„Kaffee trinken an Gräbern“

So lautete eine Schlagzeile in unserer Tageszeitung in der vergangenen Woche (OGA 09.10.2013, S. 17) .

In dem Artikel wurde berichtet, dass neben dem Cafe Finovo auf einem Friedhof in Berlin- Schöneberg nun ein zweites Friedhofscafe in Berlin-Kreuzberg an der Bergmannstraße eröffnet hat. In der früheren Aufbewahrungshalle aus dem 19. Jahrhundert werden heute Kaffee, Kuchen und belegte Brötchen gereicht.

Tod und Leben sind untrennbar miteinander verbunden und doch ist der Tod noch immer ein Tabuthema, mit dem man sich nicht auseinandersetzen mag, wenn man nicht muss. Ich persönlich gehe gern auf Friedhöfen spazieren und genieße die Ruhe und Beschaulichkeit.

Und nun – mittendrin ein Cafe? Schwer vorstellbar und trotzdem hat der Gedanke einen gewissen Reiz. Wie oft suchen Menschen, die einen nahe stehenden Menschen verloren haben und sich selbst am Grab des- oder derjenigen verloren fühlen, einen Gesprächspartner, jemanden in einer ähnlichen Situation, mit dem man sich austauschen kann? Warum nicht an Ort und Stelle, wenn die Gedanken noch frisch sind? Bei einer Tasse Kaffee in einer warmen Stube lässt es sich besser reden, als in der Kälte. Möglicherweise lassen sich auch Bekanntschaften unter Gleichgesinnten schließen.

Aber ein Cafe muss sich tragen können, und hin und wieder eine Tasse Kaffee und ein Stückchen Kuchen reichen da nicht aus. Somit kann ich mir schwer vorstellen, dass so ein Cafe solch einem  Zweck gerecht wird. Wer will das steuern, wo heute überall das Geld und der Profit regieren?

Vielmehr erscheint in meiner Vorstellung ein Ort mit vielen Menschen, die an schönen Nachmittagen mit Kind und Hund den Friedhof bevölkern, vielleicht hüpfend und rennend Verstecken hinter Grabsteinen spielen?

Eine Cafehaus- oder Spielplatzatmosphäre auf einem Friedhof? Für mich undenkbar.

Berlin hat unzählige Cafes, Bäckereien und Imbissmöglichkeiten und Berlin ist eine grüne Stadt. Somit sollte man den Toten ihre Ruhe gönnen und den Sinn eines Friedhofes nicht dem Zweck entfremden.

 Wie denkt Ihr darüber?

Diese Frage ist sicher eine Frage des guten Geschmackes wie auch die Grabgestaltung eines Grabes, das ich kürzlich entdeckte…

Gräberkult  - Geschmackssache

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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31 Antworten zu „Kaffee trinken an Gräbern“

  1. Follygirl schreibt:

    Jetzt wollte ich sofort ja, sagen, die Ruhe sollte man dort bewahren…
    ABER dann überlegte ich … warum eigentlich?
    Wäre es nicht schön es auch dort mehr Leben gäbe, natürlich nicht übertrieben und störend…
    Aber ich persönlich bin da wohl nicht die Richtige, wir werden in einem Friedwald sein und alle Tiere werden uns dort besuchen… ganz viel Leben drumherum.
    LG, Petra

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  2. freiedenkerin schreibt:

    Warum sollte man nicht den Versuch wagen, die scheinbare Kluft zwischen Leben und Tod mit einer heissen Tasse Kaffee und einem feinen Stückchen Kuchen zu überbrücken? Ich habe so einen kleinen, alten, längst aufgelassenen Friedhof in der Nähe – da spielen in der Tat kleine Kinder zwischen den Grabsteinen, im Frühling ist die Luft erfüllt vom Zwitschern und Rufen der ungezählten Vögel, die ihre Brut füttern, und Jung und Alt findet sich zum gemütlichen Plausch auf den Sitzbänken ein, Studenten/innen büffeln, und verzehren ihre mitgebrachte Brotzeit, und so mancher Obdachlose findet in kalten Nächten in den verwitterten Grabmälern wenigstens ein bisschen Schutz… Solch ein Café könnte eine willkommene Stätte für den alten Brauch des Leichenschmauses sein – bei Speis und Trank in Gesellschaft und Anteilnahme der Anverwandten den ersten Schmerz überwinden, so, wie es nicht nur in meiner Heimat seit Urzeiten schon der Brauch ist… Auf gar manchen solcher Zusammenkünfte werden da mitunter nach einer Weile mehr Tränen gelacht denn geweint – wenn der/die Verstorbene ein rechtes Original gewesen ist… 😉

