würde die ganzen Schulsysteme dahingehend verändern ein praktisches halbes Jahr für die Schüler einzuführen, um etwas näher am Leben zu sein, wenn der Abschluss mal geschafft ist, denn die meisten haben vom Studien- oder Arbeitsalltag nicht die geringste Vorstellung.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Die Schulen, lieber Arno, legen schon Wert auf Allgemeinbildung, doch die Rahmenpläne, die sich zum kommenden Schuljahr bei uns schon wieder ändern, verhindern das breit gefächerte Wissen. Und daran sind wir doch gebunden, wenn wir die Schüler auf die Abschlüsse vorbereiten, entweder auf den mittleren Schulabschluss oder auf das Abitur.

      Auch berufsbildende Maßnahmen halten immer mehr Einzug in die Schule, einerseits sicher eine lohnende Sache, um Schüler mehr praxisbezogen auszubilden, andererseits zu Lasten der Allgemeinbildung, denn dafür fehlt es an Zeit.

      Viele Schüler haben nach der 10. Klasse noch keinerlei Ahnung, was sie mal werden wollen und drücken dann so lange die Schulbank, wie es eben geht. D.h. oft, bis sie es leistungsmäßig nicht mehr schaffen, eine Lehrstelle haben oder es dann doch mit dem Abi wagen.
      Das beobachte ich an meiner eigenen Gesamtschule sehr häufig.

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      • Arno von Rosen schreibt:

        Ich denke, dass ein großes Maß an Bildung zu Hause vermittelt werden sollte, aber da fehlen anscheinend die notwendigen Anstösse durch die Eltern, die vielleicht auch ihre eigene Zeit anders verplanen (müssen). Ich bin leider nicht informiert zugunsten welchen neuen Themas die humanistische Erziehung nahezu beendet wurde.

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        • Anna-Lena schreibt:

          „Ich denke, dass ein großes Maß an Bildung zu Hause vermittelt werden sollte“. Der Meinung bin ich auch, aber genau das passiert immer weniger und wird immer mehr an die Schule herangetragen.

          Ich fände es zum Beispiel schon sehr viel Wert, wenn Kinder zum Lesen von Büchern angeleitet werden und sich nicht nur auf digitale Medien stürzen würden.

          Das wäre ein Thema, da könnten wir stundenlang diskutieren und ich würde das gern auch machen…

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  2. Katrin - musikhai schreibt:

    Viele Schüler wissen auch nach der 12. Klasse nicht so recht, was sie machen sollen. Daher trifft man immer mehr junge Menschen, die ein freiwilliges Praktikumsjahr machen. Hier im Heim machen sie dann ein freiwilliges Sozialpraktikumk.

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  3. gertrudtrenkelbach schreibt:

    Damals, als ich Abi machte, ging es mir nicht um Allgemeinbildung. Sondern ums bestehen. Wir rechneten damals auch aus, ob und wieviel wir fehlen durften und wieviel Punkte wir brauchen, um zu bestehen….mir war es meist zu abstrakt in der Schule. Ich lernte, weil es gefordert wurde. Einige Fächer machten mir Spaß, aber das waren nur sehr wenige.

    Für Schulvielfalt bin ich auch. Und dafür, das anerkannt wird, das Menschen unterschiedlich sind und unterschiedlich lernen. Das Handwerklichbegabt soviel zählt wie Logischbegabt oder Phantasiebegabt…..

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  4. minibares schreibt:

    Die mit dem Zwölfer Abi tun mir leid.

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  5. Mia schreibt:

    Der Druck ist vor allem von außen. Einerseits bekommt man heutzutage kaum einen Ausbildungsplatz wenn ein gewisser Schulabschluß fehlt. Und andererseits senkt es dadurch automatisch das Niveau der Gymnasien.
    Der Leistungsdruck ist enorm. Die Tochter meiner Freundin studiert gerade Lehramt um auf dem Gymnasium unterrichten zu dürfen. Es ist ein Wahnsinns-Stress. Ein Notenschnitt von1,8 im Abschluss erforderlich. Sie hat es geschaftt – Toi, Toi, Toi! Doch über die Hälfte sind hängengeblieben. Das heißt – sie studieren weiter oder geben auf! Da stellt sich mir die sinnfrage

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    • Anna-Lena schreibt:

      Die Sinnfrage – gut formuliert, liebe Mia. Mittlerweile ist das Lehramtsstudium wenigstens praxisbezogener geworden, als es zu meiner Studienzeit war.

