Zukunftsvisionen

Bevor ich im Sommer des vergangenen Jahres mein Buch „Ein prima Klima“ veröffentlichte, schrieb ich folgendes Vorwort:

„In hundert Jahren ist der homo sapiens ausgestorben“.
Das behauptete der australische Wissenschaftler
Frank Fenner im Juni dieses Jahres. Die Hauptgründe
sieht er in der Bevölkerungsexplosion und in
dem ungezügelten Konsumverhalten der Menschen.

Der weltweite Klimawandel schreitet voran. Von Betroffenheit
bis Ignoranz reichen die Reaktionen. Auch
die Politiker zeigen seit der Klimakonferenz in Kopenhagen
im Dezember 2009 keine nennenswerten
Anstrengungen, die Katastrophe aufzuhalten.
Der Natur kann der Mensch nicht ins Handwerk pfuschen,
das lässt sie uns spüren und sie zeigt uns immer
wieder, welch unbedeutendes Rädchen wir im Getriebe
des Universums sind.
Die schrecklichen Bilder des Erdbebens in Haiti im
vergangenen Januar mit mehr als 220 000 Toten sind
noch nicht verblasst. Der Ausbruch des isländischen
Eyjafjallajökull im April legte den Flugverkehr in Europa
tagelang lahm. Doch wirtschaftliche Interessen
schoben die Bedenken gegen die gefährliche Aschewolke
beiseite. Schon bald hatten die Flugzeuge den
Himmel wieder erobert.
Die seit Monaten andauernde Ölpest im Golf von Mexiko
hat Menschen, Tieren und Pflanzen irreparable
Schäden zugefügt. Auch hier hat sich im Vorfeld
scheinbar niemand mit dem Scheitern von Ölbohrungen
hinreichend befasst.
Unzureichende Sicherheitskonzepte haben einundzwanzig
Besucher der Love Parade in einen sinnlosen
Tod getrieben, unzählige verletzt und Tausende traumatisiert.
Die Suche, die Schuldigen zu finden, ist wie
die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen.
Vor diesen Hintergründen scheint es lapidar, den
außergewöhnlich langen Winter mit reichlich Kälte
und Schnee und den Sommer in tropischer Julihitze
zu beklagen.
Katastrophen und Klimaänderungen gab es immer
wieder im Laufe der Erdgeschichte. Daran werden wir
nichts ändern können. Aber wir können für ein besseres
Klima in unserem täglichen Dasein sorgen, indem
wir unsere Natur achten und die Menschen um
uns herum bewusster wahrnehmen.
Ein gesundes Herzensklima verbessert die Lebensqualität
im täglichen Miteinander ungemein.

Gaby Bessen, August 2010

*************************

Besonders der erste Satz hat für mich eine ganz beklemmende Zukunftsvision bekommen, die ich im vergangenen Jahr noch nicht so ernst genommen habe wie heute, obwohl die vergangenen Ereignisse bereits hinreichenden Anlass geboten haben. Wie Clara heute in einem Kommentar schrieb, hat der Begriff Apokalypse eine neue Bedeutung erhalten.

Anna-Lena wünscht euch einen guten Sonntag. Bei der Gelegenheit danke ich allen, die das furchtbare Geschehen in Japan auch zum Blogthema machen. Nur gemeinsam können wir das verstehen und auch verarbeiten.

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Un-Ruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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40 Antworten zu Zukunftsvisionen

  1. freidenkerin schreibt:

    Die Menschheit scheint mir bisweilen ein feixender und grinsender Affe zu sein, der auf einem gut gefüllten Pulverfass hockt und eigenhändig die Zündschnur in Brand setzt…

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  2. freidenkerin schreibt:

    Ein blöde grinsender Affe sollte es heißen…

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  3. piri schreibt:

    … ich kann das leider nicht zum Thema machen, es verfolgt mich zu sehr und wenn ich auch noch im Blog darüber schreibe, dann ist das zu viel! Es bewegt mich und macht mir Angst, gerade der Reaktorunfall …

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Petra,

      das ist völlig verständlich und kein Muss. Anteilnahme muss sich nicht durch Worte manisfestieren.

      Liebe Grüße zu dir und besonders alles Liebe für deine Junioren ♥.
      Anna-Lena

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  4. AnnaFelicitas schreibt:

    Danke für diesen hervorragenden Text, liebe Anna-Lena! Ich wollte noch etwas mehr schreiben, bekomme es aber einfach nicht hin, ohne den Rahmen deiner Seite zu sprengen … Nur eines zum Stichwort Zukunftsvision möchte ich noch loswerden: Ich bin davon überzeugt, dass es im nächsten großen – und möglicherweise letzten – Krieg der Menschheit um Wasserrechte gehen wird. Bei allem Gerede um Energiegewinnung, scheinen die Menschen überhaupt nicht zu bemerken, dass wir schon heute an einer akkuten Wasserverknappung leiden …

    Hab einen schönen Sonntag.