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  3. giftigeblonde schreibt:

    Nun, ich liebe es auf Friedhöfen spazieren zu gehen,..von daher kann ich mir vorstellen da auch mal einen Kaffee zu trinken.
    Nicht vorstellen kann ich mir das Scenario mit rumtollenden Kindern und Familienausflüglern.
    Aber wer bin ich, das beurteilen zu können, vielleicht würden sich die Toten über ein bisschen Leben am Friedhof freuen.

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  4. finbarsgift schreibt:

    Sind die Initiatoren Mexikaner?! 🙄

    In Mexiko kennt man da ja nix, da gibt’s gar keine Friedhofsruhe, und manchmal ist dieses Volk fast zu Totenkultig, finde ich…

    Ciao Lu

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  5. Brigitte schreibt:

    Tja, dass die Kiesgärten auch noch auf die Friedhöfe übergreifen, das überrascht mich überhaupt nicht. Mir ist bloß nicht ganz klar, was das in den drei runden Gefäßen (oder Gartenabgrenzungen) ist. Aber, wir müssen tolerant sein, das ist jedem überlassen, sofern die Friedhofsordnung das zulässt.

    An Gräbern wird gefeiert? Ich glaube, ähnliches gibt es in Südamerika, besonders in Mexiko. Da haben die Menschen ein anderes Verhältnis zum Tod. Der Tod ist in das Leben integriert. Wir hier tun uns schwer damit. Und würden ihn am liebsten nicht erwähnen.

    Persönlich muss ich auf dem Friedhof kein Cafe haben, mir reicht es, wie dir, über den Friedhof zu spazieren und zu schauen, die Gräber zu besuchen. Das machte ich übrigens in allen Ländern, in denen ich je war. Es ist ein ruhiges Gefühl des Friedens. Eine Spielplatzatmosphäre wollte ich dort nicht, aber ich würde jederzeit mit meinen Enkel über den Friedhof gehen. Sie sind sehr interessiert.

    Doch ich habe auch schon erlebt, dass wir froh waren, nach einer Bestattung in München, dass gegenüber dem Friedhof ein Cafe war. Dort war auch ziemlich voll, denn die meisten Beerdigungsgäste haben sich dort noch einmal zusammengesetzt und über die Verstorbenen geredet. Und ihrer gedacht.

    Ganz ehrlich glaube ich kaum, dass man hier von einem Cafe auf dem Friedhof eine Existenz aufbauen kann. Aber wer weiß. Der Geschmack wandelt sich ja überall.

    Liebe Grüße und eine gute Woche, Brigitte

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  6. TimeBanditsWorld schreibt:

    ich denke das sich vielleicht trauernde Menschen gestört fühlen, wenn da so ein Gewusel auf dem Friedhof ist… für mich sollte dieser Ort nicht zum *Rummelplatz* werden …

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  7. Quer schreibt:

    Echt, den Gedanken an ein Café auf dem Friedhof finde ich furchtbar. Ich hoffe, dass das nicht Mode wird. Es genügt doch vollkommen, wenn man in der Nähe des Friedhofs Möglichkeiten für einen Kaffeeklatsch findet. Ein Friedhof sollte gefälligst in „Frieden“ gelassen werden.
    Liebe Grüsse,
    Birgitte

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  8. Nun, wenn das Café nicht zu einem Ausflugsziel mit angrenzendem Spielplatz ausartet, kann ich mir ein ruhiges Friedhofscafé sehr gut vorstellen. Ich selbst mag Friedhöfe, gehe gern dort spazieren und würde dort auch einen Kaffee trinken. Der Tod gehört zum Leben, wird aber in unserer Gesellschaft gerne tabuisiert. Vielleicht wäre das ein erster Schritt, ein wenig offener mit diesem Thema umzugehen.
    Liebe Grüße, Iris

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  9. regenbogenlichter schreibt:

