Willkommenskultur

unspecifiedFür Anna Schmidts Bl0gparade: Schreiben gegen Rechts

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In der Stadt meines Brötchengebers ist man sich in der Flüchtlingspolitik nicht immer einig. Wie auch? Einigkeit und gemeinsames Handeln ist ein Idealzustand, der einen langen Prozess des Denkens und des Umdenkens in Gang setzt und der Zeit braucht. Aber daran arbeiten viele und das ist das klare und eindeutige Zeichen für diejenigen, die die Atmosphäre gegen Flüchtlinge durch Hetzerei und feige Anschläge und Übergriffe immer wieder neu vergiften wollen.

Bereits Ende 2013, als die erschütternden Bilder der Menschen, die in Booten nach Europa kamen und von denen viele im Mittelmeer ertranken, durch die Medien gingen, hat sich diese Willkommensinitiative bereits gegründet, vorausschauend, dass viele Flüchtlinge zu uns kommen und unseren Schutz und unsere Hilfe brauchen werden.

Am 10.12.2015, dem Tag der Menschenrechte, haben unsere 13. Klassen Jugendliche einer Willkommensklasse zu uns eingeladen, um ein paar ungezwungene Stunden miteinander zu erleben.
Es wurden Kekse gebacken, die Jungen spielten miteinander Fußball und beim gemeinsamen Kaffeetrinken kamen die ersten zögerlichen Gespräche in Gang. Mit ein wenig Deutsch, Englisch und Französisch ging das schnell.

Jugendliche entdecken schnell gemeinsame Interessen, sei es per Smartphone oder Smartboard über Musik oder Filme. Sich annähern, auf Tuchfühlung gehen, ein Gespür dafür entwickeln, sich auf den anderen einzulassen, das ist die Herausforderung unserer Tage, der wir in vielfältiger Form begegnen.
Aber genau das ist unsere Chance zu zeigen:

Ihr seid Willkommen! Wir nehmen Euch an.

1.42. 3Willkommen in Oranienburg

http://wie-kann-ich-helfen.info/willkommen-in-oranienburg-offenheit-denm-fremden-gegenueber/1599

c/Text und Fotos: G. Bessen

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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5 Antworten zu Willkommenskultur

  1. freiedenkerin schreibt:

    Was für eine wundervolle Initiative! Genau so geht Willkommenskultur, und genau so setzt man Zeichen für ein friedvolles und respektvolles Miteinander. ❤

    Gefällt 1 Person

  2. bruni8wortbehagen schreibt:

    Über die Jugendlichen wird das Miteinander am selbstverständlichsten vollzogen, glaube ich, viele der Älteren brauchen ein wenig länger. Da sind so viele Dinge, die zueinander kommen müssen, so viele Gedanken wollen bedacht sein, aber auch hier werden es viele und viel mehr als man denkt, schaffen!

    Die anderen, die es nicht schaffen WOLLEN, sie sind wohl die, die zu kurz denken, zu eng, mit engen Herzen und eben wohl auch rassistisch und Rassismus bringt so unendlich viel Leid über die Welt. Es sollte endlich mal aufhören, endlich!

    Herzliche Grüße an Dich, liebe Anna-Lena, von Bruni

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    • Anna-Lena schreibt:

      Den Älteren kann man es nicht verdenken, im Alter ist man nicht mehr so flexibel und ein Umdenken ist nicht immer einfach. Das haben Kinder und Jugendliche voraus, sie leben uns das vor. Warum nicht auch mal von der jüngeren Generation profitieren und lernen?

      Hab einen schönen Abend und einen herzlichen Gruß an dich♥

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  3. Ingrid schreibt:

    Das ist eine ganz wunderbare, Mut machende Sache. Ich kenne auch so eine Initiative hier, von Studenten ausgehend. Die backen, kochen, spielen mit den Flüchtlingen und geben ihnen das Gefühl, willkommen zu sein.
    LG, Ingrid

    Gefällt 1 Person

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