      Ich glaube, jedes Studium ist heute hart und ich finde, es sollten auch nur die studieren, die sich wirklich darauf einlassen können und ein Studium nicht als Verlegenheitslösung ansehen, weil sich nichts anderes ergab.

      Der akute Lehrermangel hat den Vorteil, dass der Lehrberuf zumindest in den nächsten Jahren ein sofortiges Beschäftigungsverhältnis garantiert.

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  6. Ingrid schreibt:

    So ist das wohl leider. Neulich ‚unterhielten‘ wir uns unter Bloggern, wie wenig handwerkliche Arbeit geachtet wird, wie schlecht nicht-akademische Berufe angesehen sind. Wenn das so ist, braucht man sich nicht zu wundern, dass alle Abitur wollen ‚auf Deubel komm raus‘.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ja, das ist die Schlussfolgerung, liebe Ingrid, genau so ist es.
      Und wenn man dazu in Betracht zieht, was aus unserem Volk der „Dichter und Denker“ geworden ist, wird mir ganz anders. Was vermittelt denn die Schule heute? Frag mal einen Abiturienten nach englischer Literatur? Nichts hat davon Platz in den Rahmenplänen….

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  7. ernstblumenstein schreibt:

    Bei uns in der Schweiz ist es wahrscheinlich noch schlimmer. Jede/r Schüler/in muss auf Teufel komm raus die Matura machen – die Eltern, Prestige und Geld wollen es so. Niemand will arbeiten und sich die Hände schmutzig machen. Ist das die Chance für Flüchtlinge?

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  8. Brigitte schreibt:

    Wir hatten keine Lust unsere Kinder unter Druck zu setzen. Vermittelt haben wir ihnen jedoch die Freude am Lesen, gesunde Ansichten, die Achtung vor anderen und noch vieles Gesunde mehr.

    Unserer Ältester besuchte die Realschule und war zu Beginn recht bequem. Irgendwann tat es den berühmten Knall und ab dann war er immer der Klassenbeste. Sein ganz persönlicher Ehrgeiz war geweckt. Als er sich für eine Banklehre vorstellte, da wurde er den Abiturienten vorgezogen. Warum? Wie oben bei dir schon besprochen. Nach Abschluss der Banklehre und 2jährigem Bundeswehrdienst, holte er die Hochschulreife nach, schloss ab als einer der Besten, und so war es auch im Studium usw. usw.

    Die Tochter wollte aufs Gymnasium, aber Mathematik war nicht ihres. Und nach einem Umzug befreiten wir sie und sie ging auf die Realschule. Hatte einen guten Abschluss und wurde examinierte Krankenschwester. Die sich im Moment auch schon wieder weiterbildet.
    Und so konnte jeder das erlernen, was er wollte. Wir übten keine Zwänge aus.

    Der Signore meint immer, wenn alle studieren wollen, wer soll dann noch handwerklich arbeiten? Ich stelle auch mittlerweile eine gewisse Arroganz in bestimmten studierten Kreisen gegenüber Handwerkern etc. fest. Man kann im Leben nicht immer alles voraus berechnen, nicht alles ist planbar und das soll wohl das Leben sein. Leiden kann ich es auch nicht, wenn bereits Kindern nur noch Zwänge auferlegt werden, egal wie, man hat zu funktionieren. Jeder ist anders und das ist auch gut so.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Eure Haltung, mit der ihr eure Kinder erzogen habt, gefällt mir. Nicht jeder ist am Ende der 10. Klasse bereits so weit, dass er weiß, was er will und so mancher Umweg kann auch hilfreich sein. Ich selber habe zwar einen geradlinigen Schulweg, was den Abschluss angeht, aber daneben und danach habe ich auf mehreren Hochzeiten getanzt und mich bemüht, den Blick immer über den Tellerrand zu heben.

      Die Erfahrung der Arroganz habe ich auch schon oft gemacht und das von-oben-herab kann ich absolut nicht ab. Jeder Beruf hat seine Daseinsberechtigung und wer ihn aus Überzeugung und wirklichem Wunsch heraus erlernt und ausübt, ist ganz bestimmt auch gut darin.

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  9. bruni8wortbehagen schreibt:

    eine breit gefächerte Allgemeinbildung – ja, so dachte ich auch immer, sollte ein Abitur mit sich bringen. Leider bleibt diese Bildung der besonderen Art hinter all dem zurück, was Du, liebe Anna-Lena, eben schon so wundervoll ausführlich beschrieben hast.

