Wir putzen selbst!

Die Marotte „Ich habe eine Putzfrau“ ist keine Eigenart, die ich bisher vermehrt bei Lehrern festgestellt habe. Dieser Trend hat auch Menschen erfasst, die keineswegs alt und körperlich nicht mehr in der Lage sind, ihre Hausarbeit alleine zu bewältigen. Im Gegenteil, im Vollbesitz der körperlichen und geistigen Kräfte und in der Blüte ihrer Jahre, scheint die Putzfrau auch bei jungen Menschen „in“ zu sein.

Für mich befremdlich und gar nicht eines Gedankens wert.
Ich hätte arge Probleme, meinen Dreck von anderen wegmachen zu lassen, weil ich meine Freizeit nicht mit Putzlappen und Eimer, Staubsauger und Wischmopp verbringen möchte.
Und ganz nebenbei, hätte ich auch nicht gern fremde Menschen im Haus, erst recht nicht in meiner Abwesenheit.

Ich kann nicht behaupten, dass das Putzen zu meiner Lieblingsbeschäftigung gehört, aber als Ausgleich zur Schreibtischsitzerei kann das sogar hin und wieder wohltuend sein.
Und wenn dann alles wieder glänzt, fühle ich mich wohl.

Vor Jahren besuchte uns meine Schwiegermutter, als sie noch in Niedersachsen lebte. Vor ihrer Abreise schmiss sie alle Handtücher im Badezimmer auf den Boden. Auf die Frage meines Mannes, was das denn solle, kam die Antwort: „Das macht man in Hotels so!“

Es lebe die Konsumgesellschaft mit ihren Dienstleistungen!

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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54 Antworten zu Wir putzen selbst!

  1. kormoranflug schreibt:

    Ja ich putze und bügle auch selbst (lach). Ein paar Häuser weiter leben Nachbarn, die bei einen Gartenfest anmerkten: das ist Vergeudung für die Tätigkeit der Elite. Seit dieser Zeit habe ich das Pärchen „Elite“ getauft.

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  2. dorosgedankenduene schreibt:

    Ich würde das auch nicht wollen, und solange es meine Gesundheit zulässt, werde ich auch selber putzen. Allerdings als putzwütig würde ich mich nicht bezeichnen, wenn nötig, dann tu ichs halt. Und danke für den Schmunzler, tja Schwiegermütter halt, hätte glatt von meiner sein können 🙂

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  3. leonieloewin schreibt:

    Ja, wir putzen selbst :-)…liebe Grüße und einen schönen Sonntag

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  4. … ich gebe dir sehr Recht –
    ich empfinde es auch so ….
    Segen dir!
    M.M.

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  5. regenbogenlichter schreibt:

    Ja ich auch. Auch wenn ich es manchmal schon lästig finde. Ich könnte und wollte auch keine Putzfrau haben. Am „liebsten“ ist mir die Spezies, die von oben herab auf die Putzfrauen schaut. Die sollten froh sein, wenn ihnen jemand den Dreck wegmacht, sofern sie es auch vernünftig tun.
    Und einen privaten Besuch mit dem Hotel zu vergleichen… ohne Worte. 😯

    Ich wünsche dir einen schönen, möglichst putzfreien Sonntag.
    Ute

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  6. sylvi29 schreibt:

    Liebe Anna-Lena,
    dann bist du also nicht das Hotel Mama, sondern das Hotel Schwiegertochter!
    Ich muss zugeben, dass ich mir eine Raumpflegerin (jetzige Berufsbezeichnung) leisten würde, wenn ich könnte. Tatsächlich ist es eine Tätigkeit, die gelernt werden kann und entsprechend vergütet werden muss. Bis vor drei Jahren habe ich selbst geputzt, habe mich übrigens als Putzfrau bezeichnet. Dort wurde ich besser bezahlt, als in meinem damaligen Job als Verkäuferin. Das Gehalt dort war so gering, dass ich nebenbei zwei Mal pro Woche anderer Leute Schmutz beseitigt habe. Es hat mich nicht gestört! Vielleicht deshalb, weil sie mir sympathisch waren. Ich war angemeldet, versichert, hatte Urlaubsanspruch und sogar Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
    Jetzt würde ich mir diese Dienstleistung gern gönnen können, um öfter am Schreibtisch zu sitzen als es im Moment möglich ist. Der Tag hat zu wenig Stunden!
    Hätte ich als Reinigungskraft allerdings Arbeitgeber, die Handtücher auf den Boden werfen und überheblich auf meine Arbeit reagieren, müssten sie ihren Dreck selbst beseitigen – wenn sie denn in der Lage dazu sind. Richtiges Putzen ähnelt nämlich einer Wissenschaft!
    Für viele Frauen und wenige Männer sind diese Jobs eine Möglichkeit, ihre besch …eidenen Löhne oder Hartz4 aufzubessern. Darum ist es vielleicht gar nicht so schlimm, dass sich Menschen, die es sich leisten wollen und können, als Arbeitgeber betätigen. Bei angemessener Bezahlung!

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    • Anna-Lena schreibt:

      „Ich war angemeldet, versichert, hatte Urlaubsanspruch und sogar Urlaubs- und Weihnachtsgeld.“ Das nenne ich auch ordentliche Bedingungen für die, die sich etwas dazu verdienen müssen. Leider ist das aber oft nicht der Fall und das verurteile ich.
      Mich macht eigentlich sauer, wenn Menschen, die die Zeit hätten, jung und gesund sind, andere ausnutzen, weil sie selbst zu faul sind.
      Als Studentin habe ich auch alles gemacht, auch in einem Museum geputzt, aber zu annehmbaren Bedingungen.

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  7. Helmut Maier schreibt:

    Wenn solche Dienstleistungen wirklich ihrem Wert nach entlohnt werden müssten, wären sie wohl nicht mehr so ohne Weiteres „in“.

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  8. Isa Schikorsky schreibt:

    Danke, Anna-Lena. Mir ganz aus der Seele gesprochen.

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  9. mrsweasly schreibt:

    putzen ist meine therapie, da lass ich meine gedanken laufen und alles klärt sich, umso sauberer meine wohnung, umso schlechter geht es mir :-). mir hiflt putzen immer extrem. ABER für das fensterputzen würde ich sofort eine gute fee einstellen 🙂

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  10. Frau Tonari schreibt:

    Ich / Wir putze(n) hier auch noch selbst. Gerade gestern war wieder die große Runde angesagt.
    Aber: Ich muss zugeben, dass ich mich ernsthaft mit dem Gedanken trage, mir diesbezüglich Unterstützung zu „gönnen“. Nicht, weil ich zu faul oder körperlich nicht mehr in der Lage bin. Aber in der Woche bin ich nach dem Vollzeitjob einfach zu platt für die große Hausarbeit. Bleibt das Wochenende. Und da wäre ich gerne unterwegs oder hätte Lust auf ein gutes Buch, statt mich um Fenster, Fußboden und Badewanne & Co. zu kümmern.
    Ich sehe eine Haushaltshilfe nicht als Putze, sondern eher als guten Geist, der nicht genug gewertschätzt werden kann und unbedingt fair zu entlohnen ist.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Unsere Putzerei ist auch eine Wochenendbeschäftigung, aber wir haben unsere Einteilung und jeder seinen bereich, dass es noch gut zu handeln ist.
      Was darüber hinausgeht, wie Fenster putzen, das mache ich, wenn ich Zeit und Luft habe.

      Ich wünsche dir Glück, einen guten Geist zu finden 🙂 .

