Brief aus dem Regenbogenland

Ich möchte allen danken, die mir zu meinem letzten Post so liebe, tröstende Mails geschickt haben oder an anderer Stelle kommentiert haben.
Wir sind einerseits sehr traurig, andererseits aber  überglücklich, dass wir noch einen Hund haben. Beide waren ja Halbschwestern. Marci merkt, dass etwas fehlt, aber sie genießt nun unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Unser Leben geht weiter, nur etwas anders.
Den Brief aus dem Regenbogenland habe ich von Träumerle Kerstin bekommen und ich finde ihn sehr berührend. Er könnte von Cara stammen.

*************

Brief aus dem Regenbogenland

Du warst bei mir bis zum Ende.
Und auch nachdem ich schon gegangen war,
hast du mich noch eine Weile gehalten.
Als meine Seele meinen Körper verließ,
blickte ich hinab und sah dich weinen.

Ich würde dir so gerne sagen, dass ich alles verstanden habe.
Du hast diese letzte Entscheidung nur für mich gefällt.
Und sie war weise.

Es war Zeit für mich zu gehen.
Ich danke dir für dein Verständnis.
Niemand wird meinen Platz einnehmen.
Aber die, die nach mir kommen,
brauchen die Liebe und Zuneigung
so, wie ich sie hatte.

Du denkst immer an mich.
Das sind Momente, wo du so unendlich traurig bist.
Bitte, denk nicht voller Trauer zurück.
Denke nur daran wie glücklich wir waren.

Und wenn die nächsten Wegbegleiter dich für immer verlassen müssen,
dann werde ich an der Regenbogenbrücke auf sie warten.
Ich werde ihnen danken, dass auch sie Dich glücklich machten.
Und ich werde auf sie aufpassen – für Dich!

Ich danke dir dafür, dass
Du mich geliebt hast
Du für mich gesorgt hast
und Du den Mut hattest
mich mit Würde gehen zu lassen.

Dein treuer Wegbegleiter

(Verfasser unbekannt, aus dem Netz)

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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33 Antworten zu Brief aus dem Regenbogenland

  1. bmh schreibt:

    Liebe Anna-Lena, ich hätte es anders von Dir nicht erwartet, als dass Du Deinen kleinen Hund zum richtigen Zeitpunkt gehen lässt. Wir haben es damals auch so getan und ich kann gut nachfühlen, wie es Dir geht.
    Du weißt ja – an solchen Entscheidungen wächst man über sich hinaus. Ich freue mich für Dich, auch wenn Du etwas Herzschmerz ertragen musst.
    Die herzlichsten Grüße von Barbara ♥

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  2. Genau so wird es sein, im Regenbogenland. Und Cara wird sich dort sehr wohl fühlen, daran glaube ich fest.
    Ich umarme dich, Iris

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  3. Rana schreibt:

    Liebe Anna – Lena, so ein schöner Text – und so wahr. Das mit dem „Gehenlassen“ ist ja nicht so einfach, auch, wenn man weiß, dass es richtig ist.
    Herzliche Grüße von Rana

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    • Anna-Lena schreibt:

      Damit hast du recht, dein Verstand sagt ja und dein Herz zerreißt es gleichzeitig.
      Den Text kannst du sicher mal für deine „Lütten“ gebrauchen, so manches Kind hat sicher schon die Erfahrung gemacht, ein Tier zu verlieren.

      Liebe Grüße auch zu dir,
      Anna-Lena

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  4. Franka schreibt:

    Woanders wollte ich nicht kommentieren, weil du ja die Kommentare ausgeschaltet hast. Aber ich weiß, wie traurig es ist, ein Tier gehen lassen zu müssen. Sie sind alle kleine Persönlichkeiten, die uns eine Zeitlang im Leben begleiten. – Ich dachte übrigens gleich an euren zweiten Hund … schön zu lesen, dass sie damit klar kommt. Es hätte ja auch anders sein können. So ist es tröstlich für euch.
    Liebe Grüße,
    ‚Franka‘

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    • Anna-Lena schreibt:

      Mir war erst ganz und gar nicht danach, darüber zu reden. Es war so unerwartet und so schnell.
      Cara war die Dominante, der Alphahund und Marci oft die Unterwürfige, wie das so im Reich der Tiere ist. Somit wird sich Marci gut entfalten. Ja, es hätte auch anders sein können, liebe Franka, das weiß man vorher nie.
      Auch dir lieben Dank für deine Worte.
      Liebe Grüße zu dir!