    Alles Liebe
    Anna

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Anna,

      ich würde es begrüßen, wenn du noch mehr schreibst, denn die Probleme in unser Welt sind so vielschichtig, dass man gar nicht genug darüber schreiben kann.

      Liebe Grüße
      Anna-Lena

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  5. Ulf Runge schreibt:

    Liebe Anna-Lena,

    danke, dass Du mit Deinen Gedanken dazu beiträgst, dass sich etwas ändert, dass wir etwas ändern.

    http://ulfrunge.wordpress.com/2011/03/13/neues-vom-brotchenmann-%e2%80%a6/#comment-7024

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  6. april schreibt:

    Ja, dieses Gefühl, dass wir uns gemeinsam mit dem Thema beschäftigen müssen, hatte ich auch. Dann fühlt man sich gleich ein bisschen besser. Zu deiner Liste könnte man noch den Archiveinsturz in Köln hinzufügen, auch wenn es dort ’nur‘ zwei Tote gegeben hat. Aber der Hintergrund ist der gleiche: Profitgier, Betrügereien, Schludereien.
    Es ist erschreckend, wie dein Vorwort passt. Ein Wort scheint mir in diesem Zusammenhang besonders wichtig: KONSUMVERHALTEN. Warum die Ölpest, die Atommeiler, etc. Doch nur, weil wir unmäßig und unsinnig konsumieren und einem materiellen Glück hinterherjagen, das es nicht gibt.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Danke, liebe April, für deinen Kommentar!

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    • Himmelhoch schreibt:

      Liebe April, es ist das Erschreckende für mich, dass ich weder unsinnig oder unmäßig konsumiere noch einem materiellen Glück hinterherjage, und dennoch verbrauche ich zum Beispiel ziemlich viele kWh Strom, obwohl ich an allen Ecken und Enden spare, verbrauche so und so viele Liter Benzin, obwohl ich überwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahre, fliege nicht, mache andere Sachen nicht – aber verbrauche dennoch Ressourcen, wo ich denke, dass wie sie der nächsten und übernächsten Generation wegnehmen. – Es ist so schlimm, dass ich nicht richtig wüsste, wo ich mich bessern sollte im Konsumverhalten. – Leute mit weniger Geld leben schon sparsamer als andere – aber eben immer noch nicht sparsam genug. Ich weiß nicht, wie viel Strom z.B. so ein Rechner in den vielen Betriebsstunden braucht.

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      • Anna-Lena schreibt:

        Liebe Clara,
        wenn jeder sparsam mit den Ressoucen umgeht, läßt sich vieles einsparen. Aber leider haben viele das Problem noch nicht begriffen. Was meinst du würde schon alleine eingespart, wenn die jährlichen Lichterketten zur Weihnachtszeit in Geschäften und auf Straßen eingespart würden? Das Geld könnte man sinnvoll in Problemgebieten verwenden. Aber wollen die Geschäftsleute das? Fürchten sie nicht eher um Einbußen ihres Weihnachtsgeschäftes? Letztendlich dreht sich immer wieder alles um Geld und Konsum.
        Da können wir kleinen Otto-Normalverbraucher sparen wie verrückt, wenn es die Großen nicht interessiert.

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  7. Frau Momo schreibt:

    Bei uns läuft den ganzen Tag Phoenix. Es ist so furchtbar. Der Mensch richtet sich selber zu Grunde und solange Macht und Gier diese Welt beherrschen wird sich daran auch nichts ändern.
    Und trotzdem lohnt es, es anders zu machen, sein eigenes Leben nicht danach auszurichten und zu versuchen, Mitmenschlichkeit und Bewußtsein für das, was man tut ins Zentrum zu rücken und somit gegen den Mainstream zu schwimmen.
    Es ist an der Zeit…..

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    • Anna-Lena schreibt:

      Bei mir läuft der Fernseher auch ständig.
      Neben meiner eigenen Betroffenheit brauche ich für die kommende Woche auch fundierte Kenntnisse. Es ist schon eine Ironie des Schicksals, dass ich in der 11. Klasse seit zwei Wochen die Grundlagen von Plattentektonik, Erdbeben und Vulkanismus behandele.