    Hmmm, na ja, wenn es nur bei dem Cafė bleibt… auf Friedhöfen sitzen oft Leute beieinander. Dann halt nicht nur auf einer Bank, sondern mit einem Kaffee. So können sie ihren Lieben nah sein und die vielleicht ja bei ihnen.
    Von rumtobenden Kindern halte ich da nicht so viel. Nur spazieren gehen oder die Oma (oder schlimm) ein verstorbenes Geschwisterchen „besuchen“, warum nicht.
    Ich musste damals meinem Vater übrigens „zeigen“, dass wir jetzt einen Hund haben. Ich hätte gewünscht, er hätte es noch erlebt. Es wäre eine große Freude für ihn gewesen.
    Liebe Grüße
    Ute

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  10. minibares schreibt:

    Die Idee finde ich gut.
    Etwas mehr Leben auf dem Friedhof täte vielen gut.
    Damit wird bestimmt nicht die letzte Ruhe der Verstorbenen gestört.
    Im Gegenteil, die Berührungsängste könnten weniger werden.
    Liebe Grüße Bärbel

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  11. Anna-Lena schreibt:

    Ihr Lieben,

    mit Interesse habe ich eure Kommentare gelesen und danke euch sehr dafür. Ich selber bin noch ein wenig hin- und hergerissen.
    In unserer Gegend, die ja eher ländlich ist, könnte ich mir so ein Cafe schon vorstellen, ohne dass der Friedhof in ein Freizeitzentrum mit Familienanschluss ausartet.
    Für die Großstadt, speziell für Berlin, halte ich das für undenkbar, denn ich bin sicher, für viele wäre das ein Cafe im Grünen, abseits von der Straße, wo man nett sitzen und plauschen kann, möglicherweise mit Kind und Kegel.

    Ein Cafe lebt von Angebot und Nachfrage, da muss der Rubel rollen, damit es sich auch Gewinn bringend trägt und das wiederum bedeutet ein reger Stamm von Kundschaft.
    Der Zeitungsartikel handelte ja von einer ehemaligen Aufbewahrungshalle, die sozusagen zweckentfremdet wurde. Das wiederum ist nicht auf jedem Friedhof gegeben.
    Die Aufbewahrungshallen und Kapellen stehen bei unseren beiden nahen Friedhöfen mitten auf dem Friedhof. Selbst, wenn sie nicht mehr genützt würden, wäre das Cafe der Friedhofsmittelpunkt, das kann ich mir gar nicht vorstellen.

    Aber da, wo es passt, wäre es ja vielleicht vor dem Friedhofsgelände möglich, das wäre ein Kompromiss, oder? 🙂

    Danke für eure rege Beteiligung 🙂 .

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  12. tonari schreibt:

    Im Frühjahr traf ich mich mit einer Damals-noch-nicht-Bloggerin, um gemeinsam einen Friedhof in der Bergmannstraße zu besuchen. Sie verspätete sich ein wenig und ich entdeckte, dass ebendieser Friedhof ein Cafe „besitzt“. Es liegt am Rande, direkt neben dem Eingang mit einem Stückchen Wiese und Bäumen davor. Ich war skeptisch, aber es hat mir gefallen. Ruhig, wie eine Oase in der turbulenten Großstadt. Zeit, Gedanken schweifen zu lassen. Natürlich gab es dort einen Kaffee für mich und später auch für meine Begleiterin. Man konnte drinnen und draußen sitzen, die Preise waren moderat.
    Und, es waren auch Mütter mit kleinen Kindern dort, die gemeinsam die Wiese für Naturentdeckungen nutzten. Aber das waren – vielleicht zum Glück – keine von der ätzenden Sorte der Mein-Kind-darf-alles-und-ich-finde-das-toll-Muttis.
    Insofern habe ich gelernt, dass diese Kombination funktionieren kann.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Tonari,

      du hattest dich im Spam versteckt 😯 .
      Genau um diesen Friedhof geht es ja. Ich kenne ihn (noch) nicht, aber ich werde mir mal ein Bild machen, wenn ich mal dahin komme.

      So etwas hat durchaus sein Für und Wider. Vorstellbar wäre es auch für mich, solange das Recht des Friedhofes und der dort Ruhenden nicht verletzt wird.

      Ich wünsche euch eine gute Reise „wink“ ….

