Streik – eine never ending story

Streik – eine never ending story

S-BahnIch werde mal bei der Regierung eine Anfrage starten, ob wir nicht zu den vielen Gedenktagen, die in unseren Kalendern stehen, nicht einen zentralen Streiktag aufnehmen können. Dann können alle, die etwas fordern wollen, auf die Straße gehen und wir erleben endlich mal, wie es geht, wenn gar nichts mehr geht.

Wir Deutschen neigen sowieso dazu, auf hohem Niveau zu jammern. Doch ich denke, es gibt viele andere Menschen in bestimmten Berufen, die das Recht hätten, auf die Straße zu gehen und bessere Arbeitsbedingungen einzufordern. Die Lokführer zählen für mich nicht dazu.

An einem Wochenende, an dem in mehreren Bundesländern Ferien beginnen oder aufhören, Menschen ihren lange geplanten und wohl verdienten Urlaub antreten wollen, um sich von ihren stressigen Arbeitsbedingungen zu erholen, sollen die Räder still stehen? Unglaublich!

Sollten die Forderungen erfüllt und der Streik für die Streikenden zu einem positiven Ende gelangen, sind wir alle es, die die verursachten Kosten tragen, wenn die Bahnpreise wieder erhöht werden.

Umsonst gibt es nichts.

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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18 Antworten zu Streik – eine never ending story

  1. Uli schreibt:

    Liebe Anna-Lena,
    ich bin vollkommen Deiner Meinung! Den Tipp, mit dem jährlichen Streiktag für ALLE, finde ich prima.
    Ich überlege wirklich, ob ich Deinen Vorschlag nicht mal in die Tat umsetze !!
    Wie Du schon angemerkt hast, die Lokomotivführer gehören nicht zu d.e.m Personenkreis, die Grund zum Streiken haben…. so auch nicht die Lufthansa-Piloten.!!
    Bei deren Gehaltsstufe- da bin ich der Meinung- sind sie durchaus in der Lage, auch auf privater Ebene für Ihr Rentnerdasein genügend vorzusorgen.
    Nichts anderes wird uns allen ja ständig neu seitens der Regierung angemahnt…..
    Ich hoffe, dass Frau Nahles es zügig per Gesetzgebung durchsetzt, dass in Zukunft nur die größte der entspr. Berufs-gewerkschaft ein Streikrecht hat, dann sind wir u.a. auch endlich(!!!) diesen überflüssigen Kropf von GDL-Gewerkschaft los.
    ABER……. es sitzen im Bundestag so viele Lobbyisten, dass so ein entspr. Gesetz gar nicht erst die Abstimmungs-Hürde überlebt bzw. er-lebt.
    Ich möchte nicht das Streikverhalten der Franzosen unterstützen, aber den hiesigen „Oberbefehlshaber“ der GDL (Name ist mir momentan entfallen) hätte man längst in einen „Schwitzkasten“ genommen….
    Natürlich ist der Zeitpunkt des heutigen (18.10.) Streik-Beginns gezielt gewählt…
    So langsam aber sicher sägt die GDL sich selbst den Ast ab, auf dem sie sitzt. Soll heißen: ich hoffe, dass die Fernbusse noch mehr (!!!) genutzt werden… die DB einen deutlicheren Verlust als bisher erlebt….; wie schauen dann die GDL-Betroffenen aus der Wäsche ???

    GRUSS
    Uli

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  2. Die Bahnreisenden tragen jetzt schon erhöhte Kosten: Da aufgrund der Streiks die Fahrkarten für bestimmte Züge nicht gelten, muss umdisponiert und draufgezahlt werden. Schlimmstenfalls müssen Hotelzimmer gebucht werden, weil die Menschen nicht mehr weiter kommen. Auch diese Kosten übernehmen die konkurrierenden Gewerkschaften der Bahn nicht. Du hast vollkommen Recht, liebe Anna-Lena, jedes Jahr Fahrpreiserhöhungen – da sind sie dabei. Und jedes Jahr streiken, da sind sie auch dabei.

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  3. karlswortbilder schreibt:

    Das einzige Mittel gegen diese Auswüchse von Streiks wäre, wenn auch die Konsumenten einmal streiken würden, ich weiß, eine Utopie. Bei Teuerungen einfach das Produkt nicht mehr kaufen,
    Etwas ironisch gemeint, die Lokführer und Piloten könnten ja in Deutschland nie streiken, irgendwer hat ja immer Ferien 😉
    lg
    karl

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  4. meinesichtderwelt schreibt:

    Es ist schlichtweg absurd, dass in dem Fall einzig und allein die doppelt bestraft werden, die das Gehalt bezahlen und auch die Mehrkosten tragen sollen, die in solchen Maßnahmen klar nicht als Gast oder Kunde gesehen werden, sondern als zu vernachlässigender Faktor. Finde deine Worte mehr als treffend! Und die aktuelle Streikwelle sehr absurd. Liebe Grüße von Doris

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  5. bmh schreibt:

    Liebe Anna-Lena, das hast Du gut auf den Punkt gebracht.
    Ich grüße Dich herzlich
    Barbara

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  6. minibares schreibt:

    Da haben sie ihnen 5 % angeboten, und sie sind nicht zufrieden.
    Wo soll das noch hinführen???
    Zumal sich die beiden Eisenbahner-Gewerkschaften auch noch untereinander streiten….