      Ich hoffe sehr, dass es für jeden Lehrer in der kommenden Woche, je nach seinen Fächern, ein Muss ist, diese aktuelle Situation in seinen Unterricht einzubauen. Schüler werden Fragen haben, Ängste aufgrund der Informationsflut und der Bilder haben und die sollte jeder Lehrer aufgreifen und darauf eingehen.

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  8. WellnessDame schreibt:

    Liebe Anna-Lena,
    als ich am Freitag von der Katastrophe in Japan gelesen habe, konnte ich es anfangs gar nicht glauben. Plötzlich wurden die Stimmen lauter, die eine atomare Katastrophe befürchteten und nun sitze ich mit meinen beiden Kindern zuhause und bete, dass dem nicht so ist. Ich kann es nicht glauben… ich will es nicht glauben. Das betroffene Atomkraftwerk sollte angeblich in wenigen Tagen außer Betrieb genommen werden, weil grobe Sicherheitsmängel vorherrschten und weil es bereits einige Skandale um dieses Kraftwerk gab. Warum sind Menschen nur so gierig und korrup? Der pure Egoismus ist schuld daran. 😦
    Ich wünsche dir trotz allem einen schönen Sonntag Abend und danke dir für diesen Blogeintrag!!!
    Alles Liebe, Martina

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Martina,
      die Nachrichten, die Widersprüche, werfen immer neue Fragen auf. Ich fürchte fast, es wird schlimmer, als es Tschernobyl war. Hoffen und beten, das ist fast das, was uns bleibt.

      Liebe Grüße
      Anna-lena

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  9. buchstabenwiese schreibt:

    Liebe Anna-Lena,

    ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll…

    Im Grunde ist das alles bekannt, doch ändern tut sich nichts, auch DANACH nicht. Wenn so etwas schreckliches passiert, dann gibt es eine Informationsflut, die mir manchmal schon zu viel ist, weil ich sie nicht verarbeitet bekomme. Daher kann und will ich darüber nicht schreiben und überlasse es anderen, die viel mehr von allem verstehen als ich.
    Ich komme oftmals mit meinem eigenen kleinen Leben schon nicht zurecht, das neben solchen Ereignissen völlig bedeutungslos wird. Probleme, die sich für mich persönlich wie riesige Berge vor mir auftun, sind neben solchen Katastrophen eigentlich winzige Maulwurfshügel oder sogar kleine Erdkrümel und doch bekomme ich sie nicht bewältigt. Ich sehe mir fassungslos die Bilder im Fernsehen an, höre fassungslos Berichte über all diese Dinge und frage mich wieso gibt es z.B. überhaupt AKWs auf Erdbebengebiete??? Wie kommt man auf solch eine blöde Idee? Naiv wie ich bin, bin ich doch allen Ernstes davon ausgegangen, dass keiner dieses Risiko eingehen würde… Sollten nicht ALLE begriffen haben, auch die, die von Profitgier zerfressen sind, dass uns alles Geld der Welt nichts nützt, wenn es keine Welt mehr gibt, in der wir leben können?????????????????? Und doch fängt es ja bei uns selbst an. Sorglos nutzen wir die Energie, schöpfen aus dem Vollen. Ist ja so einfach, kommt problemlos aus der Steckdose, so sind wir groß geworden. Ich brauche Licht? Ein Griff, Schalter an, Licht ist da. Ich mache mir keine Gedanken, wo der Strom herkommt, wenn ich morgens meinen PC anschalte. Traurig aber wahr. Dabei ist es nicht mal so, dass ich mir grundsätzlich keine Gedanken darüber mache. Ich bin absolut gegen Atomkraft, ich bin absolut dagegen, dass die Erde so ausgebeutet wird, mir tut es um jedes Stückchen Natur unendlich weh, das bebaut/zerstört wird, aber ich schalte den PC und das Licht trotzdem an, jederzeit, so wie ich es brauche bzw. möchte. Ist das richtig?

    Wie du siehst, gehen mir viele Gedanken durch den Kopf. So viele, dass ich sie gar nicht alle aufschreiben könnte. Es krankt in der Welt an so vielen Dingen, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll, wie ich mich mit all dem überhaupt auseinandersetzen, von allem etwas verstehen, dann noch verändern und auch noch ganz nebenbei mein eigenes kleines Leben bewältigen soll. Vielleicht auch ein Grund, warum man oftmals einfach resigniert und alles seinen Lauf lässt?

