WORT-LOS

Mir geht es so, dass mir wirklich die Worte fehlen. Ich kann nicht zum normalen Alltag übergehen und bloggen, als sei nichts gewesen. Natürlich müssen wir unser Leben auch hier weiter meistern, aber ich bekomme den Kopf nicht davon frei, dass Millionen von Menschen nun womöglich ein einer wahren Hölle sitzen und keine Chance haben, dieser Hölle zu entkommen.

 

Mit stillen Grüßen

Anna-Lena

Über Anna-Lena

Lehrerin im Un-Ruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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32 Antworten zu WORT-LOS

  1. fudelchen schreibt:

    Danke Anna Lena ♥

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  2. Synapse schreibt:

    „Die Wirklichkeit eines anderen Menschen liegt nicht darin, was er dir offenbart, sondern in dem, was er dir nicht offenbaren kann. Wenn du ihn daher verstehen willst, höre nicht auf das, was er dir sagt, sondern vielmehr auf das, was er dir verschweigt.“

    Kahlil Gibran

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  3. khecke schreibt:

    Ich nehme an, dass es den meisten Menschen so geht wie Dir, wenn sie täglich dieses Chaos in Japan sehen. Was kann da nur sein Bedauern aussprechen.
    Karl-Heinz

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  4. Karl schreibt:

    da können nur mehr die Worte fehlen. Man hört ja jetzt schon wieder: „bei uns gibt es keine Tsunami, auch die Erdbeben sind nich so stark“. da feilschen sie schon wieder um Zentel der Skala, da greift man sich an den Kopf! Ein Land wie Japan, das so viel Leid durch diese sch.. Bomben erlebt hat, setzt genau auf diese Technologie.
    Wenn man *nur* hört, da ist wieder ein AKW errichtet worden denkt man gar nicht so richtig nach, wenn man aber die Landkarte und die Standorte sieht in ihrer Gesamtheit, kann einem nur schlecht werden. Hier die Katastrophen dort der Krieg, wo ein Irrer alles vernichtet bis nur mehr seine Leute übrigbleiben, und im Garten kommt der Frühling…. Ist die Welt nicht ein Januskopf?
    lg
    Karl

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    • Anna-Lena schreibt:

      Lieber Karl,

      die Gefahr, die woanders akut ist, wird bei uns wieder heruntergespielt. Ob wir hier schwere Erdbeben haben oder nicht, spielt doch keine Rolle. Dass hier keine Tsunamis auftreten, ist sicher richtig, doch alles ist wieder nur ein Wortgeplänkel.
      Die Japaner haben sicherlich, bedingt durch ihre geografische Lage, ihre Atomkraftwerke mit bestem Wissen und Gewissen angelegt.
      Die Erde hat aber nun gesprochen und zwar klar und deutlich. Sie hat uns gezeigt, wie schnell sie uns den Boden unter den Füßen wegziehen kann. Das sollte Warnung genug sein, für alle und zum Umdenken reichen.

      Was den Irren in Libyen betrifft, frage ich mich allen Ernstes, wieso man den nicht längst ins Jenseits befördert hat? Das kann doch nicht so schwer sein. Aber das ist wohl auch politisch nicht gewollt.

      Januskopf – der Gedanke liegt auf der Hand.

      Trotzdem sollten wir unseren Frühling genießen und Wärme in unser Herz aufnehmen.