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  7. Frau Momo schreibt:

    Im Prinzip habe ich schon Verständnis für die Forderungen. Allerdings nicht, wenn eine Zwergengewerkschaft das halbe Land lahm legt. Ich war selber letzte Woche betroffen, habe aber immerhin meine Zugfahrkarte erstattet bekommen. Natürlich muß ein Streik spürbar sein, aber nicht so…. und nicht von so einer Mini-Vereinigung, die nicht mal die Mehrheit der Bahn-Bediensteten vertritt.

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  8. bruni8wortbehagen schreibt:

    Ein zentraler Streiktag?
    Eine saugute Idee, finde ich. Wie wäre es mit einer ernstgemeinten Glosse diesbezüglich in einer Berlinder Tageszeitung, liebe Anna-Lena?
    Streiks sind wichtig, aber ob es für die Lokführer wichtig ist, wage ich nicht zu beurteilen. Daß die Pflegeberufe alle unterbezahlt sind, ist sonnenklar und bedarf einer schnellstmöglichen Berichtigung, aber die Lokführer? Ich hoffe auch, daß sie Mo wieder fahren, alle Züge, die deswegen unpüntklich sein müssen. Meine jüngere Tochter bekäme auch große Probleme mit ihrem Weg zur Arbeitsstelle und wieder nachhause und die vielen Pendler, die darauf angewiesen sind. Schrecklich. Hoffentlich bald beendet, sehr bald!!!

    Liebe Grüße von Bruni

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    • Frau Momo schreibt:

      Problem ist, Pflegekräfte dürfen nicht streiken, weil sie dann das Wohl ihrer Patienten gefährden…. dabei wäre es da mehr als berechtigt. Mein Mann ist Krankenpfleger. Lokführer ist sicherlich auch ein anstrengender Job und ich habe keine Ahnung, was die verdienen. Ich finde, man sollte auch nicht das eine gegen das andere ausspielen, aber was mich hier stört, ist das diese agressive Zwergengewerkschaft ein ganzes Land lahm legt.

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  9. Anna-Lena schreibt:

    @all:
    Danke für eure zahlreichen Kommentare.
    Die Kritik an diesem Streik ist berechtigt und das breite Unverständnis auch, denn die Opfer sind die Fahrgäste, die weitere Unannehmlichkeiten und Kosten in Kauf nehmen müssen, die ihnen nicht voll erstattet werden. Nicht jeder kann auf Alternativen wie Auto, Bus oder Flugzeug umsteigen.
    Mal sehen, wie es morgen früh ab vier Uhr weitergeht. Zumindest sollen die Streiks nun 7 Tage ausgesetzt werden. Richten wir uns darauf ein, dass es dann erneut losgeht.

    Ich begebe mich morgen in das Abenteuer Bahn und wenn ich Glück habe, bin ich vor dem nächsten Streik zurück.

    Habt eine gute Woche.
    Wir lesen uns 🙂 .

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  10. Brigitte schreibt:

    Die Lokführergewerkschaft möchte wohl auch die Gewerkschaft für alle anderen Bahnbediensteten sein. Daher die überhöhte Forderung.

    Deinen Vorschlag finde ich sehr sinnvoll. Viele haben ja nicht das Recht zu streiken, was von daher auch ungerecht ist. Ich anerkenne die Verantwortung der Lokführer, aber bitte, Verantwortung haben viele andere auch, wie es oben schon geschildert wurde. Und die können nicht streiken.

    Ich hab’s echt dick, wenn immer mit zweierlei Maß gemessen wird. Gleiches Recht für alle. Schaffen wir das mal?

    Liebe Grüße, Brigitte

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  11. Ingrid schreibt:

    Leider bin ich mal wieder anderer Meinung – wie so oft, allerdings nur in Teilen. Piloten – keine Frage, die verdienen genug. Aber Lokführer haben keinen schönen Job (Schichtdienst) und ihr Gehalt ist auch nicht üppig. Schlecht finde ich natürlich das Gerangel um Zuständigkeiten in den Gewerkschaften, aber das Streikrecht war und ist (vielleicht immer noch) eine wichtige Sache. Meine Meinung dazu: Die Bahn dürfte nicht privatisiert sein, sondern es müssten Beamte sein – so war das ja auch mal – denn die dürfen nicht streiken. Vor allem müsste sicher gestellt sein, dass Menschen, die kein Auto haben, zur Arbeit fahren können oder in Urlaub oder auf Ausflüge.

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  12. Lutz schreibt:

    Du hast vollkommen recht. Das was da abgelaufen ist hat nichts mehr mit Streik zu tun. Am Freitag hat die Bahn 5% mehr + Zulagen angeboten, das war dem Wesselski nicht genug. Da hätte der Streik noch abgewendet werden können. Das war reines Machtgehabe von der Gewerkschaft. Denen muss mal richtig die Leviten gelesen werden. Die sollten sich mal mehr Gedanken über den Erhalt der Arbeitsplätze in Deutschland machen, als immer mehr Geld zu fordern. Der Weselski soll mal sein Gehalt als Gewerkschaftsvorsitzender offen legen. L.G.

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  13. hoetuspoetus schreibt:

    Ich als Lokführerin muss aber jetzt mal mit euch schimpfen ….
    Nein war Spaß!!! … – bin gerade ein wenig albern.
    Ich stimme dir vollkommmen zu! Da gibt es wahrlich andere, die mal in einen Streik treten sollten … und den anderen, den sollte man sonst wo hin treten … nicht wahr?!

    Zauberhafte Grüße … Katja

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  14. finbarsgift schreibt:

    …komm wieder gut zurück! 🙂

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