Ausgeflogen

Ausgeflogen

 

In der nächsten Zeit
könnte es hier ruhiger
oder ganz still sein.
Kein Grund zur Sorge,
nur eine kleine Auszeit.

Passt gut auf Euch auf!

 

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Frohe Ostern

Osterkarte

Ich wünsche Euch ein Osterfest,
das keine Wünsche offen lässt.
Mit Herzenswärme, Sonnenschein
für unterwegs und für daheim.

c/ G.B.

 

 

 

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Stille

Stille

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18. April 2014 · 21:41

Der Karmeliterorden

Der Berg Karmel galt schon im 12. Jahrhundert als heiliger Ort.
Die nach ihm benannten Karmeliter sind als ein Orden mit strengen Ordensregeln bekannt. Aber auch hier haben sich die Regeln mittlerweile gelockert, Ordensschwestern und -brüder sind weltoffener geworden.
Bedeutende Männer und Frauen haben diese Orden bekannt gemacht:

Teresa von Ávila (1515-1582)
Johannes vom Kreuz (1542-1591
Therese von Lisieux (1873-1897)
Elisabeth von Dijon (1880-1906)
Edith Stein (1891-1942) Jüdin und Philosophin mit lesenswerter Biografie

 

Unweit von uns gibt es einen Karmel mit drei Ordensbrüdern. Einerseits eine katholische Pfarrei (eine der wenigen in unserer Gegend) und andererseits eine Stätte der Einkehr für Menschen, die Ruhe vom Alltag suchen und dort für einige Tage „einkehren“ können.Mich spricht immer wieder die ruhige Lage dieses Klostern inmitten einer Wohngegend an und die berührende Schlichtheit der Klosterkapelle.

©Text und Fotos: G Bessen, 2014

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Der Gendarmenmarkt und seine Umgebung

 

Gendarmenmarkt kleinist für mich eine der schönsten Ecken in Berlin. Der fast 50000qm große Platz wird von drei markanten Gebäuden beherrscht, dem Konzerthaus, ein Schinkelbau (von 1819-21 auf den Grundmauern des zerstörten Nationaltheaters neu errichtet), nördlich die französiche Friedrichstadtkirche und der deutsche Dom im Süden.
Vor der Freitreppe des Konzerthauses befindet sich das Schillerdenkmal, das 1871 aus Anlass des 115 Geburtstages des großen deutschen Dichters enthüllt wurde.
Umgeben von so viel architektonischer Baulichkeit wird der Mensch ganz klein, andächtig und ehrfürchtig. Mit viel Fantasie kann man sich in die baulichen Phasen zurückversetzen und den Geist der Zeit erspüren.

Gendarmenmarkt

Unweit des Gendarmenmarktes findet man die katholische Bischofskirche, die Sankt Hedwigskathedrale, mit ihrer grünen runden Kuppel nicht zu verfehlen.
Auf dem Bebelplatz vor der Kathedrale gelangt man vom Ort der Stille sofort in das lebhafte Treiben der Studenten der Humboldt-Universität.

HedwigskathedraleGendarmenmarkt und Umgebung 037

Auf dem Weg zur Friedrichstraße, der zentralen S- und U-Bahnstation trifft man auf viele interessante alte Häuser.

Friedrichstraße

Berlin ist immer wieder eine Reise wert.

©Text und Fotos: G.B. 2014

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Knigge für Anfänger (2) oder Erfahrungen vor einem Elternsprechtag

So ein Elternsprechtag will organisiert sein. Mittlerweile ist er vorbei. meistens kommen ja nicht die Eltern der „pflegeleichten“ Schüler, sondern eher die der anderen. Und so muss man den Einen oder Anderen anrufen und einladen. Kein leichtes Unterfangen…

1. „Hallo?“
„Guten Abend, mit wem spreche ich denn?“ (Aha, da pokert wieder jemand – eindeutig männlich – am Telefon, wie ich das hasse…)
„Wer sind Sie denn? Sie haben mich doch angerufen!“
„Ich habe die Nummer 12345/6789 gewählt. Mein Name ist Frau Anna-Lena und ich hätte gern die Mutter von Max gesprochen.“
„Und worum geht es?“
„Da Sie offensichtlich nicht die Mutter von Max sind und mir Ihren Namen nicht verraten wollen, werde ich Ihnen das nicht sagen.“
„Na hören Sie mal, geht’s noch? Schließlich bin ich der Vater von Max!“ (Ich sehe förmlich, wie er puterrot anläuft…)
„Hätten Sie das gleich gesagt, hätten wir uns beide kostbare Zeit erspart.“ (Mein Blick geht auf den Stapel unkorrigierter Klassenarbeiten, mir rennt die Zeit unter den Nägeln weg und der hält mich zum Narren) .
„Und , warum rufen Sie an? Max hat wohl wieder Scheiße gebaut?“ (Wie recht er doch hat, aber nicht nur einmal, sondern im Dauerzustand…)
„Wir haben am kommenden Mittwoch Elternsprechtag und ich würde Sie und Ihren Sohn gern zum Gespräch einladen. Wann hätten Sie Zeit?“
„Kann ich Ihnen noch nicht sagen. Meine Frau hat Frühschicht, ich Spätdienst.“ (Prima, dann nehme ich mir den Knaben alleine vor, so ganz ohne Zeugen und ziehe ihm die Löffel lang, bis er lacht…)
„Ich biete ihnen 18.15 Uhr an. Sie finden mich in Raum 007. Bitte richten Sie es ein, es ist wichtig Und bringen Sie Ihren Sohn bitte mit, denn es geht ja um sein Verhalten und seine Noten. „Schönen Abend noch, auf Wiederhören.“
Klick – wortlos.