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  11. die3kas schreibt:

    Da bin ich ganz anderer Meinung. Als ich noch selbständig war, leistete ich mir eine Putzfee und eine Bügelfee. Die wenige Freizeit wollte und konnte ich nicht mit Putzen verbringen und der Sonntag war zu der Zeit Familie und Freunden gewidmet.
    Heute hätte ich gerne eine Putzfee, denn ich fühle mich einfach zu oft schach matt. So ein Wohnungsputz dauert heute ewig weil ich ständig Pausen einlegen muss und keine Luft mehr bekomme und total am schwitzen bin. Dann kommt noch die Angst vor dem nächsten Fibroschub dazu, der sicherlich wegen der Überanstrengung nicht auf sich warten lässt.
    Heute würde es miraber reichen eine Putzfee für die „grobe“ Arbeit zu haben.
    Fensterputzen, Gardinen waschen, wischen, Bad schrubben…
    Ja damit wäre ich heute sehr einverstanden 😉

    Das du nicht fremde Menschen im Hause haben willst, kann ich gut verstehen.
    Das ist eine Schranke die wirklich überwunden werden muss.
    Heute wäre ich ja mit dabei und würde mit putzen, aber früher habe ich eine gute Bekannte gehabt, der ich absolut vertrauen konnte.
    Als diese nicht mehr konnte, habe ich das wieder selber gemacht. Einen extra freien Nachmittag eingelegt, damit die Freizeit trotz der vielen Arbeit noch stimmte.

    Die Bügelfee hatet ich über viele Jahre, heute bügel ich selber, aber nicht mehr alles wie früher 😉

    Man gönnt sich ja sonst nichts *lol*

    Sei lieb gegrüsst ♥
    kkk

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ich bin sicher, dass dir heute so ein guter Geist viel abnehmen könnte und auch sollte, damit ihr beide entlastet werdet. Ihr habt genug Päckchen zu tragen.

      Viel Freizeit bleibt mir ja auch nicht, aber ich kann mir meine Arbeitszeit in jeder Hinsicht ganz gut einteilen und putze manchmal auch, um mich selbst vor dem Schreibtisch zu drücken.

      Aber so lange ich gesund bin, mache ich meinen Kram alleine.

      Ich grüße dich herzlich zurück,
      Anna-Lena

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  12. bruni8wortbehagen schreibt:

    tja, ich putze nicht gerne, aber was sein muß, muß sein. ich teile ein in kleinere häppchen, mache das, was nötig scheint und lasse das, was noch nicht wichtig ist. Die letzten vier wochen hätte ich gerne jemand gehabt, der dies und jenes erledigt hätte, aber ich habe es mir so lange überlegt, daß ich nun schon wieder einiges selbst auf die Reihe kriege, wenn auch langsam, mit schmerzender Schulter, aber es geht und das ist die Hauptsache.

    Böden und Fenster sind ein Kapitel für sich. Dafür überlege ich hin und wieder diese Putzfee, aber ich weiß genau, was ich dann helfen und erklären müßte und dazu habe ich keine Lust.
    Dann sieht es halt mal weniger sauber aus als sonst, aber ich kann damit leben, wenn auch nicht besonders gut, wie ich zugeben muß…
    Da ich ein waschechter Sammler bin, gäbe es so viel zu verrücken oder behutsam abzudecken, wegzustellen und wieder hinzuräumen. Das wäre dann wieder zusätzliche Arbeit.

    Einfälle bekomme ich beim Putzen leider sehr selten, eher beim Zeitung lesen oder durch ein Buch, durch etwas, was mir begegnet, aber durch kein einziges Putzmittel in meiner Hand u. auch nicht beim Einräumen einer Spülmaschine. Eher wenn ich in Ruhe sitze und vor mich hindenke…
    In anderen Blogs komme ich auch manchmal auf eigene Ideen *lächel* und vor allem beim Autofahren, wenn ich gemütlich vor mich hinträume und vergesse, an der wieder grünen Ampel endlich weiterzufahren *g*… Die letzten 4 Wochen waren da eine harte Durststrecke für mich.

