
Nachdem der Herr Polizeipräsident die Staatskasse mit meinen 15 € wieder mal aufgefüllt hat, bin ich gestern mit geschärftem Blick durch die Berliner City gefahren.
Kaum zu glauben, was man alles beachten muss, wenn man ungeschoren durch den Straßenschilderwald kommen will.
Alleine die Schilder zum Tempo 30 sind eine Reise wert.

Wir finden Tempo 30:
Vor Schulen und Kindergärten und in Baustellen. Diese zu beachten, ist eine Selbstverständlichkeit, denn wer möchte schon ein Kind verletzen oder eine lästige Baustelle noch vergrößern?
Allein auf der Strecke von der Siegessäule bis zur Pankstraße folgten neben den bereits oben erwähnten sechs weitere. Wenn es nur die schwarz leuchtende 30 wäre, würde ich mich nicht beklagen. Nein, da gibt es Tempo 30 von 7.00 – 17.00 Uhr, oder von 8.00 – 18.00 Uhr, an einer anderen Stelle von 6.00 – 17.00 Uhr. Auf wenig befahrenen Straßen leuchtet plötzlich Tempo 30 von 22.00 – 6.00 mit dem Zusatz Lärmschutz, oder Tempo 30 – Straßenschäden auf oder auch Tempo 30 ohne weitere Erklärung.
Besonders gemein ist es, wenn auf einer Straße, auf der man jahrelang gemütlich seine 50 fuhr, ganz plötzlich und heimtückisch ein Schild Tempo 30 steht, noch halb versteckt und unerwartet. Pling – nein, kein kurzfristiger Sonnenstrahl oder ein Wetterleuchten. Das war er, der Blitzer, der die Staatskassen füllen soll.
Fährt man nun im dichten Berufsverkehr oder im Dunkeln solche Strecken, hat man ganz schön zu tun, sich in dem Straßenschildergewirr zurechtzufinden. Nebenher muss man ja noch auf den Autoverkehr, Radfahrer und Fußgänger achten.
Hat eigentlich schon jemand den Straßenschilderwarnnavigator erfunden?
Ich würde sofort einen vorbestellen.
© Text und Fotos: Anna-Lena





Keine schlechte Idee – nur leider bräuchte es zur laufenden Aktualisierung der sich im Stundentakt verändernden Situation für jede Stadt ein mit vielen hochkarätigen IT-Prgrammierern besetztes Straßenverkehssschilderanpassungsamt. Das würde die Protokollgebühren wegen Überschreitung ganz schön in die Höhe treiben. Außerdem ist die Updatesoftware bei Navigationssystemen auch nicht billig, obwohl sie nur im Vierteljahrestakt angepasst wird.
Und es gibt keine Garantie, dass nicht Fehlmeldungen erfolgen, wie so mancher berichtet hat, dessen Navi ihn in die Irre führte.
Die Kosten blieben auf Deiner Seite ohne jede Garantie – denn selbst der möglicherweise digital in Deinem Fahrzeug einzurichtende Kontrollcomputer zum Nachweis, dass Du Dich mit den laufenden Straßenverkehrsschilderanpassungsmeldungen konform verhalten hast, würde Dich nicht vor Strafe schützen.
Also handelt es sich eindeutig um einen schnapsigen Straßenverkehrsschilderanpassungsvorwarnungs- institutionseinrichtungvorschlag. Ich geb’s auf
LG
Curt
Danke, lieber Curt, für Deine köstliche verkehrstechnische Abhandlung. Also, dann doch lieber Augen auf im Straßenverkehr anstatt mit dem Knie des Beifahrers zu schalten
.
Liebe Sonntagsgrüße
von Anna-Lena
Ach ja, manchmal hat man das Gefühl, manche Schilder seien von den Schildbürgern aufgestellt worden…
Und die führten bekanntlich noch nie was wirklich Vernünftiges im Schild.
Ich fürchte, da würde so ein Navigator auch nicht viel bringen.
Liebe Sonntagsgrüsse,
Brigitte
Ja, liebe Brigitte, das Gefühl habe ich auch, besonders in Dauerbaustellen, in denen nur selten jemand arbeitet.
Liebe Sonntagsgrüße zurück,
Anna-Lena
“Alleine die Schilder zum Tempo 30 sind eine Reise wert”, sagst Du.
Straßenschildertourismus. Das wäre schon sehr anstrengend.
Mein Auto will immer etwas schneller fahren
Mein Auto auch, liebe Barbara. Obwohl ich eigentlich eine umsichtige Fahrerin bin, mache ich die Staatskasse bei Tempo 30 des öfteren reich
.
!!
Habt einen schönen Sonntag und lasst es langsam gehen
Strassenschild-Navigator
Gute Idee
Manchmal ist es aber auch echt wie verhext mit den Schildern. Bei manchen fragt man sich dann wirklich, wozu stehen die da?
Vielleicht, um ahnungslose Autofahrer in die Falle zu locken? Der Staat braucht Geld und davon viel
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so wird es wohl sein
10 jahre nix und kaum wohnt man in bayern – hatte ich gleich 2 knöllchen innerhalb von vier wochen *g*
Du Ärmster
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Dumm gelaufen, oder? Deshalb: Augen auf im Straßenverkehr
beide male zu spät erkannt… selber schuld – würde ich sagen
War das in Bremerhaven denn anders?
LG
Curt
Hier in Regensburg die Baustellen gerade auch Hand in Hand. Selbst als Einheimischer steht man plötzlich vor dem Nichts – sprich Straßenende -, denn die Beschilderung ist so chaotisch, dass es fast unmöglich ist, ihr zu folgen. Ich frag mich manchmal, wie das in anderen Ländern funktioniert, in denen es keinen Schilderwald gibt. Höchstens ein Schild an einer Stange, das wär ein Traum…
Hallo sunny,
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ich erinnere mich an Urlaubsreisen in Spanien oder Griechenland, wo die Leute trotz der Schilder so fuhren, wie sie wollten. Abenteuer pur
Liebe Grüße
Anna-Lena
Oh ja, in Griechenland hatte ich auch ein grandioses Erlebnis. In Patras runter von der Fähre, rausgefahren, man konnte nach rechts oder nach links fahren. Der Wegweiser zu dem Ort, in den wir wollten, führte – nach rechts UND nach links…