Zeichen der Zeit

 Zeichen der Zeit

Tarifkonflikte
werden bestreikt,
ungeachtet
der Auswirkungen
auf die Situation anderer.
Räder stehen still,
es bewegt sich nichts.

S-Bahn-Gleise 2

Existenznöte
werden ver-schleppt,
ungeachtet
der einzigen Hoffnung
der Flüchtlinge.
Reisen ins Ungewisse,
zu oft in den Tod.

100_1668

Hauptsache ICH.
DU interessierst mich nicht.
WIR? Kenne ich nicht.

Wieder geht es
nur um Geld
und wir schauen zu,
sprachlos,
machtlos,
handlungsunfähig.

© G.Bessen 22.4.15

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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25 Antworten zu Zeichen der Zeit

  1. karlswortbilder schreibt:

    ja, es ist schlimm. Es müsste ein Gesetz geben, dass jedem seine Unkosten welcher Art auch immer ersetzt werden müssen. Wie kann Streik als höhere Gewalt angesehen werden.
    Was noch schlimmer ist, die Häufigkeit der Streiks einzelner Berufsgruppen.
    lg
    karl

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    • Anna-Lena schreibt:

      Anfangs habe ich mich um Verständnis für diesen Streik bemüht, mittlerweile geht er ins Uferlose und die Parteien scheinen selbst nicht mehr zu wissen, was sie eigentlich wollen. Aber so sind wir, Jammern auf hohem Niveau, ohne daran zu denken, wie gut es uns doch trotzdem geht. Und wenn man mal wieder mit dem Kopf durch die Wand will – wird eben gestreikt. So einfach ist das! Und es geht – immer wieder.

      LG Anna-Lena

      Gefällt 1 Person

  2. Märchenfrau schreibt:

    Ganz ehrlich: An diesem ICH, DU, WIR und der Hilflosigkeit, die ich dabei empfinde, meine ich persönlich langsam zu zerbrechen. Im Großen wie im Kleinen. Und man ist so alleine damit. Echt alleine. Wir agieren hinter lächelnden Masken. Nur nichts anmerken lassen.
    Ja, ich bin traurig und das sage ich nun auch.
    Lieber Gruß
    Ele

    PS: Ich überlasse es dir, ob du diesen Kommentar freischaltest oder lieber nur als Privatgruß annehmen möchtest.

    Gefällt 2 Personen

    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Ele, lächelnde Masken sind keine Lösung und die lehne ich auch ab, die machen uns zu Mitläufern. Wir haben das Recht, nein zu sagen und können unsere Stimme erheben, im Großen wie im Kleinen. Uns selbst bleibt meist nur das „Kleine“ und da habe ich gelernt, NEIN zu sagen, bis hierher und nicht weiter. Und das mache ich im täglichen Umfeld, wann immer es ansteht.

      Danke und liebe Grüße zu dir,
      Anna-Lena

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  3. minibares schreibt:

    Der Bahnstreik ist echt der Hammer.
    Aber die Sache mit den Flüchtlingen, wie soll man helfen?
    Diese Schlepper sind näher dran, das ist wohl das Problem und die machen die armen Vertriebenen auch noch arm, nehmen ihnen Tausende ab.
    Aber was dann passiert, ist den Bootsleuten sowas von egal.
    Es ist grauenhaft.

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  4. Pauline schreibt:

    Europäische Solidarität sieht anders aus, ergo gibt es kein europäisches Zusammengehörigkeitsgefühl! Durch die Bank alle Politiker reden, reden, reden und Tausende von Menschen verrecken vor unseren Augen. Einige Staaten wollen zwar retten helfen, aber keine Flüchtlinge aufnehmen. Scheiß EU, sorry, liebe Anna-Lena, aber da kommt mir schon seit langem die Galle hoch!
    Und was die Streiks angeht: wir haben hier bereits französische oder italienische Verhältnisse, wenn es damit so weitergeht, geht der Rest der Wirtschaft auch noch kaputt …
    Sei von Herzen gegrüßt ♥ Pauline ❤

    Gefällt 1 Person

    • Anna-Lena schreibt:

      Ja, liebe Pauline, auch ich habe schon lange den Verdacht, dass es bei der EU lediglich um den Euro geht. Darüber hinaus liegt vieles im Argen und ich sehe da auch zukünftig wenig Entwicklung. Die gestrigen Ergebnisse aus Brüssel sind enttäuschend. Menschenleben scheinen hinter dem Euro zurück zu stehen.