    Liebe Grüße,
    Martina

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Martina,

      verglichen mit dem, was die Japaner erleiden müssen, scheinen unsere Lebenssorgen gering und doch sind sie die Sorgen, die UNS betreffen und von UNS bewältigt werden müssen.
      Es ist unmöglich und sicher auch nicht beabsichtigt, dass wir auf einen gewissen Konsum verszichten. Aber wir sollten sorgsam damit umgehen, immer in dem Bewusstsein, dass nachfolgende Generationen eine noch lebenswerte Umwelt vorfinden.

      Die AKW’s in Japan: niemand hat mit einer solchen Katastrophe in diesem Ausmaß gerechnet. Japan hat keine weiteren Rohstoffe, einen sehr begrenzten Lebensraum und für die wirtschaftliche Entwicklung hat man auf Atomstrom gesetzt, was ja jahrelang auch gut ging.
      Was die Atomkraftwerke bei uns angeht, die alle schon etliche Jahrzehnte auf dem Buckel haben, ist m. E. ein sofortiges Umdenken angesagt. Nicht nur, dass Erdbebengefahr bei uns nicht ganz ohne ist, in einer Welt, die immer wieder von Terroranschlägen geprägt ist, kann auch solch ein Anschlag fatale Folgen haben.

      Wir werden den Menschen in Japan nur bedingt helfen können, aber wir müssen wieder einen Spürsinn für das wirklich Wichtige bekommen.

      Liebe Grüße und alles Liebe,
      Anna-Lena

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  10. Gudrun schreibt:

    Liebe Anna-Lena,
    ich bin unterwegs, und ich kann einfach nicht schreiben. Aber morgen werde ich das zu Thema machen. Es liegt mir am Herzen.

    Liebe Grüße an dich

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  11. Gedankenkruemel schreibt:

    Solange der absurte Konsum nicht weniger wird,
    bzw wir, jeder Mensch ihn bei sich selbst bremmst
    sehe ich wenig Hoffnung für die Menschheit.

    Und bezüglich Wasser
    da stimme ich AnnaFelicitas völlig zu..*leider

    Liebe Grüsse
    Elke

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    • Anna-Lena schreibt:

      Selbst, wenn wir ‚Kleinen‘ bremsen und sparen, ist es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, solange die Großen nicht mitziehen :-(.

      Ich grüße dich herzlich zurück, liebe Elke.

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  12. Emily schreibt:

    Danke für deinen Beitrag liebe Anna-Lena. Ich beschäftige mich sehr mit dem Thema. Es berührt und betäubt mich. Mir fehlen immer noch die Worte.

    Alles Liebe, Emily

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  13. fudelchen schreibt:

    Liebe Anna Lena,

    es gibt Dinge, darüber kann ich nicht schreiben, das ist zu massiv, da passiert zu viel in meinem Gefühlsleben…ich finde schon alles so schlimm.

    Herzlichst ♥ Marianne

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  14. Helmut Maier schreibt:

    Dein Text hat etwas Jona-Mäßiges. Es wird darauf ankommen, was die Menschheit aus den Prophetien macht.

    Herzlichen Gruß
    Helmut

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    • Anna-Lena schreibt:

      Meine rudimentären Kenntnisse des Alten Testamentes ordnen Jona als Propheten ein, oder irre ich?
      Wir sind Teil dieser Menschheit und wir müssen handeln. Auf die Politiker können wir uns nicht verlassen, selbst dann nicht, wenn Regierungswechsel nach den diversen Landtagswahlen stattfinden.

      Liebe Grüße zu dir,
      Anna-Lena

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  15. Anna-Lena schreibt:

    @Emily und @Marianne

    ich finde es völlig okay, wenn jemand nichts darüber schreiben kann.
    Unsere Gedanken gehen doch alle in eine Richtung, ob ausgesprochen oder nicht.

    Ich kann nicht zur Tagesordnung übergehen, mich wird das Thema in dieser Woche durch die Schule begleiten, weil ich es unerlässlich finde, Fragen beantworten zu können, Zusammenhänge zu erklären und auch Schüler immer wieder zu sensibilisieren, dass wir nur diese eine Welt haben, die es zu schützen und zu erhalten gilt.

    Liebe Grüße an euch.