2. Die Festnetznummer, die ich seit Tagen anrufe, ist dauerbesetzt. Mittlerweile habe ich eine SMS mit der dringenden Bitte um Rückruf geschrieben. Da probiert doch der Sohnemann Otto nicht vielleicht, jeglichen Kontakt zu verhindern? Montag früh versuche ich Otto zu finden, prompt läuft er mir in die Arme.
„Ich kann deine Mutter nicht erreichen, mit eurem Telefon stimmt etwas nicht.“
„Wir haben kein Telefon.“ (Hähhhhh? Und wieso ist dann dauerbesetzt?)
„Auf meine SMS hat sie auch nicht reagiert.“
„Die hat eine neue Handynummer.“
„Würdest du mir die bitte geben?“
„Die hab ich selber nicht.“ (Hört, hört!! Bin ich der Weihnachtsmann, dass man mir Märchen erzählen kann?)
Damit war das Gespräch für ihn beendet. Er drehte sich um und ging.
Als ich am Mittwoch morgen die neue Handynummer in meinem Fach hatte, war der Elternbrief schon unterwegs. (Manchmal kann man das, was man sagen will, auch sehr deutlich und unmissverständlich  schriftlich machen.)

3. „Guten Abend, Frau Müller. Hier ist Frau Anna-Lena.“
„Hallo, Frau Anna-Lena.“ (Eine freundliche sanfte Stimme. Die Mutter und ich hatten schon mehrfach miteinander zu tun, eine sehr nette ausgeglichene Frau…)
„Da ja am kommenden Mittwoch Elternsprechtag ist…….“
„Waaaaas?“ …und dann einige Tonstärken lauter und schrill…“ Luise!?! Warum weiß ich nicht, dass am Mittwoch Elternsprechtag ist? Wann gedachtest du mir das zu sagen?“ (Ich ziehe förmlich schuldbewusst den Kopf mit ein…)
„Das wollte ich dir heute sagen…“ (Luises Stimme klingt piepsig, im vollen Gegensatz zum Unterricht…).
„Frau Müller, wie haben Sie Zeit? Könnten Sie um 17 Uhr in die Schule kommen?“
„Aber ja, das passt mir gut.“ (Der Rest ist schnell geklärt und ich überlasse Luise ihrem Schicksal…)

4. Ich rufe Eltern von daheim ungern über mein Handy an, aber wenn man bei denen zuhause langsam denkt, die wohnen da schon gar nicht mehr, muss man das machen. Wenn da auch niemand erreichbar ist, kann man nach einer SMS wenigstens hoffen…oder bis zum jüngsten Gericht warten…

„Sie hatten bei mir angerufen?“ (Die Dame ist offensichtlich schon auf Krawall gebürstet…)
„Guten Abend, ich bin… und würde gerne einen Gesprächstermin für den kommenden Mittwoch mit Ihnen absprechen.“ „Da muss ich morgen bei der Arbeit erst mal klären, ob ich kann.“ „Das wäre nett und bitte bringen Sie Ihren Sohn mit“. „Was, meinen Sohn soll ich nicht mitbringen, ich denke, es geht um ihn?“ (…um wen denn sonst? Um das liebe nette Meerschweinchen ganz bestimmt nicht!) . „Ich bestehe darauf, dass die Klassenlehrerin auch dabei ist.“ (okay, steigen wir in den Ring, alle miteinander…)
„Ich werde mit Frau ABC sprechen, ob Sie das einrichten kann. Bitte geben Sie mir Bescheid, wann Sie können.“
(einen Tag später wenigstens eine kurze und bündige SMS, dass es geht und mein vorgeschlagener Uhrzeittermin in etwa auch passt. Bleibt nun am Montag zu klären, ob die Klassenleiterin sich das am Mittwoch antun möchte. Wenn ich sie wäre wüsste ich, was ich wollte….).
Sie konnte nicht, denn sie hatte ihre eigenen Termine. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

An diesem Abend nach dem Elternsprechtag

hatte ich wieder etwas gelernt und verinnerlicht:

Man sollte die Ruhe
und Gelassenheit
eines Stuhles besitzen…
Der muss auch
mit jedem
Arsch
klarkommen.
(Verfasser unbekannt)

©G.B. 4/2014

 

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Ansprüche

Roter Teppich

So mancher flaniert
gern über den roten Teppich
und sonnt sich vor den
Augen der Welt.