    Herzliche Grüße von mir und danke für den schönen Artikel, den ich so gut nachfühlen kann

    Deine Bruni
    sonntagsmüde und matt am Abend

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Bruni,
      ich habe noch niemanden getroffen, der gerne putzt.
      Für die Zeit deiner Verletzung wäre eine gute Fee sicher hilfreich gewesen, aber du scheinst auf dem Weg der Besserung zu sein und da muss man mal Prioritäten setzen.

      Nun, für jeden ist das Putzen nicht inspirierend 😆 , die Inspirationen sind so vielfältig, wie die Möglichkeiten, inspiriert zu werden.
      Ich wünsche dir, dass deine Schulter bald wieder wie neu ist und du deinen gewohnten Lebensstil mit allem, was dir wichtig ist, wieder ausleben kannst.

      Herzliche Grüße von mir zu dir,
      Anna-Lena

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  13. suebilderblog schreibt:

    Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht. Auch ich kenne ein paar Leute, die weder alt noch gebrechlich sind, weder stinkreich, noch ganztags arbeiten aber trotzdem eine Putzfrau haben.
    Für mich unvorstellbar. Mir geht es wie Dir, ich möchte nicht, dass andere Menschen meinen Dreck wegmachen, auch möchte ich niemanden in meiner Abwesenheit im Haus haben.
    Verständlich ist dies für mich eigentlich nur, wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selber putzen kann.
    LG Susanne

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    • Anna-Lena schreibt:

      Es gibt sicher Gründe, wenn jemand eine Putzfrau hat und wenn sie angemessen bezahlt und abgesichert ist, soll das auch sein.
      Aber die allgemeine Haltung sehe ich schon bei meinen Schülern, die ihren Müll einfach fallen lassen und mit denen ich dann die Diskussionen führen muss, dass sie gefälligst ihren eigenen Dreck entsorgen sollen. „Wozu haben wir denn Putzen?“ kommt dann oft.

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  14. HoetusPoetus schreibt:

    ….. ICH schließe mich an und oute mich: ICH.PUTZE.AUCH.SELBER.
    für mich sowieso …. ICH liebe es, wenn alles sauber ist ….. klar gibt es schönere Dinge, mit denen man seine Zeit „verpimpeln “ kann aber es geht doch nichts darüber, wenn alles schön frisch ist ….. und WEHE es kommt einer an und will ein Knäckebrot im Wohnzimmer essen…. dann wird die Mutti aber „wild“ 😉 ….. NEIN – ich doch nicht…. 😀

    Zum Glück habe ich ja auch noch Josch – DER ja sehr lange … BIS ICH IHN MIR GESCHNAPPT habe …. Junggeselle war und sich um seinen Haushalt gekümmert UND seine Mutter gepflegt hat
    Josch schwingt zu gerne den Staubsauger ….. und den Staublappen…. DAS steckt noch so in im drin… obwohl er viel arbeitet. Außerdem kann er wunderbar bügeln …. steckt auch noch in ihm drin …. 😀 …. hey und wenn er mir beim Fenster putzen hilft, stelle ich immer wieder fest, dass SEINE Fenster GAR NIE Streifen haben … meine schon … ab und an, dabei machen wie alles genau gleich …. hm …

    Außerdem putze ich ja noch bei einer Pflegefamilie mit drei Kindern.
    Sie ist genau so alt wie ich, schafft die ganze Arbeit aber nicht alleine, also helfe ich ihr….
    bezahlt und versichert bin ich dabei über das Jugendamt…. zwei Fliegen mit einer Klappe …
    SIE hat es auch schön sauber und ich habe ein Taschengeld….

    in diesem Sinne komm „sauber“ und glücklich in die neue Woche…. Lieb Gruß …
    Katja

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    • Anna-Lena schreibt:

      Wenn der eigene Mann tatkräftig hilft, ist das natürlich ein Segen. Meiner macht das auch, aber es gibt bestimmte Hoheitsgebiete, die meine sind: Gardinen waschen und Bügeln sind so gar nicht sein Ding, ansonsten teilen wir uns die Arbeit in Haus und Garten gut auf.
      Wäre meiner alleine, würde er nicht verhungern (kochen kann er auch ganz gut) und nicht verloddern!

