Verrückt

Mein Weltbild ist ver-rückt.

Verrückt!

Eine Reise ins Glück
wird zum Un-glück.
Ein Ver-sehen?
Ein Über-sehen?
Verantwortliche bleiben
Antworten schuldig,
unverantwortlich!

Ein anderer antwortet,
ellenlange Seiten.
Wen interessiert es?
Sind das die Antworten
auf eine brennende Frage?
Bleiben wollen,
Konsequenzen scheuen,
verantwortungslos!

Verrückt!

© G.B. 19.01.12

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Vorruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
Dieser Beitrag wurde unter Gerade aktuell, Lyrisches, Mal kritisch angemerkt... abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

35 Antworten zu Verrückt

  1. sucherin schreibt:

    Das Gedicht gefällt mir sehr. Das liegt vielleicht daran, dass auch mein Weltbild ein wenig ver-rückt ist. Liebe Grüße

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  2. Helmut Maier schreibt:

    Antwort.
    Er antwortet.
    Verantwortung.
    Eigentlich normal.

    Wirklich normal:
    ohne Antwort.
    Verantwortungslosigkeit.
    Unverantwortliches Handeln.
    Politischer Autismus, aber
    wirkungsvoll.
    Alltag. Macht.
    Wirklich!

    Ein Kartenhaus?

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  3. werner-p schreibt:

    Bis zu den brennenden Fragen war mir alles klar, aber dann kann ich ehrlich gesagt nimmer folgen?

    Lieben Gruß
    Werner

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    • Anna-Lena schreibt:

      Damit meine ich unseren Bundespräsidenten, der die Sache aussitzen will, anstatt seinen Hut zu nehmen und seinen Platz zu räumen. Die besagten 400 Fragen, die ihm gestellt wurden und zu denen er in seiner Erklärung erwähnte, sie beantworten zu wollen, hat er nun mit seinen Anwälten in einem schriftlichen Pamphlet beantwortet.
      Das interessiert aber doch nicht wirklich, oder?

      LG Anna-Lena

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  4. Himmelhoch schreibt:

    Langsam habe ich auch das Gefühl: „Wer hier in diesem Land nicht in sich selbst ruht, und das am besten mit Tonnengewichten am Platz fixiert, der wird wirklich ver-rückt, vom Platz geschoben, ins Abseits gedrängt.
    So korrupt kann man als Privatperson gar nicht sein, weil man schon viel früher ausgehebelt wird.
    Liebe Grüße von mir

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  5. M. schreibt:

    Eine perfekte Antwort auf das Dilemma von gestern Nachmittag eines Herrn W. Ich habe es im TV verfolgt, wie der Fragenkatalog zum Thema wurde. Mich regt das alles nur noch auf. Mein Weltbild scheint nicht ver-rückt zu sein, sondern ist voll aus den Fugen geraten.

    Liebe Grüße zu dir, Anna-Lena.

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  6. Sehr nachdenkenswert, diese verrückten Zeilen. Vielleicht lassen sie sich ein ums andere Mal etwas verrücken, um zu beglücken oder verzücken?

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  7. die3kas schreibt:

    Nicht nur dein Weltbild ist ver-rückt,
    meines kommt mir manchmal so vor, als lebe ich auf dem falschen Planeten…
    Ich habe in meinem Feedreader einige Medien die nur polizeiliche Nachrichten schreiben…
    und die Einschläge kommen immer näher.

    Doch den Tätern passiert fast nichts…

    Liebe Grüsse zu Dir, Pass auf dich auf!
    kkk

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  8. minibares schreibt:

    Ach, liebe Anna-Lena.
    wer versucht nicht, ein Darlehen so günstig wie eben möglich zu ergattern?
    Nur fehlen uns die Connections zu sowas…..

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  9. ahora schreibt:

    Unser aller Welt bild ist verrückt. Alte Werte gelten nicht mehr.