Ich ziehe den
bunten Wolkenteppich vor,
vertiefe mich in ihm
und lasse meine Seele streicheln.

Himmelsstimmung April 14

c/ G. Bessen

*****

Wenn jemand auf so einen roten Treppenteppich herunterkommt,
ist er in der Gefahr heruntergekommen zu sein,
während die Seele, die sich zum Wolkenteppich emporschwingt, hervorgehoben ist.

c/ Helmut Maier

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Hochzeiten

Am 4.4. hatten die Standesbeamten sicher viel zu tun. Am 5.5. könnte es genauso sein, zumal sich der Wonnemonat Mai zum Heiraten anbietet.
Ganz entspannt kann man in der Hochzeitsvilla in Lanke/Wandlitz feiern. Ein Garten, der sicher erst in seiner Blütezeit so richtig zur Geltung kommt.
Wir hatten bei unserem Besuch dort ausgesprochen kühles und trübes Wetter, aber einen Eindruck habe ich zumindest mitgebracht.

Hochzeitspark  Lanke 1 Hochzeitspark Lanke 2

Mehr findet sich auf der Internetseite.

Vielleicht traut sich ja doch noch jemand.

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Tagesgedanke

Wasserturm

Wenn einem das Wasser
bis zum Hals steht,
ist ein Turm
der rettende Anker

c/G.B.

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Schulerlebnisse

Schulerlebnisse
Ein Blogevent bei Frau Hilde

Mein „schönstes“ Schulerlebnis

Es gab mal eine Zeit, in der der Lehrkörper noch geachtet und respektiert wurde und die nach Bohnerwachs riechende Schule ihre besonderen Geheimnisse barg.
Anna-Lena besuchte die 7. Klasse der örtlichen Realschule ihres damaligen Wohnsitzes in NRW. Es war ein heißer Sommernachmittag kurz vor den Sommerferien. Zusammen mit ihrer Freundin Jutta und zwei Jungen aus dem Ort schlenderten sie an der Schule vorbei.
Auf der Rückseite des Gebäudes entdeckten sie zwei geöffnete Kellerfenster. Ein Blick – ein Gedanke.

Kann man es Schülern verdenken, wenn sie ihre Schule mal am Nachmittag besuchen wollten? Es war die pure Neugier. Der Gedanke, gar etwas zu beschädigen oder zu klauen, lag Lichtjahre entfernt. Da gab es einen heiligen Raum, der das Lehrerzimmer genannt wurde. In diesen Raum hatte nie ein Schüler einen Fuß gesetzt. Das Direktorenzimmer betrat man auch nur, wenn man musste und das war nie ein gutes Zeichen, dorthin beordert zu werden.

Der Einstieg durch das schmale Kellerfenster war zwar schwierig, aber mit vereinten Kräften zu schaffen.
Wie ruhig und angenehm das Schulhaus am Nachmittag war. Wir schauten uns alles ganz genau an, doch die Räume waren verschlossen.
Als wir uns dem Lehrerzimmer näherten, trafen wir unerwartet auf eine Schar vom Bodenpersonal. Damit hatten wir in unserem kindlichen Leichtsinn natürlich nicht gerechnet.
Die beiden Jungen, die eine andere Schule besuchten, machten auf dem Absatz kehrt und flüchteten. Jutta und ich mussten genauestens Rede und Antwort stehen.

Es kam wie es kommen musste. Unsere Eltern und wir wurden zum Direktor bestellt. Er erwartete von uns die Namen und Adressen der beiden Jungen. Natürlich haben wir die beiden nicht verpfiffen, es waren unsere Freunde und Freunde verpfeift man nicht – Ehrensache! Die Drohung, ansonsten die Schule verlassen zu müssen, ging mir persönlich sehr nah, zumal sich meine Eltern alles andere als begeistert von der Tat an sich und deren mögliche Folgen zeigten, aber wir blieben dabei. Aber sie waren ohnehin von mir Einiges gewöhnt.

Die Sommerferien standen vor der Tür. Wir blieben dabei, die Jungen nicht weiter namentlich zu kennen und während der Ferien wuchs soviel Gras über die Sache, dass wir beruhigt nach den Ferien mit der achten Klasse beginnen konnten.

Anmerkung: Ich habe tatsächlich noch Bilder gefunden, wie die Schule damals aussah  und bei den Fotos des „Lehrkörpers“  fielen mir noch so einige Sünden ein.

chroni2

chroni1

Bildquelle

©G. Bessen 3/14

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