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    • Emily schreibt:

      Nein, das kann ich auch nicht. Also, zur Tagesordnung übergehen. Gar nicht. Vor vielen Jahren habe ich mich schon mit diesen Themen auseinandergesetzt. Heute nicht mehr „aktiv“, wohl aber in meiner Überzeugung. Das, was dort geschieht und uns alle betrifft, ist mehr als schrecklich. Es ist unfassbar…

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  16. Karl schreibt:

    kann man das Unfassbare überhaupt verstehen? der Fernseher läuft den ganzen Tag und ich habe schon im 2.Weltkrieg einiges erlebt, aber hier streikt der Verstand.
    Ich bin immer wieder verwundert über die Ruhe der Japaner, ich habe bis heute noch keine Tränen gesehen. Erinnert mich an die Mütter im Krieg die mit stoischer Ruhe ihre Kinder im Arm hielten…
    lg
    karl

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    • Anna-Lena schreibt:

      Lieber Karl,

      liegt es daran, dass noch kein Ende abzusehen ist und dass uns das Grauen so erfasst, weil es uns auch betreffen kann? Japan ist nicht mehr so weit weg, sondern plötzlich ganz nah geworden.
      Die vermeintliche Ruhe der Japaner ist sicher eine Frage ihrer Mentalität und ihrer Erfahrungen mit Erdbeben, aber sicher auch eine Art Schockzustand.

      Liebe Grüße
      Anna-Lena

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  17. rosadora schreibt:

    als wir gegen die raketen demontrierten, gab es ein plakat von KLAUS STAECK
    „EIN GEDICHT IST STÄRKER ALS EINE RAKETE“.
    jetzt demonstrieren wir gegen gegen atomkraftwerke, da braucht es vielleicht mehr als ein gedicht.
    um zu begreifen, dass gedichte mehr nahrung sind als alle leckereien der erde, die wir ausbeuten, und die vorstellung, dass geistige nahrung das ist, was wir retten können über unser leben hinaus, dazu bedarf es mehr als fantasie.

    ich gehe in den wald, in den wald wald, in den urwald, um zu begreifen, um zu sehen, was ist, und verstehe nur sehr widerspenstig, dass es die bäume treffen wird wie uns menschen.

    ich kann nicht anders
    ich schreibe ein gedicht
    rosadora

    (ohne zu vergessen, was zu tun ist und unsicher, ob das helfen wird…)

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Rosadora,

      jeder findet seine eigene Weise, das Geschehene zu sehen und zu verarbeiten , sofern das überhaupt möglich ist und jeder Weg ist der richtige.

      Liebe Grüße zu dir,
      Anna-Lena

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  18. Brigitte schreibt:

    Alles ist schon lange bekannt, und nach jeder Katastrophe werden alle guten Vorsätze ganz schnell wieder vergessen. Menschen, die immer wieder daraufhinweisen, dass wir unser Verhalten dringenst ändern müssen, werden als Spinner abgetan.

    Es ist viel Gleichgültigkeit unter uns, nicht nur bei der Politik. Ein allgemeines Umdenken tut schon lange not.

    Mir tun die Menschen in Japan sehr leid und ihnen muss ganz schnell geholfen werden. Und wir – wir könnten uns endlich mal besinnen, was das Wesentliche und Wichtige im Leben ist. Außer fun und shopping.

    Ja, danke auch für deinen Beitrag!

    LG, Brigitte

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Brigitte,

      das hast du ganz treffend formuliert. Jeder einzelne ist verantwortlich für das, was er tut und was er der nachfolgenden Generation weiter gibt.

      Liebe Grüße in deinen Tag,
      Anna-Lena

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  19. Dori schreibt:

    Liebe Anna-Lena,
    meine 32-jährige Tochter fragte mich gestern: hat es vor 2004 eigentlich schon einmal einen Tsunami gegeben?
    Ich meine mich erinnern zu können, dass vorher schon einmal von einer Welle die Rede war, aber ich kann mich nicht
    wirklich mehr erinnern.
    Fakt ist, dass die Katastrophen immer heftiger und immer furchterregender werden, aber das wird uns ja schon seit
    Jahrzehnten von den Wissenschaftlern angekündigt.
    Als unsere Regierung den Atomkraftvertrag für Deutschland verlängert hat, ist niemand auf die Straße gegangen, es
    hat doch kaum jemanden interessiert. Wir tragen immer noch keine Eigenverantwortung, wir satten Menschen in unserer Wohlstandsgesellschaft, und ich bin (leider) davon überzeugt, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis man hier
    aufwacht, denn Japan (und auch Haiti) sind doch soooooooooo weit weg.
    Danke für diesen Beitrag, liebe Anna-Lena.
    Dori

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  20. Traveller schreibt:

    eigentlich ist schon alles geschrieben worde, was gesagt und geschrieben werden sollte
    wir sind uns einig: es liegt an uns, an jedem einzelnen, wie wir mit dem Leben, mit der Welt umgehen
    aber ob wir vielen, kleinen Einzelnen noch etwas retten können?
    wir müssen es versuchen, auch wenn wir das Gefühl haben, gegen Windmühlen anzurennen

    lieben Gruß
    Uta

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