Auf den Hund gekommen (1)

Haustiere haben es in den meisten Fällen gut. Sie sind Teil der Familie und gehören einfach dazu. Unsere beiden Dackeldamen kommen hier zu Wort, denn nun sind sie mit dreiundeinhalb Jahren erwachsen, selbst, wenn sie sich nicht immer so benehmen :-).

Am ersten Dezember 2006 bin ich auf die Weltgekommen. Wir sind eine richtig große  Familie. Mama Heather und Papa Arthos haben sich richtig Mühe gegeben, außer mir, ich heiße übrigens La Caramelli, wurden meine zwei Brüder, Lakritze und Lancer sowie meine Schwestern Linda Lu, Luna May, La Cremi und La Vanilli geboren. Inzwischen sind wir schon sechs Wochen alt, haben etwa die Größe eines Meerschweinchens  und entwickeln uns jeden Tag ein wenig mehr.

Wir leben in einer großen Dackelzüchterfamilie. Bei uns ist immer etwas los und wir verstehen uns  alle prächtig. Unsere Pflegemutter kümmert sich rührend um uns und es fehlt uns an nichts.

Pflegemutter Barbara hat uns erzählt, dass wir in etwa drei Wochen umziehen werden, in eine menschliche Familie. Dann bekommen wir ein neues Zuhause und können  die große weite Welt um uns herum erkunden.

In letzter Zeit haben wir viel Besuch von fremden Menschen bekommen, die uns besuchen, mit uns spielen und sich dann ein kleines Hundchen für ihr neues Zuhause aussuchen.  Bis zum letzten Wochenende habe ich niemanden gefunden, zu dem ich hätte ziehen wollen. Ich habe mich dann in unser Welpenkörbchen zurück gezogen und so getan, als schlafe ich. Kleine Hunde brauchen schließlich  ihren Schlaf, das Leben kann ganz schön anstrengend sein.

Am letzten Sonntag kamen drei Erwachsene zu uns. La Cremi, Marci aus einem anderen Wurf, und ich  waren noch nicht vergeben. Lange unterhielten sich die Erwachsenen mit Pflegemutter Barbara über ihren Dackel, der genau an Weihnachten gestorben war. Es war ihnen  zu still im Haus und sie waren auf der Suche nach einem neuen Familienmitglied. Ich spitzte meine Öhrchen. Sie lebten in einem Haus mit Garten , ganz in der Nähe. Einen Garten kannte ich schon. Als sie aber erzählten, dass nebenan eine griechische Hirtenhündin und auf der anderen Seite zwei Schäferhündinnen lebten, wurde ich neugierig. Bisher hatte ich ja nur Dackel kennengelernt.

Als ich aus unserem Körbchen krabbeln wollte, sah ich, dass das Frauchen Marci auf dem Arm hatte und ganz entzückt von ihr war. Mit ihrem  schwarz-roten Fell sieht sie auch bezaubernd aus, das muss ich zugeben. Nun hieß es entweder – oder.  Ich schaute das Herrchen an, das Herrchen blickte zu mir – es war Liebe auf den ersten Blick. Obwohl ich hundemüde war, hieß es jetzt – handeln. Ich kletterte aus dem Körbchen –  ups, da war die Blase doch vor Aufregung ganz voll – uns maschierte zielstrebig auf das Herrchen zu. Ach, war das schön, mit dem zu kuscheln. Ich setzte meinen ganzen weibliche Charme ein und blickte ihn an. Er nahm mich sogleich in die Arme und schmuste mit mir. Mit letzter Welpenkraft kuschelte ich mich in seine Armbeuge und bevor ich zu meinem Mittagschläfchen überging, bekam ich nur noch mit, dass ich die Auserwählte war! Drei Wochen bleibe ich nun noch bei Barbara , meinen Eltern und Geschwistern und dann darf ich zu meinem neuen Frauchen und Herrchen ziehen….

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Un-Ruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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27 Antworten zu Auf den Hund gekommen (1)

  1. Elfe schreibt:

    Was für eine liebliche Geschichte! Das hat abgefärbt, auch die Dackeldamen sind klasse Erzählerinnen -;)
    Gute Zeit, endlich ist Sommer, ich verabschiede mich in eine Blogpause um jeden Sonnenstrahl aufzunehmen.
    Herzliche Grüsse liebe Anna-Lena, hoffentlich wird es bald etwas etwas leichter und entspannter für Dich.
    Elfe

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Elfe,

      genieße jeden Sonnenstrahl. Das Wetter in diesem Jahr zeigt uns, dass nichts verlässlich ist.
      Noch eine gute Woche, dann wird es ruhiger in der Schule und in gut vier Wochen fangen die Ferien an.

      Liebe Grüße
      Anna-Lena

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  2. Follygirl schreibt:

    Ach, ja..will auch wieder ein Baby! (egal ob Hund oder Katze…oder besser beides)…hab schon soooo lange nichts Klienes mehr hier gehabt…
    Na ich halte schon alle Augen weit auf, aber bisher hat noch niemand meinen Weg gekreuzt.

    Wünsche Dir einen schönen Sonnatg, liebe Grüße, Petra

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  3. andrea2007 schreibt:

    Liebe Anna-Lena, ganz schön schlau von dem süssen Dackelbaby:-) Die beiden sind ja auch wirklich zu herzig…kennst Du die Bücher „Liebe auf krummen Beinen“ und „Ehe auf krummen Beinen“? Die sind auch aus Dackelsicht geschrieben, herrlich…

    Ganz viel Freude weiterhin mit Euren Vierbeinern und einen schönen Sonntag, liebe Grüsse Andrea

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  4. Jouir la vie schreibt:

    Eine herzige Geschichte, schön zu lesen während bei uns unaufhörlich die Glocken einer Kirche klingeln…:-)
    Und ja, Haustiere sind schon fein, nur muß auch genügend Zeit vorhanden sein. Ich sehe es in unserer Gegend immer öfter, dass Hundebesitzer knapp den nötigsten Auslauf in Form von Kurzspaziergängen ihren Lieben gönnen…
    Sei lieb gegrüßt
    Kvelli

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    • Anna-Lena schreibt:

      Lieber Kvelli,
      bei einem großen Garten haben zwei Zwergdackel genügend Auslauf. Problematisch finde ich das Halten von großen Hunden in einer Wohnung.