      Liebe Grüße
      Anna-Lena

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  5. Vivi schreibt:

    ich habe jetzt auch einige Tage fast nix geschrieben, da es mir schwer faellt, aber irgendwie holt mich doch der normale Trott wieder ein, mit meiner Angst, was sich weiterhin in Japan tun wird, denn es wird ja nciht nur von Tag zu Tag, aber auch von Stunde zu Stunde immer schlimmer. Deshalb kann ich nicht mehr, und ich muss auch mit den Enkeln lachen weiterhin, ich versuche also die Tage zu nehmen wie sie kommen und normal weiter zu machen

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  6. rosadora schreibt:

    sprachlos

    rosadora

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  7. Gudrun schreibt:

    Mir geht es genauso, liebe Anna-Lena,
    ich hab mich zwar wieder ein wenig gefangen, kann aber nicht über Sonnenschein, Spaziergang und Blümchen schreiben. Ich kann einfach nicht. Im Moment nehme ich an keinen Aktionen teil, weil ich die Aufgaben einfach nicht umsetzen kann. Ich kann nicht so tun, als ob die Welt heil ist. Das ist sie gerade gar nicht.

    Liebe Grüße an dich, ich umarme dich

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  8. Brigitte schreibt:

    Mir geht das ebenso. Und ich finde, es ist in Ordnung eine Weile zu schweigen.

    Lieben Gruss, Brigitte

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  9. Quer schreibt:

    Wie wenig wir hier tun können! Wünschen, hoffen, sorgsam sein…

    Liebe Grüsse,
    Brigitte

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  10. april schreibt:

    Irgendwie ist es bei mir umgekehrt … Ich hab‘ so eine Wut, auf verschiedenstes, ich muss den ganzen Tag darüber reden, auch im Blog … Aber ich verstehe es; jeder reagiert bei jeder Sache anders. (Und dann noch Libyen …)

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe April, auch das verstehe ich sehr gut.
      Natürlich rede ich auch viel darüber, angefangen im Unterricht (daher muss ich mich auch ständig über die Entwicklung informieren und bekomme die Bilder nicht mehr aus dem Kopf) , zu Hause und wie es sich sonst so ergibt.
      Ich glaube, ich würde sonst innerlich platzen.

      Und nicht, dass das falsch rüberkommt: wer über unser tägliches Leben – unabhängig von der Katastrophe bloggt – damit habe ich überhaupt kein Problem. Das soll auch so sein, denn unser Leben geht weiter. Nur mag ich es gerade nicht, besser gesagt, ich kann es noch nicht. Vielleicht sieht das morgen oder übermorgen schon wieder anders aus.

      Liebe Grüße,
      Anna-Lena

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  11. Martha schreibt:

    . . . ich denke, dass dieses Sprachlose seinen Wert und seine Berechtigung hat,

    bisous, Martha

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  12. Mamü schreibt:

    Meine liebe Anna-Lena,
    ich finde Schweigen in Ordnung, wenn etwas so Schlimmes geschieht und einem mal nicht nach Reden bzw. Bloggen zumute ist. Was soll man auch sagen, wenn man mitbekommt, was da geschieht? 😦

    Sicher musst du über die Situation in Japan auch aufgrund deines Berufes gut informiert sein. Deine Schüler stellen sicher Fragen, sie brauchen Antworten und du hast wenig Möglichkeit von all dem mal abgelenkt zu sein. Ich stelle mir vor, wenn man sich so intensiv damit beschäftigt, dass einem die Ungeheuerlichkeit, die da passiert und in irgendeiner Form auch bei uns passieren kann, noch mehr bewusst wird. 😦

    Ich würde mir wünschen, das wenigstens die ganze Welt daraus lernen und etwas verändern würde. Vielleicht ein zu großer Wunsch.

    Ich drück dich einfach mal ganz lieb.

    Liebe Grüße an dich,
    Martina

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Martina,

      genau so ist es, ich muss mich dauernd informieren denn ich behandele die Thematik gerade in beiden Fächern. Zum Glück gab es auch ganz schnell Unterrichtshilfen zu der aktuellen Lage, die zeitsparend sind und sofort eingesetzt werden können.

