Erkenntnis

Als ich klein war,
wollte ich groß sein.
Als ich jung war,
wollte ich schnell
erwachsen werden.
Heute bin ich groß
und erwachsen.

Mit der Erkenntnis
von heute
würde ich gern
noch einmal
klein und jung sein.

Doch wäre die Welt
dann eine andere?

Ich wäre eine andere,
denn ich hätte
keine Träume
und keine Illusionen mehr.

Weiblichkeit
© G.B. 1.7.13

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
Dieser Beitrag wurde unter Lyrisches, Mal kritisch angemerkt... abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

43 Antworten zu Erkenntnis

  1. freiedenkerin schreibt:

    Aber du hast dir ja auch zum Glück ein gutes Stück Kind in Herz und Seele bewahrt… 😉

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  2. momonine schreibt:

    Träume und Illusionen sind die, die uns am Leben erhalten, liebe Anna-Lena. Herzliche Grüße, Momo

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  3. Bitter aber wohl sehr wahr … ▲

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  4. regenbogenlichter schreibt:

    Vielleicht ja doch… 😉
    Nur dass du vielleicht nicht mehr ganz so unbefangen bist.
    Aber alles hat seine Zeit, bewahre die schönen Erinnerungen an die andere.:-)
    Liebe Grüße
    Ute

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  5. buchstabenwiese schreibt:

    Das wäre aber schade, liebe Anna-Lena, wenn du keine Träume mehr hättest.
    Liebe Grüße,
    Martina

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  6. werner schreibt:

    Schöne Zeilen Anna-Lena und es freut mich, dass Du in der heutigen Zeit auch noch Träume und Illusionen hast 🙂

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  7. quersatzein schreibt:

    So ist es leider: Zurück könnte man immer nur unter ganz anderen Voraussetzungen – und ob man es dann noch wollte…?
    Wahrscheinlich soll es einfach so sein, wie es ist. Und jedes Alter hat ja auch seine ihm gemässen Träume und Inspirationen.

    Herzliche Grüsse,
    Brigitte

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  8. finbarsgift schreibt:

    Natürlich wäre die Welt eine andere, liebe Anna-Lena, und auch du wärst eine andere, und würdest dich auch ganz anderes entwickeln… da bin ich sehr sicher! Herzliche Grüße vom Lu
    (Ein schönes Gedicht übrigens! Kennst du das Theaterstück Biografie von Max Frisch?)

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    • Anna-Lena schreibt:

      Um gleich deine Frage zu beantworten: nein, kenne ich nicht. Sollte ich aber, oder? Umsonst stellst du diese Frage ja nicht . Hatte Frisch ähnliche Gedanken?

      Nun, ganz jung sein möchte ich nicht noch einmal, aber ab vierzig auffwärts könnte ich mir durchaus noch einmal vorstellen… 😉

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      • finbarsgift schreibt:

        naja, so ungefähr ist es ja in dem Biografiespiel vom Frisch, wo die Heldin 3 mal oder so an einen bestimmten Punkt in der Vergangenheit wieder zurück kann und nochmals eine neue andere Lebensvariante wählen kann…

        einen sehr schönen Film zu diesem Thema hat der große polnische Regisseur Kieslowski mal gedreht mit dem Titel „der Zufall möglicherweise“ …
        dir einen schönen Tag!

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        • Anna-Lena schreibt:

          Danke, lieber Lu, für deine Aufklärung. Ich denke mal darüber nach, ob ich das möchte, an drei Punkte zurückzukehren und einen anderen Weg einzuschlagen…

          LG in den Mittwoch,
          Anna-Lena

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  9. Gudrun schreibt:

    Die Welt wäre bestimmt nicht anders, aber die eigenen Ansätze, sich in ihr zu bewegen, wären vielleicht anders. Ich würde gern noch einmal „starten“ dürfen, mit den Erfahrungen von jetzt. Da ich leider meine eigene Zeit nicht verändern kann, starte ich eben trotzdem. Ein bissel älter halt. 😀
    Das Gedicht gefällt mir sehr.
    Liebe Grüße von der Gudrun

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  10. Brigitte schreibt:

    War Herr Frisch nicht derjenige, der gesagt hat: „Wir riefen Gastarbeiter, und es kamen Menschen.“ Was auch heute noch viele als eine Zumutung erachten.

