Mitten unter uns

Mitten unter uns

Menschen, die nichts besitzen, außer den Dingen, die sie am Leib tragen – Menschen mit unheilbaren Krankheiten – Menschen, die so reich sind, dass sie die Welt jederzeit bereisen können – Menschen, bei denen die Hoffnung auf ein Leben in Frieden schwindet – Menschen, denen der Hass auf Flüchtlinge ins Gesicht geschrieben steht – Menschen, die arbeiten wollen, aber nicht dürfen – Kinder ohne elterliche Nestwärme – Menschen, die selbstlos auch das letzte Hemd teilen – Menschen, die ihre lebensgefährliche Flucht durch viele Länder überlebt haben – Menschen, die eine Tochter durch einen kranken U-Bahnschubser verloren haben – Menschen, die an der Nadel hängen und keinen Ausweg sehen –Menschen, die durch einen Schicksalsschlag alles verloren haben und obdachlos sind – Menschen, die auf Hartz IV angewiesen sind – Menschen, die in Hospizen auf den Tod warten – Menschen, die sterben wollen, aber nicht können – Menschen, die vor lauter Langeweile kriminelle Taten begehen – Menschen, die es gut finden, nur sich selbst zu sehen – Menschen, die auf hohem Niveau jammern – Menschen mit Empathie – Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, andere auf ihrem Lebensweg zu begleiten – Menschen, die ihr Leben auf Staatskosten fristen – Menschen, denen das Ungeborene nicht passt und es abtreiben – Menschen mit Charisma – Menschen, die sich in ihren Ansichten nicht beirren lassen – Menschen, die am Missbrauch von Kindern Befriedigung finden – Menschen, die sinnlos zerstören – Menschen mit Herz und Verstand – Menschen mit unerschütterlichem Optimismus – Menschen mit der Einstellung: Was geht mich das an? – Menschen im selbstlosen Dauereinsatz – Menschen, die keine moralischen Grenzen kennen – Menschen mit unerschütterlicher Geldgier – Menschen, die sich in unserer Wohlstandsgesellschaft ausruhen – Menschen, die nicht wissen, wie sie ihre Familie satt bekommen – Menschen ohne Perspektive – Menschen, die andere der Freiheit berauben – Menschen mit Tunnelblick – Menschen mit Zöpfen, Bärten und langen Haaren – Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe – Menschen, die Heimweh haben – Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben – Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen – Menschen mit Bildungsniveau – Menschen, die sich ihre eigenen Zukunft verbauen – Menschen voller Hass – Menschen, die alles besser wissen – Menschen, die von Kriegen traumatisiert sind – Menschen, die ratlos sind – Menschen, die sprachlos sind – Menschen, die Gastfreundschaft missbrauchen – Menschen, die sich als Ware verkaufen – ………….

Alle diese Menschen haben einen Lebenslauf
wissen aber nicht, wie sich der Lauf
ihres weitern Lebens gestalten wird.

Alle diese Menschen haben eines gemeinsam:
Sie leben auf derselben Erde.
Sie haben einen freien Willen.
Sie haben die Möglichkeit, ihr Leben zu gestalten,
allein oder mit der Hilfe anderer.

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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50 Antworten zu Mitten unter uns

  1. Winnie schreibt:

    … und es gibt Menschen, auf die trifft mehreres gleichzeitig zu!

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  2. sylvi29 schreibt:

    Liebe Anna-Lena, insgesamt mag ich deine Aufzählung, bezweifle aber, dass wirklich jeder Mensch einen freien Willen hat bzw. haben darf, ihn erkennt und ihn nutzen kann. Und so sehe ich es auch bei der Gestaltung des Lebens. Es wäre schön, wenn alle die gleichen Möglichkeiten oder wenigstens einige davon hätten. So ist es aber nicht immer.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ich selbst zweifele nicht an einem freien Willen, die Möglichkeiten zur Lebensgestaltung nach eigenem Gutdünken mögen für viele eingeschränkt sein, bedingt durch ihren Lebensraum, ihre Sozialisation und ihr Umfeld.