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  5. freiedenkerin schreibt:

    Oh, ich kenne diesen Brief… Als die liebe Smokey vor genau einem Jahr von mir ging, hat ein Freund ihn mir per Mail geschrieben. Einerseits fand ich die Worte sehr tröstlich, andererseits aber auch herzzerreißend…
    Ich konnte dir nicht schreiben – mich überkommt jedesmal das große, heulende Elend, wenn jemand sein liebes Tier gehen lassen muss…
    ♥lichst!

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  6. minibares schreibt:

    Wundervoll, besser kann man es nicht sagen.

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  7. Uli schreibt:

    Liebe Anna-Lena !
    Es sind sehr schöne Zeilen, die es wert sind, dass man sie nicht noch zusätzlich kommentiert.
    UmarmungEN !!!
    Es denkt an Dich/Euch
    Uli

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  8. finbarsgift schreibt:

    Schön, dass da noch ein Hündchen ist *freu*
    Alles Liebe
    Lu

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  9. OceanPhoenix schreibt:

    Wirklich wunderbare Zeilen, ja – auch tröstend, wo es so schwer ist, Trost zu finden. Cara geht es gut da, wo sie jetzt ist im Regenbogenland ..

    Gut, dass Ihr Marci noch habt, das ist ein großes Glück!

    „Bitte, denk nicht voller Trauer zurück.
    Denke nur daran wie glücklich wir waren.“

    Das ist für mich am tröstendsten ..

    Ganz liebe Gedanken zu Euch,

    Ocean

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    • Anna-Lena schreibt:

      Es ist noch nicht so lange her, als du Lisa-Monsterchen loslassen musstest. Und du hast die Freude in Greta wieder gefunden. Jeder Post von dir macht das deutlich 🙂 .
      Hab lieben Dank und Grüße auch zu euch 🙂 .

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  10. „und Du den Mut hattest mich mit Würde gehen zu lassen“

    Wenn diese Größe doch bloß mehr Menschen gegeben wäre …

    Euer Verlust tut mir wahnsinnig leid! Ich kann es nachfühlen, weil es mir bis heute weh tut, dass ich meine Lütte damals gehen lassen musste. Aber auch in dem Fall war es das „Humanste“, was ich noch für sie tun konnte. Alles andere, sie mit aller Macht bei mir behalten zu wollen, wäre purer Egoismus gewesen. Das hatte sie nicht verdient, dafür habe ich sie zu sehr geliebt … und geachtet.

    Der „Brief aus dem Regenbogenland“ ist wunderschön! Und ich freue mich, dass Ihr weiter Freude an Caras Schwester habt; dann ist der Verlust dennoch schmerzlich aber vielleicht (hoffentlich!) etwas milder zu verkraften.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ich weiß sehr wohl, was hinter dem ersten zitierten Satz steckt und ja – du hast so recht!!
      Human , das ist das richtige Wort. Ein Haustier ist kein Selbstzweck und wer ein Tier hat, muss sich seiner Verantwortung dem Tier gegenüber bewusst sein.
      Ich wünsche mir, dass Eltern sich ihren Kinder gegenüber mindestens so verantwortungsbewusst verhalten, wie es manche Haustierbesitzer tun. So manchem Kind geht es nicht so gut wie vielen Haustieren.
      Marci ist ganz pflegeleicht und auch ein Sonnenschein, anders als Cara, aber ebenso so hell und wärmend.

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  11. kowkla123 schreibt:

    liebe Anna-Lena, das Gedicht ist wie für dich gemacht, alles Gute, wünsche eine richtig gute Woche, Klaus

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  12. Brigitte schreibt:

    Liebe Anna-Lena,

    als ich in meiner Leseliste den Titel las, da wusste ich natürlich gleich Bescheid. Und hab mich fast gesträubt zu lesen.
    Es tut richtig weh, aber du/ihr habt das einzig Richtige entschieden. Cara wird immer einen Platz in euren Herzen haben. Und sie hatte die Welt auf eine schöne Art, zuhause in eurem Beisein verlassen dürfen.
    Kerstins Brief ist wirklich sehr berührend und ich denke, sie hat durch ihn für uns alle irgendwie geschrieben, d. h. sie hat das Richtige ausgewählt.

    Viele liebe Grüße, Brigitte

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    • Anna-Lena schreibt:

      Uns war wichtig, dass die Ärztin nach Praxisschluss zu uns nach Hause kam. Auf dem kalten OP-Tisch hätte ich das kaum ertragen und dass sie im Garten begraben werden sollte, stand außer Frage. So hatten wir noch ein wenig Zeit mit ihr und konnten uns verabschieden.
      Die Ärztin war bei der Geburt von Cara und Marci dabei und sie hat das ganz gefühlvoll gemacht, so dass Cara wirklich friedlich einschlafen konnte.

