Fassaden

Einblicke verwehrt,

nach innen gekehrt.

Kein Laut nach außen.

Der Welt da draußen

lärmend und laut,

ist dieser Anblick

längst vertraut.

Menschen hasten vorbei

am baulichen Einerlei.

Gedankenvoll

und ganz bei sich.

Der hinter dem Fenster,

interessiert er mich?

Er zieht sich zurück,

versperrt sich die Sicht.

Sieht er den Himmel,

die Sonne, das Licht?

Im stillen Kämmerlein,

so ganz allein,

kann mancher Mensch

sehr einsam sein.

Text und Fotos:

c/Anna-Lena

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Un-Ruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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19 Antworten zu Fassaden

  1. Helmut Maier schreibt:

    Oft ist es nur die Fassade, die wir kennen.

    Liebe Grüße
    Helmut

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  2. bruni kantz schreibt:

    Da hast Du recht. Anonym wird er, der Mensch, der zwar umgeben ist von anderen Menschen, aber trotzdem wie im stillen Kämmerlein hockt. Das tut ihm auf die Dauer nicht gut. Er wird still und verlernt mit der Zeit fast das Sprechen. Er schluckt und schluckt und das Leben geht an ihm vorüber. Schritte aus dem stillen Kämmerlein heraus sind aber oft nur mit Hilfe von anderen zu schaffen …
    Leider wird oft nicht bemerkt, daß da einer einsam ist, weil er so unauffällig vor sich hin leidet. Manchmach ist es ihm ja selber nicht bewußt.

    Liebe Grüße zu Dir am Sonntagabend, oh, ich sehe auf die Uhr und erkenne, daß der Abend zur Neige geht und die Nacht sich herangepirscht hat.
    Sie geht auf sehr leisen Sohlen!

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  3. freidenkerin schreibt:

    Hinter der Fassade eines jeden Menschen verbirgt sich ein eigenes Universum. Höchst vielschichtig und für Außenstehende – manchmal auch für einen selbst – teilweise unergründlich. Es gibt eine erkleckliche Anzahl derer, die nach innen leben. Man unterschätzt sie bzw. schätzt sie falsch und zu gering ein, weil es eben so sehr schwer ist, hinter die Fassade zu blicken.

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  4. Coco schreibt:

    Oh ja, Du hast ja so Recht, liebe Anna-Lena. Und nur die wenigsten machen sich die Mühe, hinter eine Fassade zu schauen, obwohl es so manches Mal wahrscheinlich lohnenswert wäre.
    Liebe Grüße, Coco

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  5. Himmelhoch schreibt:

    Hallo Anna-Lena, als ich überlegte, was ich antworten will – plötzlich änderte sich das Foto. Ich war so erstaunt, da es gar nicht der übliche Rahmen für eine Slide-Show ist. – Du erzähle mir nochmal, du hast keine Ahnung vom computern – das ist wohl deine „Fassade“, hinter der du dich manchmal versteckst? *grins*
    Nein, es gibt sicher mehr Einsame, als wir glauben – besonders krass ist das ja immer, wenn Leute erst nach vielen Wochen tot aufgefunden werden, weil sie niemand vermisst hat!

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  6. fudelchen schreibt:

    Manch einer mag gerne einsam sein, so fühlt er sich wohl.
    Auch ich habe oft das Bedürfnis für mich allein zu sein. das bedeutet nicht zwingend, daß man hinter meine Fassade nicht gucken darf, das darf jeder und ein jeder interpretiert es auch für sich anders.
    Menschen sind so, es ist unerklärlich und doch auch so selbstverständlich.
    Menschen mögen auch nicht gerne alles von sich preis geben, wozu auch, jeder hat ein Recht auf Stück Eigenleben.
    Man kann so viel über Fassaden hineininterpretieren, ein Jeder hat eine andere Aussage – Meinung.

    GLG Marianne ♥

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  7. Karl schreibt:

    auch hinter fröhlichen Gardinen kann die Traurigkeit wohnen.
    Vielleicht sollten wir dort öfter Anklopfen.
    Liebe Grüße,
    Karl

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  8. Quer schreibt:

    Ein ernstes Thema, das uns wohl alle angeht, bettest du fein in Poesie ein.
    Die modernen Glasfassaden sind eine passende Metapher dafür.

