Anklopfende Maria

Anklopfende Maria

Vor wie vielen Haustüren
hast du, Maria, gestanden
und angeklopft, damals in Betlehem?

Wie viele Tore und Türen
sind dir, Maria, verschlossen
geblieben oder wurden
dir vor der Nase zugeschlagen?

An wie vielen Stationen
wurdest du, Maria, abgewiesen oder
abgefertigt, weil man dich
mit deinem Kind nicht haben wollte?

Maria, wie muss dir damals
zu Herzen gegangen sein,
als werdende Mutter
nicht aufgenommen,
sondern abgelehnt zu werden?

Und heute?
Junge Mütter,
schwangere Frauen
auf der Flucht,
im Asyl, weltweit, hier bei uns?

©Paul Weismantel

Maria durch ein Dornwald ging

Ave Maria

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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20 Antworten zu Anklopfende Maria

  1. Quer schreibt:

    Ja, die Parallelen sind offensichtlich…

    Herzlichen Gruss in die Weihnachtswoche,
    Brigitte

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  2. minibares schreibt:

    Tja, sie hatten es nicht leicht.
    Da gerade Volkszählung war, waren alle Häuser voll.

    Wie viele können ihr Kind in Ruhe zu Welt bringen, ohne Krieg?
    deine Bärbel

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  3. helmutmaier schreibt:

    Eine alte, aber leider immer wieder neue Wahrheit liegt da drin!

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  4. Agnes schreibt:

    Wenn man sich das mal vor Augen führt, was Josef und seine hochschwangere Maria damals erlebt und durchgemacht haben, das ist schon unvorstellbar.
    Ich glaube heute hören zwar viele das Weihnachtsevangelium, aber es rückt wohl mehr in den Status eines Märchens oder einer Legende, dass es authentisch ist, verschwimmt wohl ein wenig.
    Das Gedicht rückt das Weihnachtsevangliums wieder in ein anderes Licht.
    LG
    Agnes

    Gefällt 1 Person

    • Anna-Lena schreibt:

      Ja, liebe Agnes, so scheint es zu sein.
      Viele halten die Bibel für ein ‚Märchenbuch‘ und haben nicht gelernt, sie zu verstehen.Und wer damit nichts anfangen kann, kann auch nicht glauben.

      Liebe Grüße
      Anna-Lena

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  5. bruni8wortbehagen schreibt:

    Ihr wurde nicht geöffnet. Es zeigte sich keine offene Tür und heute würde es genau so aussehen.
    Es mußten bestimmte sehr viele schwangere Frauen und Kinder ihr Leben auf der Flucht lassen, damals nach dem 2. Weltkrieg und heute, ganz aktuell schon wieder… Was hat sich also geändert?

    Herzliche Grüße an Dich, liebe Anna-Lena

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  6. Träumerle Kerstin schreibt:

    Jetzt vor Heiligabend besonders schlimm. Und es zeigt uns, dass sich die Situation nicht geändert hat. In tausenden Jahren nicht. Abgeschoben, abgewiesen, ungewollt.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    Gefällt 1 Person

  7. gabymuenchen schreibt:

    Ja, liebe Anna-Lena, das war schlimm und ist es immer noch. Ich hätte meine Kinder nicht ohne Hebamme zur Welt bringen wollen. Allerdings meine ich, was bei uns heute so alles rund um Schwangerschaft und Geburt veranstaltet wird, ist auch nicht der richtige Maßstab.
    Liebe Grüße

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  8. freiedenkerin schreibt:

    Besonders traurig ist, dass jene, die der hochschwangeren Maria und ihrem Mann Josef heutzutage die Türen vor der Nase zuschlagen würden, ständig posaunen, sie würden die christlichen Werte verteidigen…

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