      Danke für deine lieben Worte ♥.

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  13. Träumerle Kerstin schreibt:

    Liebe Anna-Lena. Auch jetzt beim Lesen, obwohl ich den Text ja kenne, werden meine Augen feucht.
    Wenn es auch kein ganz langes Hundeleben war, so hatte sie es doch immer gut bei euch. Bekam Futter, hatte ihren warmen Schlafplatz, wurde umsorgt. Das haben nicht alle Hunde.
    Ihr werdet sie im Herzen behalten, knuddel mal das Schwesterchen von mir.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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  14. bruni8wortbehagen schreibt:

    oh ja, es sind gute und einfühlsame Zeilen, die nur jemand geschrieben haben kann, der es auch erlebt und mitgelitten hat und genau wußte, so ist es i.O., denn ich fühle es tief in mir.

    Dir einen lieben Gruß von Bruni

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  15. suebilderblog schreibt:

    Der Brief ist wunderschön und sehr tröstlich. Total lieb von der Kerstin, ihn Dir zu schicken.
    LG Susanne

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  16. Traveller schreibt:

    ein berührender Text, der mir gerade die Tränen in die Augen treibt und gleichzeitig ein Lächeln gibt

    herzliche Grüße
    Uta

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  17. Gudrun schreibt:

    Ich wollte dir nicht anderswo schreiben, liebe Anna-Lena. Manchmal muss man mit seinen Gedanken alleine sein eine Zeit lang. Dann sieht man vielleicht wirklich das Gute und Schöne und empfindet es als Glück, dass dieses Lebewesen in der unmittelbaren Nähe gelebt hat. All das, was ich bei dir gelesen habe, hat wieder aufgewühlt, wie ich unseren Familienkater in den Armen gehalten habe in seinen letzten Lebensminuten und wie ich die starke Frau gespielt habe, um die Familie zu trösten. Der Kater war etwas ganz Besonderes. Wir hatten ihn noch nackig und blind als neugeborenes Katzenbaby auf dem Dachboden gefunden. Als sich keine Katzenmutter wieder blicken ließ, haben wir ihn mit einer Injektionsspritze und selbst zubereiteter Ersatzmilch aufgezogen. Er gehörte zur Familie wie ein weiteres Kind. Aber so richtig. Keiner wollte darüber nachdenken, dass irgendwann die gemeinsame Zeit vorbei ist.
    Ein kleiner Junge aus der Nachbarschaft hat mich dann getröstet. „Sei nicht traurig. Nero ist jetzt im Katzenhimmel.“ „Sind nicht alle in einem Himmel?“, fragte ich den Jungen. „Nein, stell dir mal vor, was das da oben für ein Gerenne wäre unter den Mäusen, Katzen, Hunden.“ Der kleine Junge hat mich zum Lachen gebracht, denn ich konnte es mir vorstellen.
    Liebe Anna-Lena, ich wünsche mir, dass du die schönen Momente mit deinem Hundemädchen als so gute Erinnerung behalten und pflegen kannst. Und dass die zweite Hundedame dir jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.
    Liebe Grüße von der Gudrun

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Gudrun,
      hab lieben Dank für deinen so ausführlichen und schönen Kommentar. Das erinnerte mich an die Zeit, als wir Cara und Marci zum ersten Mal auf der Handfläche hatten. Da waren sie 6 Wochen alt. Mit 9 Wochen haben wir sie geholt, da hatten sie Meerschweinchengröße, und plötzlich sind sieben Jahre verflogen wie nichts und die erste unerwartete Trennung kommt.

      Marci geht es aber gut, sie scheint das Alleinsein ohne ihre dominante Schwester sogar zu genießen. Und wir schätzen es jeden Tag mehr, dass sie noch da ist.

      Lieben Dank und herzliche Grüße ins Spinnstübchen,
      Anna-Lena

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  18. kowkla123 schreibt:

    einen super guten Tag wünsche ich, Klaus

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  19. buchstabenwiese schreibt:

    Es ist ein wunderschöner Brief, liebe Anna-Lena.
    Dennoch macht er mich auch traurig. ♥
    Ich drücke dich ganz lieb mit Tränen in den Augen. ♥
    Alles Liebe,
    Martina

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  20. Waldameise schreibt:

    Oh, liebe Anna-Lena, ich lese erst jetzt von eurem Verlust. Es tut mir so leid. Ich weiß, dass Worte kaum zu trösten vermögen, es tut einfach nur weh.

    Fühl dich herzlich und mitfühlend umarmt

    Andrea

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