    Ich wünschte mir mal von Herzen diesen Schulweg und er wurde mir verwehrt. Es wurde nicht für notwendig erachtet, obwohl die Bibliothek im Elternhaus auch nicht zu verachten war.
    Für mich als einzige Beamtentochter war der Weg ins Gymnasium nicht wichtig… zu teuer…
    Da hadere ich heute noch nach so vielen Jahren….

    Hezrlichst Bruni am Mittwochabend

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  10. Uli schreibt:

    Liebe Anna-Lena !
    Deine Zeilen- aus denen ja auch schließlich DEINE Erfahrungen sprechen = DU hast den KERN getroffen !
    Gruß !
    Uli

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  11. Agnes schreibt:

    Du hast es auf den Punkt gebracht.
    Als ich nach acht Jahren die Volksschule verließ hatte ich alle Möglichkeiten. Wir konnten beim Rechtsanwalt, beim Steuerberater und bei der Bank eine Ausbildung anfangen.
    Ist alles heute nicht mehr denkbar. Und ich frage mich immer wofür muss ein Bankangestellter Latein können, die Chemie beherrschen etc. der braucht meines Erachtens kein Abitur. Gute Kenntnisse in Mathe und Deutsch und heute natürlich noch Informatik, und ein gutes Allgemeinwissen sind doch völlig ausreichend.
    Als bei uns in der Tageszeitung ein Friseur einen Auszubildenden mit Abitur suchte habe ich nur noch den Kopf geschüttelt, meine Friseure brauchen handwerkliches Geschick für ihren Beruf, ich glaube nicht, dass jemand mit seinem Friseur auf Latein ein Gespräch führt.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Du hast so Recht, liebe Agnes, ich halte das auch für maßlos übertrieben, dass heute für alles ein Abitur verlangt wird. Und in den letzten Tagen, im Rahmen so mancher mündlichen Abiturprüfung, blieb mir so einige Male schlicht die Spucke weg, was Schüler nach 13 Jahren Schule NICHT wissen… 😦 …

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      • Agnes schreibt:

        Es war zu meiner Zeit leider so, dass Mädchen eh kein Abitur brauchten, meine Mutter hätte das von ihrer Rente eh nicht finanzieren können.
        Aber dennoch hatte der Abschluß einer Volksschule einen sehr guten Stellenwert, und wir haben dementsprechend viel vermittelt bekommen.
        Es ist schade, dass die Volksschule, oder später die Hauptschule so schlecht angesehen werden. Ob berechtigt kann ich dabei nicht beurteilen.
        Aber besser ist es mit Deutschlands Bildung dadurch nicht geworden.

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        • Anna-Lena schreibt:

          „Aber besser ist es mit Deutschlands Bildung dadurch nicht geworden.“ Das ist allerdings wahr, wie auch die Tatsache, dass Mädchen zu lange die Bildung aberkannt wurde.

          Zum Glück läuten diese Glocken heute anders.

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  12. jeannettepaterakis schreibt:

    Liebe Anna-Lena, hier in Griechenland haben viele Eltern zwei Jobs ,damit sie genug Geld haben,dass ihre Kinder studieren können.Damit sie das schaffen,gehen sie am Nachmittag in Privatschulen,oder sie nehmen zu Hause Privatstunden.Denn sie brauchen eine bestimmte Anzahl von Punkten ,um das studieren zu können was sie möchten.Die meisten möchten Ärzte ,Anwälte oder Architekten werden.Nun ja, man wird sehen ,was die Zukunft bringt ❤ Die liebsten Grüsse

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    • Anna-Lena schreibt:

      Das ist hier oft auch nicht anders, liebe Jeannette. Die Frayge ist aber auch, ob wirklich jeder studieren muss.Hier gibt es auch für einige Fächer beschränkte Aufnahmekapazitäten und somit den numerus clausus. Und das bedeutet ein Einser-Abitur.

      Ich wünsche dir einen sonnigen Tag. Wir erwarten heute bis zu 30 Grad. Daher PC aus und raus 😆 .