      Hab‘ einen sonnigen Sonntag :-).

      Herzlich,
      Anna-Lena

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  5. chinomso schreibt:

    So eine süße Knutschkugel. Da kommt bei mir auch gleich wieder Wehmut auf und ich wünsche mir meinen Bobby von Susiekbach (Rauhhaardackel) zurück. Leider ist er schon hinter dem Regenbogen. Einen Nachfolger kann es momentan nicht geben.

    Aber ich bin gespannt auf mehr Dackelgeschichten.

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  6. Lilie schreibt:

    Was für eine niedliche Geschichte … Sie ruft Erinnerungen wach. Ich hatte mal einen Cocker Spaniel, der mich meine Kindheit und Jugend über begleitet hat. Als das Regenbogenland ihn rief, inzwischen war ich schon erwachsen, fehlte mir mein bester Freund noch lange Zeit.

    Ich hoffe, es gibt eine Fortsetzung …

    Liebe Grüße
    Iris

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  7. GZi schreibt:

    Ach, schöne Geschichte, bei herr Hund Anton und mir war es auch Liebe auf den ersten Blick. Den oder keinen, na ja, sicher hätte ich sonst auch einen anderen Hund gefunden, aber es ist es schon ganz richtig, wie es gekommen ist. Feiner Hund und die beiden Dackel scheinen herzallerliebst!

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  8. Brigitte schreibt:

    So süss, och mir fehlen meine Hundis immer noch sehr.

    Liebe Grüsse
    Brigitte

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  9. zeitreisen schreibt:

    Hallo Anna-Lena,
    seit eineinhalb Jahren bin ich auch auf den Hund gekommen (es ist der Erste ein Cairn Terrier). Ach so ein Hündchen ist schon was schönes.
    Ein eigener Garten ist nicht zuverachten, aber er kann nicht den täglichen Spaziergang ersetzen. Die kleinen Racker wollen gerne Hundezeitung lesen und mit Artgenossen toben.

    Eine nette Geschichte hast du geschrieb.ich freue mich auf die Fortsetzung.

    Liebe Grüße,
    Monika

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  10. Elisabeth schreibt:

    Liebe Anna-Lena,
    so eine süße Geschichte – die beiden sind wirklich entzückend, wer kann da schon widerstehen… 🙂 Und bestimmt freuen auch sie sich schon, wenn du bald Ferien hast! 🙂
    Alles Liebe von Elisabeth

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  11. Traveller schreibt:

    einfach herrlich !

    lieben Gruß
    Uta

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  12. Anna-Lena schreibt:

    @all:
    Danke Ihr Hunde- und Katzennarren und Närrinnen.
    Ich habe noch vier Teile, die ich in den nächsten Tagen nach und nach poste.

    In den nächsten Tagen stehen wieder Prüfungen in Klasse 10 an, daher bin ich ein wenig knapp in der Zeit.

    Kommt gut in die neue Woche!

    Herzlich,
    Anna-Lena 🙂

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  13. fred210761 schreibt:

    Oh, das ist am frühen recht viel zu lesen, alleine „früh“, habe gerade gelesen du bist ein sehr früher Vogel, ich bin erst um kurz vor 8 hoch, aber auch erst um Mitternacht abgerückt.

    Ich bin leider noch nicht auf den Hund gekommen…wer weiß, wer weiß, ist ja noch Zeit.

    Ich grüße dich ganz herzlich liebe Anna-Lena 🙂

    Fred

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  14. Brigitte schreibt:

    Kein Wunder, wer in einer solchen Familie groß wird, muss ja auch gut erzählen können. Ich denke mir, dass noch weiter erzählt werden wird…

    Und bin gespannt!

    Eine schöne Woche dir und deinem Frauchen, Brigitte

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  15. april schreibt:

    Das sind ja wirklich süße kleine Hunde, so richtig zum Knuddeln. Dann überlege ich immer, ob ich nicht doch …

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  16. freidenkerin schreibt:

    Allerliebst! Dackel sind eigentlich gar keine Hunde, sondern sehr spezielle Lebewesen. 😉 Ich weiß das, weil ein früherer Arbeitgeber mal einen Langhaardackel namens Batzi hatte, eine sehr eigenwillige Persönlichkeit, die uns oft zum Lachen und zum Staunen brachte. 😉
    Liebe Grüße!

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  17. Himmelhoch schreibt:

    Anna-Lena, hast du sie nach dem Geschmack des herzigen L-Namens ausgesucht oder nach der Schönheit. Süß!
    LG von Clara

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  18. Frau Momo schreibt:

    Eine wunderschöne Geschichte. Danke!

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  19. Coco schreibt:

    Hach, wie süüüüüß! Toll geschrieben, der Name ist auch klasse :o)
    Liebe Grüße, Coco

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  20. Anna-Lena schreibt:

    Herzlichen Dank, Ihr Lieben.
    Auch Cara und Marci danken und grüßen Euch mit einem freudigen „Wuff“ :-).

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  21. bruni kantz schreibt:

    So viel Liebe steckt in Deinen Zeilen, liebe Anna-Lena …

    Ich grüße Dich in die Nacht hinein.

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