    Mir gefällt, wie Du mit den Worten spielst.

    Herzlich
    Barbara

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  10. ernstblumenstein schreibt:

    Dieses Mal ist es ein Mensch, der in der Situation nicht mehr wusste wo ein wo aus und so zum totalen Versager wurde. Sicher hat der verantwortliche Kapitän sehr schwere Fehler begangen. Aber kann man von Menschen immer erwarten, dass sie jeder Situation gerecht werden? Kann man menschliches Versagen durch Schulung und Ausbildung eigentlich immer verhindern? Ich glaube nicht. Müssten nicht auch die Reedereien trotz dem boomenden Markt umdenken? Sie lassen immer grössere, immer mehr Menschen beherbergende Städte auf kleinsten Raum auf den Meeren schwimmen! So rollt der Rubel. Das nächste Mal ist es auf hoher See vielleicht die Technik, die versagt, das übernächste Mal……???
    Wo Massen sich aufhalten, bin ich jedenfalls nicht anzutreffen. Es ist definitiv nicht mein Ding.
    Der andere…, das ist wieder ein anderes Kapitel.
    Liebe Tag-Grüsse an Dich, Anna-Lena. Ernst

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    • Anna-Lena schreibt:

      Lieber Ernst,

      Menschen, die die Verantwortung über soviele Menschen haben, sollte auch in solche Situationen einen möglichst klaren Kopf behalten, darauf sind sie geschult und haben Berufserfahrung.

      Gäbe es in unserer Schule einen Amoklauf und ich laufe als erste davon, ohne mich um meine Schüler zu kümmern, sie zu schützen und Hilfe – in welcher Form auch immer – zu holen, wäre ich für den Beruf ungeeignet.

      Dass Kreuzfahrten immer mehr in Mode kommen, ist eine überdenkenswerte Sache, vor allem aber auch hinsichtlich der Schäden für das Meer. Doch solange der Rubel des Tourismus rollt, interessiert es doch niemanden, oder ? 😦

      LG Anna-Lena

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      • ernstblumenstein schreibt:

        Liebe Anna-Lena,
        Man kann Menschen nicht darauf schulen, um in totalen Stress-Situationen richtig zu handeln, weil niemand die totale Stress-Situation simulieren kann. Ich weiss, was Du damit meinst, aber….
        Du bist nicht geschult, um in einer totalen Stress-Situation bei einem Amoklauf die Heldin zu spielen, du bist ausgebildet und geschult, eine gute Lehrerin zu sein. Ich verstehe, dass Du versuchen würdest…..
        Viele Tag-Grüsse Ernst.

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        • Anna-Lena schreibt:

          Lieber Ernst,

          sicher kann man das nicht vorhersagen, ich möchte weiß Gott auch niemals so eine Situation erleben und wenn ja, so hoffe, ich, wie auch immer das Richtige zu tun.
          Aber wäre man Betroffener, der einen Menschen durch dieses Schiff verloren hätte, wie würde man da reagieren?

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          • ernstblumenstein schreibt:

            Ja, Du sagst es richtig. Mehr sollst Du dir nicht vornehmen. Es ist halt ein schwieriges Thema, wenn man offen seine Meinung sagt. Aber dein Beitrag
            fand ich gerade deshalb wichtig, denn wir sollten ja eher etwas weniger
            oberflächliche Diskussionen führen können. Ich glaube, ich profitire davon.
            Ich wünsche Dir viele Gute-Nacht-Grüsse, liebe Anna-Lena. Ernst

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            • Anna-Lena schreibt:

              Selbst, wenn man dem Kapitän mildernde Umstände zubilligen würde, wegen einer vermutlichen Stresssituation, bleibt doch erst einmal die Frage, warum er so nah an diese Insel herangefahren ist. Und da fängt die Verantwortungslosigkeit schon an und nicht die eigentliche Stressituation mit diesen fürchterlichen Folgen…

              Hab einen guten Tag.
              Herzlich,
              Anna-Lena

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              • ernstblumenstein schreibt:

                Da fängt die Verantwortungslosigkeit schon an….