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  13. bruni8wortbehagen schreibt:

    hm, tja, ich fang beim Foto an, liebe Anna-Lena…
    Ich finde es total geschmacklos, lieblos, falsch und fad, was ich da sehe. Bei den Tannenzapfen mußte ich genau gucken, denn zuerst dachte ich, es seien Zigarren *g*.
    Ich bin kein Mensch, der Gräber zu sehr schmücken möchte, aber etwas mehr Einfühlungsvermögen, wie hier zu sehen, sollten die „Hinterbliebenen“ (schreckliches Wort) schon haben.
    Ein Café dicht am Friedhof ist wunderschön und spielende Kinder zwischen Gräbern kann ich mir gut vorstellen, wobei sie genau wissen sollten, wo sie sich hier befinden, damit sie nicht zu sehr toben und wirklich traurige Menschen damit stören würden.
    Ein Café in einer ehemaligen Aufbewahrungshalle finde ich makaber und ich würde es wohl eher meiden und mir lieber ein anderes suchen.

    Liebe Grüße mitten aus der Nacht sendet Dir Bruni ♥

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  14. Franka schreibt:

    Doch, ich könnte mir ein Café auf dem Melatenfriedhof hier sehr gut vorstellen. Es würde sich sicher tragen; täglich finden Beerdigungen statt und am Wochenende mehrere Besichtigungen pro Tag. Dort könnten manche sitzen und das Gefühl haben, ihren Angehörigen nahe zu sein. Aber ich sehe dann im Geiste ein ruhiges, stilles Café, das der Würde des Friedhofs angemessen ist. Was für mich gar nicht geht, ist ein Kinderspielplatz dort oder Kinder, die zwischen den Gräbern spielen. Das wäre einem solchen Ort nicht angemessen.
    Liebe Grüße, ‚Franka‘

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  15. Träumerle Kerstin schreibt:

    Das ist wahrlich ein Streitthema. Aber ich persönlich mag nicht auf einem Friedhof einkehren, es würde mir sicher nicht schmecken. Treffen mit Leuten ja, plaudern und lachen ja, aber spielende Kinder und Kaffeekränzchen? Ich sage „nein“.
    Das Grab ist wirklich sehr einfach „geschmückt“, dazu die vielen Tannenzapfen. Wenigstens die hätte man doch bissel gestalten können!

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  16. Ruthie schreibt:

    Ich denke: Für die vielen alten, oft einsamen Leutchen wäre so ein Treffpunkt bestimmt ein Highlight in ihrem Leben. Natürlich müsste irgendwie gewährleistet sein, dass auf dem Friedhof selbst die noch Ruhe finden, die eher Zwiesprache mit ihren Toten suchen oder denen (noch) nicht nach fröhlichem Kaffeeklatsch zumute ist. Also eher an den Rand und abgegrenzt durch Bäume/Büsche usw.

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  17. OceanPhoenix schreibt:

    Liebe Anna-Lena,

    auch ich kann mir das durchaus vorstellen, solange der grundlegende Respekt vor der Totenruhe gewahrt wird – also die Kids nicht wild über den Friedhof tollen .. aber ansonsten sehe ich absolut die positiven Aspekte, die die anderen bereits genannt haben 🙂

    Ich grüß dich herzlich und wünsche dir ein schönes Wochenende,
    Ocean

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  18. buchstabenwiese schreibt:

    Ich bin da etwas hin- und hergerissen, liebe Anna-Lena.
    Einerseits fände ich es gar nicht schlecht, wenn es ein Café auf einem Friedhof gäbe. Man macht doch auch nach einer Beerdigung so eine Art Zusammenkunft mit der Familie, bei der man noch ein wenig zusammensitzen kann und ein Brötchen zusammen isst. Früher habe ich davon nicht so viel gehalten, aber als meine Mama beerdigt wurde, habe ich das als sehr tröstend und angenehm empfunden, die Familie noch eine Weile um mich zu haben. Es beruhigt. Meinem Vater ging es genau so.
    Das wäre doch auf jeden Fall eine Einnahmequelle fürs Café.
    Ebenso könnte ich mir vorstellen, dass die Menschen, die u.a. ihre Trauer mit Grabbesuchen bewältigen, es auch tröstlich fänden, noch einen Kaffee dort zu trinken und ja, auch mit Gleichgesinnten zusammen zu kommen. Vor allem im Winter. Da kann man sich ja nicht so lange am Grab aufhalten.
    Andererseits, zu viel Trubel auf einem Friedhof kann auch störend sein. Nicht so sehr für die Toten, denn ich glaube, die würde es weniger stören 🙂 , aber vielleicht für die Hinterbliebenen, die am Grab ein wenig Ruhe finden möchten und Zwiesprache mit dem Toten halten.
    Da kommt es natürlich auf die Größe des Friedhofs an, wie nah das Café an den Gräbern ist.
    Ich würde sagen, es kommt drauf an.

