Vom Mittelmeer zum Totenmeer

Vom Mittelmeer zum Totenmeer

Ein Massengrab
im Mittelmeer,
der Meeresgrund
erzählt nichts mehr.
Begräbt die Leichen
stumm und still,
die in Europa
niemand will.

Gestrandet-crop

Die Urlaubshochburg
Mittelmeer,
Hotels mit Luxus
müssen her,
für Urlauber
aus aller Welt,
denn nur das Geld
regiert die Welt.

Luxusliner 2

© G. Bessen 19.4.15

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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28 Antworten zu Vom Mittelmeer zum Totenmeer

  1. helmutmaier schreibt:

    Ja, so weit sind wir wohl! Geld geht über Leichen. Immer mehr Geld für die Reichen.

    Gefällt 2 Personen

  2. Katrin - musikhai schreibt:

    Traurig aber wahr! 😭

    Gefällt 2 Personen

  3. Frau Tonari schreibt:

    Sehr, sehr passende Worte. Danke, liebe Anna-Lena.

    Gefällt 1 Person

  4. freiedenkerin schreibt:

    Und die Politik, die „hohe“ und „hehre“, sie schweigt,
    und hat ihr Ohr längst schon den „Rechten“ zugeneigt,
    die seit Monaten allwöchentlich in vielen Städten marschiert,
    und in vielen Deutschen erneut das braune Gedankengut gebiert…

    Gefällt 2 Personen

  5. minibares schreibt:

    Leider hatten sie ein Schiff gesehen und waren alle zu der einen Seite gelaufen. Daher ist es umgekippt.
    Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass so viele versunken sind.
    Sogar Christen werden von den Schiffen geschubst.
    Unvorstellbar, das Leid, die Angst, der Hass

    Gefällt 1 Person

  6. Emily schreibt:

    Diese Menschen haben leider keine Lobbyisten.
    Danke für deine sehr berührenden Worte.
    Alles Liebe, Emily

    Gefällt 1 Person

  7. Ingrid schreibt:

    Der Kontrast ist hier wirklich riesig: auf der einen Seite die armen Menschen, die ihr Leben verlieren und auf der anderen Seite die Kreuzfahrtschiffe, wo Verschwendung und Überfluss an der Tagesordnung sind. Eigentlich müssten die Flüchtlinge in Seenot dort fürs Erste aufgenommen werden.

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  8. Brigitte schreibt:

    Hier hätte schon vor 30 Jahren gehandelt werden müssen! Aber warum sollte die Politik, bringt ja nichts. Hilfe vor Ort hätte viele Leben gerettet. Da wären die Schlepper erst gar nicht zum Zuge gekommen.
    Und – du darfst mir glauben, Italien alleine kann das nicht regeln und das an sich arme Sizilien auch nicht. Und ich weiß dann, wovon ich spreche. Trotzdem versuchen die Sizilianer, die Italiener und auch andere Staaten was se können. 10 Mio. hat Mare Nostrum monatlich Italien gekostet. Triton, welches die EU bezahlt, kostet 3 Mio. monatlich. Armes Europa!
    Viele Grüße, Brigitte

    Gefällt 1 Person

    • Anna-Lena schreibt:

      Kein Land, liebe Brigitte, kann das alleine regeln und ich stimme dir zu, dass schon längst in den Ländern, aus denen die Flüchtlinge kommen, etwas hätte passieren müssen, damit es gar nicht erst soweit kommt, dass sie fliehen müssen.
      Wenn ich alleine an unseren Spukflughafen denke, was der verschlingt – für nichts uns wieder nichts – kommt mir die Galle hoch.
      Ich weiß nicht, wann die Politiker endlich anfangen, ihre Verantwortung ernst zu nehmen und Gelder sinn-voll zu verteilen.

      Liebe Grüße auch zu dir.

      Gefällt mir

  9. bruni8wortbehagen schreibt:

    Es ist einfach eine Schweinerei, die da im Mittelmeer immer wieder passiert.
    Eine bodenlose Gemeinheit, der ich fassungslos gegenüber stehe. Da fliehen diese Menschen unter menschenunwürdigen Umständen, und nur mit dem Ergebnis, daß sie im schönen blauen Mittelmeer ertrinken *dürfen*. Ob Christen oder Moslems ertrinken, ist völlig egal, es ertrinken Menschen, weil sie in ihrem eigenen Land nicht leben können.
    Es müßte sich in den Ländern, aus denen die Flüchtlinge kommen, sehr viel ändern. Aber die EU könnte auf jeden Fall viel mehr Hilfe dazu leisten, als bisher.
    Müßten die Menschen nicht fliehen, der Flüchtlingsstrom gestoppt, wäre allen geholfen.
    Aktive Entwicklungshilfe, um ein menschenwürdiges Leben zu gewährleisten, hat nun erste Priorität.
    Es darf nicht so weiter gehen wie bisher.
    Es wird über so viel Unsinn tagelang beraten, Papier verwaltet. Unnütze langatmige Reden werden gehalten, aber die Hilfe am Menschen, die ist doch das Allerwichtigste. Statt Waffen ist für Frieden zu sorgen und zum Frieden gehört, daß ein Mensch in der Lage ist, für seine Familie zu sorgen und nicht aus seinem Land fliehen zu müssen, damit er dann aus der Ferne Geld schicken kann an die hungernden Zurückgebliebenen..