                Am 30.8.2010 fuhr das KF-Schiff Costa Concordia auch
                bis auf einige Dutzend Meter an der Insel Procida vorbei.
                Diese Vorbeifahrt wurde auf der Insel mit 10 Mörserschüssen
                angekündigt, vom Schiff mit 3 Sirenenstössen erwidert, was
                den Bewohnern von Procida und den vielen Touristen eine
                grosse Emotion bescherte!!! So hiess danach die Werbebotschaft
                auf der Website der KF-Gesellschaft Costa Crociere. Nach dem
                Unglück wurde der Eintrag auf der Website sofort gelöscht!!!
                Der fatale Kurswechsel der Concordia war also nicht der erste…

                Wegschauen, bis etwas passiert? Ja, sicher!
                Bevor es passierte, gab es durch die verantwortlichen Top-Manager
                der Reederei für solche attraktiven Vorbeifahrten, die 200 Meter
                anstatt der 2 km an der Insel vorbeiführten, nur Lob!

                Die Verantwortungslosigkeit fängt also nicht erst beim Kapitän an!
                Ich glaube, ein Teil unserer Gesellschaft ist nicht mehr ehrlich, sondern verlogen.

                Gefällt mir

                • Anna-Lena schreibt:

                  Genau das ist ‚business as usual‘ , lieber Ernst. Eine Verkettung von Machtinteressen, Geldgier und Profit, die Konsequenzen werden hintenan gestellt und wenn etwas passiert, ist das Geschrei groß.
                  Deine Schlussfolgerung teile ich.

                  Aufrichtige Grüße
                  Anna-Lena

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  11. Anna-Lena schreibt:

    @ all:

    Ich danke euch herzlich für eure Meinungen, Gedanken und Ergänzungen, die ich sehr bereichernd finde.

    Das Schiffsunglück hat die Bundespräsidentenangelegenheit in den Medien leider wieder in den Hintergrund gedrängt, aber da ist noch eines offen, was nicht ausgesessen werden sollte, nämlich seine Konsequenz zu gehen.

    Danke fürs Mitdenken und Austauschen.
    Kommt gut ins Wochenende.

    Herzlich,
    Anna-Lena

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  12. Brigitte schreibt:

    Das sind die Realitäten unseres heutigen Lebens.

    Ich glaube nicht, dass er freiwillig geht, er sitzt das bequem aus. Und eigentlich möchte ich, dass er seine Zahlungen nur durch Arbeit und nicht schon als Rente bekommt. Das würde mich vielleicht ärgern!

    Der andere, der ohne jedes Verantwortungsbewusststein, erscheint mir wie ein typischer Draufgänger. Wie sagte doch jemand: „Der würde auch einen Bus wie einen Ferrari fahren.“ Diese Typen konnte ich nie leiden.

    Leider hat das viele Menschen das Leben gekostet.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Der erste – das sehe ich genauso 😦 , der hat Sitzfleisch. Ich bin gespannt, was da noch so ans Tageslicht kommen wird. Und der andere – da ist auch noch nicht alles an die Oberfläche gekommen.

      Ich hoffe nur, dass man selber nicht mal in die Hände derer fällt, die nur an sich denken und ihre Verantwortung vergessen.

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  13. Quer schreibt:

    War die Welt je nicht verrückt – und wir damit!?
    Liebe Grüsse,
    Brigitte

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  14. Gudrun schreibt:

    Gute Worte hast du gefunden, liebe Anna-Lena. Im Moment ist tatsächlich einiges ver-rückt, vor allem die Werte, nach denen ich noch erzogen wurde. Ich bin ganz froh, dass ich eine gewisse „Verrücktheit“ habe und mir vorstellen kann, was sich ändern muss und welche Rolle ich dabei spiele. Immer „Nein“ sagen und „Ich bin dagegen“ reicht mir nicht. Man könnte auch alles aussitzen, wie der Herr Präsident, aber fühlt man sich da besser?