      Drei Kinder sind schon eine Menge, da kann man tatkräftige Hilfe sicher gut gebrauchen! 🙂 .
      Hab du auch eine schöne Woche.

      LG Anna-Lena

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  15. Babbeldieübermama schreibt:

    Ich putze auch nicht selbst, dafür ist leider seit Jahren mein Mann zuständig. Trotzdem bin ich ganz deiner Meinung, denn ich kann es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr.
    Früher war die Hausarbeit ein mehr oder notwendiges Übel, heute wäre ichfroh, wenn ich sie selbst machen könnte. Es ist eben ein Unterschied ob man die schmutzigen Fenster sieht und sagt, mache ich morgen oder ob man auf dem Sofa sitzt und es nicht mehr machen kann. Was würde ich drum geben. Ich weiß von vielen alten Leuten außerdem, dass es schwierig ist, eine recht gute bezahlbare Putzfrau zu finden.
    Schüler die solche Äußerungen von sich geben, spiegeln ihr Umfeld und sollten mal ein Praktikum als „Putze“ machen. Schnell würden sie ihre Meinung ändern.
    Liebe Grüße von Bärbel

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ich glaube dir gerne, liebe Babbel, dass du es lieber noch selbst machen würdest, wenn du es könntest. Umso erstaunlicher, dass dein Gatte das noch alles alleine wuppt.
      Den Tipp gebe ich gern bei der nächsten Diskussion um heruntergeworfene Papierschnipsel oder anderen Müll an Schüler weiter 😆 .

      Hab eine gute Woche und grüße W. herzlich von mir ❤ !

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  16. Ingrid schreibt:

    Ich hatte mal ganz kurz eine Putzfrau, habe aber festgestellt, das ist nichts für mich/für uns. Sie war nett und vertrauenswürdig, hatte aber ihren ganz eigenen Kopf. Immer wollte sie zuerst die Küchenschränke putzen, obwohl das nicht jede Woche nötig ist. Außerdem hat sie mir beim Kalkentfernen mit einem Messer (!) die Armaturen verkratzt. Ich sehe sie noch manchmal und dann halten wir ein Schwätzchen. Putzen ist anscheinend ihre Leidenschaft, meine nicht 😉

    Dennoch mache ich es lieber selber bzw. wir machen es beide zusammen. Es muss auch nichts perfekt oder wie geleckt sein. Ich kann natürlich verstehen, dass Berufstätige jemanden dafür bezahlen und dass es Leute gibt (sind ja immer nur Frauen), die sich durch Putzen bei anderen etwas verdienen.
    LG, Ingrid

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    • Anna-Lena schreibt:

      Perfektion halte ich beim Putzen auch für einen Irrsinn, denn kaum bewegst du dich, tanzen die Staubkörner um dich herum.
      Ich finde, Bad und Küche sollten immer sauber sein, alles andere kann man auch schon mal einen Tag liegen lassen.

      Es mag sein, dass das Putzen für manche eine Leidenschaft ist, meine ist es auch nicht 🙂 .

      LG Anna-Lena

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  17. Brigitte schreibt:

    Selten so gelacht, auch über den Kommentar von „Kormoranflug“.

    Keine Frage – ich putze auch selber, immer schon. Zwar habe ich eine staubsaugende Hilfskraft (Signore), aber bei 2 Leuten, da genügt es auch jeden Tag aufzuräumen, das Bad und die Küche sauber zu halten. Einmal die Woche staube ich ab und beziehe die Betten. Da ich, wie in der Schweiz mal gelernt, alle Arbeiten durchgängig erledige, brauche ich für das gesamte Haus ca. 2 – 2 1/2 Stunden mit Fliesenboden wischen. Bei uns ist es immer sauber. Und – wir können auch mal durchaus eine Woche aussetzen, deswegen kriege ich noch keine Krise.