    Liebe Grüsse in die neue Woche,
    Brigitte

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  9. rosadora schreibt:

    ICH SCHREIBE GEGEN DIE EINSAMKEIT AN
    ICH TRINK NEN KAFFEE
    MACHE EIN TÄNZCHEN
    LACHE MIR IM SPIEGEL ZU
    STREICHLE MEINEN KATER
    UND BIN FROH
    DASS ICH NIHT EINSAM BIN
    ICH SCHREIBE

    ROSADORA

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  10. Jouir la vie schreibt:

    Grüß Dich!

    Ich hege nicht sehr oft den Wunsch hinter die Fassaden der Menschen zu schauen. Denn nur allzu häufig verbirgt sich selbst hinter vermeintlichem Glück doch nur unendliche Traurigkeit, Kummer und Leid. Es ist nicht immer nur die Einsamkeit die uns vermuten läßt, oftmals wird eine Fassade bewußt aufgebaut um der wahren Psyche ein sicheres Versteck zu bieten…

    Sei lieb gegrüßt
    Kvelli

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  11. Anna-Lena schreibt:

    @all:

    Danke für Eure anregenden Kommentare.

    Je nach Situation baut jeder Mensch hin und wieder eine Fassade auf. Dahinter zu blicken erfordert viel Fingerspitzengefühl und geht auch nur, wenn der andere es will.
    Ein schwieriges Unterfangen.

    Die Fotos habe ich am Freitag in der Nähe des Kurfürstendammes in Berlin aufgenommen, die Konzentration dieser Glasfassaden hat mich nachdenklich gemacht und mich gleich an die Anonymität in einer Großstadt erinnert, mit all ihren Folgen, die tagtäglich in der Presse zu lesen sind.

    Ich wünsche Euch eine offene Woche.
    ♥lich,
    Anna-Lena

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  12. Brigitte schreibt:

    Gute Worte mit viel Inhalt!

    Ich denke mir, dass sich in unserer Zeit viele eine Fassade aufbauen müssen, um überhaupt zu überleben. Auch ich möchte nicht unbedingt immer dahinter schauen, würde jedoch gerne ab und zu jemanden rausholen, um ihm zu zeigen, wie es draußen aussieht.

    Eine gute Woche wünsche ich dir, Brigitte

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  13. Ulf Runge schreibt:

    Liebe Anna-Lena,

    ich fasse mich an meine Nase und frage mich, wie sehr ich meine Nachbarn kenne, wie sehr sie mich interessieren…

    Von meiner Fassade bei den anderen Fassaden ganz zu schweigen.
    Danke für diese anregenden Gedanken.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  14. fred210761 schreibt:

    Moin Anna-Lena,

    was der Karl geschrieben hat, so denke ich auch. Nehmen wir uns einfach zu wenig Zeit für die Menschen dahinter, gute Frage 😉

    Viele Grüße, Fred

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  15. minibares schreibt:

    Einsam ist, wer sich einsam fühlt, meist ungewollt, jedoch oft auch mit Absicht gewählt.

    Was sich hinter den verschiedensten Fenstern tut, niemand kann es auch nur ahnen.
    Jeder führt sein Leben.
    Bei mir darf man gern hinter die Gardine schaun. Ich habe eigentlich nichts zu verbergen. Und trotzdem sind Gardinen davor. Ja, so ist es halt. Sie sind Schmuck, dienen zur Verschönerung des Zimmers, ganz klar.

    Dein Gedicht ist richtig gut.

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  16. bruni kantz schreibt:

    Maske, Fassade, Schutz, Versteck.
    Sie kann auch Hilfe sein. Dünne Haut sucht Schutz und nimmt dazu manchmal eine Maske, einen Filter vor der Umwelt. Leider wird die Luft hinter der Fassade, hinter der Maske, immer dünner. Das Atmen fällt schwerer. Der Alltag wird eine Belastung.

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  17. Petros schreibt:

    Es klingt vielleicht sehr abgegriffen, aber : ALLES FASSADE!
    Gruß
    Petros

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