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      • sylvi29 schreibt:

        Das sind spannende Überlegungen, die schon seit Jahrtausenden in den Köpfen herumschwirren.
        Du hast wahrscheinlich Recht: Einen Willen hat wohl jeder und wenn es der Wille zum Überleben ist – oder auch nicht.
        Oder gibt es doch Menschen ohne einen Willen? Ohne einen freien Willen? Wie sieht die Freiheit da aus? Kann ich noch von freiem Willen sprechen, wenn es um Menschen geht, die eingesperrt sind und ich weiß nicht was über sich ergehen lassen müssen? Natürlich sind alle Beispiele von eingeschränktem Willen extrem negativ, deshalb zähle ich lieber nicht auf, was mir alles dazu einfällt.
        Einen Willen zu haben beinhaltet natürlich nicht, seinen Willen durchsetzen zu können. Das ist mir durchaus klar. Ist der Wille (jetzt bin ich doch wieder bei einem Beispiel) eines Kindersoldaten, der tötet, wirklich frei?

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        • Anna-Lena schreibt:

          Da stellt sich die Frage, warum werden Menschen eingesperrt? Es gibt Länder, da kann es Willkür sein. Bei uns wird i.d.R. jemand eingesperrt, der sich hat was zu Schulden kommen lassen.
          Der Kindersoldat ist von vorn herein ein Problem, Kinder dürfen keine Soldaten sein, sie haben nicht die Reife, diese Entscheidung zu treffen, ob sie Soldat sein wollen oder nicht.
          Außerdem gilt für alle Religionen: Du sollst nicht töten.

          Spannende Fragen, deren Beantwortung nicht so einfach ist.

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  3. minibares schreibt:

    Unheilbare Krankheit, das bin ich und die Kinder von Petra.
    Mein Mann hat inzwischen Hüftprobleme. Denn er muss mich immer hochheben.
    Ich werde ihm den Vorschlag machen, in die Knie zu gehen.

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  4. Ingrid schreibt:

    Also die ganze Fülle dessen, was es unter Menschen gibt. Mit dem freien Willen ist es so eine Sache, überhaupt mit dem Willen. Ich glaube nicht, dass das so einfach ist. Es gehört viel Bewusstsein seiner selbst dazu, etwas zu erkennen, zu wollen, zu tun.
    Liebe Grüße, Ingrid

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  5. Ich finde den Beitrag großartig und bin ganz dabei … jeder hat die Wahl, zumindest weil das „… allein oder mit der Hilfe anderer!“ am Ende auch relativiert. Gefällt mir sehr gut!

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  6. Katrin - musikhai schreibt:

    Ich finde deinen Beitrag eindrucksvoll! Ob ich allem zustimme, sei dahin gestellt. Aber die ‚Menschen, die… ‚-Liste ist wie ein Gedicht! Toller Beitrag, Anna-Lena! 🙇

    Gefällt 3 Personen

  7. Michael Hermann schreibt:

    Du hast Dir sehr viele Gedanken gemacht über diese Liste, liebe Anna-Lena. … und das ist toll! … auch das Ergebnis. Sicher gibt es hier oder da vielleicht auch andere Ansichten – oder man könnte die Liste erweitern. Aber es ist gut, wenn man es sich bewusst macht, was alles los ist auf dieser Welt. Nur so findet man seinen jeweiligen und eigenen Standpunkt.
    Mit lieben Grüßen,
    Michael

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    • Anna-Lena schreibt:

      Die Gedanken kamen, ich konnte sie kaum stoppen. Es schadet nicht, sich immer mal wieder bewusst zu machen, wie gut es einem selber geht. Nur so kann man auch Verständnis für die haben, denen es nicht gut geht. Und man sollte sich auch wieder bewust machen, einfach dankbar zu sein.