    Nun könnte ich auch sagen, dass ich einige Leute kenne, die ich „Elite“ betiteln könnte. Aber glaub bloß nicht, dass es deswegen ordentlicher ist. Mir tut da die arme Putzfrau leid, die solche Sachen aufräumen muss. Sie macht das perfekt, wie ich selbst sehen konnte, 1 Stunde später sah es schon wieder aus wie bei Schweins unterm Sofa. Mei, die Elite sollte sich eventuell in ihrem Lebensstil dahingehend orientieren, dass ein wenig Sauberkeit und Ordnung halt auch zum Lebensstil gehört.

    Übrigens habe ich auch mit 2 Kindern und einem Beruf immer selber geputzt.

    Natürlich, man muss es dem einzelnen überlassen, aber die Gesellschaft wird schon immer merkwürdiger. Das bilde ich mir nicht ein.

    Gut Putz und lieben Gruß, Brigitte

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ach, liebe Brigitte, so läuft es bei uns auch, allerdings beziehe ich die Betten nicht unbedingt jede Woche. Nur, wenn ich die Bettwäsche morgens waschen, in den Garten hängen und abends wieder aufziehen kann, mache ich es auch zwischendurch.

      Sauberkeit und Ordnung – das sollte doch selbstverständlich sein, wenn man sich halbwegs wohlfühlen will, oder?
      Was mir auch neuerdings immer mehr auffällt ist die Tatsache, dass junge Leute im Hotel Mama schnurstracks an geleerten Mülltonnen vorbei gehen, ohne sie mit hinein zu nehmen, bei einer Geburtstagsparty der Mutter gehen, ohne wenigstens ihre Teller und Gläser beim Rausgehen in der Küche abzustellen oder, wenn Mama selbst geschafft von der Arbeit heim kommt, bald rufen: Mama, wann gibt es Essen?
      Ich rede hier nicht von pubertierenden kleinen Monsterchen, sondern von jungen Leuten über 20!!

      Zu deinen letzten Satz kann ich nur begeistert mit dem Kopf nicken
      Liebe Grüße
      Anna-Lena, die heute Gartenputztag hatte 🙂

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      • Brigitte schreibt:

        Das mit dem wöchentlichen Betten beziehen, das ist einfach ein Tick, den ich mir leiste.

        Übrigens, meine Kinder (heute 46 und 38) hatten nie derartige Anflüge, ich hätte das auch überhaupt nicht geduldet. Vielleicht liegt es einfach an der Erziehung. Zu der Zeit habe ich einfach erklärt, warum dies so ist, wie es sein soll. Wenn sie es dann immer noch nicht verinnerlicht hatten, dann gab es ein paar scharfe Worte und gut war es. Nicht dieses endlose Diskutieren wie es heute gerne praktiziert wird. Da testen die jungen Erwachsenen doch nur aus wie weit sie es treiben können.

        Schönen Abend euch, Brigitte

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        • Anna-Lena schreibt:

          Heute habe ich auch meine Betten bezogen, obwohl sie noch gar nicht dran waren. Ich hatte Unterrichtsausfall, der Himmel war grau bei nur 17 Grad. So habe ich gewaschen, trocknen lassen und wieder aufgezogen und heute Nacht schlafe ich gefühlt im Garten :mrgreen: .

          Nicht nur junge Erwachsene testen, unser dackle probiert gerade auch wieder den Aufstand, denn bei Herrchen darf sie entschieden mehr 😉 .