      Liebe Grüße,
      Anna-Lena

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  13. hraban57 schreibt:

    Ein wichtiges Thema, daran gekoppelt das Bildungssystem schlechthin, wobei sehr oft die berechtigte Frage im Raum steht: Was denn notwendig ist im schulischen Werdegang? Kann Schule die Herausforderungen des Einzelnen tatsächlich berücksichten, dessen Fähigkeiten fördern? Zumal oftmals die Wirtschaft gleichwohl den Werdegang diktiert. In der Regel nicht, weil bis heute daran gekoppelt der „Geldbeutel der Eltern“, von wegen Bildungschancengleichheit ! Auf dem Papier, punktuell in Einzelfällen, die Wirklichkeit schaut anders aus. Zum Abi wäre ebenso erwähnenswert: der zweite Bildungsweg. Ich duchlebte ihn, weil ich stets auf der Suche war, ruhelos und unsicher, zuvor eine Ausbildung zum Möbeltischler absolvierte, mit Gesellenbrief, dann scheiterte, weil Möbelhäuser als Konkurrenz meine Vorstellung von echten Möbelbau durchkreuzten mangels Vitamin B, machte mit knapp 31 mein Fachabi in Metalltechnik. Und dann die Frage hier: Muß jeder studieren? Mitnichten. Doch manche können und tun es, verbleiben als „ewig-lange“ Studenten, andere wollen es, ohne entsprechenden finanziellen Background chancenlos scheitern. Genau das gehört ebenso zur Thematik.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Du hast ja eine bewegte Vergangenheit, was deinen beruflichen Werdegang betrifft und ich finde das immer sehr sympathisch, denn es gibt genug Fachidioten, die nie nach rechts und links geschaut haben.

      Das Bildungssystem, so wie es heute ist, muss dringend reformiert werden. Solange die Klassen so groß sind, ist die Förderung einzelner Schüler nach wie vor ein großer Traum. Dazu kommt der Lehrermangel, der in den nächsten Jahren noch größer wird, da in den letzten zehn Jahren „verpennt“ wurde, wieviele Pädagogen in naher Zukunft in Rente oder in Pension gehen. Das heißt, es wird schwierig werden, den „normalen“ Unterricht abzudecken.

      Ich bin schon der Meinung, dass eine breit gefächerte Allgemeinbildung von der Schule vermittelt werden soll, allerdings sollte zudem auf grundlegende Angebote für handwerkliche Berufe geachtet werden.

      Ich bin wie du der Ansicht, dass nicht jeder studieren muss, und die Regelstudienzeit verhindert doch mittlerweile die „ewigen“ Studenten.

      Ja, es ist ein umfassendes Thema, das man hier gar nicht so abhandeln kann.
      Ich stecke ja gerade mit meiner eigenen Klasse mitten im Abitur und stelle auch da wieder fest, manche hätten es heute sicher leichter, wenn sie mit einer guten Mittleren Reife in die Ausbildung gegangen wären…

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  14. suebilderblog schreibt:

    Du sagst es, es kann nicht nur Studierte geben, wer soll denn unsere Häuser bauen, die Dächer decken, Straßen bauen, die Haare schneiden, Brote backen und und und…..

    Bei uns in NRW wird das ABI nach 12 Jahren abgelegt, da ich selbst Mutter einer Tochter im Abi-Alter bin, weiß ich wie viele Schüler daran scheitern, viele Kinder meiner Bekannten haben schon seit der 6 Klasse in mehreren Fächern Nachhilfe, nur weil die Eltern wollen, dass sie das Abitur in der Tasche haben. Letztendlich sind gerade diese Kinder dann spätestens nach der 10 Klasse abgegangen, manche haben die Schule schon nach der 9 gewechselt. Wo blieb da die Kindheit, wenn neben Schule und Hausaufgaben, die Nachmittage mit Nachhilfestunden zugepflastert waren? Unsere Tochter hatte damals nach der Grundschule die Qualifikation für das Gymnasium, da sie aber eine sehr ruhige Schülerin war, haben wir sie zur Realschule geschickt, wo sie eine gute mittlere Reife abgelegt hat. Inzwischen macht sie ihr Fachabitur und weder sie noch wir bereuen es, dass wir sie nicht aufs Gymnasium geschickt haben.
    LG Susanne

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    • Anna-Lena schreibt:

      Du sprichst mir so aus der Seele, liebe Susanne, es muss nicht nur „Studierte“ geben. Und ich finde ganz wichtig, dass auch die Kinder ein Wörtchen mitzureden haben und nicht von den Eltern zum Abitur gezwungen werden. Das erlebe ich leider immer wieder.

      Wir warten nun auf die Endergebnisse und dann auch eventuelle Zusatzprüfungen, dann ist auch dieser jahrgang durch.

      Ein gutes Ergebnis für eure Tochter.
      LG Anna-Lena

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