      Liebe Grüße auch an dich,
      Anna-Lena

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  8. gabymuenchen schreibt:

    Liebe Anna-Lena, eine Menschheit mit vielen Gesichtern hast du gezeichnet und jeder von uns möchte mit seinem Dasein zurecht kommen. Aber ich glaube nicht, dass wir einem freien Willen folgen dürfen. Durch unsere Herkunft und alles Erlebte ist uns eine gewisse Richtung vorgegeben. Manche nennen das Schicksal. Das entschuldigt aber keine unrechte Handlung, denn natürlich hat jeder von uns sein Tun ganz alleine selbst zu verantworten. Über dieses Thema könnte man sich sehr, sehr lange unterhalten….. Liebe Grüße

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    • Anna-Lena schreibt:

      Eine gewisse Richtung gibt es sicher für jeden Menschen, aber – natürlich je nach Situation – auch die eigene und zwingende Verantwortung, ja oder nein zu sagen.
      Aber so vielschichtig die Menschheit ist, so verschieden sind auch die Gegebenheiten und die Möglichkeiten. Das lässt sich nicht in wenigen Sätzen pauschalisieren.

      Auch dir liebe Grüße,
      Anna-Lena

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  9. bruni8wortbehagen schreibt:

    Du hast die verschiedenartigen Menschen wundervoll aufgelistet, liebe Anna-Lena.
    Es ist ja tatsächlich so, daß jeder einzigartig ist, jeder anders als der andere und es gibt die, die helfen und die, die Hilfe brauchen. Es gibt alle.
    Und es ist eigentlich richtig, daß jeder einen eigenen Willen hat, aber wie manipulierbar sind wir doch. Wie angreifbar ist unser Gehirn und immer gibt es Menschen, die es ausnutzen, die ganz genau wissen, wo sie ansetzen müssen, um Gedanken in eine bestimmte Richtung zu lenken und schamlos und ohne jegliche Skrupel tun sie es – s. Beispiel Kindersoldaten

    Der Mensch ist etwas Besonderes, aber seine Emotionen unterscheiden ihn sehr von anderen Lebewesen und Emotionen sind so unberechenbar wie eine Herde wilder Affen (ein besseres Beispiel fiel mir auf die Schnelle nicht ein *g*)

    Ich grüße Dich spät am Samstagabend und wünsche Dir eine gute Nacht, liebe Nachteule

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ja, wir lassen uns sehr manipulieren. Schau dir allein die Werbung an, was die täglich versucht, aus uns zu machen. Wie gutgläubig sind wir doch, wenn wir uns zulallen lassen ohne zu hinterfragen.
      Ich selbst denke, es ist auch eine Frage des Alters, der Erfahrung, hinter die Kulissen zu blicken und sich auf seine eigenes Ich zu besinnen.
      Als junge Frau hätte man mir erzählen können, im Himmel sei Jahrmarkt und ich hätte noch gefragt, woher ich die Eintrittskarte bekomme :mrgreen: .

      Schlaf du auch gut, liebe Nachteule. Ich werde nun ernsthaft mit dem Vollmond schimpfen, denn ich muss früh raus…

      Allerliebste Grüße zu dir!

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  10. bruni8wortbehagen schreibt:

    *lach*, so ähnlich ist es mit mir auch.
    Ich war heute mit den Töchtern auf einer Esoterikmesse – aus reiner Neugier – und ich stellte fest, wie fürchterlich kritisch ich war und es gefiel mir.

    Morgen ist Sonntag, da kannst Du doch schlafen?!

    LG von mir Nachteulchen

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    • Anna-Lena schreibt:

      Esoterik ist nicht jedermanns Sache. Nein, wir sind zum Brunch eingeladen 🙂 .
      Liebe Grüße zum Sonntag,
      Anna-Lena

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      • bruni8wortbehagen schreibt:

        Meine auch nicht. Ganz und gar nicht.
        Mit jedem Schritt dort wurde es mir mehr bewusst.
        Oh, Brunch ist eine feine sache.
        Viel Freude dabei 🍞🍜🍔🍮 und liebe grüße von mir

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        • Anna-Lena schreibt:

          Ich finde Esoterik schon sehr interessant und befasse mich auch hin und wieder damit. Man muss, so denke ich, einfach an vieles glauben, damit es wirkt und da fangen bei mir die Probleme an.

