Manchmal…

Manchmal träume  ich von einem Beruf

mit weniger Herzblut

mit Gedanken, die ich am Arbeitsplatz für den nächsten Tag liegen lassen kann

mit einer klar definierten Arbeitsplatzbeschreibung

mit weniger Verantwortung

mit einem geregelten Feierabend

mit freien Wochenenden

mit mehr Anerkennung

mit mehr Erfolgserlebnissen

Doch wäre ich dann zufriedener?


http://www.youtube.com/watch?v=87g_QmBK_Fk&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=Y7ww9p2MQVg

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Über Anna-Lena

Lehrerin im Un-Ruhestand, mit vielen Hobbys, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Ich lese viel, schreibe gern selber und fotografiere, was mir vor die Linse kommt.
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41 Antworten zu Manchmal…

  1. Coralita schreibt:

    Liebe Anna-Lena,

    vermutlich wärst Du dann auch nicht zufriedener, denn jeder Beruf hat ja seine Vor- und Nachteile. Selbst, wenn man glücklich – oder doch zumindest zufrieden – damit ist …
    Und nicht nur der Beruf: Alles, was wir lieben, kann uns zur Verzweiflung bringen. ;-))

    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag – trotz Sauwetter.

    Herzlich,
    Coralita.

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Coralita,

      vermutlich hast du Recht.
      In solchen Stoßzeiten wie das bevorstehende Schuljahresende kommt man schnell an seine Grenzen, wenn man bedenkt, was noch alles ansteht und noch bewältigt werden will. Und vieles, was einem eigentlich jetzt gut täte, muss liegen bleiben.
      Das waren so meine Gedanken am heutigen Morgen.

      Auch dir liebe Grüße aus dem vermutlich gleichn Sauwetterradius,
      Anna-Lena 🙂

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  2. farbenreich schreibt:

    Da, ich als Freiberuflerin ab und zu ähnliche Gedanken habe, sage ich Dir aus Erfahrung:

    Ich wäre nicht zufriedener, denn seit ich selb-ständig! bin, habe ich:

    keine Sicherheit – doch Freiheit

    keine Bevormundung – sondern einen eigenen Mund, der mir nicht verboten wird

    kein Mobbing – denn ich selbst gehe liebevoll mit mir um und meine Kunden passen zu mir, so wie ich zu ihnen

    keine Unmengen an Kunden – doch, diejenigen, die mich kennen achten und schätzen mich

    keine finanziellen Reichtümer – doch ich bin so reich an Liebe

    kein Image, wo „chicki micki“ ihr Geld hinbringt, um sagen zu können ich war bei … und dabei könnte „man“ den letzten Mist vezapfen, die Hauptsache, „man hat“ ein Atelier in einem bestimmten Viertel von Düssldorf (und ’nen finanzreichen Mann im Rücken) – ICH BIN LIEBER AUTHENTISCH und bleibe MIR TREU …

    und das bedeutet natürlich zu sein und kompetent … meine Arbeit ist gut, da brauche ich keinen Raum für ein vorgetäuschtes Prestige und zum Angeben … !!!

    Und dafür arbeite ich gerne und mit Freude und mit Lust und mit Hingabe und mit Be-ruf-ung, wenn andere Freizeit haben, lebe im Hier und Jetzt ohne Sicherheit und ohne doppletem Boden, ohne die Aussicht auf eine gute Rente … ohne …

    Und: Ich bin gesunder als früher als Angestellte mit „Pseudoverantwortung“!

    Natürlich hätte ich das alles auch gerne früher als Angestellte erlebt, und beglückwünsche jede und jeden, die/ der es gut hat auf dem festen und sicheren Arbeitsplatz. Klar, träume ich auch von Sicherheit oder von regelmäßigem Urlaub, aber wo Licht ist, ist auch Schatten … alles hat zwei Seiten …

    Ich möchte mit niemandem tauschen, denn mein Weg, so steinig er auch war, privat und beruflich, ist MEIN Weg.