    Hunde sind auf unserem Friedhof übrigens gar nicht erlaubt. Nicht mal an der Leine.

    Liebe Grüße,
    Martina

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ähnliche Gedanken des Hin- und Hergerissenseins hatte ich zu Anfang auch, liebe Martina. Die Grundidee finde ich schon gut, aber es muss sich im Rahmen halten und nichtausarten.
      Hunde sind, glaube ich, generell auf dem Friedhof verboten. Allerdings habe ich unseren damaligen Dackel auch schon mit zum Grab meines Vaters genommen… :mrgreen: .

      Einen lieben Gruß zu dir 🙂 .

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  19. buchstabenwiese schreibt:

    Ach so, das Grab finde ich etwas seltsam. 😯

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  20. suebilderblog schreibt:

    Friedhöfe sind für mich Orte der Ruhe. Ich persönlich brauche dort kein Cafe. Muss dazu aber sagen, dass ich ein Landkind bin und wenn ich bei uns auf den Friedhof gehe (sei es hier in der Kleinstadt oder in dem kleinen Dorf, wo ich aufgewachsen bin), dann läuft mir dort mit Sicherheit immer jemand über den Weg, den ich kenne. In Zeiten der Trauer, kann das hilfreich sein, aber auch nervend, denn manchmal will man einfach nur mit seinen Gedanken alleine sein.
    In einer anonymen Großstadt kann ich mir allerdings so ein Cafe auch hilfreich vorstellen, z.B. wenn jemand seinen Partner verloren hat und nun ganz alleine ist und jemanden zum Reden sucht……. Oder nach einer Trauerfeier…..

    Als Familienausflugs-Cafe fände ich ein Friedhofscafe allerdings mehr als unpassend.

    Wenn ich mir diese Steingräber ansehe, dann frage ich mich, warum die Angehörigen kein Urnengrab, anonyme Beisetzung oder einen Friedwald gewählt haben. Sollte es ein schon älteres Grab sein, dann kann man ja auch beantragen, es einebnen zu lassen……alles besser als diese Steine.

    LG Susanne

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ich teile deine Gedanken, liebe Susanne, bis auf den Punkt der Großstadt. Ich denke, die Gegenden um die jeweiligen Friedhöfe in ihrem „Kiez“ sind wie eine Kleinstadt und weniger anonym, denn es treffen sich auch dort immer häufiger dieselben Leute, die, die ihre Toten besuchen. Ob dort ein Cafe angebracht ist oder nicht, liegt sicher an den räumlichen Möglichkeiten. Es ist schwierig, das so pauschal zu beantworten.
      Ich muss dazu sagen, ich kenne kaum einen Friedhof in Berlin näher, dazu bin ich einfach zu lange weg aus Berlin. Es wäre aber mal eine Erkundung wert.

      Liebe Sonntagsgrüße,
      Anna-Lena

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  21. Traveller schreibt:

    eigentlich ist alles gesagt, aber einen kleinen Kommentar möchte ich trotzdem hinterlassen
    mitten auf dem Friedhof kann ich mir ein Café schwer vorstellen, am Rande dagegen gut: eine Begegnungsstätte, ruhig (ohne Kinderspielplatz), eine Möglichkeit zu verweilen

    lieben Gruß
    Uta

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  22. Ich denke es man denkt langsam um, sieht man auch in den vielen Kommentaren hier. Eine Kaffeehaus- oder Spielplatzatmosphäre auf einem Friedhof ist sicherlich fehl am Platze, aber eine andachtsvolle Stimmung beim Kaffee trinken, warum nicht? Man sollte aber auch den Friedhofsbereich und die Gräber dementsprechend gestalten (bei Kies lieber nach den Vorgaben des Feng Shuis) um eine allgemeine Harmonie zu erreichen.

    Lg, Peter

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