    Abendliche Grüße von Bruni

    Gefällt mir

    • Anna-Lena schreibt:

      Du bringst gut auf den Punkt, liebe Bruni, was viele von uns denken. Und ich sage dir, es wird nichts passieren, außer Reden und Reden und Reden….
      Humanitäre Hilfe und Hilfe zur Selbsthilfe wäre schon lange in verschiedenen afrikanischen Ländern notwendig gewesen.

      Liebe Grüße zu dir,
      Anna-Lena

      Gefällt 1 Person

      • bruni8wortbehagen schreibt:

        ja, das sehe ich genau so.
        Das Reden, Reden, und nochmal Reden hat stark begonnen, ich bin gespannt, ob sich etwas wirklich GUTES tun, was hilft u. nicht wieder weitere Menschenopfer kostet.

        LG in die Nacht an Dich ⭐

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  10. Stefanie/Kreawusel schreibt:

    echt gutes Gedicht ! – Holzhammer -der mit Methode – den Nagel auf den Kopf trifft.
    leider
    Es dürfte nich sein was ist….
    was wirklich zählt lässt sich nicht kaufen
    Menschenleben sind im Wert gefallen …..
    verkehrte Welt…. & falsche Werte….
    LG Stefanie

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  11. Lutz schreibt:

    Toll gedichtet und so passend. Die Schleuser Banden verdienen Millionen mit den Flüchtlingen. Die müssen als erstes beseitigt werden. Direkt vor Ort müssen die Boote und die Schleuser gestoppt werden, damit die Leute nicht aufs Meer kommen. Gleichzeitig müssen andere Wege gefunden werden, das die Leute das Land verlassen können. Hierzu gibt es bereits Vorschläge. Auch die Einrichtung von Flüchtlings Camps an der Grenze können Abhilfe schaffen. Wenn ich höre, das in einem Land 1 Millionen Flüchtlinge warten , frage ich mich wo die alle untergebracht werden sollen. So traurig die ganze Situation ist, so schwierig ist sie auch. Insbesondere bei sovielen EU Ländern . Die alle unter einen Hut zu bekommen ist nicht so einfach. Nicht wir deutschen allein können das Problem lösen sondern nur die gesamte EU. Das hat nichts mit Kapitalismus, Rechte, oder Kreuzfahrtschiffe zu tun. Es muß endlich Schluß sein mit dem Krieg in den Ländern und die Verursacher müßen zu Rechenschaft gezogen werden.
    Dir noch einen schönen Abend. L.G.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Kein Land kann das alleine schaffen, lieber Lutz, das steht außer Frage. Aber wenn ich einen Europäische UNION habe, muss auch von dieser UNION mal langsam was zu spüren sein und es darf nicht immer nur um Europa und EURO gehen.

      Hab auch einen schönen Abend!

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  12. ernstblumenstein schreibt:

    Weisst Du Anna-Lena, Du schreibst vom Mittelmeer zum Toten Meer ! Ich bin von Rom nach Haifa durchs Mittelmeer nach Israel gefahren, badete im Toten Meer und das in einer Zeit, als Moral noch etwas zählte und mit dem Geld achtsam umgegangen wurde.

    Was heute passiert, ist einfach schrecklich. Die Differenzen zwischen Arm und Reich sind zu gross und den Leuten sollte man in ihren Herkunftsländern helfen, dass sie Arbeit kriegen und davon Leben können. Und die Politik der EU – ich bin auch hier sprachlos… Geld?
    Schlimm auch, dass es auch in Europa Millionen von Menschen gibt, die von ihrem Arbeitslohn nicht Leben können. Liebe Grüsse nach Brandenburg. Ernst

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    • Anna-Lena schreibt:

      Lieber Ernst, du sprichst mir aus der Seele. Hoffen wir, dass unsere unmaßgeblichen Gedanken den einen oder anderen Politiker erreichen.

      Als ich im Toten Meer gebadet habe, kam ich von der jordanischen Seite. Stell dir vor, wir hätten uns mitten im Toten Meer kennengelernt :mrgreen: ?

      Liebe Grüße in die Schweiz,
      Anna-Lena

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