    Wer jetzt immer noch Lust hat weiter zu lesen und noch nicht stöhnt über meine Wortergüsse hier ;-), kann gerne auch hier reinschauen:

    Geschichte von Licht und Schatten http://farbenreich.wordpress.com/2009/10/17/191/

    Alles, was ich so schreibe, ist in meinem Blog zu finden unter:

    http://farbenreich.wordpress.com/category/eigen-art-geschichten/

    http://farbenreich.wordpress.com/category/eigen-art-fantasiereise/

    http://farbenreich.wordpress.com/category/eigen-art-poesie/

    So, nun habe ich aber gut „Werbung“ gemacht für mich ;-). Vielleicht werde ich ja doch noch berühmt und finanziell reich 🙂

    Liebe Anna-Lena, irgendwie haben mich Deine Worte in ein Schreibfieber versetzt, wie Du liest. Bitte verzeih(t) mir, wenn es zu viel wurde. Ich gelobe Besserung!!! 😉

    Herzlich und kunterbunt
    Sabina

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Sabina,

      danke für deinen interessanten und ausführlichen Kommentar. Schön, dass du auch Links zu deiner Seite gesetzt hast, deine Seite ist wirklich beachtenswert und ich hoffe, du bekommst dort auch reichlich Zuspruch.

      Liebe Grüße
      Anna-Lena

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      • farbenreich schreibt:

        Übrigens, ich habe auch mal als Pädagogin im öffentlichen Dienst gearbeitet. Ich kann schon gut nachvollziehen, wie Du Dich ab und zu fühlst oder fühlen könntest.

        Lieben Gruß, jetzt aber für heute zum letzten Mal 😉

        Sabina

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  3. Himmelhoch schreibt:

    Liebste (bitte beachte die Steigerung der Anrede) Anna-Lena, die Zeit für die Links der angegebenen Videos fehlt mir gerade – hole ich in Ruhe nach. Da aus einer Lehrerdynastie nach oben und nach unten kommend, kenne ich ja die Lob- und Klagelieder zur Genüge. – Doch meinen Tipp, dich vom Arbeitsamt auf was Langweiligeres umschulen zu lassen, kannste getrost in die Tonne treten. Du gehörst auf deinen Platz und du machst das bestimmt sehr gut, sage ich mal!
    Drückerlis von Clara

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  4. Danke, liebe Anna-Lena für die Gedanken-Anstöße!

    Lehrer sein ist sicher Be-Rufung, da bin ich sicher.
    Mögen nur Berufene diesen Beruf ausüben.

    Und nach allem, was Du schon schriebst, mag ich mich Clara’s letztem Satz anschließen!

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  5. GZi schreibt:

    Du darfst nur nicht vergessen, auch an Dich zu denken, an Deine persönlichen Gedankenreisen und Aus-Zeiten. An sich macht einen aber gerade das Herzblut glücklich, dass man in eine Sache/Arbeit steckt – das ist wie Blutsbüderschaft 😉

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    • Anna-Lena schreibt:

      Normalerweise mache ich das auch. Aber es gibt halt Stoßzeiten, wo der Entspannungshorizont ganz weit im Hintergrund liegt.
      Danke für deine lieben Worte ;-).

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  6. Helmut Maier schreibt:

    Das Herzblut ist es genau: das uns so beschwert.
    Das Herzblut aber ist es auch genau, das den Lehrenden den Beruf so veredelt.

    Liebe Grüße
    Helmut

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  7. freidenkerin schreibt:

    Wunderbar, dass du diesen überaus schweren Beruf mit Herzblut ausübst! Anders geht’s nicht. Wer nicht mit Kopf und Herz Lehrer ist, gehört zu den ein Drittel Idioten in dieser Berufung, von denen Volker Pispers spricht (äußerst bemerkenswert finde ich in diesem Video übrigens den Spruch: Deutschland wird nicht am Hindukusch verteidigt, sondern in den Grund-, Haupt- und Realschulen, selten so eine treffende Formulierung gehört!)…
    Ich bewundere dich sehr! Eineinhalb Jahre lang bin ich Lehrerin für gastronomische Fachpraxis (Service) an der hiesigen Berufsschule gewesen. Mein Vater war zweiundvierzig Jahre lang Volksschul- bzw. Grundschullehrer. Von daher weiß ich sehr gut, wie hammerhart das Lehrerdasein sein kann!
    *Drück-und-Umärmel*
    Herzliche Grüße!

