Sonnenräder

Rosadora hat die verpackten Heuballen TEMPORÄRE HEUSCHOBER genannt und dazu Fotos auf ihrer Blogseite, die sehenswert sind. Es sind wahre Kunstobjekte.

Auch Bruni Kantz hat sich von den Sonnenrädern inspirieren lassen und vor längerer Zeit ein Gedicht dazu verfasst:

Sonnenräder

Sonnenräder
auf den abgeernteten Feldern,

da liegen sie: riesig, rund und goldengelb,
geerntet , gebunden,
werden heimgefahren in die Scheunen,
in die heimischen Hallen.

Der Sommer in seiner Hochzeit
wärmt und bewacht
das ihm anvertraute Gut.
Er weiß, was Roggen, Hafer
und Gerste am Wohlsten tut.

Er brachte den Regen
und befahl der Sonne
den Schein zu wahren.
Zu viel wäre schlecht
und zu wenig nicht recht.

So tut er es Jahr für Jahr
und jede Ernte ist wunderbar.
So bringt der Sommer das Leben
schlechthin.

Manchmal fällt es ihm schwer,
es stecken ihm viele Dinge quer.
Doch mit Ausdauer und Wärme,
mit Licht und Regen,
beginnt es sich dann
in den Keimen zu regen.

Und wieder ist es gelungen,
es sind ihm die Helfer beigesprungen!
Sonnenreife Halme atmen auf.
der Erntetanz kann beginnen.
Die Missgunst wird
zur Unwichtigkeit gerinnen.

Sonnnenräder zeigen an,
was der Mensch in dieser Jahreszeit kann!
In Einheit mit der Natur
zeigt der Mensch sich hier pur.

© Bruni Kantz 2006


Über Anna-Lena

Lehrerin im Un-Ruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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20 Antworten zu Sonnenräder

  1. GZi schreibt:

    ein schönes Gedicht… mich erinnern die Sonnenräder aber immer schon an den doch nun bald nahenden Herbst, sozusagen als Vorbote

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  2. Himmelhoch schreibt:

    Brunis Gedicht und dein Foto – das ergibt eine sehr, sehr schöne Einheit, die Seele und Auge erfreuen.
    Danke an euch beide sagt Clara

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  3. Coco schreibt:

    Tolles Foto und Gedicht, der Sommer ist sooo kurz gewesen und nun bereitet er schon die Verabschiedung vor, hoffentlich gibt’s noch ein paar schöne Sonnentage.
    So, dann gehe ich auch noch schnell voten.
    Liebe Grüße, Coco

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  4. Karl schreibt:

    Foto und Gedicht sehr schön. Mir wird leider immer weh ums Herz, ich denke an die Zeit wo noch *Strohmanderl* auf den Feldern standen, nicht riesige Maschinen sonder Menschen mit Sensen das Getreide mähten. Wenn wir auch müde waren am Abend, so schmeckte uns doch das Brot noch ein wenig besser als heute 😉
    Liebe Grüße
    Karl

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  5. rosadora schreibt:

    danke, anna-lena,
    für den wink hin zu meiner seite.
    schön auch deine kombination gedicht und blume.
    und ja, karl, das kenne ich auch noch, auch noch die zeit, wo es kaum brot gab…
    heute, welch ein segen…
    rosadora

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  6. vivi schreibt:

    ein schoenes Wochenende wuensche auch ich, aber bei uns wird es leider waermer und nicht kuehler, fuer heut 37 Grad bis 27 in der Nacht und morgen noch etwas mehr

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  7. Coco schreibt:

    Huhu Anna-Lena,
    kannst Du den direkten Link zum Voten hier einstellen? Heute morgen geht es immer noch nicht.
    LG, Coco

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  8. farbenreich schreibt:

    Das ist ein sehr schönes Bild mit berührenden Zeilen dazu. Sie passen gerade zu dem, was mir alles so durch den Kopf und durch die Seele geht …

    Sonnigen Gruß
    Bina

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  9. Elfe schreibt:

    Jetzt habe ich es auch kappiert und noch abgestimmt, wünsche viel Freude und Erfolg beim Marathon. Das Gedicht ist gefällt mir, „der Erntentanz“ kann beginnen schön ausgedrückt, auch wenn es für den Landwirt eine Riesenarbeit bedeutet, ist es doch irgendwie ein Tanz der Natur.
    Ein wunderschönes Wochenende wünsche ich Dir, bei uns verspricht es sommerlich warm zu werden *freu*
    Liebe Grüsse
    Elfe

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  10. freidenkerin schreibt:

    Ein schönes Gedicht! Und wenn ich diese Sonnenräder auf den Feldern sehe, dann steigt mir stets sogleich der herrliche Duft frisch gebackenen Brotes in die Nase…
    Liebe Grüße!

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  11. fudelchen schreibt:

    So etwas mag ich und Dein Foto dazu ist wunderschön.

    Wieso kann ich nicht abstimmen ???

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  12. bruni kantz schreibt:

    Du hast meine Sonnenräder entdeckt. Ich habe sie mit Freude gelesen und ich danke Dir für’s Finden. Sollte es wirklich schon 4 Jahre her sein, daß ich sie geschrieben habe? Es ist nicht zu fassen, was sich die Zeit erlaubt. Ohne Pause läuft sie immer weiter, egal was geschieht … Vieles ist geschehen in diesen Jahren und doch schreibe ich immer noch, weil ich gar nicht anders kann. Liebe Grüße an Dich

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  13. Gedankenkruemel schreibt:

    wundervoll beides..
    Bilder und Text.
    Bin begeistert.

    herzliche Grüsse
    Elke

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