    Aber ich schweife ab.

    Natürlich gefiel mir, was du geschrieben hast. Aber, ich möchte mit der Erkenntnis von heute wirklich nicht wieder klein und jung sein. Heute ist gar nichts mehr sicher und wenn ich an die hochqualifizierten Neffen und Nichten denke, die im Süden keine Arbeit finden, dann sind wir wieder da, wohl bei der Aussage von Herr Frisch. Und bei deinem letzten Absatz.

    Wir hatten wenigstens noch Träume, Heute jedoch macht einen schon die Suche nach einem Arbeitsplatz krank und danach u. U. die Anforderungen des täglichen Arbeitslebens.

    Ich bewundere die jungen Leute, die heute noch Träume haben.

    Wünsch dir einen schönen Dienstag, Brigitte

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    • Anna-Lena schreibt:

      … und diese Menschen sind geblieben, was auch vielen missfällt und die Vorurteile immer wieder neu anheizt. Ich weiß nicht, ob das von Frisch ist, aber ich forsche mal nach.

      Die Generation unserer Eltern hat auch in großer Unsicherheit gelebt, aber ohne ihre Träume wären sie nicht weit gekommen. Deren Träume haben sie zuversichtlich angepackt und das fehlt mir heute oft in unserer Gesellschaft.
      In einer Gesellschaft, in der nur betimmte Schichten einen Fuß an die Erde bekommen und andere systematisch am Boden gehalten werden, mehren sich psychosomatische Erkrankungen – zweifelsohne.

      Einen lieben Gruß ,
      Anna-lena

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  11. leonieloewin schreibt:

    Sehr schön geschrieben und stimmt mich nachdenklich. Liebe Grüße Leonie

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  12. minibares schreibt:

    Aber die Bilder von dir und Bruni gleichen sich irgendwie, auch, wenn sie keine Meerjungfrau hat, aber eben auch eine in sich ruhende…
    Oh, ich denke, wir würden uns anders verhalten als damals.
    Ob sowas unserem jetzigen Leben eine Wendung geben könnte, vermag ich nicht zu glauben….

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  13. kowkla123 schreibt:

    Liebe Anna-Lena, das ist einfach nur toll geschrieben, so ist das Leben, schönen Tag auch, KLaus

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  14. zentao schreibt:

    und ohne Träume und Illusionen wäre das Leben, nicht so lebenswert wie mi all diesem scheinbar Nutzlosen.
    liebe Grüsse zentao

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  15. bruni8wortbehagen schreibt:

    Wunderbar geschrieben, liebe Anna-Lena, sehr genau durchdacht.
    Selbst wenn es ginge, sich zurück ins Kindsein zu beamen, würde es nicht funktionieren., dieses neuerliche Kindsein, aber nicht, weil die Träume und Illusionen fehlen würden, sondern weil Du mit anderen Träumen und Illusionen ins Kindsein zurückkämst, und zwar mit den Träumen und den Illusionen einer erfahrenen und erwachsenen Frau… Du könntest die Kindlichkeit nicht mehr annehmen.

    So ein kleines bißchen jünger, das wäre schon schön, so ca. drei Jahre *lach*,
    damit wäre ich sehr zufrieden.

    Lächelnde Grüße von mir

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ja, das sind die Überlegungen, die mich an einen ähnlichen Punkt bringen. Also, bleibt und nur das Jetzt und was wir daraus machen.
      So zehn Jahre zurück, das wäre auch für mich gut vorstellbar. Aber das Leben ist weder ein Wunschkonzert noch eine Zeitmaschine .-) .

      Einen lieben Gruß zu dir 🙂 .

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  16. Träumerle Kerstin schreibt:

    Genauso wird es wohl jeder von uns mal denken. Ich jedenfalls wäre gern noch mal jünger, aber mit dem Verstand und dem Wissen von heut. Doch es stimmt, ich wäre nicht mehr ich, sondern jemand anderes. Also lassen wir es wie es ist – keiner kann die Zeit zurück drehen.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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