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    • Anna-Lena schreibt:

      Ja, liebe Margot, das Video ist klasse und enthält eine Menge Wahrheiten.
      Nachdem Ihr mich alle so nett „auf den Arm“ genommen habt, fühle ich mich auch schon besser.
      Danke für deine lieben Worte.

      Lieben Gruß
      Anna-Lena

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  8. rosadora schreibt:

    du kannst ja schon mal überlegen, was das für dich sein könnte. und wenn dus dann gefunden hast, verrate es mir…

    träum weiter
    rosadora

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe Rosadora,

      ich glaube, im nächsten Leben würde ich es nicht anders machen. Das war immer mein Berufswunsch.

      Und mich umorientieren – für die letzten sechs Jahre? Ne, dann lieber Augen auf und durch.

      Liebe Grüße
      Anna-Lena

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  9. ELsa schreibt:

    Liebe Anna-Lena,

    Ich denke, zur Lehrerin muss man einfach berufen sein!

    Daher bin ich überzeugt, du wärst z.B. als Verkäuferin nicht glücklicher.

    Liebe Grüße
    ELsa

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    • Anna-Lena schreibt:

      Da hast du Recht, liebe Elsa.

      Heute ist mir einfach nach Jammern, denn der Arbeitsberg ist riesig, das Wetter mehr als bescheiden und an manchen Tagen sollte man besser im Bett bleiben.

      Aber keine Sorge, alles wird gut.

      Liebe Grüße
      Anna-Lena

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  10. Follygirl schreibt:

    Du wirst das zwar anders gemeint haben… aber wir haben uns gerade kaputt gelacht. Ohne Nachwuchs hat man eben gut lachen… (kannten wir beide Filmchen noch nicht).
    Tut mir sehr leid, ich hab wirklich keine Ahnung was da so abgeht, kann mir aber vorstellen, das es schon sehr anstrengend ist.
    Liebe Grüße, Petra

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  11. Lilie schreibt:

    Liebe Anna-Lena,
    man ist dann nicht zufriedener – im Gegenteil …
    Ich spreche aus Erfahrung 😉
    Lieben Gruß
    Iris

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  12. april schreibt:

    Wer das nicht gemacht hat, versteht es vielleicht nicht. ‚Eigentlich‘ ist es ein wunderbarer Beruf, aber: er wird immer schwerer, nicht hauptsächlich wegen der Schüler. DAS ist der schöne Teil der Arbeit (zumindest war das für mich so), aber die Vorgaben von oben, die immer neuen Anforderungen und Ungerechtigkeiten für Haupftfachlehrer (Lernstandserhebungen, Vergleichsarbeiten und was dergleichen „Evaluationen“ mehr sind), das schlechte Image, die Ansprüche mancher Eltern, DAS ist das Schlimme.

    An dieser Stelle breche ich ab, denn ich könnte Romane schreibn, aber zum Glück muss ich das nciht mehr. Ich wünsch dir, liebe Anna-Lena, dass das Schuljahresende schnell naht, dass du dann mal alles hinter dir lassen und dich entspannen kannst.

    Liebe Grüße
    Ingrid

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    • Anna-Lena schreibt:

      Liebe April, du hast es ja gerade hinter dir und ich unterstreiche alles, was du schreibst. Das ‚Drumherum‘, das immer mehr dazu kommt, ist so zeitaufwändig und manchmal so sinnlos, dass es die Zeit für den einzelnen Schüler immer mehr reduziert.

      Ja, Sommerferien, das ist ein Lichtblick mit hoffentlich auch Sommerwetter :-).
      Danke für deine unterstützenden Worte.

      Liebe Grüße
      Anna-Lena

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      • freidenkerin schreibt:

        @april: Genau, ja! Diese stetig wachsende Flut der Anordnungen und Regeln „von oben“ haben mir nach gut eineinhalb Jahren diesen Job vermiest. Ich fühlte mich förmlich gefesselt von einem immensen Regelwerk und nicht mehr dazu in der Lage, den Schülern/innen einen sinnvollen Eindruck vom „Handwerk“ zu vermitteln…

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        • april schreibt:

          Wie schade das alles ist. Dabei ist ‚Lehren‘ (Weitergeben von Kenntnissen) doch eigentlich eine ganz tolle, lohnende Sache.