          Ja, wir hatten einen schönen und sättigenden Sonntag.
          Liebe Grüße
          Anna-Lena

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  11. freiedenkerin schreibt:

    So ungezählte unterschiedliche Facetten – und vielleicht ist jeder von uns nur ein klitzekleines Teilchen von Maya, der Weltenseele, das habe ich heute in einem Buch von Jostein Gaarder gelesen… Wenn wir das alle klar erkennen könnten, dann würde uns das vielleicht helfen, und ein wenig mehr einen, und Zwietracht beseitigen, Missverständnisse klären, Hass und Gram mindern, und soziale Unterschiede überbrücken helfen…

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  12. cosmea49 schreibt:

    Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass jeder einen Willen hat und einen Charakter. Wenn ich zurück denke, dann fällt mir auf, dass wir alle mit Sicherheit schon immer etwas fremdbestimmt waren. Z. B. politisch, aber auch durch die Regeln des Zusammenlebens. Ganz gewiss hat nicht jeder die gleichen guten Voraussetzungen wie wir sie hier haben. Doch wir hier versinken allmählich in selbst gemachten Zwängen. Diesen müssen wir überhaupt nicht folgen. Meine Devise ist schon immer gewesen, dass man alles tun kann, aber auch immer mit einem gewissen Maß.

    Und so glaube ich, dass Ehrlichkeit, Toleranz, Respekt gegenüber anderen das Leben erleichtern bzw. unbedingt notwendig sind. Und das erwarte ich auch von anderen. Auch sollte man nicht immer alle in einen Topf werfen. Jeder Mensch ist anders. Jeder hat einen anderen Weg. Und die Politik achtet immer öfter eher darauf, dass sich alles rentiert. Oder wie sonst soll man sich das Pflegedilemma oder den respektlosen Umgang mit alten Menschen etc. erklären.

    Wir müssen den Kindern wieder ein Vorbild sein, und das geht nicht nur mit vielen Therapien und ständiger Unterhaltung. Wir vermitteln den Wert, den wir weitergeben. Darüber dürfen einige Eltern mal nachdenken. Das Leben besteht nicht nur aus Kaufen.

    Schönen Sonntag und lieben Gruß, Brigitte

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass viele keine Therapie nötig hätten, wenn Werte mehr vorgelebt und auch gelebt würden.
      Fremdbestimmtheit gibt es sicher überall, wo es Gesetze gibt, an denen sich die Menschen halten, das erfordert jegliche Art des Zusammenlebens im Großen wie im Kleinen. Ohne Gesetze würden wir im Chaos versinken.
      Was ich auch gefährlich finde, ist das Arbeiten nach Zeit, dabei kommt der Mensch zu kurz. Für viele zwischenmenschliche Dinge ist kein Geld und somit keine Zeit mehr übrig und daraus resultiert wieder der viel beklagte Werteverfall. Es scheint eine Schraube ohnen Ende zu sein.
      Ich sehe die Zukunft momentan recht düster.

      Liebe Sonntagabendgrüße auch zu dir, liebe Brigitte,
      Anna-Lena

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  13. Lutz schreibt:

    Toller Beitrag von dir. Wahre Worte. Dir einen schönen Sonntag. L.G.

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  14. Agnes schreibt:

    Wahre Worte liebe Anna-Lena.
    Es gibt so viel Not und Elend auf der Welt, aber auch so viel Freude und Liebe.
    Wenn die Mischung sich einigermaßen verhält ist das Leben sicher noch lebenswert, aber wenn negative Aspekte die Überhand haben, dann ist es ein trauriges Leben.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Deshalb ist es für jeden von uns wichtig, für sich selbst eine gesunde Mischung zu finden, d.h. sich die Freude am Leben zu erhalten, aber auch die nicht zu vergessen, denen es nicht gut geht und ihnen zur Seite zu stehen, wenn wir sie in unserer persönlichen kleinen Welt erleben.

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