      Schüler haben Fragen und auch Ängste, das sehe ich in jeder Stunde. Gerade die Jüngeren können die vielen Informationen gar nicht verarbeiten und brauchen Hilfe, all das zu bündeln und zu struktuieren. Die eigene Betroffenheit muss zurück gesteckt werden, um auf der sachlichen Ebene zu bleiben.
      Wenn man das Thema im Unterricht nicht behandelt, darf man sich nicht wundern, wenn der Gedanke ‚ Japan ist am anderen Ende der Welt‘ sich festsetzt, wenn das unreflektierte Konsumverhalten der Jugend, das von den Erwachsenen oft vorgelebt wird, sich nicht ändert.

      ‚Ich würde mir wünschen, das wenigstens die ganze Welt daraus lernen und etwas verändern würde. Vielleicht ein zu großer Wunsch.‘
      Der Wunsch kann nicht groß genug sein, denn wenn wir jetzt nichts begreifen, wann dann?

      Ich drücke dich herzlich zurück ♥,
      Anna-Lena

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  13. Gerade dieses Schweigen kann mitunter verflucht laut sein, liebe Anna-Lena. Mitunter sogar Ohren betäubender, als der gellendste Schrei …

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  14. Frau Momo schreibt:

    Mir fällt es schlicht schwer, das was ich empfinde in Worte zu fassen. Das ist etwas, was sehr tief geht.
    Und da ist auch die Wut, wenn ich die taktischen Spielchen hier von Politikern und Atombossen (allen voran dieses Ar**** loch von RWE) höre und lese.
    Es ist ein Wahnsinn, das ein Land wie Japan sich so auf diese Energie gestützt hat…. spätestens nach dem Tsunami 2004 war klar, welche Gewalten da auf ein Land zukommen können.
    Genauso einen Wahnsinn betreibt Frankreich, die auch 80 % ihrer Energieversorgung auf Atomkraft stützen.
    Wir leben auf einem Pulverfass und kaum etwas hat das deutlicher gemacht als die Katastrophe in Japan.

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  15. tonari schreibt:

    Die Wissenden reden nicht, die Redenden wissen nicht.

    „知る者は言わず、いう者は知らず。
    Shiru mono wa iwazu, iu mono wa shirazu.

    (japanisches Sprichwort)

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  16. minibares schreibt:

    Die tägliche Arbeit muss getan werden.
    Außerdem hoft es den Menschen in Japan nicht, wenn ich trauere. Ich bete für sie, das ist klar. Außerdem macht mir die ganze Szenerie schreckliche Angst, was da noch kommen wird, ich fürchte, das kann sich niemand vorstellen.

    Ganz nebenbei bekommen die Leute im Norden noch nicht einmal frisches Wasser.

    Es schaudert mich.

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  17. katerwolf schreibt:

    liebe anna-lena,

    es ist ein unfassbarer schrecken und so viel leid dort jetzt und noch kein ende. auch mir fehlen die worte, ich bin einfach unendlich traurig.

    katerwolf

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  18. Anna-Lena schreibt:

    @ alle.
    Ich danke Euch allen von Herzen.
    Anna-Lena

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  19. Elisabeth schreibt:

    Liebe Anna-Lena,

    da Japan und die dort lebenden Menschen nichts davon haben, wenn es mir schlecht geht und ich weine, habe ich beschlossen, mir vorzustellen, wie es sein kann, wenn alles wieder gut ist. Damit lenke ich meine Aufmerksamkeit auf das, was gut ist und verstärke das. Mein tiefstes Mitgefühl für die Menschen, überall ~ trotzdem vertraue ich, hoffe ich, wünsche ich und liebe das Leben.

    Positive, lichtreiche, liebevolle Gedanken von Herzen sendend, Elisabeth

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  20. WellnessDame schreibt:

    Liebe Anna-Lena,
    auch mir fehlen die Worte… es fühlt sich im Moment einfach komplett falsch an, sich über Kleinigkeiten den Kopf zu zerbrechen, oder sich auf so banale Dinge, wie die Arbeit zu konzentrieren und trotzdem müssen wir weitermachen.
    Fühl dich umarmt, deine Martina

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