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      • april schreibt:

        Liebe Anna-Lena, unterstützende Worte waren das ja nicht wirklich … Was würde ich machen, wenn ich das noch länger machen müsste?? Das Schlechte (das Ganze von ‚oben‘) ausblenden, so gut es geht und mich ganz stark auf die Schüler konzentrieren. Für die lohnt es sich. Und von der Seite her gibt es noch Bestätigung und Freude.

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  13. tonari schreibt:

    Oh, jaaaa, so einen Stoßseufzer gebe ich gelegentlich auch von mir (und ich bin keine Lehrerin).
    Ich möchte dann nicht immer Entscheidungen treffen müssen und mich einfach mal zurück lehnen und nicht alles noch mit dem Kopf auf dem Heimweg und zu Hause nach- und vorbereiten. Ich möchte die Verantwortung auch mal abgeben können. Das geflügelte Wort heißt bei mir dann „Ach, wäre ich doch Zwiebelverkäuferin geworden!“ Womit ich hier mitlesenden Zwiebelverkäuferinnen nicht zu nahe treten möchte. 😉

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    • Anna-Lena schreibt:

      „Zwiebelverkäuferin“ das gefällt mir *lol*.
      Da kann man ungeniert losheulen und keiner kann es übel nehmen. Man muss sich noch nicht mal rechtfertigen :-).

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      • Himmelhoch schreibt:

        Ach. liebe Anna-Lena, du als gestresste Lehrerin verwechselst jetzt gerade etwas: Du sollst die Zwiebeln „verkaufen“ und nicht „schneiden“ – und womit willst du deine Tränen beim Verkaufen begründen? Weil du dich von deinen liebgewordenen Zwiebeln nicht trennen kannst, die dir alle sooooooooooooooo ans Herz gewachsen sind, so wie deine SChüler.
        Also doch lieber Lehrerin!
        GLG Clara

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  14. Elisabeth schreibt:

    Liebe Anna-Lena,
    wenn du mit ganzem Herzen dabei bist, wenn das der Beruf ist, wo dir dein Herz aufgeht, dann ist er der richtige für dich! Ganz gleich, was sonst noch alles ist oder nicht ist…
    Alles Liebe für dich, Elisabeth

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  15. Jorge D.R. schreibt:

    Zugegeben – es gibt Momente, da wünsche ich mir, noch mal jung zu sein. Ich weiß auch ziemlich genau, was ich dann tun würde. Noch mal in die Schule zu gehen, hat bisher nicht zu diesen Träumereien gehört. Seit ich mich in ‚Anna-Lenas Lesestübchen‘ so wohl fühle, ändert sich das …

    Jorge D.R.

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  16. chinomso schreibt:

    Danke, dass du es trotzdem tust. Der Kinder wegen.

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  17. Traveller schreibt:

    Liebe Anna-Lena,

    ich glaube, diese Gedanken gibt es in (fast) jedem Beruf hin und wieder. Und ich finde die Frage nach der Zufriedenheit wichtig. Mit weniger Schwierigkeiten werden wir nicht automatisch zufriedener.

    Ich habe mir gerade in aller Ruhe Volker Pispers angeschaut (ich mag ihn!). Da ist so vieles, bei dem die Leute gelacht haben, und bei dem ich einfach nur genickt habe.
    Es ist einfach zum K…, unter welchen Bedingungen an vielen Schulen gearbeitet werden muss. Schlimm für Lehrer und Schüler.
    Umso mehr bewundere ich diejenigen, die trotzdem nicht aufgeben und mit Engagement weitermachen, um so viel wie möglich zu erreichen.

    Alles Liebe dir und die Kraft durchzuhalten.

    Lieben Gruß
    Uta

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  18. Gedankenkruemel schreibt:

    Wenn du deinen Beruf nicht lieben würdest
    hättest du ihn wahrscheinlich nicht gewählt ?
    vermute ich zumindest.

    Herzliche Grüsse
    Elke

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