    Liebe Grüße und danke für die Denkanstöße, die ich hier bei dir immer bekomme

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    • Anna-Lena schreibt:

      WERTE – das ist immer wieder das zentrale Wort, was ja auch Elke, die Märchenfrau, angesprochen hat.
      Manchmal hat das Alter, die Lebenserfahrung und die eigene anerzogene Wertevorstellung doch einen großen Vorteil und es ist nämlich das, was wir entgegen setzen können. Und wenn es nur einige ansatzweise zum Nachdenken bringt, hat das seinen guten Zweck erfüllt, oder?

      Liebe Grüße ins Spinnstübchen,
      Anna-Lena

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  15. Frau Momo schreibt:

    An der Stelle, wo das Unglück passiert ist, habe ich mir mal vor Jahren einen fürchterlichen Sonnenstich geholt…. auf der schönen Insel Giglio. Es ist unfassbar, wenn das stimmt, was da bekannt wird. Da verrückt wohl jedem das Weltbild.
    Verantwortung zu übernehmen, kommt immer mehr aus der Mode. Das hat man schon bei Gutenberg gemerkt, der ja auch lange rumlaviert hat, und die Posse Wulff ist einfach nur noch unwürdig.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Was die Posse Wulff betrifft, gibt es mittlerweile eine Menge Gerüchte, was das Vorleben von Frau Wulff betrifft.
      Sollten die sich bewahrheiten und veröffentliocht werden, dann platzen sicher einige Bomben im übertragenen Sinn.

      Ihr habt euch für Berlin wieder ein Schietwetter ausgesucht 😦 , aber ihr seid ja aus einem bestimmten Grund hier – und das ist gut so 🙂

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  16. Märchenfrau schreibt:

    Vieles macht sprachlos. Mich zumindest. Es erinnert mich immer wieder an unsere Diskussionen über die Werte. Weißt du noch?
    Und ehrlich, sprachlos möchte ich momentan auch bleiben, denn es wird schon so viel geredet. Im Prinzip wissen wir alle aber nicht, was nun wirklich passiert ist, egal, welcher Schauplatz nun gemeint ist. Ich für mich weiß nur, dass die Wahrheit irgendwo ganz woanders liegt und sicherlich nicht in den Medien zu finden ist. Leider. Doch das war auch schon immer so. Sie nämlich ist es, die ver-rückt wird – die Wahrheit. Ver-rückt oder ins passende Licht ge-rückt.
    Lieber Gruß
    Elke

    PS: Dennoch: dein Text ist toll!

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Elke,

      Wahrheit ist doch eine sehr subjektive Sache. Was uns die Medien als Wahrheit vorgaukeln, lieget sicher oft daneben. Also müssen wir uns vielseitig informieren und uns letztendlich unsere eigene Wahrheit herauszufiltern, die wiederum auch subjektiv ist.

      Alles ist ver-rückt und so wird es immer bleiben, oder?

      Liebe Grüße zu dir,
      Anna-Lena

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  17. Ocean schreibt:

    super geschrieben, liebe Anna-Lena …

    Manches momentan ist einfach nur zum Haare-Ausraufen – und erschreckend.

    Ganz liebe Wochenendgrüße an dich, Ocean

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    • Anna-Lena schreibt:

      Deshalb brauchen wir als Gegenpol viel Schönes und Freundliches. Stell dir vor, neben dem Kopf-los-sein hätten wir alle auch noch eine Glatze 😆 😯

      Liebe Wochenendgrüße aus dem Schneeregen,
      Anna-Lena

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  18. bigi schreibt:

    Woher weißt du?
    Passt auch ganz und gar ohne politischen Bezug.
    Knuddel, auch sieben Minuten nach dem Knuddeltag
    bigi

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