      Sei auch gegrüßt,
      Ann-Lena

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      • Pauline schreibt:

        Wenn ich nur „EU“ höre, bekomme ich Ausschlag, mehr sage ich zu diesem elenden Thema nicht mehr, es führt ja auch zu nixxx, wie auch alles, was von Brüssel kommt 😈
        GLG an Dich, liebe Anna-Lena von der ♥ Pauline ❤

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  5. bruni8wortbehagen schreibt:

    Es ist so vieles, was im argen liegt und Reden ist halt einfacher als tun.
    Die Streiks verblüfften mich diesmal sehr. Ich hatte mir eingebildet, alle wären vorbei u. die Fronten geklärt.
    Wegen der Flüchtlinge wird heftig diskutiert, an allen Ecken. Ich lese , höre und sehe es. Ich hoffe nur, daß es sehr schnell Lösungen gibt für die 1.Hilfe und gute und greifende für die Zeit, die danach kommt. Langzeitlösungen eben… Ach, hoffentlich

    Liebe Grüße von Bruni

    Gefällt 1 Person

  6. bruni8wortbehagen schreibt:

    tja, hoffen wir mal. Etwas anderes bleibt uns ja wohl nicht übrig…

    Ein feines Wochenende wünsche ich Dir

    Gefällt 1 Person

  7. Lutz schreibt:

    Bei dem Streik bei der Bahn geht es gar nicht mehr um mehr Geld. Sondern nur noch um Macht. Es soll ein neues Gesetz kommen, indem es nur noch den Dachgewerkschaften erlaubt ist Tarifverhandlungen und Streiks durchzuführen. Das würde die GDL nicht überstehen und der Weselsky wäre weg vom Fenster. Das wäre auch gut so. Es kann nicht angehen, das eine kleine Gewerkschaft von 3000 Mitgliedern die ganze Republik stilllegt . Mal abgesehen von den Forderungen. Bei einem Durchschnittseinkommen eines Lokführers von 3900 Brutto + Zulagen, fragt man sich sowieso ob das nötig ist. Bei den Piloten ist das noch schlimmer. Hier liegt das Durchschnittseinkommen bei 150 000 € im Jahr.
    Du hast vollkommen recht. Die EU Politiker müssen sich dringend einigen. Einige Länder lehnen es ab Flüchtlinge aufzunehmen. Hier besonders die Engländer. Das muss sich schnellstens ändern.
    Dir noch einen schönen Abend. L:G.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Danke für deinen Kommentar, lieber Lutz. Ich habe von diesem Machtgerangel so die Nase voll, das glaubst du nicht. Um nichts anderes geht es doch, auch bei vielen Politikern.
      Was die Flüchtlinge betrifft, so haben die Briten ja in der Nachkriegszeit viele asiatische Immigranten aufgenommen, so wie wir Gastarbeiter angefordert haben. Aber auch andere Länder sind multikulturell geworden und daran nicht zugrunde gegangen.
      Aber solange dort in den Ländern nichts Grundlegendes passiert, so dass die Menschen nicht mehr flüchten müssen, ändert sich nichts und wir können lamentieren und uns ärgern, die Politiker auffordern zu handeln bis zum Jüngsten Tag.
      Nun wurde in Brüssel mal wieder darüber gesprochen und ein wenig mehr Geld locker gemacht, aber an die Grundprobleme will man nicht ran. Ich habe eigentlich auch nichts anderes erwartet 😦 .

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  8. helago schreibt:

    Guten Abend,
    in diesem unserem Lande gibt es NOCH ein Streikrecht und das ist gut so. Für die deutschen Medien ist der Kollege Weselsky der böse Bube, auf den man so wunderbar eindreschen kann.
    In einem Gespräch mit der taz sieht er die Sache zwischen der GDL und der Bahn etwas differenzierter.
    http://www.taz.de/GDL-Chef-ueber-Arbeitskampf/!158728/
    Der Börsengang der Bahn ist noch nicht vom Tisch, er ist nur auf Eis gelgt. Herr Pofalla solls richten.
    Ich habe heute übrigens beim Generalstaatsanwalt in Berlin Strafanzeige wegen Landesverrat § 94 StGB gestellt. Betroffen davon sind der Innenminister, ein gewisser Herr Altmaier und unsere FDJ-Sekretärin Angela. Natürlich passiert diese Herrschaften NIX, denn eine Krähe hackt der anderen KEIN Auge aus. Dieses Lumpenpack das sich Politiker nennt gehört in einen großen Sack gesteckt und draufgehauen mit Eisenbahnschienen, damit trifft man immer die Richtigen.

    Salut
    Helmut

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  9. ernstblumenstein schreibt:

    Du schreibst mir aus der Seele! Die Politik kann nur mit Geld beruhigen, dass dann nicht mal an die gewünschten Leute ankommt. Unsere Gesellschaft ist nicht aufrichtig, von der Politik ganz zu schweigen.
    Aber ihr streikt wenigstens noch in Deutschland – sei stolz, dass es das bei euch noch gibt. Bei uns in der Schweiz ist es viel schlimmer, da streikt niemand, weil sich niemand mehr getraut !!!
    Ist das Demokratie – nein, das ist reiner Geldadel…

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    • Anna-Lena schreibt:

      Es gibt durchaus Berufsgruppen bei uns, denen ich sogar wünsche, dass sie den Mut haben, auf die Straße zu gehen.

      Was aber unsere Personenbeförderer machen, finde ich langsam unakzeptabel und eine regelrechte Sauerei *pardon* , aber so denke ich darüber!

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