          Liebe Grüße und auch euch einen schönen Abend,
          Anna-Lena

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  18. Winnie schreibt:

    Ganz ehrlich, … so ab und an hätte ich auch gerne mal eine Putzfrau, … wenn man so Tag ein Tag aus immer den gleichen Scheiß macht und man kaum, dass man fertig ist, quasi wieder von vorne beginnen kann, … frustierend

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    • Anna-Lena schreibt:

      Das Gefühl kenne ich auch. Man ist eben fertig und schon kommt der Hund aus dem Garten, schüttelt sich und der halbe Garten ist wieder drin. Doch das kann auch eine Putzfrau nicht verhindern :mrgreen: 😉 .

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  19. fsmilla schreibt:

    Ich mache meinen Dreck auch noch selbst weg….und es ist schon so, es ist irgendwie auch gut für die Seele…. Ein tolles Gefühl, wenn alles sauber ist.
    Meine Mutter war lange Zeit in anderen Haushalten tätig, aber sie hat ihre Stellen sehr bewusst gewählt. Eine Familie mit Drillingen, wo einfach alles drunter und drüber ging, weil der Vater auswärts berufstätig war….da war sie ein Stück die Oma….und war eingebunden. Sie hatte einen ganz anderen Stellenwert als nur die „Putze“. Aber sie hätte niemals eine Stelle angenommen, wo die Hausfrau ihr beim Arbeiten zugesehen hätte, oder derweilen shoppen war.
    Sie war eigentlich an all ihren Stellen ein bisschen die Sozialarbeiterin…..war manchmal für die pubertierenden Kinder eine Vertrauensperson, Beraterin……wir waren selbst sieben Kinder.
    Oder bei einer alleinerziehenden Hotelchefin, die sich sehr schwer tat, ihr Schiff auf Kurs zu halten. Da war sie auch ein bisschen die Kummerkastentante….obwohl sie eigentlich nur den Privathaushalt zu versorgen hatte…aber sie war für die Frau unentbehrlich.
    Das hat sie alles gerne gemacht und hat viel Erfüllung darin gefunden. So gesehen, ist eine
    „Putzfrau“ für manche Menschen so wichtig wie ein Familienmitglied.
    Sie hatte auch später noch lange Kontakt, z.B. zu den Kindern.

    Ich glaube, das hat sie sehr erfüllt, nicht nur die Dreckwegmacherin zu sein, sondern einen
    sinnvollen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.

    Mich nerven die jungen Leute heutzutage auch mit ihren seltsamen Gewohnheiten und Unerzogenheiten. Aber wer hat sie denn dazu erzogen? Sie machen meist das, was ihnen beigebracht oder eben nicht beigebracht wurde…..Das ist der grosse Jammer….
    Bei unseren Azubis denke ich mir auch oft, was haben die denn zu Hause bitte gelernt?

    Eiinen schönen Tag wünscht
    Smilla

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    • Anna-Lena schreibt:

      So eine gute Seele täte vielen Familien gut, wo die Zeit für die eigenen Kinder ewig zu knapp ist und die Kinder oft woanders „geparkt“ werden, weil beide Elternteile arbeiten müssen.
      Und für deine Mutter war es sicher eine gute Sache, das Gefühl, auf sinnvolle Weise gebraucht zu werden.
      Ja, über die heutigen Kinder und Jugendlichen kann man bald Bücher schreiben, aber ich muss auch erwähnen, dass es viele gibt, die eine gute Kinderstube haben und Werte zuhause vermittelt bekommen.
      Auch dir einen schönen Tag und danke für deinen so langen Kommentar 🙂 .

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  20. Frau Momo schreibt:

    Ich würde mir eine Reinigungskraft leisten, wenn ich könnte. Meine Mutter hat auch eine, seit Jahren. Die verdient gut, kommt gerne und ich verstehe das Problem nicht. In meinen Augen ist das eine Dienstleistung wie jede andere auch. Die Fee meiner Mutter kommt aus Ghana, spricht schlecht deutsch und vermutlich ist das Putzen eine der wenigen Möglichkeiten für sie, überhaupt Arbeit zu bekommen. Meine Mutter war im Job stark beansprucht, jetzt kann sie aus Altersgründen nicht mehr alles alleine. Solange die Kräfte ordentlich bezahlt werden, habe ich kein Problem damit. Auch die Müllmänner machen meinen Dreck weg, die Menschen, die Toiletten in öffentlichen Einrichtungen oder Restaurants sauber machen. Ich würde ja so jemanden nicht beschäftigen, weil ich mir selber zu fein dafür bin, sondern weil es für mich mehr Freizeit bedeuten würde. Und wer sich den Luxus leisten kann, warum nicht.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ein Problem ist das nicht. In meinem Bekanntenkreis taucht dieses Phänomen halt neuerdings sehr häufig auf, um mehr Freizeit zu haben.
      Und die Putzfrauen werden nicht abgesichert und gut bezahlt, sie sollen obendrein auch noch billig sein.

      Ich denke, Menschen, die damit berufsmäßig zu tun haben, kann man damit nicht vergleichen.
      Meine Mutter kann aus Altersgründen lange nicht mehr alles und ich springe da auch ein, soweit ich kann, ohne Bezahlung.
      Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit.

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      • Frau Momo schreibt:

        Ich könnte das rein zeitlich gar nicht, bei meiner Mutter einspringen und ich würde das auch nicht wollen, das gibt Tote 🙂 Sie kann es sich leisten und ihre Putzfee verdient seit über 10 Jahren bei ein Teil ihres Geldes. Und ich wäre froh um mehr Freizeit, die ist bei mir rar genug

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        • Anna-Lena schreibt:

          Meine Mutter muss sich da auch nach mir richten, das ist oft auch nicht so einfach, aber meist klappt das.
          Ich habe den Vorteil, nicht von morgens bis abends außer Haus zu sein und kann meine notwendigen Putzphasen oft flexibel handeln, schon um mal vom Schreibtisch wegzukommen.

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  21. freiedenkerin schreibt:

    Der Gedanke daran, mir zumindest für einmal die Woche und ein paar Stündchen eine Putzfrau anzulachen, ist mir schon oft gekommen, da ich dermaßen atemberaubend schlampig bin, dass sich Besuch Wochen im voraus anmelden muss. :mrgreen: Für mich wäre das keine Putze im abfälligen Sinne, sondern ein Mensch, der mir bei einer großen Schwäche hilft, mit der ich anscheinend alleine nicht gut zurande komme. 😉

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  22. Träumerle Kerstin schreibt:

    Ich möchte auch keine Putzfrau haben. Wohnzimmer und Küche könnte ich ertragen. Aber niemals Schlafzimmer oder Bad, gar in meiner Wäsche wühlen. Und sehen, was ich so in den Müll werfe. Hilfe, niemals. Ich putze mal gern und mal weniger gern, aber das gehört nun mal dazu.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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  23. buchstabenwiese schreibt:

    Ich hätte gerne eine Putzfrau fürs Grobe. Meine Skoliose mag Hausarbeit nicht besonders und gerade zurzeit bekomme ich das nicht immer so gut hin. Was ist falsch daran, wenn man die Person vernünftig dafür bezahlt? Man schafft auch noch einen Arbeitsplatz, es gibt Menschen, die darauf angewiesen sind. Ja, jemand Fremdes im Haus, überall, das wäre für mich auch sehr gewöhnungsbedürftig, aber für mich dennoch eine Überlegung wert, wenn ich es mir leisten könnte und damit Schmerzen vermeiden könnte.

    Deine Schwiegermutter ist allerdings der Hammer. *lach*

    LG,
    Martina

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Martina, ich habe nicht behauptet, dass etwas falsch daran ist und wenn man nicht ganz gesund ist, finde ich es bei angemessener Bezahlung auch gar kein Problem. Nur aus reiner Bequemlichkeit eine möglichst billige „Putze“ (Begriff absichtlich gewählt) zu haben, dagegen sträube ich mich.

      Liebe Grüße
      Anna-Lena

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