Das Los der Gänse

Gänse

Die Liese von der Gänsewiese
hat eine schwere Lebenskrise.
Ihr charmanter Gänserich
ist nicht mehr da!
Sie glaubt es nicht!
Seit gestern ist er fort
uns sie weiß nicht,
an welchem Ort.
Mit ihm sind viele
fort gegangen,
ihr Herz zerspringt
schier vor Verlangen.

Die Gänse flüstern sich im Nu
die Neuigkeiten zu
und planen heimlich, mit Bedacht,
davon zu laufen in der Nacht.
Gerüchte, so der Lange Hans,
erzählen von der Weihnachtsgans,
von Gänsekeulen, Gänsebrust,
darauf haben nur Menschen Lust.

Die Gänse weinen,
sind entsetzt,
das hat sie
doch zu sehr verletzt.
Sie sind entschlossen,
einer Meinung,
ihr Leben endet sicher nicht
als winterliches Hauptgericht.

Gänse 2
©/ G. B. 29.10.13

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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28 Antworten zu Das Los der Gänse

  1. Follygirl schreibt:

    Ich sehe sie ja täglich, HUNDERTE… die auf ihren frühen Tod warten…und ich finde es schrecklich!
    LG, Petra

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    • Follygirl schreibt:

      Lese es erst jetzt… es tut mir wirklich sehr leid!
      Ich weiß, wie schwer solche Entscheidungen immer wieder sind, Ihr habt bestimmt die richtige getroffen für Euer Mädchen.
      Ganz liebe Grüße, Petra

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      • Anna-Lena schreibt:

        Danke, liebe Petra. Du kennst das ja auch ganz besoders. Die Entscheidung war richtig, ohne Frage, aber es dauert seine Zeit, sich umzugewöhnen. Marci kommt jedenfalls ganz gut damit klar und wir hoffen, dass sie ein längeres Leben als Cara hat. Sie sind ja Halbschwestern und nur einen Tag auseinander.

        Lieben Dank und herzliche Grüße
        Anna-Lena

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  2. bruni8wortbehagen schreibt:

    oh, oh, liebe Anna-Lena, eine heikle Geschichte, diese Gänsewiese. Ich fahre so oft an einer vorbei und immer geht mir dieses Schicksal im Kopf herum… Zufälligerwiese esse ich nie Gans, nein, auch keine Martinsgans, aber ich habe nix gegen knusprige Ente und das ist das gleiche in grün…

    Ich bin nicht besser als meine Menschenbrüder und -schwestern… *seufz*.
    Wie gut, daß ich keine Gans bin…

    Feine Verse von Dir!!! ♥

    Liebe Grüße von Bruni

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    • Anna-Lena schreibt:

      Einmal im Jahr esse ich auch Ente. Ganz in unserer Nähe ist diese Gänsewiese, an der ich fast täglich vorbeikomme und über Monate das Mästen beobachte.
      Nun wird die Wiese jeden Tag leerer … 😦 .

      Liebe Grüße zu dir 🙂 .

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  3. regenbogenlichter schreibt:

    Bei uns nicht… und vor Weihnachten ist noch der Martinstag… 😉

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  4. karlswortbilder schreibt:

    werde heuer keine Gans essen zu Martini 😉

    lg
    karl

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  5. Franka schreibt:

    Leider wird dieser Wunsch nicht in Erfüllung gehen.

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  6. Man gut, dass Gänse nicht denken können. Meines Wissens gleich ihr Erinnerungsvermögen zudem dem eines Goldfischs: gerade einmal drei Sekunden. Deshalb grinsen Goldfische immer, wenn sie stundenlang in runden Gläsern umher schwimmen: Sie sehen alle drei Sekunden eine neue Welt! ;o)

    Schön gedichtet, liebe Anna-Lena. Die Ente im Tiefkühler lasse ich dann doch lieber noch etwas liegen. Ich muss erstmal Deinen Text „verdauen“. ☺

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  7. kowkla123 schreibt:

    ich bedaure sie auch, aber beim Essen denke ich gar nicht daran, einen schönen Tag für dich, KLaus

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  8. Quer schreibt:

    Ach, das Los der Gänse kann so hart sein!
    Aber dein Text ist Klasse.
    Herzlich,
    Brigitte

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  9. Uli schreibt:

    HALLO! Liebe Anna-Lena !
    Wie immer = wieder GUTE Zeilen von Dir !
    Zum Gänse- bzw. Enten-ESSEN am Wo-ende mit Deiner „Klicke“ wünsche ich Dir/Euch bereits jetzt einen GUTEN HUNGER und viel FREUDE im Kreis Deiner Freunde !!
    Gruß! Uli

    P.S.: Ich mag auch Gänsekeulen . Für mich alleine mag ich sie nicht zubereiten; aber im Restaurant würde ich auch eine verputzen… wenn es sich in Gemeinschaft mit Freunden ergibt !

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  10. Brigitte schreibt:

    Gegenüber dem Haus meiner Tochter leben (oder lebten) den ganzen Sommer über friedlich und wirklich beschaulich, viele Gänse, aber nicht zu viele, sondern einfach nur so viele, wie ein Bauernhof auch vermarkten kann.

    Ich weiß ja, dass es diesen Gänsen immer ganz besonders gut gegangen ist, aber ich bringe das nicht über mich, eine zu braten. Jedes Jahr die gleiche Geschichte.

    Ich tröste mich damit, dass es ihnen wirklich sehr gut gegangen ist.

    Nach deinem Gedicht „Das Los der Gänse“ ist es jetzt aber endgültig aus!

    Lieben Gruß, Brigitte

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    • Anna-Lena schreibt:

      Wir essen nicht viel Fleisch, aber ganz mag ich nicht darauf verzichten. Und ein mir bekanntes Tier oder eines aus der näheren Umgebung käme auch für mich nicht in Frage.
      Einen lieben Gruß
      Anna-Lena

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  11. Anna-Lena schreibt:

    @all: Danke für eure lieben Kommentare. Ich werde sie beantworten, aber aktuell bin ich nicht in der Lage, lustig zu sein.
    Danke für euer Verständnis.

    LG Anna-Lena

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  12. suebilderblog schreibt:

    Ich esse weder Ente noch Gans und wenn ich die Tiere lebend gekannt hätte, dann könnte ich es erst Recht nicht….
    LG Susanne

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  13. OceanPhoenix schreibt:

    … bei deinem Kommentar, den du mir hinterlassen hast, hat mir sofort Böses geschwant, liebe Anna-Lena. Es tut mir so leid, und ich fühle mit dir…

    Eine ganz liebe Umarmung, wenn du magst ..
    Ocean

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    • Anna-Lena schreibt:

      Danke, liebe Ocean. Ich weiß, wie es euch mit Lisa-Monsterchen ging. Aber nun habt ihr Greta und wir haben zum großen Glück noch Marci, das macht es leichter.
      Danke für deine lieben Worte.
      Herzlich,
      Anna-Lena

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  14. kowkla123 schreibt:

    ich schicke dir mal auf diese Weise einen Gruß, liebe Anna-Lena und wünsche alles Gute, schönen Sonntag, Klaus

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  15. buchstabenwiese schreibt:

    Liebe Anna-Lena,
    mir fällt es jetzt schwer, etwas Lustiges hierzu zu schreiben. Ich habe den letzten Post von dir zuerst gelesen.
    Daher lasse ich hier einfach nur ein paar liebe Grüße und eine liebevolle Umarmung da. ♥

    Martina

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